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Die besten Laufräder für Kinder im Vergleich

19 Produkte getestet und verglichen
57 Stunden Zeit investiert
358 Kommentare und Erfahrungen analysiert

Das Laufrad ist das moderne Dreirad, nur besser! Es schult den Gleichgewichtssinn und die Koordination, stärkt die Muskeln und das Selbstvertrauen. Mit dem Laufrad können selbst Laufanfänger schon größere Strecken zurücklegen und haben richtig viel Spaß dabei. Neben der Freude am Fahren, ist Sicherheit ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des richtigen Laufrades. Alles was du noch wissen musst, erfährst du in diesem Guide.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab etwa 2 Jahren können Kinder auf das Laufrad. Vorher können sie mit einem Rutschfahrzeug üben.
  • Die wichtigsten Kriterien beim Laufrad-Kauf sind Größe und Gewicht. Leichte Laufräder sind einfacher zu manövrieren – und zu tragen. Besonders überzeug uns das Cruzee mit nur 2 Kilo.
  • Fahrradständer und Bremse sind ein Nice to Have, aber nicht unbedingt notwendig. Die Kinder bremsen primär mit den Füßen.

Ab wann können Kinder auf’s Laufrad?

Der zweite Geburtstag ist ein klassisches Datum, um sich ans Laufrad heranzuwagen. Die meisten Kinder trauen sich jetzt, aufzusatteln. Dabei kann es durchaus sein, dass dein Kind noch ein paar Wochen braucht, um sich auf das Laufrad einzustellen. Kinder haben ein gutes Gespür dafür, wann sie bereit sind, eine neue Fähigkeit zu erlernen.

Für jüngere Kinder gibt es Rutschfahrzeuge. Die gibt es zum Beispiel von Puky und eignen sich gut zum Üben.

Das sind die besten Laufräder

Das perfekte Laufrad für dein Kind? Entspricht seiner Größe, enthält möglichst keine Schadstoffe (vor allem in den Griffen), ist bequem und einfach zu handeln. Wir haben intensiv recherchiert, geprüft, ausprobiert und Eltern befragt, um dir die Crème de la Crème der Laufräder zu präsentieren. Da ist für jedes Kind und jeden Geldbeutel etwas dabei.

Beliebte Marke: Puky Laufrad LR Light

Puky Laufrad LR Light
9 Bewertungen
Puky Laufrad LR Light
von Puky
    ✅ Schritthöhe von 37 bis 50
    ✅ Körpergröße etwa 90 bis 120 cm (etwa 2,5 - 4,5 Jahre)
    ✅ Sattel-/ Sitzhöhe 35 - 48 cm
    ✅ 3,6 Kilo
    ✅ Keine Lenkeinschlagsbegrenzung
    ✅ Bereifung: 12 Zoll Luftbereifung
    ✅ Ausstattung: Trittbrett, Sattel, Seitenständer, Lenkerpolster Tragegriff
    ✅ „Bananen“-Sattel für guten Halt
    ✅ Hergestellt in Deutschland unter fairen Bedingungen
    ❌ Hoher Preis
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Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Der beliebteste Laufrad-Hersteller Deutschlands hat mit dem Puky LR Light eine leichte und moderne Version seines beliebten Klassikers herausgebracht. Mit 3,6 Kilo ist es zwar kein Federgewicht, aber deutlich leichter, als sein 5 Kilo schwerer Bruder, das Puky Laufrad LR1.

Das leichte Puky Laufrad mit Aluminium-Rahmen verfügt über den typischen tiefen Einstieg und das Trittbrett. Sein sportliches Design macht es zum Hingucker auf dem Kita-Parkplatz. Durch seine luftbereiften Räder federt es sehr gut und fährt sich angenehm. Der spezielle Bananensattel gibt Kindern sicheren Halt und unterstützt die Laufbewegungen. Sattel und Lenker sind höhenverstellbar.

Das Sportliche: KOKUA LIKEaBIKE jumper

KOKUA LIKEaBIKE jumper
53 Bewertungen
KOKUA LIKEaBIKE jumper
von Kokua
    ✅ Testsieger Öko-Test 2019
    ✅ Schritthöhe von 34 bis 44
    ✅ Körpergröße ab 90 cm
    ✅ Altersempfehlung des Herstellers: 2 - 6 Jahre
    ✅ Sattel-/ Sitzhöhe 36 - 46 cm
    ✅ Zusätzlich 8 cm Sattelverlängerung inklusive
    ✅ 3,4 Kilo
    ✅ Bereifung: 12 Zoll Schwalbe BIG APPLE Balloon-Reifen (Luft)
    ✅ Lenkeinschlag: Lenkungsdämpfer, kann entfernt werden
    ✅ Bremse und Schutzblech separat erhältlich
    ❌ Hoher Preis
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Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Das Kokua LIKEaBike jumper ist der Porsche unter den Laufrädern (auch preislich). Es sieht nicht nur schnittig aus, sondern hat auch richtig was auf dem Kasten. Das coole Bike verfügt nämlich über eine Hinterradfederung. Die Kombination mit seinen luftgefüllten Schwalbe-Reifen macht es zu einem der bequemsten Laufräder überhaupt. Da ist auch sogar auf unebenem Untergrund Fahrspaß garantiert.

Mit seinem Rahmen aus Aluminium ist es relativ leicht. 3,4 Kilo können Kleine und Große noch gut bewerkstelligen. Im Lieferumfang ist eine Sattelverlängerung enthalten. Damit kann dein Kind das Rad noch sehr lange nutzen. Sein sportliches Design bietet sich für Offroad-Abenteuer oder den Skatepark an. Auf Wunsch kannst du eine Bremse nachrüsten. Das macht aber erst Sinn, wenn dein Spatz schon sicher mit dem Laufrad unterwegs ist.

Wenn du nicht so genau weißt, was „sportliches“ Laufrad wohl heißt, dann schau dir unbedingt dieses Video an 😀

Federleicht: Cruzee

Cruzee
6 Bewertungen
Cruzee
von Cruzee
    ✅ Schritthöhe von 30 - 50 cm
    ✅ Körpergröße ab 60 cm - 120 cm
    ✅ Altersempfehlung des Herstellers: 1,5 - 6 Jahre
    ✅ Sattel-/ Sitzhöhe 28 - 48 cm (mit Sattelverlängerung)
    ✅ Nur 2 Kilo
    ✅ Bereifung: 12 Zoll Schaumstoff
    ✅ Lenkanschlag: nein
    ✅ Ausstattung: integrierte Fußstütze
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Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Mit nur 2 Kilo ist das schicke Cruzee ein absolutes Leichtgewicht unter den Laufrädern. Das ist toll für die Kids, denn sie können ihr Laufrad kinderleicht manövrieren, bergauf schieben und sogar kleine Treppen hochtragen. Und auch Eltern freuen sich, wenn sie das Laufrad mit dem kleinen Finger tragen können, weil die Hände mit Einkaufstüten, Kita-Rucksack und Snackbox voll bepackt sind. Mit einem Gurt kannst du das Cruzee auch problemlos an den Kinderwagen hängen, ohne dass er nach hinten umkippt.

Das minimalistische Design ohne Bremse, Ständer und sonstigen Schnickschnack eignet sich perfekt für Laufradanfänger. Einfach losfahren und Spaß haben. Das Cruzee gibt es in vielen Lieblingsfarben, die alle dezent glitzern. Sowohl der Sattel, als auch der Lenker sind höhenverstellbar. Damit kann dein Kind in jedem Alter bequem auf dem Platz nehmen. Ein Trittbrett gibt es nicht, aber dein Kind kann die Hinterradhalterung als Fußstütze nutzen. Die Schaumstoff-Bereifung ist unplattbar, dafür ein bisschen weniger federnd als Luftreifen.

Das Cruzee ist der heimliche Favorit unserer Redaktion. Auf Nachfrage hat uns der Händler mitgeteilt, dass die Laufräder vom Schweizer Prüflabor SGS schadstoffgeprüft  und EN71 zertifiziert sind. Das Siegel gibt an, dass Spielwaren frei von Schadstoffen sind, die beim Kontakt mit Haut oder Speichel aufgenommen werden könnten.

Preistipp: Bikestar

Bikestar
379 Bewertungen
Bikestar
von Star-Trademarks
    ✅ Körpergröße ab 88 cm
    ✅ Altersempfehlung des Herstellers: 2 - 3 Jahre
    ✅ Sattel- / Sitzhöhe 30 - 37 cm
    ✅ Schritthöhe: 28 - 35
    ✅ 4,4 Kilo
    ✅ Bereifung: 10 Zoll Luftreifen
    ✅ Hinterradbremse & Seitenständer
    ❌ Vergleichsweise schwer
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Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Mit dem Kinder Laufrad von Bikestar bekommst du ein rundum solides Bike, das keine Wünsche offen lässt. Und auch der Preis kann sich sehen lassen: Mit 60 Euro kostet dich das Laufrad gerade mal halb so viel wie andere hochwertige Markenmodelle.

Das Bikestar Laufrad ist sehr flexibel und passt daher für eine lange Altersspanne. Du kannst den Rahmen umdrehen (so wird ein Chopper draus) und sowohl Sattel als auch Lenker in der Höhe und Neigung anpassen. Die 10 Zoll Reifen sind top für Fahranfänger und können auch geübte Laufradfahrer von A nach B bringen. Die können dann auch mit der Vorderbremse nach Lust und Laune Bremsspuren in den Sand machen und schonmal für das Fahrrad üben.

Nach eigenen Angaben achtet der Hersteller auf schadstofffreie Verarbeitung und verwendet keine giftigen Materialien. Ein weiteres Plus: Du hast ganze 100 Tage Rückgaberecht, wenn dir oder deinem Schatz das Laufrad nicht gefällt.

Das Bikestar gibt es in vielen Farbvariationen von schicken Retrodesigns bis hin zu coolen Metallic-Lackierungen.

Kleines Manko: Mit seinen 4,4 Kilo ist es nicht gerade leicht. Sehr zierlichen Kindern würden wir daher ein leichteres Modell empfehlen.

Für Minis: Pukylino und Puky Wutsch

Das Pukylino und Puky Wutsch sind keine Laufräder im eigentlichen Sinn. Laufräder, im englischen „Balance Bikes“ haben zwei Räder und die Kinder balancieren auf ihnen. Die Allerkleinsten können das natürlich noch nicht. Deshalb sind die ersten Fahrzeuge häufig Rutschfahrzeuge. Diese haben meist vier Räder und dein Kind muss nicht balancieren. In diese Kategorie gehören das Pukylino und Puky Wutsch.

Puky Rutschfahrzeuge erinnern in ihrer Bauweise eher an ein Laufrad, als das beliebte Bobby Car und somit eignen sie sich gut als Vorbereitung auf die Laufrad-Karriere. Während das Pukylino für die Allerkleinsten ab einem Jahr vorrangig für die Nutzung in der Wohnung ausgelegt ist, ist das Puky Wutsch (ab eineinhalb) auch ein Draußen-Fahrzeug.

Laufrad kaufen: Was gibt es zu beachten?

Die wichtigsten Kriterien für die Wahl des Laufrades sind die Größe (passt dein Kind auf das Laufrad) und sein Gewicht (kann es bequem damit umgehen). Alles andere ist optional und nicht immer ist mehr auch besser. Ein Laufrad muss nicht tausend Extras haben, die es schwer machen und dein Kind verwirren. Wichtig ist, dass es Spaß macht damit zu fahren und dass es sicher ist.

1) Die richtige Laufrad-Größe

Wenn du ein Laufrad kaufst, wirst du oft eine Altersspanne sehen, für die das Rad geeignet ist. Weil Kinder unterschiedlich wachsen, nicht immer ein guter Indikator, ob das Rad passt. Räder mit einer sehr weiten Altersspanne (1-5 Jahre) wachsen mit und lassen sich sehr flexibel in der Höhe anpassen. Bei einem Rad, das nur für 1,5 – 2,5 Jahre geeignet ist, solltest du nachmessen, ob das auch mit der tatsächlichen Größe deines Kindes übereinstimmt.

Anhand der Körpergröße kannst du besser ablesen, ob das Laufrad passt. Am genauesten geht es mit der Schrittlänge. Denn das wichtigste Kriterium ist, ob dein Kind mit den Füßen gut auf den Boden kommt.

2) Die Schrittlänge (Innenbeinlänge) bestimmen

Der Sattel des Laufrades sollte etwa 2 cm niedriger sein, als die Schrittlänge deines Kindes. Diese kannst du ganz einfach an der Innenkante des Beins vom Fuß bis zum Schritt messen.

Wenn du ein Laufrad kaufst, sollte die Sattelhöhe also mindestens Schrittlänge – 2cm betragen.

3) Größe der Räder

Laufräder gibt es in den Größen 8 Zoll, 10 Zoll, 12 Zoll und 14 Zoll. Die Zahlen beziehen sich auf die Radgröße. Ein 8 Zoll Laufrad hat demnach die kleinsten Räder. Neben der Größe der Räder sind Rahmen und Sattelhöhe maßgeblich dafür, ob das Laufrad für dein Kind passt oder nicht.

Je größer die Räder, desto besser rollen sie. Kleinere Räder bieten mehr Stabilität. Sie sind geeignet für Laufrad-Anfänger und Kinder, die motorisch nicht so fit sind.

Der Standard für Laufräder ist 12 Zoll. Kinder ab etwa 2 Jahren können ein 12 Zoll Laufrad manövrieren. Das Cruzee verfügt über 12 Zoll Räder, bei einem recht kleinen Rahmen und eignet sich schon für Jüngere.

4) Gewicht des Laufrades

Für uns ist das Gewicht eines der Top-Kriterien, nach denen du ein Laufrad wählen solltest. Leichtere Bikes sind für Kinder viel einfacher zu manövrieren, als schwere. Kinder fahren zwar auch auf schwereren Laufrädern gerne. Aber es ist ein viel höherer Kraftaufwand nötig. Das beginnt schon beim Anfahren.

Da dein Kind das Laufrad nicht nur den Berg herunterfährt, sondern auch mal absteigt, schiebt, bergauf fährt oder parkt, sollte es leicht zu manövrieren sein. Je geringer das Gewicht, desto besser klappt all das.

Nimm einfach mal das Gewicht des Laufrades in Relation zum Kind. Eine Zweijährige wiegt im Durchschnitt 12 Kilo. Fast die Hälfte ihres Körpergewichts bringt ein Laufrad mit 5 Kilo auf die Waage. Das kostet einiges an Kraft.

Eltern müssen Laufräder tragen können
Es ist nicht ungewöhnlich, dass dein Kleinkind mit dem Laufrad lospesen möchte und ihm nach zehn Minuten die Puste ausgeht. Dann musst du das Laufrad tragen und vielleicht dein Kind noch dazu. Wähle deshalb ein Laufrad, das du selbst gut tragen kannst, auch über längere Strecken.

5) Nutzungsdauer

Wenn du ein Laufrad kaufst, solltest du die aktuellen Fähigkeiten deines Kindes und seine Größe im Blick haben. Aber auch ein wenig in die Zukunft schauen ist sinnvoll. Kannst du das Laufrad weitergeben und ein neues kaufen oder möchtest du ein mitwachsendes Laufrad? Es gibt Kinder, die mit drei Jahren auf’s Fahrrad umsteigen. Andere sind dann noch nicht bereit und ihr Kleinkinder-Laufrad ist zu klein.

Beispiel: Pucky Laufrad LR M

Für die Kleinsten ab 1,5 Jahren passt ein 8 Zoll Laufrad wie das Pucky LR M sehr gut. Es ist wegen der kleinen Räder für Anfänger leicht zu manövrieren. Die Sattelhöhe beträgt 30-39 cm. Damit eignet es sich für kleinere Kinder etwa ab 85 cm (oder mit einer Schrittlänge von mindestens 32 cm).

Allerdings wächst das beliebte Puky Laufrad nicht ewig mit. Im Alter von 3-4 Jahren haben viele Kinder schon eine Schrittlänge von 44 cm erreicht. Das Puky Laufrad wird dann zu klein. Außerdem passen die kleinen Räder nicht mehr zu den wachsenden Bedürfnissen der Kinder an Wendigkeit, Geschwindigkeit und Fahrspaß.

Das Cruzee ist ebenfalls für Kinder ab 1,5 Jahren geeignet und hält die gesamte Laufradzeit hindurch. Tatsächlich erfordert es durch seine größeren Räder ein bisschen mehr motorisches Geschick. Vielleicht traut sich dein Kind erst etwas später herauf. Bist du bereit abzuwarten oder soll dein Kind gleich aufsteigen?

6) Handbremse oder „Schuh“bremse?

Es gibt Laufräder mit Handbremse und Laufräder ohne. Dass Bremsen an vielen Laufrädern nicht serienmäßig installiert sind, hat einen einfachen Grund: Tatsächlich spielen sie beim Bremsen eine untergeordnete Rolle. Um das Laufrad zum Stehen zu bringen, bremsen die Kleinen mit den Füßen.

Junge Laufrad-Fahrer können eine Handbremse noch gar nicht bedienen. In der Regel ist erst mit etwa drei Jahren überhaupt die nötige Fingerfertigkeit da, um kraftvoll die Handbremse zu bedienen. Daher kann die Handbremse sogar verwirren. Mit der Fußbremse kommen Kinder schneller und sicherer zum Stehen.

Eine Handbremse hat dennoch Vorteile

So gewöhnen sich Kinder schon an die Bremsmethode des Fahrrades. Außerdem kann man mit der Handbremse die Geschwindigkeit langsam drosseln, statt gleich vollends zum Stehen zu kommen. Geübte Laufradfahrer können mit den Bremsen sogar abenteuerliche Bremsungen üben und Bremsspuren im Sand hinterlassen.

Dass sich die Schuhe weniger abnutzen, sollte kein Kaufargument sein. Denn nur weil eine Handbremse vorhanden ist, bedeutet das nicht, dass dein Kind diese zum Bremsen nutzt. Da die Schuhbremse für alle Kinder das bevorzugte Mittel ist, um zum Stehen zu kommen, solltest du deinem Kind – mit Handbremse oder ohne – nicht unbedingt die „Sonntagsschuhe“ zum Fahren anziehen.

Unsere Empfehlung:

Die Handbremse ist kein Must-Have. Schön, wenn es eine Möglichkeit zum Nachrüsten gibt, wie beim Kokua. Ein gutes Laufrad würden wir aber auch ohne kaufen.

7) Lenkanschlag

Der Lenkanschlag ist die Position, in der sich der Lenker nicht mehr weiter dreht. An einem bestimmten Punkt nach beiden Seiten ist stopp. Zum Sinn und Unsinn der „Einschlagsbegrenzung“ gibt es verschiedene Meinungen.

Die Stiftung Warentest urteilt: „Beim Slalomfahren um Verkehrskegel erweisen sich Räder ohne Lenkanschlag als besonders wendig. Eine enge Einschlagsbegrenzung kann unsicheren Kindern zwar Halt geben, erschwert aber das Kurvenfahren.“

Am Ende hat beides seine Vor- und Nachteile. Unsere Meinung: In den meisten Fällen ist es nicht so wichtig, ob der Lenker eine Einschlagsbegenzung hat oder sich um 360 Grad dreht. Dein Kind wird sich an die Einstellung gewöhnen.

8) Trittbrett

Auf dem Trittbrett können Kinder beim Rollen die Füße abstellen. Puky Laufräder verfügen fast serienmäßig über ein Trittbrett und gerade weil die Räder vergleichsweise schwer sind, ist es da auch eher angebracht.

In der Praxis wird das Trittbrett nicht allzu oft genutzt. Die Füße werden einfach in die Luft gehoben. Beim Cruzee können Kinder die Füße auch auf der Hinterachse abstellen.

Unserer Meinung nach ist das Trittbrett ein netter Zusatz, das du aber kein Kaufkriterium sein sollte.

9) Ständer

Manche Laufräder verfügen über einen Seitenständer. Ob der wirklich sinnvoll ist, ist fraglich. Schön ist natürlich, dass dein Kind sein Rad nicht einfach auf den Boden schmeißen muss. Nicht zuletzt gewöhnt es sich so auch an, es pfleglich zu behandeln.

Seitenständer: Mehr Gewicht und Klemmgefahr

Andererseits macht ein Ständer das Laufrad auch schwerer. Außerdem verwirrt er gerade jüngere Kinder. Sie müssen neben dem Laufrad fahren dann auch noch lernen, wie das mit dem Ständer geht. Zudem besteht auch die Gefahr, sich einzuklemmen.

Bei schwereren Rädern macht ein Ständer noch eher Sinn, weil es auch schwieriger ist, die wieder aufzuheben.

Beliebteste Laufradmarke: Puky im Fokus

Puky Laufräder sind bei Eltern und Kindern sehr beliebt. Die bekannteste Laufrad-Marke hat eine ganze Reihe an Laufrädern für verschiedene Altersstufen parat. Puky Laufräder sind sicher, hochwertig verarbeitet und kinderfreundlich gestaltet. Typisch für Puky Laufräder ist der tiefe Einstieg und das Trittbrett. Aus dem letzten Laufrad Test der Stiftung Warentest ging das Puky Laufrad LR1 als Testsieger hervor. Eine weitere Besonderheit der Puky-Laufräder: Sie verfügen über ein Lenkrad-Polster, das Stürze abfedert.

Puky Laufräder werden in Deutschland produziert mit einem starken Fokus auf soziales Unternehmertum. Montiert werden die Fahrzeuge in Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Ein großes Manko sehen wir bei fast allen Laufrädern der Marke: Sie sind schwer. Das ist für dein Kind ungünstig, weil es schwieriger zu manövrieren und zu schieben ist. Und für dich, denn das Tragen geht ganz schön auf die Arme.

Puky bietet Fahrzeuge schon für die Allerkleinsten an. Die wachsen nicht ewig mit, halten aber einiges aus und können noch über Generationen weitergegeben werden. Schon ab einem Jahr können die Minis mit dem Pukylino ihre ersten Fahrversuche wagen. Für die gesamte Laufradzeit brauchst du mindestens zwei Pukys.

Puky Laufräder: klassisches Design mit tiefem Einstieg und Trittbrett

Laufrad Test: das sagen Stiftung Warentest und Ökotest

Zuletzt veröffentlichte Ökotest einen Laufrad Test im Jahrbuch Kleinkinder 1/2019. Knapp drei Wochen zuvor, im Dezember 2018 erschien der Laufrad Test der Stiftung Warentest.

Viele Laufräder sind mit Schadstoffen belastet

Erschreckendes Urteil beider Laufrad Tests: Viele Laufräder sind mit Schadstoffen belastet. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend. PAK kommen in Weichmacherölen und Rußen vor, die unter anderem in Gummi und Elastomeren verwendet werden. Kinder sind durch diese Stoffe besonders gefährdet.

PAK werden auch durch die Haut aufgenommen. Da sie sich in Griffen, Satteln und der Bereifung von Laufrädern befinden, können sie so leicht in den kindlichen Organismus geraten.

Schadstoffbelastung variiert auch bei gleichen Produkten

Dass die Hersteller das Problem offenbar schlecht in den Griff bekommen zeigt sich auch dadurch, dass Räder der gleichen Marke unterschiedlich bewertet werden, was die Schadstoffbelastung angeht. So wurden im Puky LR1 kaum Schadstoffe gefunden. Das Puky LR1 L hingegen fiel wegen der hohen Schadstoffbelastung durch.

Das günstige BTwin 100 schnitt bei der Stiftung Warentest mit „gut“ im Bereich Schadstoffe ab und fiel in der gleichen Kategorie bei Ökotest durch.

Weichmacher und PAK erkennen

PAK kommen häufig in Weichkunststoffen vor. Eine hohe Belastung kannst du oft am Geruch erkennen, der auch nach intensivem Auslüften und dauerhaftem Benutzen nicht verfliegt. Kunststoffe mit einem hohen PAK Gehalt riechen nach verbranntem Gummi, Teer oder Mottenkugeln. Auch durch Waschen verfliegen die Gerüche nicht.

Tipp: Lasse das Laufrad noch eine Weile stehen, bevor du es deinem Kind zeigst, vor allem wenn du einen chemischen Geruch an den Griffen bemerkst. Verfliegt der Geruch nicht, tausche das Laufrad um. Wenn du im Internet bestellst, hast du mindestens zwei Wochen Rückgaberecht. Bei großen Händlern wie Amazon sind es oft 30 Tage.

Unsere Laufrad-Empfehlungen

In unserem Laufrad Vergleich schließen wir alle Laufräder aus, die durch eine hohe Schadstoffbelastung in den Tests aufgefallen sind. Allerdings wurden nicht alle Laufräder getestet. Die Prüflabore nehmen nur eine kleine Auswahl unter die Lupe.

Laufräder & Sicherheit im Straßenverkehr

Es mag verlockend sein, dass der Spross jetzt den Weg von der Kita nach Hause bewältigen kann. Dennoch: Laufräder gehören nicht in den Straßenverkehr. Zweijährige sind noch nicht in der Lage, die komplexen Vorgänge, die beim Laufrad fahren körperlich und geistig ablaufen, perfekt zu steuern. Zudem fehlen ihnen viele Fähigkeiten, die im Straßenverkehr wichtig sind, wie Erfahrung, Weitsicht, Verantwortung und Rücksicht.

Auch auf dem Fußweg ist größte Vorsicht geboten, vor allem von Seiten der Erwachsenen. Viele Eltern überschätzen die Fähigkeiten ihrer Kinder. Dass sie schnell mit dem Laufrad unterwegs sind, heißt das nicht, dass sie in Gefahrensituationen geschickt und souverän reagieren.

Sicherheit auf dem Laufrad: Nur mit Helm

Verkehrsregeln und Rücksichtnahme üben

Die Regeln für’s Fahren mit dem Laufrad sowie Rücksichtnahme, solltest du mit deinem Kind nicht erst üben, wenn es brenzlig wird. Viele Eltern sind schockiert, wenn ihre Kinder plötzlich über die Straße heizen und vergessen nach Autos zu schauen. Doch diese Regeln müssen jahrelang geübt werden. Einem Zweijährigen fehlt die Reife, um sie in jedem Moment zu beachten.

Kein Spaß ohne Sicherheit: Der Helm ist ein Muss

Beim Laufrad-Fahren sollten Kinder immer einen Helm tragen, egal wie sicher sie unterwegs sind. Sie können durch eigenes Unvermögen oder mit Beteiligung anderer Sturzunfälle erleiden. 

Einzige Ausnahme: Auf dem Spielplatz sollte der Helm abgesetzt werden, vor allem wenn das Kind ständig hin und herwechselt vom Laufrad zum Klettergerüst. Es besteht die Gefahr, dass es hängenbleibt.

Reflektoren anbringen

Reflektoren sind wichtig am Laufrad. Schneller als du denkst, wird dein Kind die Bürgersteige entlang pesen. Je sichtbarer dein Kind für andere Verkehrsteilnehmer ist, desto sicherer ist es. Dein Laufrad sollte daher unbedingt Reflektoren haben.

Wenn du das Laufrad im Frühling kaufst, wo die Tage immer länger werden, spielt dieser Aspekt vielleicht noch keine so große Rolle. Aber der Winter wird kommen und im besten Fall bist du dann schon perfekt vorbereitet.

Wenn dein Laufrad nicht über Reflektoren verfügt, kannst du einfach nachrüsten.

Für den Winter: Reflektorweste

Wenn du in der dunklen Jahreszeit häufig mit deinem Kind unterwegs bist, kann eine Reflektorweste zusätzliche Sicherheit bringen. Wir sind große Fans von myGlowy, der blinkenden Sicherheitsveste. Durch die kleinen Lämpchen ist dein Kind bei allen Sichtverhältnissen gut zu sehen.

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