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Mit diesem Satz stärkst du die Intuition deines Kindes

Kleinkind pustet an Pusteblume.
Die Intuition des Kindes zu stärken, statt sie abzuerziehen, ist DER Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben des Kindes. / Bild © VolodymyrNadtochii, Adobe Stock.

DIESER Satz kann deinem Kind helfen, den Zugang zu seiner inneren Stimme zu bewahren – sodass es diese sein ganzes Leben lang als Schatz zur Verfügung hat. Denn unsere Intuition lügt nie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder haben von Natur aus einen starken Zugang zu ihrer Intuition.
  • Du kannst diesen Zugang stärken, indem du regelmäßig fragst: „Was sagt dir dein Herz?“ oder „Was sagt dir dein Bauch?“
  • So lernt dein Kind, eigene Bedürfnisse und Wünsche besser wahrzunehmen und zu äußern.
  • Entscheidungen treffen wird dadurch leichter und sicherer – über sein gesamtes Leben hinweg.
  • Auch du selbst darfst diese Fragen nutzen, zur Selbstfürsorge und als Vorbild für dein Kind.
  • Intuition kann ein lebenslanger innerer Kompass sein, wenn wir sie dem Kind nicht ab-erziehen.

Wichtig: Die Rubrik “Das Wichtigste in Kürze” ist nur ein Überblick. Sie kann niemals die Komplexität von Themen widerspiegeln. Themen sollten immer individuell und ganzheitlich betrachtet werden. Wir möchten dich daher dazu ermutigen, dir den ganzen Artikel durchzulesen, für alle Infos zu diesem Thema.

Intuition: Ein Schatz, den viele Erwachsene verlernt haben

Im Erwachsenenalter tun sich viele Menschen mit diesem mühelosen Zugang zur eigenen Intuition oder Bauchstimme schwer. 

Je mehr Wissen, Verantwortung und Alltagsstress hinzukommen – sei es durch Job, Familie oder gesellschaftliche Anforderungen – desto schwieriger wird es, in sich hineinzuhorchen und einzig sich selbst und die innere Stimme zu hören. Im Zweifel gewinnt bei vielen Erwachsenen die rationale Kopfstimme das innere Gefecht.

Kinder sind noch in Verbindung mit ihrer Körperweisheit

Kinder, gerade Kleinkinder, haben einen sehr mühelosen Zugang zu ihrer Intuition. Sie fühlen ihren Körper, ihre Bedürfnisse, ihre Wünsche oft ganz genau – wenn man sie lässt!

Und genau hier kannst du als Elternteil ansetzen: Du kannst diesen Zugang erhalten, unterstützen und stärken. Und zwar etwa so …

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Intuition im Alltag spielerisch fördern

Im Kleinkindalter wird der Alltag des Kindes zwar noch stark von dir als Elternteil strukturiert, jedoch sollte und darf dein Kind mitentscheiden. Seine Intuition ist dafür unheimlich wichtig, damit es seine Bedürfnisse, Wünsche und Interessen wahrnehmen, mit dir teilen und diese äußern kann.

Schon kleine Alltagssituationen, wie

  • “Was möchte ich essen?”
  • “Bin ich satt oder habe ich noch Hunger?”
  • “Möchte ich lieber mit dem Ball oder den Bausteinen spielen?”
  • “Brauche ich gerade eine Umarmung oder will ich meine Wut rausschreien?”
  • “Brauche ich Hilfe oder möchte ich das alleine probieren?”
  • “Möchte ich am Wochenende zum ersten Mal alleine bei Oma und Opa schlafen?”
  • “Möchte ich auf den Arm von XYZ?” (Hier solltest du im Übrigen immer auf dein Kind und seine Intution vertrauen, wenn du ein klares “Nein” von ihm spürst – auch ohne Worte seinerseits.)

sind Gelegenheiten für ein bedürfnisorientiertes Mitentscheiden und das Lauschen der eigenen Intuition.

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Der Satz, der den Unterschied macht

Beispiel: Das Kind überlegt, auf einen Turm zu klettern. Es zweifelt sichtlich. 

Vermeide jetzt auf jeden Fall: “Das kannst du nicht. Das ist zu hoch.” oder “Das ist doch total leicht.”

Statt Ungeduld zu spüren, ihm deine Meinung aufzustülpen oder Druck aufzubauen, kannst du in diesen Momenten nun fragen:

  • „Was sagt dir dein Bauch?” oder „Was sagt dir dein Herz?“

Dieser Satz holt dein Kind aus dem Kopf zurück in den Körper. Denn gerade Kleinkinder spüren meist sehr genau, was in ihnen los ist – sie brauchen nur den Raum und die Sprache dafür. Bei diesem Beispiel könntest du natürlich zusätzlich noch positiv bestärken, um dem Kind zu vermitteln, dass du in es vertraust – egal, wie es sich entscheidet.

Je länger Kinder die Entscheidung im Herz oder Bauch nach-”fühlen” dürfen, desto stimmiger wird sich ihre Entscheidung für sich selbst anfühlen. Denn die Intuition ist häufig nicht laut, sondern leise und ruhig.

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Die Benefits: Was du durch diesen Satz bewirkst

Mit der Zeit wird dein Kind lernen, seine innere Herz/Bauch-Stimme öfter wahrzunehmen und auf sie bewusst zu hören. 

Selbst dann, wenn du nicht dabei bist. In der Kita, bei den Großeltern oder später in der Schule kann das ein echter Anker sein. 

  • Du stärkst so das Körpergefühl und die Selbstwahrnehmung deines Kindes.
  • Sein Selbstbewusstsein wird von innen heraus stärker.
  • Du förderst sein Selbstvertrauen, indem du in die Intuition deines Kindes vertraust.
  • Es hat keine Angst vor Entscheidungen.
  • Es vertraut sich selbst. Bedingungslos. 
  • Du bewahrst seine Intuition – statt sie deinem Kind (unbewusst) abzutrainieren.
  • Du gibst deinem Kind Werkzeuge für ein bewusstes, selbstbestimmtes Leben mit auf den Weg.

Und: Du machst es ganz nebenbei. Ohne Druck, ohne Zwang – sondern im ganz normalen Familienalltag.

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Vorleben statt Vortragen: Auch du darfst dich DAS fragen

Kinder lernen vor allem durch Nachahmung. 

Wenn du dich selbst regelmäßig fragst, „Was sagt mir mein Herz? Was meint mein Bauch dazu?“, wird dein Kind dich darin spiegeln.

Und wie schön ist es, wenn wir gemeinsam lernen, auf unsere innere Stimme und Weisheit zu hören?

Und ganz wichtig:

Es gibt keine falschen Entscheidungen, wenn wir auf unsere Intuition hören.
Es gibt nur Erfahrungen, anhand derer wir die Möglichkeit haben, uns zu entwickeln.

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Veröffentlicht von Leonie Illerhues

Leonie war nach ihrem Studium der Heilpädagogik lange im Schulhort-, Kita- und Krippenbereich tätig. Erziehungs- und Entwicklungsthemen im Baby- und Kleinkindalter sind deshalb ihr Steckenpferd. Seit 2022 ergänzt Leonie unser Team mit diesem Schwerpunkt.