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Baby 39 Wochen alt

Babys 39. Woche: So entwickelt sich dein Baby

Inhaltlich geprüft von Hebamme Christine Müller.

In Woche 39 vollendet dein Baby seinen 9. Monat. So groß und noch so klein. Von Tag zu Tag wird es selbständiger, auch wenn es dabei in deiner Nähe sein möchte. Was diese Woche bringt und welche Eigenschaften du jetzt beobachten kannst, erfährst du jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Babys sind jetzt große Entdecker und Welteroberer.
  • Mund und Hand sind immer noch die wichtigsten Werkzeuge in der 39. Woche.
  • Möglicherweise klammert und fremdelt dein Baby dabei noch ziemlich. Aber nicht alle Babys machen das gleich stark.
  • Gespiegelte Gefühle: Wenn ein Kind weint, leidet deins nun mit.
  • Langsam zeigt sich, ob dein Baby Links- oder Rechtshänder ist.

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 39. Woche

Die Welt entdecken, das kann dein Baby jetzt. Zumindest theoretisch. Denn gleichzeitig will es eben auch nicht weit weg von Mama oder Papa sein. Immerhin weiß es jetzt, was Entfernung bedeutet und dass es noch nicht – oder nicht so schnell – hinterher kann. Ein ganz schönes Dilemma.

Eines lieben die meisten Babys jetzt: Bilderbücher. Am liebsten mit Tieren drin. Denn das Coole an Tieren ist, dass sie in jedem Buch anders aussehen und sich trotzdem ähneln. Es ist schon eine ganz schöne Leistung, einen Hund bei den ganzen verschiedenen Zeichenstilen immer wieder als Hund zu erkennen. Wenn ihr dann noch draußen einen entdeckt, ist die Freude bei deinem Schatz bestimmt groß. Live und in Farbe ist eben doch noch mal was anderes. Deshalb sind Besuche im Streichelzoo oder auf einem Bauernhof gerade eine ziemlich gute Idee. Auch in den großen Städten gibt es sowas, du musst nur mal danach suchen.

Die allermeisten Babys essen nun schon ihre zwei bis drei Breimahlzeiten. Oder eben stückig gegartes Gemüse und Fleisch/Fisch wie beim Baby Led Weaning. Deins auch? Beim letzten Sprung vor 2 Wochen war es vielleicht etwas schwieriger. Aber sobald der geschafft ist, hauen die Kleinen wieder mehr rein. Es muss ja einiges aufgeholt werden.

Ausnahmen gibt es übrigens immer. Vor allem Stillkinder sind gern mal etwas mäkeliger. Deins auch? Na ja, es wird sich alles finden und hat meist seine Gründe. Vielleicht ist seine Verdauung einfach noch nicht so weit. Achte dennoch ein wenig darauf, was dein Kind regelmäßig verschmäht. Denn manchmal ist die Nahrungsverweigerung eben doch ein Zeichen von Eisenmangel. In Woche 29 hatten wir ausführlicher darüber berichtet. Auch Unverträglichkeiten zeigen sich jetzt deutlich. Manchmal verrät nur ein Ausschlag, dass irgendetwas nicht so läuft, wie es sollte. Falls du einen Zusammenhang erkennst, lass das Lebensmittel lieber weg und sprich mit der Kinderärztin darüber.

„Mama, ich will auch haben, was du hast!“

Kennst du das? Du willst deine Haare bürsten und dein Baby verrenkt sich nach der Bürste. Beim Kochen will es unbedingt den Kochlöffel haben, mit dem du gerade die Suppe umrührst. Auch das blinkende Messer wird auf einmal viel zu interessant. Gut, dass die Schublade dafür so weit oben ist.

Aber auch der Stecker vom Ladegerät, den du immer unten eingesteckt hast, kann jetzt zum Objekt der Begierde werden. Also Vorsicht! Und natürlich das Handy oder die Fernbedienung. Überhaupt ist auf einmal genau das in Mode, was du gerade in den Fingern hast. Kannst du es deinem Kind verdenken? Immerhin hat es sich ja das Ziel gesetzt, genauso schlau und groß zu werden wie du. Und früh übt sich, oder nicht?

Mit Mund und Hand und auch ein wenig mit den Augen untersucht dein Baby jetzt alles ganz genau. Du willst nicht alles dem unvermeidlichen Baby-Sabberangriff überlassen? Dann schau doch mal, ob du etwas Ähnliches zum Spielen abstellen kannst. Irgendwas ohne giftige Stoffe oder Batterien drin, versteht sich. Am besten eignen sich Holzbürsten mit Naturborsten, Küchenutensilien aus Edelstahl oder Holz und Tupperdosen. Einige Eltern geben ihrem Kind auch eine ausrangierte Fernbedienung oder ein altes Handy zum Ablutschen. Ob du das trotz der Schadstoffe willst, musst du selbst entscheiden. Alternativ gibt es Attrappen für Kleinkinder aus sichereren Materialien.

Vorsicht übrigens bei Taschentücher-Verpackungen: Erstens sind im Plastik jede Menge lösliche Weichmacher. Und zweitens kann dein Kleines an dem Klebestreifen ersticken.

Weint dein Baby mit?

Erster Tag in der Krabbelgruppe. Leon fängt an zu weinen, weil er umgekippt ist. Laura hört ihn schreien und beginnt ebenfalls herzzerreißend zu schluchzen. Dabei ist ihr doch gar nichts passiert. Und sie kennt Leon auch noch nicht lange. Warum ist das also so?

Mit etwa 9 Monaten können die meisten Babys ihre eigenen Gefühle nicht von den der anderen trennen. Und so kann es passieren, dass sie sich plötzlich genauso miserabel fühlen, wie das weinende Kind daneben. Obwohl sie gar nicht wissen warum, können sie diese Gefühle regelrecht überwältigen. Das heißt Laura kann noch lange weinen, obwohl sich Leon schon längst wieder beruhigt hat. Da hilft nur trösten und ablenken.

Andersherum klappt das übrigens auch. Wenn du als Mama oder Papa einen Lachanfall bekommst, wird dein Baby wahrscheinlich mitglucksen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es weiß, wie du dich fühlst. Es spiegelt deine Gefühle und dein Verhalten. Gut zu wissen. Denn wenn du jetzt in schwierigen Situationen entspannt bleibst, regt sich auch dein Kleines nicht so auf.

Ziemlich verwirrend: Auch ein Weinen, als Reaktion auf Lachen ist drin. Und umgekehrt. Ab und zu kann dein Baby die Gefühle noch nicht so recht zuordnen.

Wie sehr dein Baby auf die Gefühlsregungen anderer reagiert, hängt übrigens auch von seinem Charakter ab. So gibt es Babys, die jede Regung zu bemerken scheinen und andere, die das ziemlich kaltlässt. Nur wenn dein Baby überhaupt nicht reagiert, solltest du mal mit eurem Kinderarzt darüber reden.

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 39

39 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht5,8 bis 12 kg6,4 bis 12,3 kg
Körperlänge62,9 bis 77,4 cm65,2 bis 78,7 cm
Kleidergrößen68, 74, 8068, 74, 80
Mützengrößen46/48, 50/5246/48, 50/52
g pro Woche+ 40 bis 110 g+ 40 bis 110 g
cm pro Monat+ 1 bis 2 cm+ 1 bis 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist, als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung, solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Rechts- oder Linkshänder?

Welche Hand wir hauptsächlich benutzen, ist heutzutage zum Glück ziemlich egal. Auch wenn unsere Welt nach wie vor auf Rechtshänder ausgelegt ist, gibt es zahlreiche Utensilien, die den etwa 10-15% Linkshändern das Leben leichter machen. Und umerzogen wird schon lange keiner mehr. Zum Glück! Spannend ist es trotzdem. Denn es zeigt, welche Hirnhälfte wahrscheinlich dominanter ist. Bei Rechtshändern ist es die linke (Sitz des Sprachzentrums). Linkshänder sind oft besonders kreativ.

Von 0 bis 8 Monaten ist es deinem Baby relativ schnuppe, welche Hand nun gerade versucht, nach einem Objekt zu greifen. Es scheint, als wäre noch alles offen. Das ist es aber nicht. Denn die Anlagen sind bereits vorhanden. Schon im Mutterleib hat es bevorzugt an einem bestimmten Daumen genuckelt.

Welche „Händigkeit“ dein Schatz schon vor seiner Geburt entwickelt hat, zeigt sich dann etwa ab dem abgeschlossenen 8. Monat – nämlich dann, wenn es lernt, Gegenstände von einer Hand in die andere zu wechseln. Schau am besten mal genauer hin. Welches Händchen ist aktiver? Wenn du jetzt noch keinen Unterschied erkennst, warte einfach etwas ab. Denn die Unterschiede werden mit der Zeit sichtbarer.

Fun Facts:

  • Es gibt mehr linkshändige Männer als Frauen (Verhältnis 5 : 4)
  • Die Gehirne sind bei Links- und Rechtshändern etwas anders strukturiert, aber nicht spiegelverkehrt.
  • Selbst eineiige Zwillinge können eine unterschiedliche Händigkeit haben.
  • Wenn die Mutter Linkshänderin ist, sind es ihre Kinder mit größerer Wahrscheinlichkeit auch als bei linkshändigen Vätern.

Hast du noch Fragen zu Woche 39 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Quellen

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