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3-Monats-Koliken

3-Monats-Koliken: Ursachen, Symptome & Tipps zur Behandlung

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

„3-Monats-Koliken“ – ein Sammelbegriff für heftiges, lang anhaltendes und scheinbar grundloses Schreien beim Baby. Das stundenlange Weinen laugt aus, nichts hilft. Aber: Was meist auf Bauchschmerzen und Blähungen geschoben wird, hat oft andere Gründe. Welche das sind und wie du dir und deinem Baby helfen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • 3-Monats-Koliken betreffen etwa 20 bis 30 Prozent der Babys.
  • Dauer: bis drei Monate, manchmal länger.
  • Blähungen und Bauchschmerzen sind oft gar nicht das Problem. In vielen Fällen ist eine Regulationsstörung der Auslöser.
  • Meist sind Anpassungsschwierigkeiten nach der Geburt schuld, die ihr mit ein paar Tricks in den Griff bekommen könnt.
  • Prüfe auch Unverträglichkeiten und das KiSS-Syndrom.

Was sind 3-Monats-Koliken?

3-Monats-Koliken werden meistens mit starken Blähungen und Bauchschmerzen in Verbindung gebracht. Die betroffenen Babys weinen viel und ausdauernd. Nichts scheint ihnen zu helfen. Aber: 3-Monats-Koliken werden häufig gar nicht durch Blähungen ausgelöst. Vielmehr sind Bauchweh und Blähungen bei 3-Monats-Koliken oft nur Folge des Schreiens – und nicht die Ursache. Lediglich 5 Prozent der häufig als Schreibabys bezeichneten Kinder, haben tatsächlich Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. In vielen Fällen handelt es sich um eine Regulationsstörung (dazu später mehr).

Daher ist der Begriff 3-Monats-Koliken eigentlich irreführend und inzwischen veraltet. Im Alltagsgebrauch ist er jedoch weiterhin geläufig.

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3-Monats-Koliken: Ab wann treten sie auf und wann sind sie vorbei?

Etwa 20 bis 30 Prozent der Babys leiden unter „Dreimonatskoliken“. Sie sind nicht nur für das Baby belastend: Viele Eltern fühlen sich vollkommen überfordert. Wer schon einmal stundenlanges Babygeschrei miterlebt hat, kann das wahrscheinlich gut nachvollziehen. Das Schreien:

  • beginnt meist um die zweite Lebenswoche,
  • erreicht mit 4 bis 6 Wochen die Hochphase
  • und lässt bei vielen Säuglingen nach drei bis vier Monaten deutlich nach.

Was hilft?

Das hängt davon ab, wodurch die 3-Monats-Koliken ausgelöst werden. Neben Blähungen und Bauchweh kommen für das exzessive Weinen von Schreibabys weitere Ursachen infrage. Lass uns nach der Ursache bei deinem Baby suchen, damit du weißt, wie du ihm helfen kannst. Geh am besten die folgende Liste der Reihe nach durch.

1. Sind Blähungen und Bauchschmerzen schuld?

Das Verdauungssystem ist in den ersten drei Lebensmonaten noch nicht ausgereift und muss sich erst entwickeln. Wenn dein Kind wirklich Blähungen und Bauchweh – also ausgewachsene 3-Monats-Koliken hat, erkennst du das recht einfach.

Klassische Symptome: Blähungen und Bauchschmerzen erkennen

  • Dein Baby hat einen verhärteten Bauch,
  • zieht krampfhaft die Beine an den Bauch
  • und versucht dabei zu pupsen,
  • aber es passiert nichts.

Hat die Nahrung der Mutter etwas damit zu tun? Eher selten. Kohl, Brokkoli und Hülsenfrüchte verursachen in den wenigsten Fällen Blähungen beim Baby. Hast du trotzdem den Verdacht? Dann kannst du es selbst überprüfen:

Verzichte ein paar Tage auf blähende Lebensmittel. Solltest du keine Veränderung feststellen, fällt es als Grund raus und du musst weiter nach dem Ausschlussprinzip vorgehen.

Wie trinkt dein Baby?

Blähungen beim Baby entstehen meist dadurch, dass es zu viel Luft beim Trinken schluckt. Das Problem dabei: überschüssige Luft kann nicht immer durch Aufstoßen (Bäuerchen) entweichen. Dann muss sie den langen Weg durch den Darm nehmen. Wenn sich die Pupse im Liegen verklemmen, tut das weh.

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Achte bei 3-Monats-Koliken auf den Stillvorgang:

  • Leg dein Baby so an, dass es möglichst wenig Luft mit der Milch aufnimmt. Wenn es ideal angelegt ist, sollte es gar keine Luft schlucken. Eine Stillberaterin kann dir helfen, die richtige Position zu finden. Denn es gibt viele Stillpositionen, die du ausprobieren kannst.
  • Füttern solltest du bei den ersten Hungerzeichen und nicht erst, wenn dein Baby so hungrig ist, dass es hektisch wird.
  • Wenn das nicht reicht, kannst du dein Kleines beim Trinken häufiger aufstoßen lassen und nicht nur am Ende.
  • Ist dein Milchspendereflex sehr stark? Dann streiche die Brust vorher etwas aus und/oder wähle eine nach hinten gelehnte Stillposition.

Wenn du deinem Baby ein Fläschchen gibst, lass es nach der Zubereitung noch ein paar Minuten stehen, sodass sich die Schaumblasen auflösen können, die beim Schütteln entstanden sind. Die sind nämlich nichts anderes als Luft, die dein Baby schluckt, wenn du es mit der Flasche fütterst. Alternative: Fläschchen im Kreis schwenken, statt wild drauflos zu mixen. Außerdem sollte das Loch des Saugers nicht zu groß sein, da sich dein Baby sonst schnell verschlucken kann.

Tipps: Schnelle Hilfe bei akuten Blähungen

Wenn dein Baby unter akuten Blähungen leidet, ist es wichtig, dass du schnell reagierst. Mit der nachfolgenden Checkliste hast du schnelle Hilfe an der Hand, die du ausprobieren kannst.

  • Wärmekissen: Erwärme ein Dinkel- oder Kirschkernkissen auf der Heizung oder im Ofen (nicht zu heiß!) und leg es vorsichtig auf den Bauch des Babys. Die Wärme sorgt für Entspannung.
  • Massage: Reibe das Bäuchlein mit Öl ein und führe eine entspannende Massage um den Bauchnabel herum im Uhrzeigersinn durch.
  • Pupsgymnastik: Wenn das Baby auf dem Wickelplatz liegt, die Beine anwinkeln und Füße aneinander legen, dann kreisende Bewegungen in Richtung Bauch, um Winde ablassen zu können.
  • Warmes Bad: Ein warmes Bad kann helfen, dass sich der Bauch entspannt.
  • Kümmelsud: Ein gutes Hausmittel gegen 3-Monats-Koliken ist Kümmelsud. Heißes Wasser wird über Kümmelsamen gegossen, der Sud zieht kurz und wird nach dem Abkühlen über den Löffel verabreicht. Auch Fenchelextrakt kann helfen. Alternative für Flaschenkinder: Fläschchen mit Fenchel-, Anis-, Kümmeltee anrühren. Kümmelzäpfchen helfen auch bei Verstopfung und Blähungen.
  • Fliegergriff: Der Fliegergriff sorgt mit etwas Druck dafür, dass sich die Winde im Bauch lösen.
  • Tragetuch: Einige Babys beruhigen und entspannen sich, wenn sie eng am Körper von Mama oder Papa im Tragetuch sind. Außerdem gehen Pupse so leichter ab, als im Liegen.
  • Probiotika: Als mittelfristige Lösung können spezielle Probiotika für Babys die Darmflora positiv beeinflussen. Lass dich am besten von einer Hebamme beraten.
  • Schaumlöser: Manche Mütter schwören auf Schaumlöser wie Velgastin. Sie sollen helfen, aufgestaute Gase im Magen-Darm-Trakt zu beseitigen. Die Wirksamkeit schaumlösender Medikamente ist aber nicht nachgewiesen.

2. Sind Laktoseintoleranz oder Kuhmilchunverträglichkeit der Grund?

Meinst du, die 3-Monats-Koliken könnten in eurem Fall mit der Milch zusammenhängen? Gut möglich. Dafür kann es zwei Gründe geben:

  1. Etwa 1 bis 3 Prozent der vollgestillten Kinder leiden unter einer Kuhmilchallergie. Verzichte, wenn du stillst, einfach für eine gute Woche auf alle Kuhmilchprodukte und schau, ob sich etwas verändert.
  2. Wenn es sich um eine Laktoseintoleranz handelt, müsstest du die Muttermilch abpumpen und ihr das Enzym Laktase zusetzen oder auf spezielle Fläschchennahrung umsteigen. Das kannst du dann jedoch mit einem Kinderarzt im Detail besprechen.
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Erhält dein Baby Muttermilchersatz und leidet unter einer Kuhmilchallergie oder einer Laktoseintoleranz, dann solltest du seine Nahrung umstellen. Es gibt Spezialnahrung, die in der Regel auf Sojaprotein basiert und gut verträglich ist. Gut zu wissen: Bei nachgewiesenem Bedarf zahlen die Krankenkassen. Zum Glück, denn sie ist teuer.

3. Hat dein Baby ein KiSS-Syndrom anstelle von 3-Monats-Koliken?

Mit dem KiSS-Syndrom ist eine Fehlstellung der Kopfgelenke gemeint, die dem Baby Schmerzen bereiten kann. Das tritt meist bei komplizierten oder sehr schnellen Geburten auf. Wurde dein Kind mit der Saugglocke oder Zange zur Welt geholt? War es ein ungeplanter Kaiserschnitt? Dann solltest du dich mit dem KiSS-Syndrom näher befassen.

Häufigste Symptome sind eine einseitige Haltung (wenn das Baby eine „Lieblingsseite“ hat) und wenn das Baby in Rückenlage wie ein „C“ liegt. Das KiSS-Syndrom ist therapierbar. Allerdings ist die Diagnose „KiSS-Syndrom“ bei einem Schreibaby umstritten.

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Aber auch andere Blockaden können schuld an den Schmerzen sein. Ein auf Kinder spezialisierter Osteopath kann solche Probleme erkennen und oft innerhalb weniger Sitzungen richten. Manche Krankenkassen übernehmen einen guten Teil davon. Aber auch sonst kann sich die Investition lohnen. Je früher du das Baby vorstellst, desto besser.

4. Die Regulationsstörung: Wenn nichts als Erklärung ausreicht …

Bei den meisten Babys sind 3-Monats-Koliken eine Anpassungsschwierigkeit, auch Regulationsstörung genannt, die sich verwächst.

Sie waren monatelang in einem abgedunkelten, gemütlichen Raum, haben so etwas wie Hunger oder Müdigkeit nicht gekannt und Geräusche „von außen“ nur sehr gedämpft wahrgenommen. Mit der Geburt hat sich für sie ALLES geändert: Überall gibt es unterschiedliche Geräusche, das Licht ist viel greller, Hunger verdirbt ihnen die Laune und kuschelig warm ist es auch nicht immer.

Das ist für viele Babys einfach zu viel auf einmal. Sie schreien ihren Missmut in die Welt hinaus. Durch diesen Stress können Verdauungsprobleme erst entstehen. Denn durch das vermehrte Schreien gelangt Luft in den kleinen Körper und verursacht einen quälenden Blähbauch. Die Luft im Bauch ist also die Folge des Schreiens, nicht die Ursache.

Eine solche Reizüberflutung erkennst du häufig durch lange Schreistunden am Abend. Viele solcher Babys finden schlecht in den Schlaf, obwohl sie eigentlich müde sind. Sie können sich nicht selbst beruhigen (regulieren), daher sprechen Mediziner auch von einer Regulationsstörung.

So hilfst du deinem Baby bei Anpassungsschwierigkeiten

Versuche den Mutterleib nachzuahmen und gib deinem Baby ein Stück Sicherheit und Geborgenheit zurück. Wenn du folgende Strategien miteinander kombinierst, wirst du sehen, dass dein Baby deutlich weniger und kürzer schreit und auch du viel entspannter wirst:

  • Baby tragen: Trage dein Baby in einem Tragetuch direkt am Körper. Egal, ob bei Mama oder Papa, der Körperkontakt ist wichtig. Das enge Umschließen durch das Tragetuch gibt deinem Baby Sicherheit. Achte darauf, dass der Kopf vom Tuch schön gehalten wird und es ruhig wenig Freiheiten hat, um sich in der Welt umzuschauen.
    In den ersten Wochen geht es noch gar nicht darum, die Welt zu erkunden, sondern mit ihr klarzukommen. Sicherheit und Geborgenheit sind hier wichtiger. Schirme dein Baby also mit dem Tuch ruhig von äußeren Einflüssen ab. Wenn es irgendwann mehr sehen und sich die Welt anschauen möchte, wirst du es schon bemerken und kannst die Trageweise verändern oder es mit einem Kinderwagen probieren.
  • Pucken: Beim Pucken geht es darum, das Baby möglichst eng und fest in ein Tuch zu wickeln. Achte darauf, dass sich die Arme nicht befreien können, ansonsten hat das Pucken keinen Effekt. Du kannst damit eine Begrenzung schaffen, die das Baby schon aus dem Mutterleib kennt. Lege es jedoch nicht ab, sondern nimm es auf den Arm!
    Zum Pucken kannst du ein einfaches Tuch verwenden. Es gibt auch spezielle Pucksäcke, die jedoch nicht nötig sind. Wichtig: Beim Pucken musst du einiges beachten. Lies daher auch unseren Artikel zum Baby Pucken.
  • Seiten- und Bauchlage: Einige Babys hassen die Rückenlage. Versuch es also mit der Bauch- oder Seitenlage. Die Bauchlage kannst du mit dem Fliegergriff umsetzen oder auch im Babybett. Eine ganze Zeit lang war die Bauchlage bei so jungen Babys sehr verschrien, gilt sie doch als Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod. Gegen die beobachtete Bauchlage spricht jedoch generell nichts.
    Nachts, wenn du selbst schläfst, lautet die Empfehlung allerdings nach wie vor, dass Babys auf dem Rücken schlafen sollten. Auch die Seitenlage wird nachts nicht empfohlen. Tagsüber spricht aber nichts dagegen, wenn du dabei bist. Die Seitenlage erreichst du mit einem zusammengerollten Handtuch, das du unter den Rücken deines Babys schiebst.
  • Weißes Rauschen: Beruhige dein Baby, indem du lange und ausdauernd ein Schhhhh-Geräusch machst. Also laut und lange. Du ahmst damit weißes Rauschen nach (wie bei einem Radio, wenn gerade kein Sender eingestellt ist). Auf Dauer wird das allerdings anstrengend – du kannst dir alternativ auch unsere MP3-Dateien kostenlos herunterladen und abspielen.
  • Schaukeln: Schaukle (Nicht schütteln!) dein Baby, wenn du es auf dem Arm hast. Viele Eltern berichten, dass ein Hoch-Runter-Schaukeln am effektivsten ist. Achte darauf, dass der Kopf gestützt ist und wippe auf und ab – jedoch nicht zu langsam, sondern eher, als würdest du zittern. Der Kopf des Babys sollte dabei ein wenig wackeln, als würdest du mit dem Auto über Kopfsteinpflaster fahren. Nochmal der Hinweis: Niemals das Kind schütteln, sondern nur leicht schaukeln.
    Eine Federwiege kann ebenfalls hilfreich sein. Die kannst du auch mieten, beispielsweise über Swing2sleep oder Wunderwiege!
  • Saugen: Lass dein Baby an deinem Finger oder einem Schnuller saugen, das beruhigt es ebenfalls. Wenn es den Schnuller noch nicht nimmt, dann übe: Sobald das Baby leicht daran saugt, ziehe etwas am Schnuller. Im Idealfall saugt das Baby dann stärker, um ihn im Mund zu behalten und lernt das Saugen.

Merke: Wenn du durch Wippen, Pucken oder Geräusche dein Baby beruhigen kannst, dann hat es keine Schmerzen. Schmerzschreie würden davon nicht aufhören.

Frühe Hilfe für Eltern: Schreiambulanzen, Familienhebamme und Co.

Wenn ein Baby sehr viel schreit, kann das für Eltern unheimlich belastend sein. Es ist wichtig, rechtzeitig für Hilfe und Entlastung zu sorgen. Wenn du merkst, dass dir alles zu viel wird, bitte jemanden aus der Familie oder aus deinem Freundeskreis um Unterstützung. Manchmal genügt eine kleine Auszeit, um zur Ruhe zu kommen.

Du kannst dich auch an eine Schreiambulanz wenden oder sogenannte Frühe Hilfen, also spezielle Hilfsangebote für Eltern, in Anspruch nehmen. Dazu gehören auch Familienhebammen und Familienpaten, die Familien bei besonderen Belastungen zur Seite stehen.

Wann du zum Arzt gehen solltest

Als kleine Faustregel, wann du bei 3-Monats-Koliken zum Kinderarzt gehen solltest, gilt: Wenn dein Kind…

  • drei Stunden pro Tag,
  • an drei Tagen pro Woche,
  • während einer Zeit von mindestens drei Wochen weint oder schreit,

könnte es sich um eine 3-Monats-Kolik, oder besser gesagt eine Regulationsstörung handeln. Mit einem Schreiprotokoll kannst du dir einen Überblick über die Schreiattacken verschaffen. Notiere dir ungefähr die Zeiten, zu denen dein Baby weint. Vielleicht kann eure Kinderärztin dadurch sogar Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen. Denn je nach Tageszeit, Häufigkeit et cetera lassen sich womöglich Auslöser erkennen oder ausschließen.

Die Kinderärztin wird dein Baby auch untersuchen, um andere Erkrankungen auszuschließen, die Schreiattacken auslösen könnten (etwa MittelohrentzündungBlasenentzündung, Verstopfung, Refluxkrankheit, Leistenbruch).

Fazit

Bei fast allen Babys, die an 3-Monats-Koliken leiden, trifft Punkt Nummer 4 zu. Daher ist der Begriff „3-Monats-Koliken“ irreführend. Es handelt sich vielmehr um eine Regulationsstörung. Dein Baby muss sich erst an die neuen Gegebenheiten anpassen. Manchen Säuglingen fällt das besonders schwer. Daher weinen sie übermäßig viel, manchmal für Stunden. Es ist trotzdem sinnvoll, auch die anderen Punkte zu prüfen, um die wahre Ursache herauszufinden und dem Baby wirklich zu helfen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauern die 3-Monats-Koliken?

Die 3-Monats-Koliken setzen nach wenigen Lebenswochen ein. Bei den meisten Babys klingen die Beschwerden nach drei Monaten deutlich ab. Viele Eltern berichten sogar davon, dass es ziemlich genau nach drei Monaten war. Bei anderen Babys dauert es vier Monate oder teilweise auch länger.

3-Monats-Koliken: Wann am schlimmsten?

Die Beschwerden erreichen oft im zweiten Lebensmonat ihren Höhepunkt. Meist klingen sie nach dem dritten Monat ab. Aber: Jedes Baby ist anders. Die Beschwerden können auch länger anhalten.

Darf ich Medikamente zur Beruhigung geben?

Auch wenn dein Leidensdruck wahrscheinlich sehr groß ist, solltest du auf Medikamente verzichten. Das viele Schreien deines Babys wird dich sicher stark belasten, aber dein Baby solltest du nie mit Medikamenten beruhigen. Damit schadest du deinem Baby wahrscheinlich nur.

Kann ich 3-Monats-Koliken vorbeugen?

Es gibt kein Patentrezept, mit dem du 3-Monats-Koliken vorbeugen kannst. Einige Tipps, wie du die Beschwerden lindern kannst, haben wir dir bereits gegeben. Folgende Maßnahmen haben sich bei einem Schreibaby besonders bewährt, um das Ausmaß der Beschwerden zu reduzieren:

  • Du stillst? Dann achte von Anfang an auf deine Ernährung. Meide blähende Lebensmittel, die Bauchweh verursachen.
  • Beim Füttern mit der Flasche solltest du Pre-Nahrung verwenden. Bei Folgemilch kann es zu einer Überfütterung kommen. Die Saugergröße des Fläschchens sollte dem Alter angepasst sein. Das Loch sollte nicht zu groß sein.
  • Achte auf das Bäuerchen nach den Mahlzeiten. Auch wenn es einmal länger dauert, sollte es nicht vergessen werden.
  • Wärme (etwa ein Kirschkernkissen oder ein warmes Bad) hilft deinem Baby, zu entspannen.
  • Sorge dafür, dass dein Kind möglichst viel Ruhe bekommt. Reduziere Reize, die dein Baby überfordern könnten, so gut es geht.
  • Führe geregelte Abläufe ein. Ein fester Tagesablauf gibt deinem Kind Sicherheit.

Probiere aus, was deinem Kind guttut. Wichtig ist, dass du für dein Baby da bist und es sich sicher und geborgen fühlt. Durch deine Nähe hilfst du deinem Kind am meisten!

Was ist deine Erfahrung mit den 3-Monats-Koliken? Schreib uns einen Kommentar!

Quellen

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