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12 Dinge über das Stillen, die du bestimmt noch nicht wusstest

Mutter stillt ihr Baby
Wir haben ein paar wirklich spannende Stillfakten für euch / Bild © shurkin_son, Adobe Stock

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Stillen ist gut für dein Baby. Das hast du sicher schon tausendmal gehört. Aber rund ums Stillen gibt es einige Fakten, die dich ins Staunen bringen werden. Wir verraten dir 12 Dinge, die du bestimmt noch nicht über das Stillen wusstest. Viel Spaß beim Lesen!

1. Gute Bakterien werden auch über die Brust aufgenommen

Ein großer Teil unseres Immunsystems sitzt im Darm. Deshalb ist es so wichtig, dass Babys schnell eine gesunde Darmflora (Mikrobiom) aufbauen können. Mit Muttermilch gelingt das besser als mit Flaschenmilch. Gerade Kaiserschnitt-Babys, die nicht durch den Geburtskanal herauskommen, fehlt die erste Dosis guter Bakterien völlig. Muttermilch selbst enthält schon eine ganze Menge nützlicher Bakterien (30 Prozent). Aber sogar das Nuckeln an der Brust hat einen zusätzlichen Effekt. Denn 10 Prozent der wichtigen Bakterien nimmt dein Baby direkt von der Oberfläche deiner Brust auf.

2. Risiko für Asthma, Diabetes und Fettleibigkeit sinkt bei euch beiden

Das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes nimmt durch längeres Stillen sowohl bei dir als auch bei deinem Kind ab. Warum das so ist, wird derzeit noch genauer erforscht. 

Ganz ähnlich sieht es bei Asthma aus. Sowohl du als Mutter als auch das Kind selbst haben ein deutlich verringertes Risiko, wenn du längere Zeit voll gestillt hast. Selbst Rheuma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch das Stillen unwahrscheinlicher. Es würde uns nicht wundern, wenn mit der Zeit noch mehr positive Zusammenhänge aufgedeckt werden, denn Muttermilch ist ein wahres Superfood!

3. Muttermilch ist einzigartig

Muttermilch enthält über 200 verschiedene sogenannte HMOs (Human Milk Oligosaccharides). Oligosaccharide (Mehrfachzucker) sind Kohlenhydrate, die aus einer kurzen Kette von etwa drei bis zehn miteinander verbundenen Monosacchariden (Einfachzuckern) bestehen. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit, da sie das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern. HMOs können somit dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.

Das haben übrigens auch die Hersteller von Milchersatznahrung erkannt und ihre Forschung dahingehend optimiert. So hat beispielsweise Humana fünf wichtige HMOs in die Folgemilch integriert. Bei der 5HMO-Folgemilch hat sich Humana eng an der Natur orientiert und gleichzeitig neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Zusammensetzung der Milchersatznahrung einfließen lassen. Um die natürliche Entwicklung eines Kindes bestmöglich zu unterstützen, setzt das Unternehmen bei allen Produkten seit mehr als 70 Jahren auf hochwertige Zutaten und eine beständige, wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung der Rezepturen. Nicht umsonst steht die Marke für Expertise, Vertrauen und Natürlichkeit.

Mama mit Baby und im Vordergrund die Humana Babymilch

4. Milchersatznahrung: Hohe Anforderungen & kontinuierliche Weiterentwicklung

Gleich vorweg: Muttermilch ist die beste und natürlichste Form der Säuglingsernährung, daher unterstützen wir ausdrücklich die WHO-Empfehlung zum Stillen. Es gibt jedoch medizinische und persönliche Gründe, die gegen das (volle) Stillen sprechen. In solchen Fällen stellt Milchersatznahrung eine sichere Ernährungsalternative dar.

Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung sehr komplex. Sie passt sich stets den individuellen Bedürfnissen des Kindes an. Das vermag eine Milchersatznahrung nicht zu leisten. Dennoch schaffen es die Hersteller von Fläschchenmilch, ihre Rezepturen durch kontinuierliche Weiterentwicklung zu verbessern. Sie unterliegt besonders hohen Anforderungen in Bezug auf die Zusammensetzung und die Qualität. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Eine gute Entscheidungshilfe bei der Wahl der Milchersatznahrung bieten die Tests unabhängiger Verbraucherportale wie Stiftung Warentest oder Öko-Test.

Im neuesten Test der Stiftung Warentest (10/2025) untersuchte die Verbraucherorganisation 19 Produkte verschiedener Hersteller. Die Pre-Nahrung von Humana wurde hierbei hinsichtlich ihrer ernährungsphysiologischen Zusammensetzung mit “sehr gut (1,2)” bewertet. Auch die mikrobiologische Qualität (1,0) sowie die Nutzungsfreundlichkeit der Verpackung (1,0) erzielten sehr gute Ergebnisse. Mit einer Gesamtbewertung von “gut (2,3)” gehörte die Pre-Milch von Humana zu den besten Milchersatznahrungen im Test. Ende 2024 bewertete Öko-Test die Humana Pre-Nahrung bereits mit der Testnote “sehr gut”. Humana nimmt solche Testergebnisse zum Anlass, die Pre-Milch kontinuierlich weiterzuentwickeln, um Frauen eine sichere, qualitativ hochwertige Alternative zum (vollen) Stillen anbieten zu können. Inzwischen ist bereits eine optimierte Version der Pre‑Nahrung von Humana auf dem Markt. 

5. Eine Brust kann über 500 ml Milch täglich produzieren

Du denkst, dass dein Kind vielleicht nicht genug Milch bekommen könnte? Mach dir keine Sorgen, denn deine Brüste können Unglaubliches leisten. Selbst wenn du kleine Brüste hast, kann eine Brust über 500 ml pro Tag produzieren, sobald die Milchproduktion so richtig in Gang gekommen ist. Ungefähr nach dem ersten Monat läuft deine Brust quasi auf Autopilot. Wie viel Milch dein Baby braucht, ist sehr unterschiedlich und kann zwischen 500 und 800 ml oder sogar 1300 ml am Tag liegen. Deine Brust passt sich an den Bedarf deines Babys an. Die Nachfrage regelt das Angebot: Je häufiger dein Baby die Brust einfordert, desto mehr Milch produziert die Brust.

Das bedeutet nicht, dass du von nun an literweise Muttermilch mit dir herumträgst. Wie viel Milch die Brust speichern kann, hängt ganz von der Frau ab. Das macht aber nichts, denn ein großer Teil der Milch wird nämlich erst dann produziert, wenn das Baby tatsächlich saugt und der Milchspendereflex einsetzt. Frauen, die wenig Speicherkapazität haben, müssen daher einfach etwas öfter anlegen. Solltest du abpumpen, wundere dich nicht darüber, dass du nur kleinere Mengen Milch gewinnen kannst. Dein Baby saugt einfach viel effektiver, als jede Milchpumpe das könnte.

6. Die Ernährung wirkt sich auf das Stillen aus

Was du isst, kann direkten Einfluss auf die Qualität deiner Muttermilch haben. Eine dauerhaft unausgewogene Ernährung in der Stillzeit kann dazu führen, dass manche Nährstoffe in der Muttermilch geringer konzentriert sind. Auch wenn dein Körper mögliche Defizite in der Muttermilch lange ausgleichen kann, solltest du auf eine gesunde Ernährung achten. Denn eine ausgewogene Ernährung unterstützt nicht nur dein Baby, sondern gibt auch dir mehr Energie.

Falls du besonders zu Stillbeginn das Gefühl haben solltest, Unterstützung zu brauchen, kannst du nach Rücksprache mit deiner Hebamme oder deiner Ärztin über ein Nahrungsergänzungsmittel nachdenken. Diese können bei Bedarf in eine normale Ernährung eingebunden werden. Es gibt speziell für die Stillzeit entwickelte Präparate, etwa Humana piùlatte®. Piùlatte kombiniert verschiedene Inhaltsstoffe, die Mütter optimal beim Stillen begleiten und die Milchbildung unterstützen können. Es kann ab dem Tag der Geburt verwendet werden.

7. Stillen schützt vor plötzlichem Kindstod

Eine deutsche Studie aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass Stillen in den ersten Lebensmonaten das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) um etwa 50 Prozent reduzierte. Ob das geringere Risiko mit der Milch selbst zusammenhängt, ist nicht ganz sicher. Da die nächtliche Gabe eines Schnullers bei ungestillten Kindern ebenfalls risikomindernd wirkt, kann es sein, dass auch das bloße Saugen an der Brust einen großen Teil zum Schutz beiträgt. Denn schließlich schlafen nuckelnde Kinder seltener so tief ein, dass ihr Aufwachreflex versagen könnte. Bestimmt spielt auch die immunstärkende Wirkung der Muttermilch mit hinein. Aber wie auch immer: Stillen schützt vor SIDS, Punkt!

8. Die Muttermilch unterscheidet sich von Kind zu Kind

Die Zusammensetzung der Muttermilch hängt kurioserweise nicht nur vom Geschlecht des Kindes ab, sondern auch vom gesellschaftlichen Status. Das zeigen eine Studie mit US-amerikanischen und eine mit kenianischen Familien. So bekamen Söhne gut gestellter Eltern fett- und eiweißhaltigere Milch als ihre Schwestern. Während Töchter ärmerer Familien reichhaltigere Milch erhielten, als ihre Brüder.

Auch wenn das erst einmal verwirrend erscheint, zeigt es ganz deutlich, dass sich die Muttermilch genau an deine jeweiligen Lebensumstände und den ganz individuellen Bedarf deines Babys anpasst.

9. Ihre Zusammensetzung ändert sich abhängig von der Tageszeit

Und damit nicht genug. Deine Brüste passen die Milch sogar an den Tagesrhythmus an. So ist sie nachmittags und abends sehr viel fetthaltiger als in der Nacht. Zudem enthält sie ab dem Abend beruhigende Nukleotide. Morgens weckt die Milch das Baby mithilfe besonders viel anregender Nukleotide wieder auf.

Wenn du abpumpst, ist also wichtig, wann dein Baby die abgepumpte Milch bekommt. Am besten notierst du in diesem Fall die Uhrzeit auf der Verpackung.

10. Die Brüste arbeiten unabhängig voneinander

Wenn dein Baby an beiden Brüsten trinken kann, wird das für dich keine Rolle spielen. Aber manchmal kann es sein, dass Babys eine Brust verweigern oder eine Brust z. B. wegen einer vorangegangenen Operation keine Milch gibt. Beides bedeutet nicht, dass du Probleme bekommen wirst. Denn wenn eine Brust nicht “benutzt” wird, stellt sie die Milchproduktion einfach ein. Die andere produziert trotzdem munter weiter und kann dein Kind ganz allein versorgen.

Auch wenn du Zwillinge bekommst, ist diese Erkenntnis in zweifacher Hinsicht nützlich. Zum einen musst du dir keine Sorgen machen, ob beide Kinder genug Milch bekommen. Der andere Punkt ist eine reine Schlussfolgerung: Wenn du Baby 1 ausschließlich an der einen und Baby 2 an der anderen Brust stillst, können sich beide Brüste auf den besonderen Nährstoff- und Flüssigkeitsbedarf des jeweiligen Kindes einstellen. Ob das in der Praxis so für euch funktioniert, findest du bestimmt schnell heraus.

11. Stillen schützt dein Kind und dich vor Krebs

Studien haben auch gezeigt, dass Stillen von länger als einem halben Jahr das Risiko verringert, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Je länger du stillst, desto größer ist der Schutz. Mit jedem weiteren gestillten Kind sinkt die Wahrscheinlichkeit noch mehr.

Und noch besser: Auch dein Kind profitiert vom Stillen. Denn auch sein Risiko für eine Krebserkrankung im Kindesalter wie z. B. Leukämie reduziert sich immer weiter, je länger es gestillt wird. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass aus Muttermilch hergestellte Medikamente bestimmte Krebsarten zu heilen helfen können.

12. Die Einstellung deines Partners beeinflusst, wie gut das Stillen funktioniert

Am besten ist es, wenn dein Partner von Anfang an darüber Bescheid weiß, wie wunderbar Stillen für das Wohlbefinden und die Gesundheit eures Babys ist. Denn wenn er oder deine Familie negativ eingestellt ist, spürst du das und die Milch kann viel eher versiegen. Zumindest leidet aber die Stillbeziehung von dir und deinem Baby darunter.

Wenn dein Partner weiß und akzeptiert, dass es nur eine Phase ist, in der das Stillen des Babys in den Vordergrund rückt und vielleicht weniger Zeit für Zweisamkeit mit ihm vorhanden ist, entsteht auch weniger Eifersucht und auch weniger Druck auf dich.

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Quellen

Veröffentlicht von Patricia Schlösser-Christ

Patricia widmet sich als Kulturanthropologin mit Leidenschaft der Kindheits- und Familienforschung. Ihre liebsten (und herausforderndsten) „Studienobjekte“ sind ihre beiden kleinen Töchter. Wenn sie nicht gerade Feldforschung im Kinderzimmer ihrer kleinen Rasselbande betreibt, powert sie sich beim Handball aus.