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Baby Signale verstehen: Was will mir mein Baby sagen?

Inhaltlich geprüft von Hebamme Nadine Beermann.

Hunger, müde oder überfordert – bevor dein Baby schreit, hat es dir schon einige Signale gesendet. Diese Baby-Signale zu erkennen, kannst du üben. Unser Artikel hilft dir dabei, dein Kind viel besser zu verstehen.

Baby-Signale rund ums Spielen

Dein Baby ist zufrieden

Wenn dein Kleines mit sich und der Welt im Reinen ist, sind Gesicht und Körper entspannt. Die Hände öffnen sich. Wenn es alt genug ist, wird es lächeln. Bei Freude quiekt es und strampelt vielleicht sogar wild vor Begeisterung.

Dein Baby ist kontaktbereit und aufnahmefähig

Die beste Zeit zum Spielen: Wenn dein Baby aufnahmefähig ist. Kleine Säuglinge fixieren dabei ihre Eltern aufmerksam und strecken die Zunge vor. Ältere öffnen erwartungsfroh den Mund und lächeln dabei.

Zeichen, dass es sich langweilt oder deine Nähe braucht

Merkst du nichts vom Spielwillen deines Schatzes, wird es irgendwann zu quengeln anfangen. Passiert dann immer noch nichts kann es treten und strampeln. Danach schreit es. Wenn du dich dann zuwendest, wird es verstummen. Ist der Ärger schon sehr groß gewesen, kann es sein, dass es sich erst einmal anschmiegen muss, bevor es spielen möchte.

Dein Baby ist erschöpft oder überfordert

Die Aufmerksamkeitsspanne deines Babys ist kurz. Sie dauert nur wenige Minuten. Dann braucht es eine kleine Pause und weiter geht’s. Das zeigt es dir, indem es das Köpfchen und später den Körper wegdreht oder ins Leere starrt. Kleine Säuglinge reiben vielleicht nur den Kopf an der Unterlage und gucken ziellos umher, weil sie sich noch nicht wegdrehen können.

Findet dein Kleines keine Ruhe, kann es sein, dass es zu quengeln und dann zu schreien beginnt. Es kann sich durch Überstrecken versuchen zu wehren. Manche schaffen es, sich selbst zu beruhigen, indem sie Händchen oder Füßchen zusammenführen.

Dein Baby ist verunsichert oder verwirrt

Hast du es etwas übertrieben? Dann kann es sein, dass sich dein Kleines verunsichert fühlt oder verwirrt ist. Das zeigt es zum Beispiel durch Gähnen – eine uralte Beschwichtigungsgeste. Manche Babys saugen an ihren Fingern, um sich zu beruhigen oder krallen sich an der Unterlage fest, um Halt zu finden. Auch gespreizte Finger als Abwehrhaltung oder eine vorgeschobene Unterlippe signalisieren Verunsicherung.

Dein Baby ist überrascht

Hast du dir etwas Besonderes einfallen lassen und plötzlich das Kuscheltier hervorgezaubert? Wenn die Überraschung bei deinem Baby groß ist, wird es die Augenbrauen heben, den Mund freudig öffnen und vielleicht kurz kreischen.

Baby-Signale rund ums Schlafen

Dein Baby ist müde

Wenn Babys müde sind, schlafen sie einfach ein? Manche schon, andere leider nicht. Vielleicht musst du deinem Baby auch helfen, wenn es von selbst nicht in den Schlaf findet. Dass es müde ist, zeigt es dir meist mit Gähnen. Seine Gesichtszüge werden schlaff, die Äuglein sind schläfrig. Wenn es sich die Augen reibt, ist es schon sehr müde. Erst recht, wenn es zu schreien beginnt, weil ihm alles zu viel ist.

Gut zu wissen: wenn Babys sehr müde sind, schlafen sie manchmal beim Füttern ein und weinen dann beim Aufwachen vor lauter Hunger. Jetzt hilft nur Brust oder Fläschchen anbieten.

Signale in den einzelnen Schlafphasen

Selbst im Schlaf sendet dein Baby Signale. An ihnen kannst du prima ablesen, in welcher Schlafphase es sich gerade befindet. Wozu das gut ist? Baby verbringen viel mehr Zeit als wir Erwachsene in leichtem Schlaf. Wenn du es jetzt ablegst, erwacht es vielleicht. Gut, wenn du weißt, wann es die Tiefschlafphase erreicht hat:

  • Wenn es döst, gähnt es. Die Äuglein fallen ihm zu. Danach gleitet es in den leichten Schlaf oder ist wieder hellwach.
  • Im Übergangsschlaf atmet es schnell, die Augen sind geschlossen, eventuell räkelt es sich ein wenig.
  • Im Traumschlaf bewegen sich die Augen unter den Lidern hin und her. Es schneidet Grimassen und zuckt ab und zu mit Händen, Füßen oder dem ganzen Körper. Auch der Traumschlaf ist so leicht, dass es schnell daraus erwacht.
  • Erst im Tiefschlaf atmet es ruhig und liegt reglos. Jetzt wacht es auch von lauten Geräuschen nicht auf. Die beste Zeit zum Umbetten.

Baby-Signale rund um Hunger oder Durst

Dein Baby ist hungrig oder durstig

Schon lange bevor dein Baby so hungrig ist, dass es schreit, zeigt es den knurrenden Magen mit eindeutigen Signalen an dich. Meist beginnt es damit, seine Zunge herauszustrecken und die Lippen zu lecken. Es macht Saugbewegungen. Hilft das nichts, wird es unruhig und bewegt erst Kopf und dann Körper hin und her. Immer auf der Suche nach der Nahrungsquelle.

Wenn du jetzt die Wange berührst, wird dein Kleines versuchen, am Finger zu saugen. Ansonsten müssen die eigenen Händchen oder irgendein Gegenstand dafür herhalten. Erst wenn du es dann noch nicht begriffen hast, fängt es an zu schreien. Das Schreien geht in verzweifeltes Brüllen über bis dein Baby schließlich verstummt. Es resigniert und will nicht unnötig Feinde anlocken. So lange solltest du niemals absichtlich warten. Unser Tipp: Füttere immer nach Bedarf und nie nach der Uhr.

Dein Baby ist satt

Wenn dein Baby satt ist, lässt es Brustwarze oder Sauger aus dem Mund gleiten. Bietest du weiter an, wird es den Kopf wegdrehen und die Lippen zusammenpressen. Bleibst du hartnäckig, kann es sein, dass es den Rücken durchbiegt, um so aus der Situation zu kommen und seine Abwehr zu zeigen.

Baby-Signale rund ums Unwohlsein

Dein Baby ist angespannt oder angestrengt

Wenn dein Baby wegen der vielen Reize innerlich sehr angespannt ist, kann es das durch Gähnen zeigen. Schon die Kleinsten können die Stirn runzeln. Wenn es dein Kind schafft sich durch Saugen an den Händchen selbst zu beruhigen, ist das schon ein Meilenstein. Manche werden die Anspannung beim Stillen oder Füttern los, indem sie währenddessen mit den Händchen an allem herumnesteln.

Wenn nichts hilft, wird es irgendwann die Fäuste ballen und anfangen zu schreien. Das Schreien ist ein Ventil, also nicht immer schlecht. Wenn du es jetzt hochnimmst, kann es sein, dass es sich durchbiegt. Beruhigen darfst du es aber trotzdem.

Dein Baby ist frustriert

Vielleicht ist das Spielzeug zu weit weg, vielleicht verstehst du auch Babys Signale nicht. Wenn dein Kleines frustriert ist, wird es erst mal anfangen zu quengeln. Wie lange das dauert, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Der weit geöffnete Mund ist ein Zeichen dafür, dass es gleich zu schreien beginnt. Die Augenbrauen sind zusammengezogen. Vielleicht strampelt es und tritt dich dabei. Erst dann schreit es.

Dein Baby fühlt sich unwohl

Geballte und nach innen gedrehte Fäustchen sind ein deutliches Zeichen für Unwohlsein bei Babys. Dazu kann es quengeln und den Kopf hin und her drehen. Danach beginnt es zu schreien. Meist nicht anhaltend, sondern immer wieder.

Dein Baby hat Schmerzen

Wenn dein Baby Schmerzen hat, ist sein ganzes Gesicht angespannt: es kneift Augen und Mund zu und ballt die Fäustchen. Ernsthafte Beschwerden erkennst du an schrillem, ausdauerndem Schreien. Dazu schwitzt das Kleine, atmet schnell und lässt sich kaum beruhigen. Jetzt bitte fix zum Arzt oder die Hebamme rufen!

Dein Baby hat Angst oder sich erschreckt

Hat dein Baby sich erschreckt, reißt es die Augen auf und spreizt die Finger. Dann wird es sich wegdrehen oder zumindest wegsehen und wahrscheinlich Schutz bei dir suchen. Hilfst du ihm nicht, wird es zu schreien beginnen.

Babyzeichen sind etwas anderes als Baby-Signale

Vielleicht hast du schon von Babyzeichen oder Zwergensprache gelesen und fragst dich nun, was der Unterschied ist?

Baby-Signale sind all das, was dein Baby unbewusst aussendet. Babyzeichen dagegen sind eine gemeinsame Zeichensprache, die du und dein älteres Baby zusammen erlernen könnt. Also bewusste Handzeichen, die Handlungen, Gegenstände, Gefühle oder Bedürfnisse beschreiben. Denn dein Kind versteht und meint schon viel, Monate bevor es die ersten verständlichen Wörter über die Lippen bekommt. Mit Babyzeichen kannst du mit ihm ohne mündliche Sprache kommunizieren. Das macht vieles einfacher.

Zum Thema Babyzeichen gibt es ein paar gute Bücher bei Amazon. Wie zum Beispiel das von Vivian König. Außerdem kannst du online oder offline Kurse belegen.

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🎧 Podcast: #69 – Babyzeichensprache – So kannst du mit deinem Baby kommunizieren

Hör jetzt in diese großartige Podcastfolge mit Expertin Wiebke Gericke von Babysignal rein – hier gibt es garantiert kein Wischiwaschi, sondern echt gute Tipps. Wenn dir unser Podcast gefällt, dann abonnier ihn doch direkt bei Spotify oder iTunes, um keine Folgen mehr zu verpassen.

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Quellen

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