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Keuchhusten: Schon in der Schwangerschaft kannst du dein Baby schützen

Schwangere sitzt auf dem Bett und streichelt ihren Bauch
Für einen guten Start ins Leben / Bild © Bildquelle: GSK / Adobe Stock, lev dolgachov

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Mit fortschreitender Schwangerschaft nimmt nicht nur der Bauchumfang zu – auch die Vorfreude auf das erste Kennenlernen wächst mit jedem Tag. Inmitten der aufregenden Geburtsvorbereitungen steht für viele werdende Eltern eines ganz oben auf der Liste: der Wunsch, ihr Kind bestmöglich zu schützen.

Du als werdende Mutter kannst etwas tun, um dein Baby von Anfang an vor Krankheiten wie Keuchhusten zu schützen. Doch warum ist hier der Schutz gerade für Neugeborene so wichtig? Welche Risiken die Krankheit mit sich bringt und wie du dein Baby schon im Bauch schützen kannst, erfährst du hier. 

Was ist Keuchhusten eigentlich?

Keuchhusten, auch Pertussis genannt, ist ein bakterieller Atemwegsinfekt. Er gilt als hochansteckend und wird per Tröpfcheninfektion übertragen – also beim Sprechen, Niesen oder Husten.¹ Die Krankheit wird durch das  Bakterium Bordetella pertussis verursacht – häufig führt der Kontakt zwischen Erkrankten und ungeschützten Gesunden zu einer Ansteckung.² Die Erkrankung kann sich über mehrere Wochen oder gar Monate hinziehen. Bei Erwachsenen können die anfänglichen Symptome an eine einfache Erkältung erinnern. Nach rund zwei Wochen folgen stakkatoartige, schmerzhafte Hustenschübe.³

Nach einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen 2024⁴ zeigt sich weiterhin ein relevantes Infektionsgeschehen.⁵ Keuchhusten tritt weiterhin regelmäßig auf und stellt insbesondere für Neugeborene ein relevantes Risiko dar, da sie in den ersten Lebensmonaten noch keinen vollständigen Impfschutz haben.

Darum sind Neugeborene besonders gefährdet

Neugeborene sind besonders anfällig für Infekte, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.⁶ ⁷ Säuglinge haben auch das höchste Risiko für schwerwiegende Komplikationen bei einer Keuchhusten-Erkrankung, weshalb sie oft stationär behandelt werden müssen.⁸ ⁹ Eine Keuchhusteninfektion kann lebensbedrohlich für das Baby werden.¹⁰

Gesunder Start ins Leben durch Impfung

Da Babys erst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat selbst gegen Keuchhusten geimpft werden können, besteht bis dahin eine Schutzlücke. Eine Impfung in der Schwangerschaft kann dazu beitragen, diese Schutzlücke zu schließen. Die nach der Impfung entstehenden Antikörper werden über die Plazenta auf das Baby übertragen: Dadurch entsteht ein sogenannter Nestschutz für das Neugeborene. Der Nestschutz ist der natürliche Schutz, den Neugeborene durch Antikörper der Mutter bereits während der Schwangerschaft erhalten.³

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Keuchhusten-Impfung für schwangere Frauen zu Beginn des 3. Trimenons zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche.⁶ Zeichnet sich eine Frühgeburt ab, sollte schon im zweiten Trimenon der Schwangerschaft geimpft werden.⁶ Die Impfung sollte unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Keuchhusten-Impfungen und in jeder Schwangerschaft erfolgen – nur so können ausreichende Mengen an Antikörper auf das ungeborene Baby übertragen werden. Studiendaten zeigen, dass die Impfung in der Schwangerschaft gut verträglich ist und ein gutes Sicherheitsprofil bietet.¹¹ In Deutschland ist die Impfung inzwischen seit 2020 von der STIKO empfohlen.¹²

Familienangehörige – wie beispielsweise werdende Väter oder Großeltern – können ebenfalls mit einer Auffrischimpfung zum Schutz des Neugeborenen beitragen. Die Erkrankung bleibt bei Erwachsenen häufig mild und kann unwissentlich an dich als Mama oder dein Neugeborenes übertragen werden.¹⁰ Engen Haushaltskontaktpersonen und Betreuende, deren letzte Impfung gegen Keuchhusten mehr als 10 Jahre zurückliegt, empfiehlt die STIKO daher eine Auffrischimpfung. Diese sollte möglichst vier Wochen vor der anstehenden Geburt erfolgen.⁶

So können du und deine Familie das neue Familienmitglied schon vor der Geburt bei einem gesunden Lebensstart unterstützen.

Informiere dich bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt über Keuchhusten und die empfohlene Impfung.

Quellen:

¹ RKI Ratgeber Pertussis. Unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKIRatgeber/Ratgeber/Ratgeber_Pertussis.html?nn=16777040 – doc16804186bodyText22 Zugriff 05/2026.

² Kretzschmar M, et al. PLoS Med 2010; 7(6): e1000291.

³ RKI Faktenblatt Impfungen in der Schwangerschaft (Schwerpunkt Pertussis) 2021. Unter: Kurz und Knapp, Faktenblätter zum Impfen: Impfungen in der Schwangerschaft (rki.de).

⁴ Epid Bull 50/2025.

⁵ Epid Bull 17/2026.

⁶ Epid Bull 04/2026.

⁷ RKI Faktenblatt Impfungen in der Schwangerschaft (Schwerpunkt Pertussis) 2021. Unter: Kurz und Knapp, Faktenblätter zum Impfen: Impfungen in der Schwangerschaft (rki.de).

⁸ Campbell H, et al. Emerg Infect Dis 2012;18(1):38–48

⁹ Centers of Disease Control and Prevention. 2012 Final pertussis surveillance report. https://stacks.cdc.gov/view/cdc/51990/cdc_51990_DS1.pdf Zugriff 05/2025

¹⁰ RKI Ratgeber Pertussis. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Pertussis.html?nn=16777040

¹¹ Martinón-Torres F et al. Vaccine 39 (2021); Gunatilaka a et al. Int J Gynecol Obstet. (2023); Greenberg V et al. Vaccine 41 (2023).

¹² Epid Bull 13/2020.

NP-DE-PTU-WCNT-260002; 05/2026

7f62337618894827a5bde8dac1fe6535 - Keuchhusten: Schon in der Schwangerschaft kannst du dein Baby schützen
Veröffentlicht von Patrick Konrad

Patrick ist seit 2017 Papa und Gründer von Babelli.de. Die Herausforderungen, vor denen junge Familien in Deutschland stehen, kann er gut nachvollziehen, denn ihnen widmet er auf diesem Portal seine Arbeit und seine persönlichen Erfahrungen. Besonders die organisatorischen und finanziellen Themen stehen bei ihm im Fokus, denn damit beschäftigt er sich fast täglich.