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Umgangsrecht: Alles, was du wissen musst

Nach einer Trennung haben beide Eltern das Recht und die Pflicht, sich um ihr Kind zu kümmern. Das wissen nicht alle Väter und Mütter. Wie das Umgangsrecht für den getrennt lebenden Elternteil aussieht und wie ihr den Umgang regeln könnt, erfährst du jetzt. Deine Fragen beantworten wir im FAQ-Teil.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Umgangsrecht ist ein Recht und eine Pflicht.
  • Die Hauptbezugsperson darf das Kind nicht einfach vorenthalten.
  • Beide Eltern sollen sich möglichst einigen.
  • Klappt das nicht, entscheidet das Familiengericht. Dabei steht das Kindeswohl immer über einzelnen Interessen.
  • Betroffene Eltern sollten schnell handeln.
  • Damit das Umgangsrecht entzogen werden kann, müssen triftige Gründe vorliegen.
  • Alternative: betreuter Umgang!

Lisa und Stefan haben sich getrennt, zwei Monate ist das jetzt her. Die ständigen Streits, gegenseitigen Vorwürfe und Beleidigungen: am Ende hatten beide genug und Stefan ist wütend ausgezogen. Keine leichte Entscheidung, aber jetzt ist endlich Ruhe. Genießen kann sie keiner von beiden. Schließlich gibt es noch die zweijährige Ellie, ihr gemeinsames Wunschkind. Sie ist bei Lisa geblieben. Seitdem hat Stefan sie nicht mehr gesehen. Wie soll es jetzt bloß weitergehen? Wird Ellie ihren Vater behalten können? Was wenn Lisa das nicht will?

Das Umgangsrecht ist auch eine Pflicht

Wenn einer der Eltern auszieht, geht es meist zuerst um Unterhalt. Auch das ist ein schwieriges Thema. Völlig losgelöst davon gibt es das Umgangsrecht, im Volksmund manchmal auch Besuchsrecht genannt. Heißt soviel wie: egal ob der ausgezogene Elternteil Unterhalt zahlt oder nicht, hat er das Recht, sein Kind zu sehen. Und das regelmäßig. Schließlich soll der Kontakt nicht verloren gehen.

Das Umgangsrecht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Es gilt auch für Großeltern und nicht leibliche Eltern, wenn sie enge Bezugspersonen waren. Was viele nicht wissen: das Umgangsrecht ist auch eine Pflicht, aus der sich Mann oder Frau nicht davonstehlen können. Kurz gesagt: Wer einfach abhaut, kann vom Kind über seinen gesetzlichen Vertreter verklagt werden. Denn Kinder haben ein Recht darauf, von beiden Eltern durch das Leben begleitet zu werden. Solange es dem Kindeswohl nicht entgegensteht.

Vor Gericht landen meist die Fälle, in denen einer der beiden Eltern seinen Umgang einklagen muss, weil der andere Elternteil den Zugang zum Kind verweigert. Sind sich beide Eltern nicht grün, ist dieser Weg kaum vermeidbar. Denn leider sind die gesetzlichen Vorgaben begrenzt. Die Eltern sollen sich möglichst selbst einigen. Dabei kann das Jugendamt oder auch der Kinderschutzbund versuchen zu vermitteln. Wenn das misslingt, trifft das Familiengericht am Wohnort des Kindes die Entscheidungen.

Auch wichtig: Sorgerecht ist nicht dasselbe wie Umgangsrecht. Es ist also egal, ob sich beide Eltern das Sorgerecht teilen oder nicht.

Die Realität beim Umgangsrecht

In der Theorie sollen sich also beide Eltern um das Kind kümmern, nicht unbedingt zu gleichen Teilen, aber zumindest anteilig. In der Realität sieht es jedoch oft anders aus. Denn vor allem Väter müssen ihr Recht einklagen, weil die Mütter am liebsten keinen Kontakt mehr erlauben möchten. Sie wollen sich kümmern, dürfen aber nicht. Das Kind als Spielball gekränkter Eltern, leider kein Einzelfall! Mütter, die sowieso nur einen Erzeuger und Bezahl-Papa brauchten, sind zum Glück die Ausnahme.

Was viele nicht wissen: Wer ohne triftige Gründe verhindert, dass der andere sein Kind sehen kann, riskiert das Aufenthaltsbestimmungsrecht (ein Teil des Sorgerechts) zu verlieren. In besonders schlimmen Fällen kann das Gericht sogar das Sorgerecht komplett entziehen. Triftige Gründe sind dabei kein reines Bauchgefühl, sondern im Gesetz festgelegt. Dazu unten mehr.

Zum Glück schaffen es viele Eltern, sich außergerichtlich zu einigen. Manchmal dauert es jedoch eine ganze Weile oder gar Jahre, bis beide wieder wie erwachsene Menschen miteinander reden können. Wertvolle Zeit, vor allem wenn das Kind noch sehr klein sind.

Unser Tipp: Denkt immer daran, eurer Kind kann nichts für eure Gefühle. Es ist auch nicht dafür verantwortlich, dass es seinen Eltern gut geht. Aber ihr müsst dafür sorgen, dass es ihm dauerhaft gut geht. Manchmal bedeutet das zu kämpfen und manchmal zurückzustecken. Fragt euch daher bei jeder Aktion, was wirklich das Beste für euer Kind ist.

Mögliche Umgangsrecht-Regelungen in der Praxis

Wenn ihr euch also selbst einigen sollt, wie kann eine vernünftige Regelung aussehen? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Alter des Kindes:
    Je jünger das Kind, desto kürzer sollten die Abstände aber auch die Betreuungszeit sein. Einmal alle paar Wochen reicht nicht aus. Über Nacht geht bei Stillkindern schlecht. Besser wäre mindestens einmal pro Woche für ein paar Stunden. Später können die Abstände größer, die Betreuungszeiten aber auch länger sein.
  • Wohnort des Kindes:
    Wenn Mutter und Kind 200 km weit weg wohnen, sind wöchentliche Besuche kaum zu schaffen. Wichtig: kann sich in diesem Beispiel der Vater die Besuche nicht leisten, kann es sein dass die Mutter die Anreise bezuschussen oder das Kind bringen muss.
  • Arbeitszeiten:
    Arbeitet der getrennt lebende Elternteil sehr lange und kann das auch nicht ändern, ist das Wochenende die bessere Option. Oder man einigt sich darauf, dass einer in die Kita/Schule bringt und einer holt.
  • Vorherige Nähe zum Kind:
    Wenn der/die Umgangsberechtigte das Kind vorher jeden Tag betreut hat, ist ein häufigerer Umgang sinnvoll und auch über Nacht kaum ein Problem. Kannte es ihn/sie kaum oder gar nicht, solltet ihr wenn überhaupt langsam anfangen.

Bei älteren Kindern entscheiden Familiengerichte oft, dass das Kind alle 14 Tage übers Wochenende beim getrennt lebenden Elternteil Zeit verbringen soll. Zusätzlich werden die Ferien aufgeteilt. Im Voraus und verbindlich! Leider löst die Gerichtsentscheidung die Probleme nicht immer. Denn in der Praxis können die „Übergaben“ nicht kontrolliert werden. Wichtig ist, über ausgefallene Termine Protokoll zu führen und eventuell Zeugen dabei zu haben.

Aus Elternsicht bietet nur das Wechselmodell wirkliche Gleichberechtigung. Beim Wechselmodell, auch Paritätsmodell genannt, kümmern sich beide Eltern annähernd gleich um ihren Nachwuchs (ab 30% Betreuungszeit). Jugendämter begrüßen das, Familiengerichte weniger. Ob das Modell für Kinder wirklich das Beste ist, wird auch von manchen Psychologen kritisch gesehen. Deshalb basiert das Familienrecht in Deutschland nach wie vor auf dem Residenzmodell. Das heißt, das Kind hat bei einem Elternteil seinen festen Wohnsitz bzw. Lebensmittelpunkt und verbringt zeitlich stark begrenzt Zeit beim anderen.

Umgangsrecht kann nur selten verwehrt werden

Natürlich gibt es Situationen, in denen getrennten Elternteilen der Umgang länger oder dauerhaft verweigert werden kann. Das ist aber selten. Dennoch, wenn eine Gefahr für das Kind droht, kann das Gericht das Umgangsrecht aussetzen. Gründe dafür sind:

  • Körperliche Misshandlung
  • Seelische Misshandlung
  • Alkohol- oder Drogensucht
  • Gefahr der Kindesentführung
  • in Ausnahmefällen: psychische Erkrankung

Gut zu wissen: wenn Eltern oder Großeltern den oder die Sorgeberechtigte vor dem Kind schlechtmachen und die Erziehungsfähigkeit in Frage stellen, gefährden sie die gesunde Entwicklung des Kindes. Dann gilt: Kindeswohl vor Umgangsrecht. Denn müssen einen solide Beziehung zu ihrer Hauptbezugssperson haben dürfen. Wer die gefährdet, verwirkt im Einzelfall sein Recht auf Kontakt.

In Fällen, in denen ein normaler Umgang nicht möglich ist, kann das Gericht einen betreuten Umgang ermöglichen. Dann würde das Kind von einer dritten Person gebracht werden, die während der gemeinsamen Zeit dabei bleibt. Diese Person ist normalerweise beim Jugendamt oder einen ähnlichen Organisation wie zum Beispiel dem Kinderschutzbund beschäftigt.

Ausnahme: Väter ohne Vaterschaftsanerkennung

Väter, die weder mit der Kindsmutter zusammengewohnt noch eine Vaterschaftsanerkennung unterzeichnet hatten, können nur in Ausnahmefällen auf ihr Umgangsrecht pochen. Nämlich nur dann, wenn sie trotz des örtlichen Abstands bereits eine soziale Bindung zum Kind aufbauen konnten.

Typische Denkfehler beim Umgangsrecht

1. Ich habe das alleinige Sorgerecht, also kann ich auch bestimmen.

Falsch. Du hast mit dem alleinigen Sorgerecht zwar auch meist das Aufenthaltsbestimmungsrecht inne. Trotzdem ist das Umgangsrecht davon losgelöst. Ausnahme: Väter ohne Vaterschaftsanerkennung (siehe oben).

2. Wenn einer sich nicht an die Regeln hält, kann man das Jugendamt einschalten.

Jein. Das Jugendamt kann euch beraten und versuchen zu vermitteln. Entscheidungen treffen oder gar Gerichtsbeschlüsse widerrufen kann es aber nicht. Generell sind die Mitarbeiter um Neutralität bemüht. Sofern das Gericht betreuten Umgang anordnet, stellt das Jugendamt unter Umständen einen Umgangshelfer.

3. Das Familiengericht findet immer die fairste Lösung.

Nein. Denn fair für die Eltern bedeutet nicht unbedingt zum Wohle des Kindes. Das Kind steht aber im Mittelpunkt der Entscheidungen. Es kann also zum Beispiel sein, dass das Gericht sich nach Jahren eures Streits gegen das Umgangsrecht entscheidet, weil das Kind inzwischen entfremdet ist. Dabei ist es irrelevant, wer von euch beiden schuld war.

Vieles liegt im Ermessen des Richters/der Richterin. Daher kann es leider auch immer wieder zu Urteilen kommen, die objektiv betrachtet völlig daneben sind. Das ist aber nicht die Regel.

4. Nach einem Beschluss verhängt das Gericht Bußgelder bei Zuwiderhandlung.

Jein. Ohne Antrag auf ein Ordnungsgeld passiert nichts. Das muss der betroffene Elternteil oder der Rechtsbeistand des Kindes machen. Letztes passiert eher selten.

5. Der Vater/die Mutter ist selbst weggezogen, also darf er sein Kind auch nicht mehr sehen.

Falsch. Ein Wegzug mag hinderlich sein, ist aber kein Grund, den Umgang zu verweigern. Der Weggezogene muss dafür sorgen, dass er zum Kind oder das Kind zu ihm kommt. Geht das finanziell nicht, kann es sein, dass der andere Elternteil unterstützen muss, wenn vom Amt keine Fahrtkostenerstattung gewährt wird. Was als zumutbar gilt, entscheidet notfalls das Gericht.

6. Oder andersrum: wenn ich mit dem Kind wegziehe, hat sich das Thema sowieso erledigt.

Ebenfalls falsch. Du musst es dem Vater/der Mutter ermöglichen, das Kind zu sehen. Und zwar so, dass es umsetzbar ist.

7. Wenn das Kind älter ist, wird es sich irgendwie wieder einrenken. Bis dahin warte ich ab.

Kann sein, dass es so kommt. Durch zurückziehen und aussitzen schaffst du aber Tatsachen. Wahrscheinlicher ist, dass sich dein Kind in der Zwischenzeit entfremdet hat. Dann kann es sein, dass die Ausübung des Umgangsrechts als unzumutbar angenommen wird. Oder dir wird unterstellt, dass du deiner Umgangspflicht nicht gerecht geworden bist. Besser ist es, wenn du jetzt aktiv wirst, auch wenn es schwer fällt.

Häufige Fragen zum Umgangsrecht

Wer holt und bringt das Kind?

Normalerweise der Umgangsberechtigte. Es sei denn, ihr regelt es anders. Sollte der Umgang wegen der Kosten nicht machbar sein, kann es passieren, dass sich der andere Elternteil an den Fahrtkosten beteiligen muss.

Wer entscheidet, wie der Umgang gestaltet wird?

Im besten Fall die Eltern zusammen. Funktioniert das nicht, kann das Jugendamt Vorschläge machen. Entscheiden darf es nicht. Wenn es vor Gericht geht, legt dieses idealerweise fest, wie alles geregelt wird. Kommt es zu Fehlverhalten, kann der/die Geschädigte ein Ordnungsgeld beantragen (erst angedroht dann verhängt). Dieses muss aber im Gerichtsbeschluss definiert worden sein. Schlimmstenfalls droht Ordnungshaft.

Wie oft darf/muss ich Kind sehen?

Wie ihr den Umgang mit dem Kind gestaltet, hängt von euren Lebensumständen und dem Kind ab. Bei kleinen Kindern wird zu wöchentlichem Kontakt geraten, dafür stundenweise. Ältere Kinder können alle zwei Wochen ein Wochenende verbringen. Die Regelung kann aber auch ganz anders aussehen. Wichtig ist, dass es dem Kind gut geht. Die Bedürfnisse der Eltern sind zweitrangig.

Was darf der Vater/die Mutter während des Umgangs?

Der Umgangsberechtigte darf während der Besuche selbst über Unternehmungen und Ernährung bestimmen. Auch darüber, wer in dieser Zeit zu Besuch kommt. Wichtig ist stets, dass dabei das Kindeswohl nicht gefährdet ist.

Wer ist bei betreutem Umgang dabei?

Meist ein Mitarbeiter des Jugendamtes oder Kinderschutzbundes. Es kann aber auch eine Vertrauensperson aus dem privaten Umfeld sein, wie zum Beispiel die Oma oder Tante. Wer in Frage kommt, legt das Gericht fest.

Wer zahlt die Kosten während des Umgangs?

Prinzipiell der Umgangsberechtigte. Es sei denn, er/sie kann dann seinem Umgangsrecht nicht nachkommen. Mit dem Unterhalt werden die Umgangskosten nicht verrechnet und sie gelten auch nicht als außergewöhnliche Belastungen. Hartz 4 Empfänger können einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung stellen.

Wie klage ich mein Umgangsrecht ein?

Wenn ein Vermittlungsversuch über das Jugendamt nicht funktioniert hat, kannst du Klage beim für dein Kind zuständigen Familiengericht einreichen. Dazu brauchst du anwaltlichen Beistand. Kannst du dir das nicht leisten, darfst du Verfahrenskostenhilfe beantragen. Das Kind bekommt vom Gericht einen Verfahrensbeistand gestellt. Ist die Entscheidung des Familiengerichts unzumutbar – was vorkommt – kann der Fall weiter ans zuständige Oberlandesgericht gehen. Dies kann den Beschluss gegebenenfalls aufheben und zurück ans Familiengericht geben.

Wer zahlt die Gerichtskosten?

Wer die Kosten tragen muss, entscheidet das Gericht. Der Regelfall ist, dass jeder seinen eigenen Anwalt zahlt und die Verfahrenskosten geteilt werden. Es kann aber auch sein, dass nur einer Person alles auferlegt wird. Empfänger von Verfahrenskostenhilfe müssen erst einmal nichts bezahlen. Bei dieser Hilfeform handelt es sich jedoch um ein zinsloses Darlehen. Es muss also zurückgezahlt werden. Bevor es zu einem Verfahren kommt, kann dich das Amtsgericht kostenlos in Einzelfragen beraten. Familien-Rechtsschutz-Versicherungen übernehmen oft nur die Kosten für die Erstberatung beim Anwalt.

Wie verhindere ich, dass der Vater/die Mutter das Kind sieht?

Wenn du begründen kannst, dass dein Kind beim anderen Elternteil in Gefahr ist, kannst du ein Eilverfahren beim zuständigen Familiengericht beantragen. Dafür muss es aber triftige Gründe wie körperlichen oder seelischen Missbrauch, eine Sucht oder Ähnliches geben. Eine bloße persönliche Abneigung reicht nicht aus und ist auch nicht im Sinne deines Kindes.

Kann ich mit dem Kind wegziehen?

Ja. Wo das Kind lebt entscheidet derjenige, die/der das Aufenthaltsbestimmungsrecht inne hat. Dies ist Teil des Sorgerechts, kann aber bei Kindesentzug abgekoppelt werden. Teilt ihr euch das Sorgerecht, ist es nicht ganz so einfach. Dann müsst ihr zusammen entscheiden oder vor Gericht gehen. So oder so, auch nach dem Umzug muss es dem anderen Elternteil möglich sein, das Kind zu besuchen oder regelmäßig zu sich zu holen. Wenn das finanziell unzumutbar wird, kann es sein, dass du dich beteiligen musst.

Was muss ich mitgeben?

Im Prinzip nichts. Ob das aber tatsächlich so ist, hängt natürlich davon ab, wie es deinem Kind geht. Wenn du denkst, es bekommt nicht genug zu essen, kannst du Lebensmittel mitgeben. Auch Wechselkleidung kann sinnvoll sein. Ist euer Kind noch ein Baby, weißt du ohnehin, was nötig ist. Auf jeden Fall solltest du es positiv auf den Besuch einstimmen. Das gehört zu deinen Pflichten.

Was wenn das Kind nicht will?

Das Umgangsrecht darf nicht gegen den Willen des Kindes durchgesetzt werden, denn der steht immer im Vordergrund. Dabei ist es leider weniger wichtig, ob das Kind dahingehend manipuliert wurde. Das ist nicht unbedingt fair. Aber das Kind weiß ja nicht, warum es etwas nicht will, sondern nur, dass es so ist. Der Erziehungsberechtigte hat aber die Pflicht, positiv auf das Kind einzuwirken. Leider schwer nachzuweisen.

Was tun, wenn der/die andere vereinbarte Termine ständig ausfallen lässt?

Die Absage aus wichtigen Gründen ist nicht strafbar. Gut zu wissen: Eine kleine Erkältung des Kindes gehört normalerweise nicht dazu.

Wenn das Verhalten des Anderen jedoch System hat, hilft nur protokollieren und Beweise sammeln. Am besten auch Zeugen haben. Denn wer den Umgang aus nichtigen Gründen unterbindet, riskiert den Verlust des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Im seltenen Fällen kann sogar das Sorgerecht entzogen werden.

Dem Umgangsberechtigten kann wiederum das Umgangsrecht eingeschränkt oder entzogen werden, wenn er/sie ständig absagt. Oder er/sie bekommt einen Umgangshelfer zugeteilt und es findet nur noch betreuter Umgang statt.

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