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Nabelbruch bei Babys: Ursache & Behandlung

Ein Nabelbruch beim Baby: der Nabel steht raus, Bauchfell oder Darm drücken nach außen. OMG, ist das gefährlich? Keine Sorge, viele Babys sind davon betroffen. Meist macht er keine Probleme und verschwindet im Laufe der Zeit. Wie ein Nabelbruch entsteht und wie man ihn behandelt, erfährst du jetzt. Mit Bildergalerie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Nabelbruch beim Baby ist meist harmlos.
  • Eins von fünf Babys ist betroffen.
  • Frühchen und generell Mädchen trifft es häufiger.
  • Bis 1,5 Zentimeter Durchmesser gibt es selten Probleme.
  • Wenn der Nabelbruch nicht größer wird und auch sonst dein Kind nicht stört, erst mal nur beobachten.
  • Bei Vergrößerung, starken Schmerzen oder ausbleibender Besserung bitte zum Arzt.
  • 90 Prozent der Nabelbrüche verschwinden innerhalb von zwei Jahren.
  • Spätestens vor der Schule wird eine kleine OP (Routine) nötig, wenn er nicht weggeht.

Nabelbruch beim Baby: Was ist das und wie entsteht er?

Eine kleine Lücke in der Bauchwand gleich unter der Haut – das haben alle menschlichen Embryonen bis zur 9. Schwangerschaftswoche. Danach wächst der Spalt nach und nach zusammen. Eigentlich. Denn bei 10% der Kinder klappt das nicht ganz. Sie kommen mit vorgewölbtem Bauchnabel zur Welt. Bauchfell oder Darm drücken ihn nach außen. Ärzte sprechen dann von angeborenem beziehungsweise physiologischem Nabelbruch. Frühchen sind häufiger betroffen, Mädchen ebenfalls.

Aber selbst bei den Kindern, die mit normalem Nabel zur Welt kommen, kann sowas entstehen. Nämlich dann, wenn der Druck im Bauchraum durch viel Husten oder Schreien sehr groß wird. Bei schwachem Bindegewebe kann es passieren, dass sich der Nabelring -, die Stelle, an der die Nabelschnur saß, – nicht richtig schließt. Ein erworbener Nabelbruch also.

Alles in allem gar nicht selten. Denn eines von fünf Babys hat einen angeborenen oder erworbenen Nabelbruch.

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So erkennst du einen Nabelbruch bei deinem Baby

Ein deutlich nach außen gestülpter Nabel beim Baby ist immer ein Nabelbruch. Wenn die Ärztin darauf drückt, kann sie die Wölbung zurückschieben. Das tut in der Regel nicht weh. Das Gewebe fühlt sich weich an. Darunter ist eine kleine Lücke tastbar. Manchmal auch nur die. Ein kurzer Ultraschall hilft, die Größe richtig einzuschätzen.

Gut zu wissen: beim Pressen, Niesen oder Schreien tritt die Wölbung deutlicher hervor.

Misst der Bruch im Durchmesser weniger als 1,5 Zentimeter, gibt es selten Probleme. Wenn er sich bei deinem Baby jedoch vergrößert oder deinem Kind weh tut, geh bitte zum Arzt. Auch dann, wenn er im ersten Lebensjahr nicht kleiner wird oder ständig weit heraussteht.

In sehr seltenen Fällen können sich Darmschlingen in der Wölbung verklemmen. Das ist dann ein medizinischer Notfall, der lebensgefährlich sein kann. Wenn es deinem Baby gut geht, musst du dir keine Sorgen machen. Denn ein eingeklemmter Darm geht immer mit stärksten Schmerzen einher und das merkst du sofort.

Nabelbruch beim Baby: was tun?

Die meisten Nabelbrüche müssen gar nicht behandelt werden. Im Gegenteil. Nabelpflaster, die man früher empfahl, sind jetzt verpönt. Denn sie schwächen das Gewebe und begünstigen einen ausgewachsenen Leistenbruch.

In rund 90% der Fälle bildet sich ein normaler Nabelbruch bei Babys bis zum Ende des zweiten Lebensjahres von selbst zurück. Du kannst also ruhig abwarten. Nur große Nabelbrüche über 1,5 cm Durchmesser werden manchmal schon im ersten Lebensjahr operiert. Hab keine Angst, das ist ein ambulanter Routineeingriff, der sehr schnell geht. Der Nabel wird dabei erhalten und dein Kleines ist schnell wieder fit.

Bleibt ein Nabelbruch länger als zwei Jahre, sollte die OP spätestens vor der Schule nachgeholt werden. Warum? Weil jeder vierte nicht-behandelte Nabelbruch im Laufe des Lebens zu eingeklemmten Darmschlingen führen kann. Auch später noch ein lebensbedrohlicher Notfall!

Hast du noch eine Frage zum Nabelbruch beim Baby? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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