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Ab wann drehen sich Babys?

Immer herumliegen? Irgendwann wird das auch dem entspanntesten Baby zu doof. Aber wann ist es soweit? Wann drehen sich Babys? Und darf ich mein Kind dabei unterstützen? Dieser Artikel beantwortet deine Fragen.

Wann können sich Babys drehen?

Toni ist 2 Monate alt, ein gut gelauntes Baby und Strampelweltmeister. Dazu wedelt er mit den Armen, als wolle er abheben. Am liebsten auf dem Wickeltisch, denn da ist es warm und gemütlich, vor allem mit Papa. Der nimmt sich immer richtig viel Zeit. So auch heute: Tonis Windel ist übergelaufen und das Kind von den Resten zu befreien, dauert eben. Nur noch ein neuer Body, dann ist es geschafft. Papa Georg dreht sich fix zum Schrank und kramt nach seinem Lieblingsteil. Ein leises Rumsen und ein Quieken. Georg sieht erschreckt auf und kann Toni gerade noch festhalten. Denn der hängt Kopf voran auf dem Rand.

Eine Ausnahme? Nein, leider nicht. Schwere Stürze in diesem Alter passieren meist, wenn sich das Baby beim Windelwechsel plötzlich dreht. Aber so früh? Bewusstes Drehen hat mit plötzlichem Drehen nicht viel zu tun. Das kann schon mit 2 Monaten vorkommen und zwar ohne jede Vorwarnung.

Mit dem echten Drehen lernen sieht es etwas anders aus. Hier kommen die Zahlen:

  • Die meisten Babys drehen sich zwischen 5 und 7 Monaten das erste Mal – die Hälfte mit 6 Monaten.
  • Frühstarter schaffen es manchmal schon mit 3 Monaten.
  • Gemütliche Kinder lassen sich mitunter mehr Zeit.
  • Manche Babys drehen sich gar nicht, sondern fangen gleich an zu krabbeln.

Bauch oder Rücken – was kommt zuerst?

Weder Experten noch Eltern sind sich einig, was denn nun zuerst kommt: vom Bauch auf den Rücken oder andersherum? Wahrscheinlich ist das Verhältnis ziemlich ausgeglichen. Statistiken kennen wir dazu bisher nicht.

Damit sich dein Baby vom Rücken auf den Bauch drehen kann, muss es ein Bein weit über das andere ziehen. Dann kippt das Becken und mit etwas Glück zieht der schwere Kopf den Rest des Körpers mit. Jetzt muss es nur noch sein Ärmchen befreien, wenn das festklemmt.

Andersherum muss es sich erst hoch stützen und dann einen Arm gezielt nach vorn bewegen, damit der nicht bremst. Dann muss es den Kopf genau über diese Seite kippen lassen. Wenn das klappt, liegt es auf der Seite. Jetzt muss es nur noch das Becken kippen, damit die Drehung komplett ist.

So oder so – gar nicht so einfach!

So kannst du dein Baby beim Drehen unterstützen

Wann Drehen als Baustein eines Entwicklungssprungs bei deinem Baby vorgesehen ist, kann keiner genau sagen. Doch weit bevor es soweit ist, kannst du deinem Baby helfen. Lass es einfach viel strampeln und leg es so oft es geht auf den Bauch, wenn du dabei bist. Beides trainiert seine Muskeln. Und die braucht es, um sich bewusst zu drehen. Hast du das Gefühl, dass nicht mehr viel fehlt? Dann schau dir dieses Video an. Die Physiotherapeutin erklärt sehr gut, wie du deinem Kleinen beim Drehen helfen kannst.

Hat dein Baby ein Lieblingsspielzeug? Sei ruhig ab und zu gemein und leg es bewusst so ab, dass dein Baby nicht ganz heran kommt – etwa in Höhe der Körpermitte. Mach es darauf aufmerksam. Manchmal reichen solche Impulse schon aus, damit Kinder den inneren Antrieb wiederfinden.

Mein Baby hat eine Lieblingsseite – ist das schlimm?

Wenn dein Kleines immer auf einer Seite liegt und auch den Kopf nur in eine Richtung wendet, stell es ruhig in einer Osteopathiepraxis für Kinder vor. Vielleicht sind Wirbelblockaden schuld. Wenn nicht, musst du dir keine Sorgen machen. Ob ein Kind Rechts- oder Linkshänder wird, zeigt sich oft schon früh. Du kannst dein Baby aber gezielt locken, damit es auch die Muskeln auf der ungeliebten Seite trainiert.

Wenn dein Baby sich einfach nicht dreht

Jedes Baby hat seine eigene Geschwindigkeit, wie es sich entwickelt. Und die kann in verschiedenen Bereichen ganz unterschiedlich sein. Es gibt Kinder, die sind grobmotorisch super fit, brauchen aber bei der Feinarbeit länger. Andere hören, gucken oder brabbeln lieber, als dass sie sich bewegen. Wenn dein Kind eher gemütlich erscheint, braucht es wahrscheinlich einfach länger. Körpergewicht kann hier eine Rolle spielen. Kleine Wonneproppen haben es mitunter nicht so leicht wie schlanke Babys. Wenn du das vermutest, sprich es ruhig bei der nächsten U-Untersuchung an. Vielleicht kann man deinen Schatz mit Physiotherapie unterstützen.

Wenn sich dein Kleines zwar nicht dreht, jedoch andere Dinge wie Robben oder gar Krabbeln spannend findet – was soll’s? So wichtig ist Rollen nun auch wieder nicht.

Hast du noch Fragen zum Thema „Ab wann drehen sich Babys“? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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