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Babys 22. Woche: So entwickelt sich dein Baby

Inhaltlich geprüft von Hebamme Christine Müller.

Wenn dein Baby 22 Wochen alt ist, habt ihr offiziell die 5 Monate geknackt. Viele Babys werden nun langsam mobil, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Was du und dein 22 Wochen altes Baby jetzt erleben können, erfährst du in diesem Artikel. Dazu gibt es Tipps rund um Hochstuhl und Babygeschirr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele (aber nicht alle) Babys wollen jetzt schon irgendwie vorwärtskommen.
  • Nicht alle schaffen das zu diesem Zeitpunkt schon. Manche Kinder haben noch andere Interessen.
  • Nackt sein verbessert die Körperwahrnehmung.
  • Unterstützen ist erlaubt, aber in Maßen.
  • Spezielle Mamakurse machen dich fit mit Baby.
  • Kauf-Tipp: ein mitwachsender Hochstuhl!
  • Wichtige Termine: U5 Termin machen!

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 22. Woche

Auch in der 22. Woche dreht sich bei den meisten Babys alles um Mobilität. Irgendwie muss man doch vorwärtskommen können, aber nur wie? Manche Babys wurschteln jetzt so lange, bis sie sich irgendwie zum Objekt der Begierde hinbewegt haben. Ob Liegestütze, Rotieren im Kreis, Rollen oder Trockenschwimmübungen, alles ist erlaubt.

Einige Babys entwickeln einen ziemlichen Ehrgeiz, bis sie endlich geschafft haben, was sie sich vorgenommen haben. Andere geben schneller auf. Und auch das ist wie so vieles Veranlagung. Kinder, die motorisch etwas länger brauchen, liegen dafür lieber auf einer Decke oder in Mamas Arm und erkunden ihre Welt mit den Augen, Ohren, Händchen und Füßchen. Viele von ihnen plappern, was das Zeug hält. Also jedem seins.

Dreht sich dein Kleines schon von selbst auf den Rücken und wieder auf den Bauch? Wenn nicht, mach dir keine Sorgen. Irgendwann macht es plötzlich „klick“ und es klappt wie von selbst. Ein wenig kannst du unterstützen, aber besser für das Erfolgsgefühl ist, wenn du nicht jedes Mal assistierst.

Wenn dein Kind jedoch so gar keine Anstalten macht, sich großartig bewegen zu wollen und auch sein Köpfchen noch nicht lange halten kann, sprich am besten mit deinem Arzt darüber. Denn je früher zum Beispiel eine verringerte Muskelspannung erkannt wird, desto mehr lässt sich mithilfe eines Therapeuten erreichen.

Ohne Kleidung geht es besser

Die meisten Babys finden es ganz wundervoll, wenn sie sich ab und zu ganz ohne Kleidung oder zumindest nur in Windel bewegen dürfen. Wenn eure Wohnung warm genug ist, probier es doch einfach mal aus. In PEKiP-Kursen werden die Räume extra so vorgewärmt, dass du keine Angst haben musst, dass sich dein Baby erkältet. Auch Babyschwimmen könnte jetzt eine gute Idee sein. Das warme Wasser fördert die Körperwahrnehmung und regt zu wilden Strampeleinheiten an, während die Augen aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen.

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 22

22 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht4,8 bis 10 kg5,3 bis 10,4 kg
Länge57,4 bis 70,7 cm59,6 bis 72,2 cm
Kleidergrößen62, 68, 7462, 68, 74
Mützengrößen42/44, 46/4842/44, 46/48
g pro Woche+ 70 bis 140 g+ 70 bis 140 g
cm pro Monat+ 2 cm+ 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung, solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Fit mit Baby? Das geht!

Zwischen Windelbergen, durchwachten Nächten, Stillen oder dem ersten Brei vergisst so manche Mama schon mal auf sich selbst aufzupassen. Du merkst das daran, wenn du für den Ausflug an alles für dein Kleines gedacht hast, aber nicht zu essen oder zu trinken für dich selbst dabei hast. Das ist nicht gut. Schließlich braucht dein Schatz eine fitte Mami, die nicht jeder Infekt gleich umpusten kann. Neben bewusster Ernährung ist Sport immer noch die beste Medizin. Zum einen, weil er gesund hält, und zum anderen, weil du dabei richtig schön runterkommen kannst.

Du hast aber keine Zeit fürs Fitnessstudio und keinen Platz oder keinen Antrieb für Turneinheiten vor dem Fernseher? Dann empfehlen wir Sport mit Baby. Wie das gehen soll? In vielen Orten Deutschlands gibt es Initiativen, die Sportreffs speziell für Mamas anbieten. laufmamalauf bietet deutschlandweit Zirkeltraining-Einheiten mit Kinderwagen und vieles mehr mit Gute-Laune-Garantie an. Bestimmt ist auch was für dich dabei. Positiver Nebeneffekt: du lernst automatisch andere nette Mamas in deiner Nähe kennen. Unheimlich wertvoll, wenn bald die ersten Spielplatzdates anstehen.

Sonnenschutz fürs Baby nicht vergessen

Sicher hast du dich auch gefragt, wie sehr du dein Baby vor der Sonne schützen musst, wenn ihr euch draußen aufhaltet? Im ersten Jahr sind die Empfehlungen der Ärzte tatsächlich sehr strikt. Weil Babyhaut besonders dünn und empfindlich ist, sollte sie in den ersten 12 Monaten keine pralle Sonne abbekommen, auch nicht jetzt im Frühling. Tatsächlich brennt die Sonne jetzt schon besonders stark.

Wenn du also durch den Park joggst oder turnst, brauchst du so etwas wie ein Sonnensegel oder eine Mullwindel, die dein Kind vor der Sonne schützt. Ein Sonnenhütchen und lange, luftige Babykleidung sind im warmen Sommer die beste Wahl.

Sonnencreme solltest du in dem Alter eigentlich noch gar nicht verwenden. Wenn es mal gar nicht anders geht, nimm unbedingt 50er und achte darauf, dass sie keine hormonell wirksamen oder andere bedenkliche Stoffe enthält. Die perfekte Sonnencreme existiert übrigens nicht, aber es gibt dennoch riesengroße Unterschiede, wie Ökotest im Jahr 2017 gezeigt hat.

Besser jedoch ist, wenn ihr euch im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr im Vollschatten aufhaltet und du dein Kind ansonsten mit Kleidung schützt.

Kauf-Tipp: der richtige Hochstuhl

Wahrscheinlich kann dein Kind noch nicht frei sitzen. Aber sobald es das kann, ist ein Hochstuhl eine wunderbare Sache, damit das Baby mit am Familientisch sein kann und du die Hände frei hast.

Nun gibt es ja etliche Modelle auf dem Markt. Von extrem teuer bis sehr günstig ist so ziemlich alles dabei. Aber welcher Hochstuhl ist wirklich empfehlenswert? Wir halten ja sehr viel von mitwachsenden Stühlen aus Holz, aber selbst da gibt es Qualitätsunterschiede. Einen entsprechenden Test hat Ökotest 2018 veröffentlicht. Kippsicher waren darin alle getesteten Stühle. Aber in der Anwendung und auch bei den freiwerdenden Inhaltsstoffen gab es Unterschiede.

Sehr zu empfehlen sind die mitwachsenden Hochstühle Stokke Tripp Trapp und Hauck Alpha Plus. Stokke ist die eher hochpreisige Variante und Hauck die eher Günstige. Der Ikea Antilop ist ein Klassiker, der sich für allem als Zweit- und Reisestuhl eignet.

Noch ein Wort zu Babygeschirr

Wenn du schon mit Beikost gestartet hast oder kurz davor stehst, bist du bestimmt schon dabei, dich mit Babygeschirr einzudecken. Da gibt es ja auch die hübschesten Sets aus Melamin-Kunstharz oder Bambus.

Leider hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass diese wunderbar haltbaren Materialien überhaupt nicht für warme Nahrung über 70 Grad geeignet sind. Denn wenn das Geschirr mit heißen Speisen in Kontakt kommt oder sogar selbst in der Mikrowelle erwärmt wird, werden Melamin und Formaldehyd in rauen Mengen frei. Und beides ist schädlich für dein Baby.

Plastikgeschirr, dass nicht aus Polypropylen (PP) ist, gibt zwar kein Formaldehyd ab, dafür aber andere Stoffe. Was also tun?

Am besten füllst du Babyspeisen erst in das Geschirr, wenn sie genug abgekühlt sind oder du greifst beim Kauf gleich zu Porzellan (kann natürlich kaputtgehen) oder Geschirr aus unbehandeltem, unverleimtem Holz wie zum Beispiel dieser Schale. Die kann zwar nicht in den Geschirrspüler, lässt sich aber trotzdem leicht reinigen – wenn es nötig ist, auch mit kochendem Wasser.

Termine in Babys 22. Woche: U5 steht bald an!

Es ist schon wieder so weit. Bald steht die nächste U-Untersuchung an. In deinem Kinderuntersuchungsheft ist dafür ein Zeitraum angegeben. Und weil zeitlich gut gelegene Termine rar sind, ruf am besten gleich beim Kinderarzt an.

Bei der U5 wird deine Kinderärztin dein Kind wieder auf Herz und Nieren prüfen. Vor allem Beweglichkeit und Körperbeherrschung stehen jetzt im Fokus. Aber auch Hör- und Sehvermögen werden getestet. Beim sogenannten Schieltest findet die Ärztin mithilfe eines Augenspiegels heraus, ob ein Baby schielt, ohne dass du es gemerkt hast. Das ist wichtig, um rechtzeitig eingreifen zu können, bevor der Sehfehler dein Kind behindert, weil es zum Beispiel nicht dreidimensional sehen kann.

Jetzt wieder besonders wichtig: schreib dir alle Fragen auf, sobald sie dir einfallen. Denn wenn du erst einmal im Behandlungszimmer bist, ist dein Kopf wahrscheinlich wie leer gefegt.

Hast du noch Fragen zu Woche 22 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Quellen

So entwickelt sich dein Baby - der Babelli Newsletter!

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