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Keuchhusten: Schon in der Schwangerschaft kannst du dein Baby schützen

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Für einen guten Start ins Leben / Foto © GSK / istock, vgajic

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Mit fortschreitender Schwangerschaft nimmt nicht nur der Bauchumfang zu – auch die Vorfreude auf das erste Kennenlernen wächst mit jedem Tag. Inmitten der aufregenden Geburtsvorbereitungen steht für viele werdende Eltern eines ganz oben auf der Liste: der Wunsch, ihr Kind bestmöglich zu schützen – besonders, wenn es um die Gesundheit des ungeborenen Babys geht.

Du als werdende Mutter kannst etwas tun, um das Baby von Anfang an vor Krankheiten wie Keuchhusten zu schützen. Doch warum ist hier der Schutz gerade für Neugeborene so wichtig? Welche Risiken die Krankheit mit sich bringt und wie du dein Baby schon im Bauch schützen kannst, erfährst du hier.

Was ist Keuchhusten eigentlich?

Keuchhusten, auch Pertussis genannt, ist ein bakterieller Atemwegsinfekt. Er gilt als hochansteckend und wird per Tröpfcheninfektion übertragen – also beim Sprechen, Niesen oder Husten. Die Krankheit wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht – beinahe jeder Kontakt zwischen Erkrankten und ungeschützten Gesunden führt zu einer Ansteckung. Die Erkrankung kann sich über mehrere Wochen oder gar Monate hinziehen. Bei Erwachsenen erinnern die anfänglichen Symptome an eine banale Erkältung. Nach rund zwei Wochen folgen stakkatoartige, schmerzhafte Hustenschübe.

Nach mehreren Jahren mit niedrigen Fallzahlen – auch bedingt durch die Coronapandemie – hat sich 2024 eine starke Keuchhustenwelle entwickelt.1 Dem RKI wurden 2024 mehr Fälle gemeldet als in jedem anderen Jahr seit Beginn der Meldepflicht 2013. Auch wenn die große Welle glücklicherweise nicht weiter anhält, stellt jeder Keuchhustenfall nach wie vor eine Gefahr für Neugeborene dar.

Darum sind Neugeborene besonders gefährdet

Neugeborene sind besonders anfällig für Infekte, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.2 Säuglinge haben auch das höchste Risiko für schwerwiegende Komplikationen bei einer Keuchhusten-Erkrankung, weshalb sie oft stationär behandelt werden müssen.3 Sie sind zudem noch nicht in der Lage, den sich bildenden Schleim abzuhusten. Die Folgen sind Würgeattacken und Atemaussetzer bis hin zum Atemstillstand – was lebensbedrohlich für das Baby werden kann!4

Gesunder Start ins Leben durch Impfung

Da Babys erst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat selbst gegen Keuchhusten geimpft werden können, besteht bis dahin eine Schutzlücke. Diese kann jedoch durch eine Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft geschlossen werden. Die nach der Impfung entstehenden Antikörper werden dann über die Nabelschnur auf das Baby übertragen: So baust du als werdende Mama einen sogenannten Nestschutz auf.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Keuchhusten-Impfung für schwangere Frauen zu Beginn des 3. Trimenons.7 Idealerweise wird sie zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche verabreicht. Zeichnet sich eine Frühgeburt ab, sollte schon im zweiten Drittel der Schwangerschaft geimpft werden. Die Impfung sollte unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Keuchhusten-Impfungen und in jeder Schwangerschaft erfolgen – nur so können ausreichende Mengen an Antikörper auf das ungeborene Baby übertragen werden. Studiendaten belegen, dass die Impfung in der Schwangerschaft gut verträglich ist und ein gutes Sicherheitsprofil bietet.5 In Deutschland ist die Impfung inzwischen seit fünf Jahren von der STIKO empfohlen und hat sich bei Frauenärztinnen sowie Frauenärzten als Teil der Schwangerschaftsvorsorge etabliert.6 Auch in den Mutterpass wurde dieser wichtige Vorsorgebaustein 2021 aufgenommen.

Familienangehörige – wie beispielsweise werdende Väter oder Großeltern – können ebenfalls mit einer Auffrischimpfung zum Schutz des Neugeborenen beitragen: Denn die Ansteckung erfolgt vor allem über enge Kontaktpersonen, ohne dass diese sich dessen bewusst sind. Die Erkrankung bleibt bei Erwachsenen nicht selten symptomfrei und kann unwissentlich an dich als Mama oder dein Neugeborenes übertragen werden. Engen Haushaltskontaktpersonen und Betreuern, deren letzte Impfung gegen Keuchhusten mehr als 10 Jahre zurückliegt, empfiehlt die STIKO daher eine Auffrischimpfung. Diese sollte möglichst vier Wochen vor der anstehenden Geburt erfolgen.7

So können du und deine Familie das neue Familienmitglied schon vor der Geburt bei einem gesunden Lebensstart unterstützen.

Informiere dich bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt über Keuchhusten und die empfohlene Impfung.

Quellen:

¹ Epid Bull 48/24.

² Simon AK, et al. Proc Biol Sci. 2015; 282:2014-3085.

³ Epid Bull 04/2025.

⁴ RKI Ratgeber Pertussis. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Pertussis.html?nn=16777040

⁵ Martinón-Torres F et al. Vaccine 39 (2021); Gunatilaka a et al. Int J Gynecol Obstet. (2023); Greenberg V et al. Vaccine 41 (2023).

⁶ Epid Bull 13/2020.

⁷ RKI FAQ-Liste Pertussis-Impfung. Verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Pertussis/FAQ-Liste_Pertussis_Impfen.html#entry_16871100

NP-DE-PTU-NLTR-250001, 07/2025

7f62337618894827a5bde8dac1fe6535 - Keuchhusten: Schon in der Schwangerschaft kannst du dein Baby schützen
Veröffentlicht von Patrick Konrad

Patrick ist seit 2017 Papa und Gründer von Babelli.de. Die Herausforderungen, vor denen junge Familien in Deutschland stehen, kann er gut nachvollziehen, denn ihnen widmet er auf diesem Portal seine Arbeit und seine persönlichen Erfahrungen. Besonders die organisatorischen und finanziellen Themen stehen bei ihm im Fokus, denn damit beschäftigt er sich fast täglich.