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Mädchen wickeln: Der wichtigste Unterschied!

Babyfüße neben einem Stapel Windeln.
Mädchen wickeln: Beachte diesen Punkt! / Bild © Irina Schmidt, Adobe Stock.

Er ist wichtiger, als viele denken …

Das Wichtigste in Kürze

  • Mädchen haben eine kürzere Harnröhre als Jungen.
  • Bakterien können bei einer falschen Abputztechnik leichter in die Vagina eindringen. Das erhöht das Risiko für Blasenentzündungen, Scheidenpilz und andere Infektionen.
  • Richtige Abputz-Technik bei Mädchen: immer von vorne nach hinten. Nie umgekehrt.
  • Dadurch werden Keime aus dem Stuhl nicht in den Intimbereich transportiert.

Wichtig: Die Rubrik “Das Wichtigste in Kürze” ist nur ein Überblick. Sie kann niemals die Komplexität von Themen widerspiegeln. Themen sollten immer individuell und ganzheitlich betrachtet werden. Wir möchten dich daher dazu ermutigen, dir den ganzen Artikel durchzulesen, für alle Infos zu diesem Thema.

Der entscheidende Unterschied …

Mädchen haben eine kürzere Harnröhre als Jungen. Dadurch sind sie anfälliger dafür, dass Bakterien in den Intimbereich und schließlich in die Harnwege gelangen.

Wenn du bisher nur Jungen gewickelt hast oder dir dieser Unterschied nicht bewusst war, hilft es zu wissen:

  • Durch die kürzere Harnröhre können beim falschen Abwischen Bakterien schnell eindringen.
  • Das kann langfristig zu wiederkehrenden Blasenentzündungen, Scheidenpilz oder anderen Infektionen führen.
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Die richtige Wischrichtung

  • Immer von vorne (oben) nach hinten (unten) abwischen. 
  • Auch darauf achten, in den Hautfalten deiner Tochter zu säubern. 
  • Beginne am oberen Rand der Scheide und wische sanft nach unten, weg vom Intimbereich.

So vermeidest du, dass Stuhlreste oder andere Keime in den Scheiden- oder Harnröhrenbereich gelangen.

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Was sonst noch wichtig ist

  • Achte darauf, die Windel deiner Tochter zügig zu wechseln, wenn sie voll ist. Wenn sie zu lange in Kot oder Urin “sitzen” sollte, begünstigt das Bakterienwachstum. Das möchtest du ja vermeiden.
  • Säubere die Vagina deiner Tochter immer mit sanften Feuchttüchern oder Waschlappen, ohne aggressive Inhaltsstoffe oder mit klarem, lauwarmen Wasser.
  • Parfümierte oder alkoholhaltige Tücher können die Schleimhäute reizen und Infektionen begünstigen.
  • Reibe nicht zu stark beim Abputzen, um Hautirritationen zu vermeiden.
  • Nutze keine Seifen oder Schaumbäder für den Intimbereich deiner Tochter, um das natürliche Mikrobiom nicht zu stören.
  • Lass, wenn du deine Tochter badest, neues Wasser ein, falls mal Kot im Wasser landen sollte.
  • Kläre andere Bezugspersonen ebenfalls auf, die dein Kind wickeln! Für manche Menschen könnte dieser Aspekt noch neu sein.
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✔ Inhaltlich geprüft am 20.11.2025
Dieser Artikel wurde von Christine Müller geprüft. Wir nutzen für unsere Recherche nur vertrauenswürdige Quellen und legen diese auch offen. Mehr über unsere redaktionellen Grundsätze, wie wir unsere Inhalte regelmäßig prüfen und aktuell halten, erfährst du hier.

Veröffentlicht von Leonie Illerhues

Leonie war nach ihrem Studium der Heilpädagogik lange im Schulhort-, Kita- und Krippenbereich tätig. Erziehungs- und Entwicklungsthemen im Baby- und Kleinkindalter sind deshalb ihr Steckenpferd. Seit 2022 ergänzt Leonie unser Team mit diesem Schwerpunkt.