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Mama und Baby nach der Geburt unter Corona Bedingungen

Warum auch eine Geburt unter Corona-Bedingungen schön sein kann

Corona und dann schwanger. Und nun steht auch noch die Geburt an in diesen gerade für die Kliniken schwierigen Zeiten. Vielen Frauen macht das Angst.

Kreißsäle können meist nur online besichtigt werden, und wie sind dann, wenn es so weit ist, die konkreten Bestimmungen in der Wunschklinik? Was, wenn Hebammen ausfallen, weil sie in Quarantäne müssen, was, wenn mein Kreißsaal mich nicht aufnehmen kann und ich in ein mir ganz fremdes Haus wechseln muss? Wenn mein Partner oder meine Partnerin nicht mitkommen oder erst später hinzukommen kann? Gebären mit Maske? Vielleicht sogar isoliert, weil ich selbst positiv getestet worden bin?

Zu der inneren Unruhe, die am Ende einer Schwangerschaft ganz natürlich ist, kommen diese Ungewissheiten obendrauf, und viele Frauen fühlen sich mit ihren Gedanken und Sorgen allein gelassen. Geht es dir auch so?

Gut zu wissen: Du kannst etwas tun, um mit diesen Herausforderungen besser klarzukommen.

Kristin Graf bereitet Frauen seit vielen Jahren mental auf ihre Geburten vor. Mittlerweile sind es fast 15.000 Frauen und Paare, etliche während der Corona Zeit. Viele ihrer Berichte sind wirklich ermutigend. Was haben diese Frauen gemacht, dass sie trotz der Umstände schöne Geburten erleben konnten? Wir haben Kristin gefragt. Was sie dir empfiehlt, erfährst du jetzt:

So kann deine Geburt trotzdem schön werden

1. Mach dich mit deinem Geburtsort vertraut.

Gibt es vielleicht einen digitalen Infoabend? Hat deine Wunschklinik einen Instagram-Account, auf dem du vielleicht schon mal Hebammen oder Ärztinnen kennenlernen kannst? Gibt es einen digitalen Rundgang durch den Kreißsaal? Anmeldegespräche? Finde heraus, wie an diesem Ort mit der Corona-Situation umgegangen wird. Wann darf deine Begleitperson mit dazu kommen? Musst du eine Maske tragen? Schreib dir all das auf. Auch die Klinik, in die du geschickt werden würdest, falls der Kreißsaal gesperrt sein sollte.

2. Gehe die gesammelten Infos Punkt für Punkt durch.

Was macht dir Angst? Was ist für dich okay? Und was kannst du tun, damit sich die Punkte, die dir Angst machen, für dich besser anfühlen? Oft hilft es, hier eine andere Perspektive einzunehmen und zu versuchen, die Maßnahmen zu verstehen. Wenn du in deiner Schwangerschaft noch nicht allzu weit fortgeschritten bist, kannst du dich auch für bestimmte Änderungen einsetzen und in Kontakt gehen mit der Klinik, wenn dir das besonders wichtig ist. Nur zur Geburt selbst solltest du nicht mehr kämpfen, sondern dich mit der nicht zu ändernden Situation angefreundet haben.

3. Bereite dich mental vor.

Schaff dir schon während deiner Schwangerschaft einen „inneren Ort“, einen Wohlfühlort in deiner Fantasie, an den du dich für deine Geburt zurückziehen kannst. Dein Unbewusstes kann nicht unterscheiden, ob du dich gerade nur an einen wunderschönen Ort träumst, oder ob du dich wirklich an diesem Ort befindest, dein Körper reagiert hormonell genau gleich. Das kannst du für die Situation in der Klinik nutzen. So kann deine Geburtsbegleitung beispielsweise in deiner Fantasie bei dir sein, an deinem inneren Ort, falls sie erst später dazukommen kann. Ein T-Shirt, das nach diesem geliebten Menschen duftet, könnte dich hier unterstützen, dich wohl und geborgen zu fühlen. Denn das Gefühl von Geborgenheit ist für eine positive Geburtserfahrung sehr unterstützend. So können genau die Hormone ausgeschüttet werden, die die Geburt fördern und gleichzeitig Schmerzen und Unwohlsein lindern.

4. Blende äußere Eindrücke aus.

Erstaunlich viele Frauen berichten, dass sie sich mit Schlafmaske und Mund-Nasen-Schutz besonders geborgen und sicher gefühlt haben – wie in einem Kokon, einer kleinen Höhle, in der sie ganz für sich sein konnten. Der Blick nach innen unterstützt dich während der Geburt. Das Außen darf in den Hintergrund treten und immer unwichtiger werden. Denn dein Körper bekommt ja dieses Kind ganz von selbst, wenn alles natürlich verläuft. Was ihn unterstützt, ist, wenn du deine Konzentration nach innen richtest, in deinen Körper und zum Geburtsprozess selbst. Wenn du eine Verbindung spürst zu deinem Baby, es auf seiner besonderen Reise durch deinen Körper durch deine Gedanken motivierst.

Das findest du spannend und möchtest noch mehr erfahren? Kristins kostenlosen Podcast findest du unter „DIE FRIEDLICHE GEBURT“ bei Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der gleichnamigen App.

Besonders empfehlenswert in dem Zusammenhang sind die Folgen:

Wie auch immer du entscheidest, wir wünschen dir eine kraftvolle, positive und friedliche Geburt.

Quellen

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