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Die Küche kindersicher machen

Baby steht am Herd und reckt sich nach den Pfannen
Vieles in der Küche ist für Babys mega spannend. / Bild © artursfoto, Adobe Stock

Ob Hitze, scharfe Gegenstände, schwere Töpfe und giftige Reinigungsmittel: In der Küche gibt es zahlreiche Gefahrenquellen. Eine gute Vorbereitung zur rechten Zeit schützt später nicht nur vor Unfällen, sondern macht Küchenarbeit mit Baby und Kleinkind viel freudvoller.

Lass uns ohne viel Vorgeplänkel einfach starten:

Kindersichere Küche von Anfang an

Herd & Backofen

  • Topf- und Pfannengriffe immer nach hinten drehen – nie über den Rand hinaus
  • Wenn es geht, auf den hinteren Platten kochen
  • Backofentürschutz oder Türverriegelung gegen unbeabsichtigtes Öffnen
  • Herdschutzgitter anbringen, damit Kinder keine Töpfe oder Pfannen herunterziehen können
  • Drehknopfsicherungen an Herd und Ofen verhindern das Einschalten

Putzmittel & Haushaltschemikalien

  • Reinigungsmittel nur in verschlossenen, kindersicheren Schränken aufbewahren und am besten oben
  • Nie in Getränkeflaschen oder unmarkierten Behältern lagern, wegen Verwechslungsgefahr
  • Kindersicherungen für Unterschränke, besonders unter der Spüle
  • Spülmaschinentabs ebenfalls unzugänglich aufbewahren – sie sehen oft wie Bonbons aus

Scharfe, spitze und schwere Gegenstände

  • Messer, Scheren und andere Schneidegeräte nur in Schubladen mit Sicherung
  • Küchenmaschinen, Fritteuse, Mixer etc. unzugänglich aufbewahren oder in Schränken sichern
  • Glas und Porzellan in die oberen Schränke verlagern
  • Scharfe Reiben, Dosenöffner, Schälmesser sichern oder wegräumen

Schubladen & Schränke

  • Kindersicherungen für alle Schubladen und Schranktüren, besonders in Reichweite
  • Schubladenstopper, damit Kinder sie nicht komplett herausziehen
  • Nur ungefährliche Dinge (z. B. Plastikgeschirr) in unteren Schubladen lagern – bewusst als „Erkundungszone“

Elektrogeräte & Kabel

  • Kabel nicht herunterhängen lassen, z. B. von Wasserkocher oder Kaffeemaschine
  • Geräte unzugänglich und ausgesteckt lagern
  • Kabel mit Kabelbindern oder -kanälen sichern
  • Steckdosen mit Kindersicherung versehen, insbesondere nahe Arbeitsflächen

Unser Tipp: Richte ganz unten eine Kramschublade ein, mit allerlei kindersicheren Küchenutensilien wie Plastikschüsseln, kleinen Töpfen, Holzlöffeln und Schneebesen. Die zu erkunden macht Spaß und du hast Zeit für andere Dinge.

Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler

  • Waschmaschine geschlossen halten
  • Waschmittel und Pods außer Reichweite!
  • Kühlschranktür mit Sicherung ausstatten, wenn das Kind sehr neugierig ist
  • Alkohol, Medikamente, rohe Eier, Fleisch etc. im oberen Bereich lagern
  • Keine Glasflaschen in der unteren Kühlschranktür
  • Großgeräte geschlossen halten
  • Spitze Messer mit den Klingen nach unten in den Geschirrspüler einsortieren

Müll & Recycling

  • Tüten aller Art mit lockeren Knoten sichern, damit sie nicht über den Kopf gezogen werden können
  • Mülleimer mit Deckelsicherung oder Schranklagerung
  • Biomüll und Restmüll besonders sichern, wegen Verletzungsrisiko
  • Altglas, Pfandflaschen etc. kindersicher lagern

Sicherheitsvorkehrungen allgemein

  • Feuerlöscher oder Löschdecke griffbereit, aber außerhalb von Kinderreichweite
  • Rauchmelder im Flur nahe der Küche
  • Scharfe Ecken an Arbeitsplatten mit Kantenschutz versehen
  • Keine Stühle oder Hocker, auf die Kinder unbeaufsichtigt klettern können
  • Glitschige Flächen (Ölspritzer auf dem Boden beim Kochen) reinigen
  • kein Toben in der Küche erlauben!

Essen & Kochen gemeinsam – aber sicher

  • Kind später nur beaufsichtigt mithelfen lassen – z. B. mit Lernturm
  • Sichere Küchenwerkzeuge für Kinder verwenden (z. B. kindgerechte Messer)
  • Regeln früh beibringen: Herd ist „heiß“, nicht anfassen, immer fragen

Das Sichermachen verhindert Unfälle und lässt Kinder geschützt selbstwirksam sein.

Dennoch bleibt die Küche trotz aller Maßnahmen ein Raum, in dem dein Kind nur unter Aufsicht aktiv sein sollte, bis es alt genug ist, Gefahren abschätzen zu können. 

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Quellen

✔ Inhaltlich geprüft am 15.05.2025
Dieser Artikel wurde von Christine Müller geprüft. Wir nutzen für unsere Recherche nur vertrauenswürdige Quellen und legen diese auch offen. Mehr über unsere redaktionellen Grundsätze, wie wir unsere Inhalte regelmäßig prüfen und aktuell halten, erfährst du hier.

Veröffentlicht von Anke Modeß

Anke ist Berlinerin und Mutter eines Schulkindes. Als langjährige babelli-Redakteurin, Journalistin und Coachin für Kinder, Jugendliche und Eltern liegen ihr Elternthemen besonders am Herzen.