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Babys 46. Woche: So entwickelt sich dein Baby

46 Wochen und so schlau. Dein Baby durchschaut schon eine ganze Menge. Und es will viel alleine machen. Alleine eincremen, alleine essen, alleine Chaos veranstalten – dumm nur, dass ihr als Eltern manchmal andere Pläne habt. Was der 46-Wochen-Sprung Kurioses mit sich bringt, verraten wir jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Den 46-Wochen-Sprung habt ihr fast geschafft.
  • Diesmal geht es um Reihenfolgen.
  • Eltern imitieren hilft Babys dabei, Abfolgen zu lernen.
  • Babys entdecken ihren eigenen Willen.
  • Einfache Sprache hilft beim Sprechen lernen.

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 46. Woche

Schub, schub, schubidu – wahrscheinlich wird dir die 46. Lebenswoche deines Babys nicht als Lieblingswoche in Erinnerung bleiben. Aber: Mit etwas Glück habt ihr den Höhepunkt der schwersten Sprungzeit überschritten. Und spätestens in ein paar Wochen ist alles wieder gut. Oder früher, wer weiß. Also durchatmen, Lächeln festtackern und weitermachen.

Bei aller Nörgelei gibt es bestimmt auch gute Tage oder zumindest Stunden. Nämlich dann, wenn dein Kleines voller Erstaunen Neues an sich entdeckt. Etwas, das es plötzlich kann. Noch besser, wenn du da bist, um sein Können zu bewundern. Was da durchblitzt, ist bei jedem Kind anders. Bestimmte Anlagen sind jetzt da. Aber es kann noch Monate dauern, bis dein Baby sie benutzt, ganz nach Charakter und Vorlieben eben. Da sind die Kleinen nicht anders als wir Großen.

„Ich bin ein Aal, heb mich nicht auf!“

Dieser Sprung hat es in sich. Denn Babys entdecken nicht nur ganz neue Seiten an der Welt, sondern immer öfter ihren eigenen Willen. Meist weil sie etwas unbedingt wollen: die Steckdose untersuchen – genau jetzt! Und anderes nicht wollen: weggenommen werden – voll blöd! Wenn du dein Baby jetzt unter den Achseln hochheben willst, kann es eine neue Strategie ausprobieren:

1. Ärmchen hochstrecken 2. Körper überstrecken 3. Aus dem Griff herauswinden. Wenn du nicht damit rechnest, flutscht das bockende Würmchen wie ein Aal aus deinen Händen und manchmal auch aus den Klamotten. Also aufgepasst und gleich im Fliegergriff zupacken. Denn gewähren lassen ist nicht angesagt, wenn es sonst gefährlich wird. Ein deutliches, ruhiges Nein und sofortiges Handeln sind wichtig, damit dein Baby nach und nach lernt, was es nicht darf. Und nicht vergessen, eine Alternative anzubieten…

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 46

46 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht5,9 bis 12,4 kg6,6 bis 12,7 kg
Kleidergrößen68, 74, 8068, 74, 80, 86
Mützengrößen46/48, 50/5246/48, 50/52
g pro Woche+ 40 bis 110 g+ 40 bis 110 g
cm pro Monat+ 1 bis 2 cm+ 1 bis 2 cm
Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die die Flasche bekamen. Immer mehr Frauen stillen aber. Und gerade Stillkinder nehmen zu Anfang meist schneller zu.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist, als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung solange dein Kind ungefähr auf seiner Kurve bleibt.

Was sich mit dem 46-Wochen-Sprung verändert

Die „Welt der Reihenfolgen“, so heißt der jetzige Sprung laut van de Rijt und Plooij. Dass auf A oft B folgt, weiß dein Kleines schon eine ganze Weile. Jetzt wird ihm klar, dass es mehrere Dinge in einer bestimmten Reihenfolge tun muss, um sein Ziel zu erreichen. Aber lies selbst:

Essen und Trinken

Reihenfolgen spielen bei der Nahrungsaufnahme und selbst beim Stillen eine Rolle. Den Löffel nehmen, in den Brei stecken und zum Mund führen sind drei Schritte, die nacheinander stattfinden. Ebenso das Tasse greifen, zum Mund führen, kippen und trinken. Viele Babys verstehen das nun und wollen es gleich üben.

Dass die ersten Versuche in einer Schmadderei enden, ist klar. Denn Babys Ziel ist es nicht, möglichst ordentlich zu essen, sondern auszuprobieren was geht. Unser Tipp: Zeitungspapier oder Wachstuch unter den Hochstuhl, grooooßes Lätzchen mit Ärmeln oder T-Shirt ans Kind und im Sommer gleich nackig. Dann ist alles halb so wild.

Beim Stillen kann es jetzt passieren, dass sich dein Baby am Ablauf ergötzt, statt zu trinken. Also Brust greifen, andocken, saugen, loslassen. Auch eine Reihenfolge.

Motorik

Motorisch tut sich was. Selbst bei den Kindern, die bisher kaum an Fortbewegung interessiert schienen. Was ist es bei deinem Baby? Wenn es schon krabbelt, entdeckt es jetzt vielleicht neue Techniken, wie Treppenstufen rückwärts herunterzugleiten. Hat es bisher nicht sitzen können, wirst du dort Fortschritte sehen. Oder es zieht sich an Stühlen hoch und hangelt sich an der Sitzfläche entlang. Manche Baby versuchen jetzt einen Purzelbaum. Was immer es ist, Bewegungsabläufe sind eben auch feste Reihenfolgen.

Dein Baby beobachtet nun ganz genau, wie du Dinge tust. Es versucht dich nachzuahmen. Fun Fact: Selbst, wenn du sinnlose Handlungen einstreust, übernimmt es diese in den Ablauf. Nehmen wir das Haare kämmen. Bürste in die Hand, über den Kopf kämmen, dreimal auf den Waschtisch klopfen und ablegen. Dein Baby wird es dir nachtun, das Arme. Logisch denken kann es erst in ein paar Jahren. Jetzt ist Imitieren dran.

Gefühle

Dein Baby nimmt sich viel vor. Wenn etwas klappt, platzt es vor Stolz. Wenn nicht, ist es gefrustet. Verständlich oder? Noch schlimmer aber, wenn du es daran hindern möchtest, etwas zu tun, was es sich so toll vorgestellt hatte. Wie in dem Beispiel mit der Steckdose oben. Der eigene Wille kann für Eltern nervig sein, ist jedoch ein Riesenschritt in die richtige Richtung. Ob dein Kleines schnell aufgibt, ist Typsache. Ob es richtige Wutanfälle hat oder nur nörgelt, ebenso.

Auch Ängste können vorkommen. Meist erscheinen sie uns irrational. Für das Baby sind sie aber real. Am besten hilft auch hier: trösten, ablenken und immer wieder ermutigen.

Sprache

Manche Babys bringen bis zu fünf halbwegs verständliche Wörter hervor – oft die verkürzte Version des echten Wortes, die nur die Eltern verstehen. So heißt die Banane bei jedem Baby anders. Und wehe, du errätst nicht, was es gerade meint. Dann ist es ehrlich verzweifelt. Kleiner Tipp: Korrigiere ruhig, aber immer positiv. Statt zu sagen „Nein, es heißt Banane!“, bestätige mit „Richtig, Banane!“, wenn es „Nane“ gesagt hat. Nicke dabei und lächle. So bleibt dein Baby motiviert. Wusstest du, dass babygerechte Sprache – klar, überbetont und langsam – beim Sprechen lernen hilft?

Hast du noch Fragen zu Woche 46 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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