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Neugeborenenakne: Was du bei Babyakne tun kannst

Inhaltlich geprüft von Hebamme Christine Müller.

Neugeborenenakne sieht zwar nicht schön aus, ist aber ungefährlich. Und das Beste: die Babyakne verschwindet so schnell, wie sie kam. Warum dein Baby plötzlich Pickel hat und was du tun kannst, erfährst du jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eins von fünf Babys hat Neugeborenenakne. Jungs häufiger als Mädchen.
  • Sie tritt während der ersten Wachstumsschübe auf, meist zwischen dem 10. und 14. Lebenstag. Aber auch um die fünfte Lebenswoche.
  • Schuld ist die Hormonumstellung.
  • Gut zu wissen: meist verschwindet Babyakne nach ein paar Wochen, spätestens nach zwei bis drei Monaten
  • Nicht mit Säuglingsakne verwechseln! Die tritt später auf, juckt und kann sich entzünden.

Neugeborenenakne: was ist das?

Es ist soweit. Der Termin bei der Baby-Fotografin steht an. Aber Silvie ist nicht gerade euphorisch. Schließlich hat Klein-Joshua seit ein paar Tagen lauter Pickelchen im Gesicht. Neugeborenenakne sagt ihre Mutter. Na klasse! Das kann ja was werden! Zum Glück winkt die Expertin für süße Baby-Fotos schmunzelnd ab. Mit Photoshop hat sie noch jede Hautunreinheit schwuppdiwupp weggezaubert.

Eine Woche alt und gerade noch frisch und rosig. Am nächsten Tag plötzlich kleine Pickelchen auf der Nase! Nach und nach verteilen die sich über das kleine, süße Babygesicht. Manchmal auch immer weiter über den Körper. Etwa jedes fünfte Baby ist betroffen, Jungs besonders häufig. Die Pickel sehen wie rötliche Pusteln aus, mit einem kleinen gelben Punkt in der Mitte. Das ist Babyakne, auch Neugeborenenakne genannt. Mediziner sagen dazu „Acne neonatorum“.

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Wie entsteht Neugeborenenakne?

Liegt es an der Muttermilch? Oder an irgendetwas, das die Mama gegessen hat? Nö!

Schuld sind wie so oft die Hormone. Im Mutterbauch bekam dein Baby mit dem Blut eine ganze Menge weibliche Hormone frei Haus. Kurz nach der Geburt sind sie noch da. Danach beseitigt der Körper die überflüssigen Hormone. Ein kurzes Ungleichgewicht entsteht. Und darauf reagieren die Talgdrüsen. Sie produzieren zu viel Talg, sodass dieser nicht so leicht abfließen kann. Die Drüse verstopft und der Pickel ist da. Wie in der Pubertät also.

Am häufigsten tritt Babyakne ab dem 10. Lebenstag auf. Aber auch beim nächsten Wachstumsschub um die fünfte Lebenswoche blühen manche Babys förmlich auf. Mach dir keine Sorgen, auch das geht vorbei!

Übrigens: auch Kopfgneis (nicht Milchschorf!) zeigt, dass sich bei deinem Baby gerade die Hormone umstellen. Er muss in der Regel genauso wenig behandelt werden wie Neugeborenenakne.

Was tun bei Neugeborenenakne?

Du kannst und solltest bei Babyakne nicht viel tun. Bitte drück die Pickel nicht aus! Sonst kann sich die Haut entzünden und vernarben. Es reicht, wenn du dein Kleines mit warmem Wasser und einem sauberen, weichen Lappen wäschst. Danach trocken tupfen, nicht reiben! Desinfizieren lieber nicht. Baby-Cremes mit Calendula (Ringelblume) pflegen und heilen die zarte Haut. Auch Muttermilch oder Olivenöl kannst du ausprobieren. Aber weniger ist mehr. Zu viel Pflege macht es nämlich schlimmer.

Auf sehr fettreiche oder parfümierte Salben verzichtest du besser. Sie verstopfen und reizen die Talgdrüsen noch zusätzlich. Das Resultat: mehr Babyakne! Dass Puder oder Make-up tabu sind, versteht sich von selbst. Ebenso irgendwelche frei-verkäuflichen Mittelchen oder Alkohol aus der Apotheke.

Wann geht Babyakne wieder weg?

Es ist so wie mit vielen Dingen bei unseren Babys: Wie lange die Neugeborenenakne bleibt, ist von Kind zu Kind verschieden. Manche haben sie nur während des Wachstumsschubes, andere bis zu drei Monate lang. Und wieder andere bleiben verschont. Wenn dein Baby betroffen ist oder war, heißt das übrigens nicht, dass es auch in der Pubertät Akne bekommen wird.

Neugeborenenakne nicht mit Säuglingsakne verwechseln

Wenn die Neugeborenenakne auch im dritten Monat nicht weg ist oder neu auftritt, handelt es sich vielleicht um Säuglingsakne (Atopie). Klingt gleich, ist es aber nicht. Denn Säuglingsakne juckt und kann ziemlich hartnäckig sein. Sie neigt dazu, sich zu entzünden und bildet manchmal Narben.

Entzündungshemmende Mittelchen verbessern die Symptome. Aber nur ein Arzt kann eine sichere Diagnose stellen. Denkst du es könnte Säuglingsakne sein? Dann stell dein Kind am besten in der Kinderarztpraxis vor. Sag dazu, falls es in eurer Familie schwere Fälle von Akne gab. Und auch, wenn du Medikamente nimmst, die die Haut deines Baby beeinflussen könnten.

Hast du noch eine Frage zu Neugeborenenakne bzw. Babyakne? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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