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31 Euro mehr Kindergeld: Was Eltern damit tun sollten

31 Euro mehr Kindergeld
Wie aus 31 Euro nach 18 Jahren knapp 15.000 Euro werden / Foto © pololia, Adobe Stock

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Seit diesem Jahr gibt es 31 Euro mehr Kindergeld, nun also 250 Euro pro Kind. In Zeiten enorm gestiegener Lebenshaltungskosten ist das definitiv wichtig. Aber wir möchten an der Stelle eine spannende Überlegung anstellen, was ihr mit dem erhöhten Kindergeld auch tun könntet.

Gehen wir davon aus, dass ihr mit euren bisherigen Einnahmen gut haushalten konntet und euer Konto nicht im Minus ist. Dann raten wir ganz klar dazu, das Geld für euer Kind anzulegen. Wie? In Form von ETFs oder Aktien. Zu dem Thema gibt es mittlerweile viele gute Anlaufstellen und Youtube-Kanäle. Wer sich die Videos von Finanzfluss anschaut, kann einfach und schnell die Finanzbildung in die eigene Hand nehmen.

Am Aktienmarkt haben sich viele Aktien in den letzten Monaten durch die weltpolitische Lage deutlich nach unten entwickelt. Wer jedoch schon länger mit Aktien handelt, weiß, dass dieses Auf und Ab völlig normal ist.

Jeden Monat 31 Euro investieren

Angenommen ihr richtet ein Depot ein und investiert diese 31 Euro monatlich über einen Sparplan am Aktienmarkt. Lohnt sich das denn? Was kommt dabei heraus?

Wir machen eine einfache Rechnung auf und investieren in den MSCI World Index. „Der MSCI World ist ein globaler Aktienindex, der die Kursentwicklung von rund 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern abbildet.“ (Wikipedia)

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In den letzten 52 Jahren hat dieser Index durchschnittlich 7,2 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet (Quelle) – nach Abzug aller Kosten. Weiter unten findet ihr die historischen Zahlen im „Renditedreieck“.

Nun nehmen wir an, dass dieser historische Durchschnitt auch weiterhin Gültigkeit hat, und legen das Geld für 18 Jahre an (bis unser Kind volljährig ist). Ungeachtet der Steuern bei der Ausschüttung liegen wir nach 18 Jahren bei einem Kapital von 13.396,12 Euro.

Monatl. SparbetragSpardauerJährliche RenditeEndkapital
31 Euro18 Jahre7,2%13.396,12 Euro

Möglich macht das der Zinseszins-Effekt. Ihr könnt mit diesem Rechner auch selbst einmal herumspielen und durchrechnen, wie sich andere Beträge nach 18 Jahren bemerkbar machen.

Spannend, oder? Mit etwa 13.400 Euro hätte euer Kind eine solide Basis für ein Studium, Führerschein, Reisen oder ein eigenes Auto.

Renditedreieck des MSCI World
Renditedreieck des MSCI World / © Röhl Capital GmbH

Kann das jeder machen?

Prinzipiell ja. Du solltest dich jedoch vorab gut mit Aktien und ETFs beschäftigen, damit du weißt, was du tust. Investiere dein Geld nie in Produkte, die du nicht kennst. Es war jedoch nie so einfach wie heute, sich ein solides Finanzwissen aufzubauen.

Wo ihr ein Depot eröffnen könnt

Wenn euch diese Anlageform zusagt, müsst ihr zunächst entscheiden, ob ihr im eigenen Namen oder im Namen eures Kindes sparen wollt. Alle Vor- und Nachteile findet ihr im Artikel „Sparen für Kinder“ auf Elterngeld.de. Wir empfehlen grundsätzlich die Anbieter Comdirect* und Consorsbank*. Bei beiden Anbietern könnt ihr schon ab 25 Euro einen Sparplan einrichten, es gibt viele sparplanfähige kostenfreie ETFs und das Depot ist grundsätzlich kostenfrei, wenn ein Sparplan aktiviert ist.

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Quellen

Veröffentlicht von Patrick Konrad

Patrick ist seit 2017 Papa und Gründer von Babelli.de. Die Herausforderungen, vor denen junge Familien in Deutschland stehen, kann er gut nachvollziehen, denn ihnen widmet er auf diesem Portal seine Arbeit und seine persönlichen Erfahrungen. Besonders die organisatorischen und finanziellen Themen stehen bei ihm im Fokus, denn damit beschäftigt er sich fast täglich.

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