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Babys 10. Monat: Das kann dein Baby schon

Baby mit 10 Monaten: Das kann es schon

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Das erste Lebensjahr ist bald geschafft. Dann wird dein Baby offiziell zum Kleinkind. Vorher werdet ihr zusammen noch viele neue schöne Dinge erleben. Auch, wenn die Zeit im Flug vergehen wird. Schön, wenn du sie genießen kannst, mit all ihren Höhen und Tiefen. Welche das sind, erfährst du jetzt. Dazu gibt es viele Tipps von uns rund um den Babyalltag.

Der 10. Monat: So entwickelt sich dein Baby

Wenn dein Baby etwa 43 Wochen alt ist, sind die ersten 10 Monate rum. Aber bevor es so weit ist, passiert im 10. Monat so einiges. Zu Anfang entdeckt dein Kind so nach und nach seine neuen Fähigkeiten. Friede, Freude und auch ein bisschen Eierkuchen sind nach dem letzten Sprung wieder eingekehrt – sofern euch die Zähne oder ein Infekt keinen Strich durch die sonnige Rechnung machen.

Und so sitzen jetzt viele Babys schon einigermaßen stabil. Deins auch? Das ist praktisch. Denn wenn die Hände frei sind, lassen sich Gegenstände richtig gut untersuchen. Es wird gedrückt, gebohrt, gezogen und genestelt. Und was die Fingerchen nicht schaffen, bekommt der Mund zum Probieren. Dabei hat sich die Reichweite ganz schön vergrößert, oder? Viele Babys entdecken nach und nach das Krabbeln für sich. Aber auch wenn dein Kleines noch nicht krabbelt, lang wird es bestimmt nicht mehr dauern. Vielleicht überspringt es die Phase aber auch einfach und geht gleich zum Laufen über. Wer weiß.

Kaum habt ihr Eltern euch an die schöne Zeit gewöhnt, wirft der nächste Sprung seine Schatten voraus. Unruhe, Essensverweigerung und Anhänglichkeit… kommt dir das bekannt vor? Vor allem die sensiblen Babys spüren die Vorboten schon so um die 42. Woche herum. Also tief durchatmen. Immerhin ist es der letzte Sprung im ersten Lebensjahr.

Durchschnittliche Babygrößen mit 10 Monaten

10 Monate altBabymädchenBabyjungen
Gewicht5,9 bis 12,4 kg6,6 bis 12,7 kg
Körperlänge64,1 - 78,9 cm66,4 - 80,1 cm
Kleidergrößen68, 74, 8068, 74, 80, 86
Mützengrößen46/48, 50/5246/48, 50/52
g pro Woche+ 40 bis 110 g+ 40 bis 110 g
cm pro Monat+ 1 bis 2 cm+ 1 bis 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung, solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

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Spieltipps für dich und dein Baby im 10. Monat

Buddeln

So langsam entdeckt dein Kleines Sand und Wasser für sich. Denn schließlich lässt sich damit eine Menge anstellen. Man kann den Sand rieseln lassen, ihn ins Eimerchen schippen und dann wieder herausholen. Man kann ihn werfen, zerreiben, aber nicht zerdrücken. Komisch. Wenn Wasser dazu kommt, fühlt sich der Matsch ganz anders an. Unheimlich spannend. Also ab auf den Spielplatz oder an den Strand und losgebuddelt. Mehr als einen Buddeleimer und eine kleine Schippe braucht dein Baby dazu noch nicht.

Schaukeln

Bei Babys, die rhythmische Bewegungen mögen, ist jetzt die Zeit für ausgiebiges Schaukeln gekommen. In der Babyschaukel oder in einer Nestschaukel versteht sich. Manche Kinder können davon nicht genug bekommen und beruhigen sich auf ganz wundersame Weise, sobald sie im Körbchen sitzen.

Kniereiter

Das mit dem Rhythmus lässt sich auch mit Kniereiter-Spielen richtig gut fördern. Es gibt sehr schöne, die auch den Eltern Spaß machen. „Hoppe, hoppe, Reiter“ ist so ein Klassiker. Aber kennst du schon „Schotter fahren“? Baby auf die Beine nehmen, festhalten und los geht's! Hier der uns bekannte Text (jeder singt es anders):

Schotter fahren, Schotter fahren, mit dem großen Schotterwagen. (mit den Beinen wackeln)
Erst die kleinen feinen Steine, (kleine Bewegungen)
dann die großen, die so stoßen. (große Bewegungen)

Linke Kurve, (Baby nach links)
rechte Kurve, (Baby nach rechts)
glatte Straße, (kaum wackeln)
Holperstraße. (ungleichmäßig wackeln)

In der Mitte kommt ein Loch, (ein bisschen zwischen die Beine rutschen lassen)
und wir fahren immer noch. (weiter wackeln)
Bergauf (Baby kippt nach hinten)
und bergab. (baby kippt nach vorn)
Und zum Schluss wird abgeladen. (Baby herunternehmen)

Nachmachen

Viele Babys lieben es jetzt, Gesten, Gesichtsausdrücke oder Handlungen nachzumachen. Das kannst du ausnutzen. Probier doch mal, ihm ein paar einfache Handzeichen beizubringen. Manche Kinder können schon Monate, bevor sie die ersten Worte sprechen, einfache Dinge zeigen. Da wären das Kopfschütteln für nein und Kopfnicken ja, aber auch das Bauch reiben für lecker. Du kannst es sogar mit echter Zeichensprache (Babygebärden) versuchen, wie du sie zum Beispiel in „das große Buch der Babyzeichen“ von Vivian König* findest.

Rad fahren

Okay, Rad fahren ist kein richtiges Spiel. Aber wenn dein Baby schon etwas längere Zeit stabil sitzen kann, wird es die Aussicht genießen. So viel zu sehen: Menschen, Tiere, Blumen, Wolken, Häuser… alles spannend. Und da! Ein Auto! Und noch eins!

Must-haves für den 10. Monat mit Baby

Bilderbücher

Das mit den Büchern ändert sich so schnell nicht. Deswegen empfehlen wir es auch immer wieder. Es sei denn natürlich, dein Baby kann so gar nichts damit anfangen. Aber für die meisten gilt: Mit Mama oder Papa (oder Oma usw.) ein Bilderbuch anzuschauen, ist das Größte! Da gibt es so viel zu entdecken und zu vergleichen. Ganz nebenbei vergrößert sich Babys Wortschatz. Gut, oder?

Kramschublade

Jedes Baby braucht jetzt mindestens eine Schublade, die es ausräumen darf. Hast du wahrscheinlich längst gemerkt und bestimmt auch schon umgesetzt. Aber falls nicht: Dort hinein kann alles, was sich dein Baby bedenkenlos in den Mund stopfen darf. Also Tupperdosen, Holzlöffel, Schneebesen, Töpfchen mit Deckel, Kuscheltiere, Beißringe… was auch immer. Hauptsache alles schön durcheinander. So kann es nach Herzenslust Chaos machen, ohne dass du eingreifen musst. Andere Schubladen kannst du ja mit Schubladensicherungen versehen. Wir finden die mit Magnet* am besten.

Dinge zum Sortieren

Sprachen wir gerade von Chaos? Zum Glück entwickeln auch Babys irgendwann eine Art Ordnungssinn. Leider nicht, damit das Zimmer wohnlich bleibt, sondern weil man beim Sortieren Dinge zu schön vergleichen kann. Am liebsten mögen die Kleinen gerade Rundes. Biete deinem Schatz doch mal eine Auswahl an und mische ein paar eckige Sachen darunter. Mal sehen was passiert. Möglicherweise nichts. Aber vielleicht findet sich dann auf dem Boden das ein oder andere Spielzeughäufchen.

Gefäße mit Deckeln

Im 10. Monat lernt dein Baby, dass Dinge sich „in“ anderen Dingen befinden können. Lass es das ruhig selbst ausprobieren. Eine Dose oder ein Topf mit Deckel reicht dafür aus. Oder ein halb durchsichtiger Plastikbecher mit Deckel, falls du sowas da hast. Darin kann es seine Spielsachen sogar noch sehen, wenn es sie hineingesteckt hat. Manche Babys spielen jetzt auch schon Steckspiele. Dabei müssen verschieden geformte Bausteine in die richtigen Öffnungen gesteckt werden. Die gibt es zum Beispiel als Teil von Activity Würfeln.  Auch Stapelbecher kann es ineinander stecken. Es kann aber sein, dass es noch einige Monate länger dauert, bis das klappt.

Ein Repertoire an Reimen und Liedern

Nur weil du jetzt ein Kind hast, heißt das ja nicht, dass du plötzlich tausende Kinderlieder kennen musst. Aber weil vielen Babys Fingerspiele, Kniereiterspiele und Mitmachlieder gerade so viel Spaß machen, solltest du dir einen kleinen Vorrat zulegen. Meist passiert das in Krabbelgruppen ganz automatisch. Wenn du wissen willst, wie der Text richtig geht, kannst du Youtube oder Streamingdienste wie Spotify oder Deezer bemühen. Und natürlich gibt es auch Reimesammlungen in hübsch bebilderten Büchern*.

Konsumfallen im 10. Monat

Beikostbereiter

Manche schwören darauf, andere haben ihn nur kurz genutzt: der Beikostbereiter. Darin lassen sich Gemüse und sogar Fleisch dampfgaren und dann bestenfalls auch gleich pürieren. Kann man kaufen, muss man aber nicht. Denn ein günstiger Dampfgareinsatz oder ein Sieb für den Topf und ein Pürierstab tun es auch. Und danach steht nichts in der Küche rum, was du wieder loswerden musst.

Zahnungsgel ist nicht gleich Zahnungsgel

Hat dein Baby Probleme mit dem Zahnen? Vielen geht das so. Manche Eltern werden dir zu Zahnungsgels mit Lidocain oder anderen bedenklichen Inhaltsstoffen raten. Ob du das Risiko eingehen willst, musst du selbst entscheiden. Es gibt aber auch Alternativen. Zum Beispiel Gels mit Nelkenöl, Kamille oder Salbei. Oder eben Dinge wie kühle Beißringe oder Holzlöffel zum darauf herumkauen.

Hast du noch Fragen oder Ideen zum 10. Monat in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Quellen

  • Remo H. Largo
    Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren
    Piper Taschenbuch Verlag, 1. Auflage (11. Januar 2019)
  • Hetty van de Rijt, Frans X. Plooij, Xaviera Plas-Plooij: Oje ich wachse!: Von den 10 „Sprüngen“ in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können
    Mosaik Verlag, überarbeitete Neuausgabe (27. Mai 2019)
  • Birgit Laue: Das Baby 1×1: Die wichtigsten Hebammentipps fürs erste Jahr
    Gräfe und Unzer Verlag, 7. Auflage (6. August 2012)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Mit Freude am Spiel die Welt entdecken
    https://www.kindergesundheit-info.de/themen/spielen/0-12-monate/spielfreude/ (abgerufen am 15.6.2020)
  • Bild: 10 months old baby playing on floor with toy car and blocks kryzhov / Shutterstock.com
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✔ Inhaltlich geprüft am 03.02.2023
Dieser Artikel wurde von Christine Müller geprüft. Wir nutzen für unsere Recherche nur vertrauenswürdige Quellen und legen diese auch offen. Mehr über unsere redaktionellen Grundsätze, wie wir unsere Inhalte regelmäßig prüfen und aktuell halten, erfährst du hier.

Veröffentlicht von Anke Modeß

Als waschechte Berlinerin und späte Mutter eines Schulkindes schreibt Anke seit 7 Jahren über Themen, die Babyeltern im Alltag beschäftigen - am allerliebsten mit einer Prise Humor.

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