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Babys 30. Woche: So entwickelt sich dein Baby

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In der 30. Woche sind viele Babys mit sich und der Welt im Reinen. Zumindest, solange die Eltern nicht weit weg sind. Der Schlaf kann aber trotzdem unruhiger werden. Was diese Woche bringt und welche Hausmittel bei Schnupfen helfen, verraten wir jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Genaues Babyalter berechnen
  • Viele Babys sind nach Woche 30 wieder zufriedener.
  • Sie erkunden ihre Welt mit allen Sinnen. Ob sie schon mobil sind, ist eine Typfrage.
  • Dein Baby kann seine Hände und Finger nun viel besser koordinieren. Wohnung kindersicher machen!
  • Vielleicht entdeckt es jetzt die Sprache oder mag auf einmal Musik und spannende Rhythmen.
  • Es kann sein, dass dein Baby von nun an nachts öfter aufwacht. Es gibt so viel zu verarbeiten! Der Schlafbedarf ist von Kind zu Kind sehr verschieden.
  • Thema Schnupfen: Hausmittel helfen meist gut. Manchmal braucht es aber mehr. Schau dir unseren Nasensauger-Vergleich an.

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 30. Woche

In der 30. Lebenswoche fühlen sich viele Babys endlich wieder gut in ihrer kleinen Welt. Solange sie keine Angst haben müssen, dass sich Mama oder Papa heimlich aus dem Zimmer schleichen, sind die meisten von ihnen große Entdecker.

Das muss nicht bedeuten, dass dein Baby sich nun schon durch den Raum bewegt, aber zumindest scheint es vielleicht so, als könnte es nicht mehr lange dauern. Versucht es schon, sich aufzusetzen? Die meisten Babys plumpsen das erste Mal aus dem Vierfüßlerstand mit einer halben Drehung in den Sitz. Manche schaffen es aber auch einfach nur aus dem Liegen heraus sich aufzusetzen. Andere lassen sich noch mehr Zeit. Und auch das ist okay. Manchmal hängt es mit dem Körpergewicht zusammen. Muss aber nicht.

Denn auch ohne den freien Sitz, Robben oder Krabbeln lässt sich vieles erkunden. Schließlich arbeiten Hände und Finger nun viel besser zusammen. Das bedeutet, dass Gegenstände gezielt aufgenommen und in die andere Hand gegeben werden können. Dein Baby kann Dinge gegeneinander schlagen und vielleicht sogar schon klatschen. Eine große Leistung, die noch dazu Spaß bringt. Vor allem, wenn Musik läuft und Mama oder Papa dazu trommeln oder mitklatschen.

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Weil dein Kleines nun theoretisch jeden Krümel aufheben und jedes Pflänzchen abpflücken kann, solltest du die Wohnung (und den Garten?) unbedingt aus Babysicht durchkämmen. Denn bis es in alle Winkel kommt, vergeht nicht mehr viel Zeit. Und auch das Hochziehen haben einige Kinder ziemlich schnell drauf, was den Bewegungsradius noch einmal vergrößern wird.

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 30

30 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht5,3 bis 11,1 kg5,9 bis 11,4 kg
Körperlänge60,3 bis 74,2 cm62,7 bis 75,7
Kleidergrößen62, 68, 74, 8068, 74, 80
Mützengrößen42/44, 46/48, 50/5242/44, 46/48, 50/52
g pro Woche+ 40 bis 110 g+ 40 bis 110 g
cm pro Monat+ 1 bis 2 cm+ 1 bis 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist, als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung, solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Schlafbedarf 30 Wochen alter Babys

Schläft dein Baby jetzt wieder besser? Oder hast du nach dem letzten Sprung völlig überraschend einen unruhigen Schläfer im Haus, der ständig aufwacht? Beides kann vorkommen, wahrscheinlicher aber ist die letzte Version. Denn dein Baby hat jetzt gelernt, dass du tatsächlich so weit fortgehen kannst, dass es selbst nicht hinterherkommen kann. Es entwickelt echte Trennungsangst, die sich auch nachts bemerkbar macht. Dazu kommt, dass mobile Babys ihre neuen Eindrücke im Schlaf verarbeiten. Viel Potenzial für unruhige Nächte also.

Gerade Eltern, die es anders kannten, sind jetzt besorgt. Sie fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben? …haben sie nicht! Ob sie vielleicht das Einschlafen trainieren sollten? …nicht unbedingt, denn Schlaflernprogramme sind nur selten eine gute Idee.

Wie viele Babys schlafen durch?

Vielleicht hilft es zu wissen, dass nur ein Drittel aller Babys in diesem Alter nachts durchschläft. Und das bedeutet nicht, dass sie die ganze Nacht schlafen, sondern nur 6 bis 7 Stunden am Stück. Wenn dein Baby also gegen 20 Uhr eingeschlafen ist und um 3 aufwacht, um zu trinken, gilt es als Durchschläfer. Nicht unbedingt das, was man sich als Erwachsener darunter vorstellt, oder?

Ob das klappt oder nicht, ist keine erzieherische Leistung, sondern abhängig vom kindlichen Reifeprozess, der von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein kann. Ebenso wie der Schlafbedarf jedes Kindes. Manche brauchen noch 16 Stunden Schlaf in 24 Stunden. Andere sind auch mit 11 Stunden zufrieden. Der Durchschnitt liegt bei 14 Stunden. Davon etwa 9 bis 12 Stunden in der Nacht und der Rest über zwei bis drei Tagschläfchen verteilt.

Was du beim Schlaf beeinflussen kannst und was nicht

Wie viel dein Baby tatsächlich an Schlaf braucht, kannst du nicht beeinflussen. Ebensowenig, ob es tendenziell ein ruhiger oder ein unruhiger Schläfer ist, oder wie lang die einzelnen Schlafphasen sind. Aber du kannst herausfinden, wie hoch der tatsächliche Schlafbedarf ist, um dann sinnvolle Schlafzeiten am Tag und in der Nacht einzuführen. Denn ein einigermaßen fester Rhythmus ist jetzt möglich. Dabei ist Geduld ein wichtiger Faktor, denn Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus lassen sich nicht sofort bewirken, sondern benötigen mindestens 7 bis 14 Tage, um sich fest zu etablieren. Zusätzlich weiß man, dass der Schlafbedarf der Babys eine feste Größe ist. Wenn das Baby tagsüber viel schläft, wird es nachts weniger schlafen und umgekehrt.

Am besten führst du zwei Wochen lang ein Schlafprotokoll, um den Schlafbedarf deines Babys festzustellen, in dem du notierst:

  • wann das Baby schlafen sollte,
  • wann es tatsächlich geschlafen hat,
  • wann es aufgewacht ist und
  • wie es wieder eingeschlafen ist.

Unsere Vorlage hilft dir dabei, du findest dort noch weitere Tipps für unruhige Schläfer.

Nächtliches Durchschlafen fördern

Wenn dein Baby nachts immer viel trinkt, kannst du über kleine Veränderungen nachdenken. Versuche nicht nachts etwas an der Trinkhäufigkeit zu ändern, sondern am Tage die Trinkabstände auf 3 bis 4 Stunden auszudehnen und den Nahrungsbedarf deines Babys  während des Tages abzudecken. Stillkinder, die bisher an der Brust einschliefen, brauchen möglicherweise alternative Einschlafhilfen. Nächtliches Durchschlafen kann zudem durch ein festes Einschlafritual gefördert werden und hilft den Kindern beim Einschlafen. Je mehr das Kind lernt, auch auf andere Weise einzuschlafen, als an der Brust oder durch die Flasche, desto besser kann es weiterschlafen, wenn es nachts aufwacht. Dabei ist eine liebevolle Begleitung durch die Eltern wichtig. 

Bei Flaschenkindern ist es ähnlich wie bei Stillkindern. Wenn sie sich nachts melden, weil sie sich an die Kalorien- und Flüssigkeitsaufnahme gewöhnt haben, kannst du versuchen, dich mehr auf die Nahrungszufuhr am Tag zu konzentrieren. Bitte nicht die Pre-Nahrung mehr und mehr mit Wasser verdünnen. Erst nach dem 1. Geburtstag benötigen Babys theoretisch keine Milch mehr und können alternativ Wasser angeboten bekommen, wenn sie Durst haben. 

Hinweis: Besonders im 1. Lebensjahr ist die Nährstoffaufnahme auch in der Nacht wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung des Babys. Laut WHO Empfehlung sogar bis zum 2. Geburtstag. Aber jedes Kind wird mit der Zeit lernen, ohne Brust oder Flasche in der Nacht auszukommen. Mit der Gewissheit, dass es nachts nicht alleine ist, sondern seine Eltern in unmittelbarer Nähe sind.

Was tun bei Schnupfen?

Mit 6 bis 7 Monaten ist der Nestschutz bei den meisten Babys verbraucht. Die mütterlichen Antikörper im Blut reichen nicht mehr aus und das Immunsystem muss nun selbst aktiv werden. Das ist keine schlechte Sache. Ganz im Gegenteil: Ein gut entwickeltes Immunsystem macht stark für die Zukunft. Das sieht man vor allem an Bauernkindern, die schon von klein auf mit den verschiedensten Erregern im Stall in Kontakt gekommen sind.

Es heißt aber auch, dass du nun mit dem ein oder anderen Schnupfen, Husten, Durchfall und natürlich auch mit Fieber rechnen musst. Selbst dann, wenn dein Baby noch wenig Kontakt zu anderen Kindern hat. Denn Viren und Bakterien gibt es überall und das ist auch gut so. In den kommenden Wochen geben wir immer wieder Tipps, wie du mit verschiedenen Symptomen umgehen kannst.

Welche Hausmittel bei Schnupfen helfen

Schnupfen ist lästig, das kennen wir selbst. Wie soll ein so kleiner Mensch damit klarkommen? Kein Wunder, dass sich verschnupfte Babys nachts unruhig hin und her werfen, weil sie keine Luft durch die Nase bekommen oder weil die Schleimhäute verklebt sind. Wenn du stillst oder abpumpst, kannst du Muttermilch in die Nasenlöcher tropfen. Alternativ hilft Kochsalzlösung, die du fertig kaufst oder nach strengem Rezept selbst herstellen kannst. Noch mehr Tipps bei Schnupfen gibt es hier.

Kochsalzlösung selber machen:

1 gestrichener Teelöffel Kochsalz ohne Zusätze auf 250 Milliliter (1/4 Liter) handwarmes, abgekochtes Wasser. Bitte nicht mehr oder weniger Salz, weil dann das Verhältnis nicht mehr stimmt und die Schleimhäute entweder gereizt oder zusätzlich ausgetrocknet werden. Verabreichen kannst du die Lösung aus einer ausgekochten Glaspipette oder Spritze. Wenn du dein Kind danach hochnimmst, kannst du etwaige Reste abputzen.

Abschwellende Nasentropfen/Nasensprays solltest du nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt und nur sehr sparsam geben. Sie sollten explizit für Säuglinge geeignet sein. Wenn der Schnupfen sehr stark ist, können Mittel mit Wirkstoff die ein oder andere Mittelohrentzündung verhindern, wenn dein Kind dazu neigt. Sie sind also nicht per se überflüssig.

Unser Tipp: Manche Eltern schwören auf Nasensauger, um große Schnoddermengen zu entfernen. Aber Vorsicht, denn dabei gibt es große Unterschiede. Unser ausführlicher Nasensauger-Vergleich gibt dir einen Überblick über die gängigen Modelle und hilft dir bei der Entscheidung.

Hast du noch Fragen zu Woche 30 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Quellen

  • Remo H. Largo
    Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren
    Piper Taschenbuch Verlag, 1. Auflage (11. Januar 2019)
  • Hetty van de Rijt, Frans X. Plooij, Xaviera Plas-Plooij: Oje ich wachse!: Von den 10 „Sprüngen“ in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können
    Mosaik Verlag, überarbeitete Neuausgabe (27. Mai 2019)
  • Birgit Laue: Das Baby 1×1: Die wichtigsten Hebammentipps fürs erste Jahr
    Gräfe und Unzer Verlag, 7. Auflage (6. August 2012)
  • Herbert Renz-Polster & Nora Imlau: Schlaf gut, Baby!: Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten (GU Einzeltitel Partnerschaft & Familie), Gräfe und Unser Verlag GmbH, Auflage 1 vom 5. März 2016
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
    https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/erkrankungen/grippaler-infekt/ (abgerufen am 17.4.2020)
  • Bild: Porträt eines süßen 6 Monate alten Babyjungen Minnikova Mariia / Shutterstock.com
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✔ Inhaltlich geprüft am 13.09.2022
Dieser Artikel wurde von Christine Müller geprüft. Wir nutzen für unsere Recherche nur vertrauenswürdige Quellen und legen diese auch offen. Mehr über unsere redaktionellen Grundsätze, wie wir unsere Inhalte regelmäßig prüfen und aktuell halten, erfährst du hier.

Veröffentlicht von Anke Modeß

Als waschechte Berlinerin und späte Mutter eines Schulkindes schreibt Anke seit 7 Jahren über Themen, die Babyeltern im Alltag beschäftigen - am allerliebsten mit einer Prise Humor.

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