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Babys 7. Monat: Das kann dein Baby schon

Mit 7 Monaten haben die meisten Babys in den letzten Wochen sehr viel dazu gelernt. Sie sind schlauer und mobiler geworden. Und täglich kommt etwas Neues dazu. Fremdeln und Trennungsangst können sich nun zeigen. In diesem Artikel findest du nützliche Tipps rund um den 7. Monat mit Baby.

Der 7. Monat: So entwickelt sich dein Baby

Der 7. Monat im Leben deines Babys geht etwa von der 27. bis zur 30. Woche. In dieser Zeit tut sich so einiges. Denn selbst wenn der 26-Wochen-Sprung geschafft ist, braucht es einige Wochen, bis dein Kind seine neuen Fähigkeiten für sich entdeckt und wieder zufriedener wird. Jeden Tag kommt etwas Neues dazu.

Einige Babys schaffen es jetzt schon, eine kleine Weile allein zu spielen. Und manche Eltern berichten jetzt, dass ihr Kleines unheimlich neugierig geworden ist, sie aber dennoch ständig dabei bleiben müssen, damit es nicht schreit. Vielleicht will es sogar nur vom Arm aus die Welt erkunden. Das liegt an der Trennungsangst, die etwa um die 29./30. Woche einsetzt. Denn das Baby hat jetzt erkannt, dass die Eltern so weit weg gehen können, dass es nicht hinterher kommt. Manche stachelt diese Erkenntnis zum Robben oder Krabbeln an. Andere schaffen das noch nicht und schreien so lange, bis sich die Eltern erweichen lassen und zurück kommen. Auch das einsetzende Fremdeln kann jetzt so manche Begegnung mit Verwandten oder Nachbarn etwas anstrengender machen als vorher.

Abgesehen davon ist der 7. Monat wirklich spannend. Manche Babys lernen jetzt das Sitzen. Die Händchen werden immer geschickter. Beides super Voraussetzungen, um die erste festere Nahrung zu probieren. Denn viele Babys (aber nicht alle) interessieren sich nun brennend für Mamas Essen. Jetzt ist ein guter Zeitpunk, um mit Beikost zu beginnen, die möglichst zuckerarm und dafür reich an Gemüse, Vitaminen und eisenhaltigen Zutaten (z.B. Hirse) sein darf. Wenn du dazu weiterstillen kannst, umso besser.

Durchschnittliche Babygrößen mit 7 Monaten

7 Monate altBabymädchenBabyjungen
Gewicht5,3 bis 11,1 kg5,9 bis 11,4 kg
Körperlänge60,3 - 74,2 cm62,7 - 75,7
Kleidergrößen62, 68, 74, 8062, 68, 74, 80
Mützengrößen42/44, 46/48, 50/5242/44, 46/48, 50/52
g pro Woche+ 40 bis 110 g+ 40 bis 110 g
cm pro Monat+ 1 bis 2 cm+ 1 bis 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Spieltipps für dich und dein Baby im 7. Monat

Klatschen, Trommeln und Singen

Viele Babys entdecken zwischen 6 und 7 Monaten, dass sie selbst mit ihren Händen Musik machen können. Sie trommeln auf alles ein und horchen wie es klingt. Am besten eignen sich dazu ein paar Küchenutensilien wie z.B. ein Quirl, ein Schneebesen oder ein Holzlöffel und als Trommel ein Topf oder eine Schüssel.

Mit ein bisschen Übung gelingt es manchen Babys jetzt schon, mit beiden Händchen zu klatschen. Das kannst du fördern, indem du es selbst vormachst oder die Hände deines Babys im Takt zusammenführst. Dazu noch mitträllern und fertig ist das Familienorchester.

Fingerspiele

Kennst du „10 kleine Zappelmänner“ schon? Viele Kinder finden in diesem Alter Fingerspiele toll. Sie erkennen die wiederkehrenden Reime und freuen sich diebisch, wenn Mama oder Papa ihre Finger zweckentfremden und damit ein kleines Theaterstück aufführen. Bekannte Klassiker sind „Das ist der Daumen“ und „Himpelchen und Pimpelchen“. Besonders schön, wenn es dabei auch noch kitzelt, wie bei „Kommt ein Mann die Treppe rauf“ oder „kleine Schnecke“. Such einfach mal ein bisschen im Internet und pick dir etwas davon heraus.

Hüpfen

Nicht auf alle Kinder trifft das jetzt schon zu. Aber es gibt die ganz fitten, die am liebsten den ganzen Tag hopsen würden. Von Mama oder Papa unter den Achseln gehalten, versteht sich. Aber Vorsicht, das macht ganz schöne Armmuskeln und hat für dein Kleines Suchtpotenzial!

Sand oder Reis auflesen

Kann dein Baby schon Daumen und Zeigefinger zusammen benutzen? Dann ist jetzt die Zeit, ihm eine Möglichkeit zu schaffen, den sogenannten Pinzettengriff zu üben. Auf der Wiese kann es Grashalme abpflücken, auf der Decke kleine Mengen feinen Sand aufheben und rieseln lassen. Und zuhause kannst du ihm Reiskörner zum Auflesen anbieten. Wahlweise zum in die Schüssel sortieren. Bleib aber bitte dabei, damit nicht zu viel davon im neugierigen Mäulchen landet.

Bausteine angeln

Mit 7 Monaten hat dein Kind begriffen, dass sich Gegenstände „in“, „unter“ oder „hinter“ etwas anderem befinden können. Jetzt ist alles spannend, was man suchen oder herausfischen kann. Wie wäre es, wenn du ihm eine große Plastikdose oder ein dickes Weckglas anbietest, in das du zum Beispiel Bauklötzer, kleine Bälle oder Ähnliches ohne verschluckbare Kleinteile steckst? Die Öffnung sollte so groß sein, dass dein Baby nicht mit dem Arm stecken bleibt. Zu einfach musst du es aber auch nicht machen. Ein locker aufgesetzter Deckel bringt noch mal extra Spannung.

Must-haves für den 7. Monat mit Baby

Sonnenhut mit breiter Krempe

Vielleicht kann dein Baby schon sitzen. Aber selbst wenn nicht, dauert es nicht mehr allzu lang, bis es das kann. Ab dann ist draußen gerade im Sommer ein Babyhut mit besonders breiter Krempe Gold wert. Manche haben hinten noch ein verlängertes Stoffteil, damit auch der Nacken und ein Teil des Rückens vor zu viel Sonne geschützt sind.

Beim Stoff eignet sich reine Baumwolle in hellen Farben besonders gut, weil sie einen kühlenden Effekt hat. Wenn du richtig gut bist und alles da hast, kannst du einen solchen Hut auch selbst machen. Ganz einfach ist das zwar nicht, aber macht unheimlich stolz! Ein kostenloses Schnittmuster von Schnabelina gibt es hier.

Bilderbücher aus Pappe

Ob dein Baby schon Tiere oder Gegenstände in Büchern erkennt, ist eigentlich egal. Manchen reicht es auch, Bücher aufzuschlagen oder die Seiten umzublättern. Dafür eignen sich natürlich dicke Seiten besonders gut. Wenn du zusammen mit deinem Kind Bilderbücher anschaust, Dinge benennst und vielleicht sogar noch mit Geräuschen untermalst, hat dein Baby eine Menge Spaß und ganz nebenbei förderst du seine Sprachentwicklung. Vielleicht wird es bald die ersten Tierlaute selbst nachahmen, wer weiß.

Schraubbecher für unterwegs

Wenn dein Baby schon Beikost bekommt und ihr viel draußen seid, sind Gläschen und fertig Verpacktes natürlich ziemlich praktisch. Besser finden wir aber Selbstgemachtes. Damit das unterwegs kein Problem ist, können wir Becher mit Schraubverschlüssen aus Polypropylen wie die von Avent empfehlen. die Becher lassen sich auch prima im Tiefkühler benutzen und sind sogar mikrowellengeeignet. Darin bleibt der Babybrei geschützt und du weißt genau was drin ist. Löffel und Getreidestangen zum Herumkauen passen in die gute alte Brotbox.

Entspannung für Mama

Babyausstattung hin oder her, aber was ist mit Mama und Papa? Die letzten Wochen waren bestimmt nicht nur Sonnenschein. Wie wäre es also, wenn du dir abends ein Entspannungsbad gönnst oder ihr euch gegenseitig massiert? Manchmal braucht es nur ein paar Minuten, um wieder zurück zu dir selbst zu finden. Egal was, es ist wichtig, dass du etwas für dich tust und deine Bedürfnisse nicht immer hintenan stellst.

Konsumfallen im 7. Monat

Verpackte Baby-Snacks

Die Lebensmittelindustrie hat schon lange erkannt, dass Babys und ihre Eltern ein Riesenmarkt sind. Gerade wenn es um Snacks geht. Denn um den ein oder anderen Quengelanfall abzuwehren, ist so ein Riegel oder Tütchen in der Drogerie schnell gekauft. Und ziemlich teuer. Dazu oft mit viel zu viel Zucker darin. Vom Abfall reden wir gar nicht erst.

Du merkst, wir sind nicht der größte Fan von bunt verpackten Leckereien, die Eltern das Geld aus der Tasche ziehen sollen und noch dazu auf gesund machen. Dazu gehören übrigens auch Quetschies. Denn die greifen die Zähne an, bevor sie überhaupt durchgebrochen sind. Viel besser für unterwegs sind ein bisschen Brot oder Getreidestangen, die du selbst machen kannst und die gute alte Banane. Auch ein bisschen Apfel und Möhre zu pürieren, ist nun wirklich kein Hexenwerk und kostet nur 5 Minuten. Mündchen auf, Löffel rein, Schnute abgewischt, alle glücklich 😉

Lauflernhilfen oder Türhopser

Wenn dein Baby auf deinem Schoss gern die Speckbeinchen durchdrückt, abgestützt hopst oder gar schon erste Laufversuche macht, könntest du versucht sein, ihm irgendein Gerät zu kaufen, dass es dabei unterstützt. Unser Tipp: sein lassen! Denn sowohl Babywalker als auch Türhopser belasten den kleinen Rücken zu sehr, verzögern die motorische Entwicklung und bergen sogar echte Gefahren. Besser ist es, wenn dein Kind nur immer so viel machen darf, wie es selbst schafft. Bis es soweit ist, musst du eben zum Wohle deines Bizeps assistieren.

Hast du noch Fragen oder Ideen zum 7. Monat in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Unser Tipp, wenn dein Baby schlecht schläft

Der Babyschlaf-Guide

Wenn auch dein Baby schlecht schläft, dann besorg dir am besten unseren Babyschlaf-Guide. Du lernst darin alle relevanten Hintergründe zum Thema Babyschlaf kennen und effektive Methoden mit denen dein Baby ein- und durchschlafen wird. Vielen Eltern hat das Buch bereits weitergeholfen!

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