Close Babelli.deBabelli.de

babys-entwicklung-woche-23

Babys 23. Woche: So entwickelt sich dein Baby

Inhaltlich geprüft von Hebamme Christine Müller.

Die 23. Woche ist für Babys wieder sehr spannend. So viele neue Dinge, die dein Baby gerade übt und es werden noch viel mehr dazu kommen. Denn der nächste Sprung ist nicht mehr weit. Womit du bei einem 23-Wochen-alten Baby rechnen kannst und einiges mehr erfährst du jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Babys arbeiten an ganz unterschiedlichen Fähigkeiten.
  • Ganz sensible Kinder können schon den nächsten Entwicklungssprung merken.
  • Für Flaschenkinder: ruhig bei Pre-Nahrung oder 1er Milch bleiben
  • Erste Beikost: besser jetzt schon auf den Zuckergehalt achten

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 23. Woche

23 Wochen alte Babys sind in ihrer Entwicklung ganz unterschiedlich weit und das in jedem Bereich. Manche machen jetzt schon allerlei Verrenkungen, um irgendwie vom Fleck zu kommen. Bei anderen klingt es, als würden sie jeden Moment das erste Wort sprechen. Wieder andere sind wahre Meister darin, alles zu untersuchen, was sie in die kleinen Händchen bekommen und beobachten auch ihre Umgebung ganz genau.

Aber einfach so da liegen wollen wirklich die allerwenigsten von ihnen. Denn wie soll man in Rückenlage auch etwas von der Welt sehen? Also meckern sie so lange, bis Mama sie doch auf dem Schoß aufsetzt oder in der Babywippe parkt. Ziel erreicht, Baby zufrieden. Aber nur so lange, bis es sich wieder langweilt und dich so lange „bearbeitet“, bist du nachgibst und für Entertainment sorgst.

Das ist schon okay, solange dein Baby auch die Gelegenheit bekommt, sich selbst zu beschäftigen und Dinge selbst zu erreichen. Zugegeben, die Ausdauer bringen nicht alle in gleichem Maße mit. Manche geben schneller auf als andere. Aber manchmal wirkt kurzes Abwarten Wunder und dein Baby entdeckt doch eine Möglichkeit, wie es das, was es sich vorgenommen hat, auch ohne deine Hilfe schafft.

Der 5. Entwicklungssprung kündigt sich an

Mit 23 Wochen ist dein Baby 5 Monate alt. Damit befindet es sich wahrscheinlich genau zwischen 2 Entwicklungssprüngen. Der Letzte in der 19. Woche hat es ihm ermöglicht, von nun an nach und nach mobil zu werden. Der Nächste in der 26. Woche zeigt ihm, dass seine Welt voller Zusammenhänge ist:

„Ich soll ins Krabbelgitter? Dann geht Mama bestimmt gleich aus dem Zimmer!“ „Mama will mich ins Bettchen legen? Dann soll ich jetzt schlafen, ich bin doch aber noch gar nicht müde!“ „Der Schlüssel dreht sich im Schloss, dann kommt Papa jetzt wohl nach Hause“.

Bis zu diesen Erkenntnissen vergehen zwar noch ein paar Wochen. Wenn es sensibel ist, spürt dein Kleines aber schon in der 23. Woche, dass sich wieder mal alles verändert und ist dementsprechend verunsichert. Ob dein Kind besonders feine Antennen hat oder eher gelassen ist, wirst du bei den letzten Sprüngen schon gemerkt haben. Denn manche Kinder leiden sehr viel kürzer als andere.

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 23

23 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht4,8 bis 10 kg5,3 bis 10,4 kg
Kleidergrößen62, 68, 7462, 68, 74
Mützengrößen42/44, 46/4842/44, 46/48
g pro Woche+ 70 bis 140 g+ 70 bis 140 g
cm pro Monat+ 2 cm+ 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung, solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Ernährung in der 23. Woche

Das Thema Ernährung lässt sich bei 5 Monate alten Babys nicht mehr pauschal abhandeln. Die einen werden noch voll gestillt, andere bekommen ganz oder teilweise Flaschenmilch und wieder andere brauchen schon Beikost, um satt zu werden. Daher schreiben wir über zwei Themen, die viele Eltern betreffen.

Flaschenkinder: Jetzt schon mit Folgenahrung beginnen?

Im Supermarkt und in Drogerien finden sich neben Pre-Nahrung auch noch viele Pakete mit 1er, 2er und 3er Milch. Pre und 1er Milch gehören zur Anfangsmilch, 2er und 3er Milch sind Folgenahrungen. Bei Windeln ist es ja recht einfach zu erkennen, wann eine Größe nicht mehr passt. Und bei Säuglingsmilch? Wenn mein Baby mehr schreit, muss ich dann auf die nächst höhere Zahl wechseln?

Die Antwort wird dich vielleicht überraschen. Aber Spezialisten für Kinderernährung raten dazu, zumindest im ganzen ersten Jahr bei Anfangsmilch, also Pre-Nahrung oder maximal 1er Milch zu bleiben. Das liegt daran, dass diese der Muttermilch am ähnlichsten sind. Pre-Milch enthält Milchzucker statt Stärke. 1er Milch hat einen geringen Stärkeanteil und sättigt daher ein wenig länger.

Andere Zuckerarten, wie zum Beispiel Glukosesirup sind, anders als bei Folgenahrungen, in der Regel nicht zugesetzt. Und wozu auch. Denn wenn dein Baby nicht mehr satt wird, weil es zum Beispiel gerade in einem Sprung steckt, kannst du ihm entweder mehr Anfangsmilch geben oder doch mit Beikost starten. Ganz so, als würdest du stillen. Anfangsmilch macht anders als Folgemilch nicht dick, egal wie viel dein Baby davon fordert.

Ganz wichtig: Flaschenmilch immer so wie auf der Verpackung angegeben anrühren. Denn nur dann stimmt das Verhältnis der Inhaltsstoffe. Alles andere kann dein Baby nicht richtig verdauen und du riskierst Bauchschmerzen und einen entzündeten Darm. Auch selbstgemachte Babymilch sollte tabu sein.

Vom nächtlichen Abfüttern mit gehaltvollerer Milch (z.B. mit Schmelzflocken), damit das Baby länger schläft, wird abgeraten. Kaputte Zähne und übermäßige Gewichtszunahme können die Folge sein. Genau wie nächtliches Herumwälzen aufgrund von Verdauungsbeschwerden, weil die Babys das rohe Getreide noch nicht verdauen können.

Apropos Verdauung. Solltest du das Gefühl haben, dass dein Baby seine Milch nicht verträgt, versuch auf eine andere Marke zu wechseln. Klappt das auch nicht, kann es an einer Allergie oder Unverträglichkeit oder aber an der Beikosteinführung liegen. Sprich dann am besten mit deinem Kinderarzt und lass dich beraten. Kuhmilch ist übrigens im ganzen ersten Jahr tabu, weil sonst das Risiko einer Kuhmilchallergie steigt.

Die Sache mit dem Zucker

Sobald dein Kleines Brei oder anderes zu essen beginnt, wird sicher auch der ein oder andere Babykeks seinen Weg in das kleine Mäulchen finden. Und auch manches Gläschen und mancher Abendbrei zum Anrühren enthalten schon Zucker. Macht doch nichts, wirst du jetzt vielleicht denken. Dabei ist das mit dem Zucker so eine Sache.

Schon Neugeborene sind glücklich, wenn sie Süßes an der Zunge spüren. Sie spitzen das Mündchen und beginnen zu saugen. Denn süß heißt in der Natur: nährstoffreich und vor allem nicht giftig! Deshalb greifen die meisten Kinder auch viel lieber zu süßen Nahrungsmitteln als zu herzhaften oder gar bitteren.

Experten wissen mittlerweile, dass es egal ist, welchen Zucker wir und vor allem die Kinder aufnehmen. Zu viel davon ist schlecht.

Das gilt zwar auch für Obst. Dennoch enthält ein Apfel neben dem Fruchtzucker auch noch viele andere nützliche Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente und sollte deshalb nicht vom Speiseplan gestrichen werden. Umso wichtiger ist es daher, dass du zugesetzten Zucker meidest. Das gilt übrigens auch für Fruchtsaftkonzentrat wie im Beispiel Quetschies oder pure Säfte. Von Limonaden reden wir gar nicht erst.

Manche Experten raten dazu, Kindern unter 2 Jahren gar nichts Gesüßtes zu geben, damit sie sich von vornherein nicht erst an den übersüßten Geschmack gewöhnen. Andere sehen das entspannter, raten aber auch dazu, die Menge so gering wie möglich zu halten, denn Zucker:

  • im Babyalter erhöht das Risiko für Fettleibigkeit
  • erhöht das Diabetes-Risiko schon im Kindesalter
  • greift die Zähne selbst dann schon an, wenn sie noch gar nicht durchgebrochen sind
  • fördert Suchtverhalten im Erwachsenenalter

Mit dem Zucker zu haushalten ist gar nicht so einfach. Denn man muss schon die Zutatenlisten lesen, um versteckten Zucker zu finden. Und das gilt auch für Babyprodukte. Am besten ist es daher, wenn du so viel wie möglich selbst kochst oder pürierst. Denn dann weißt du genau, was drin ist.

Wie geht es dir, Mama?

Der Babyalltag kostet ziemlich viel Kraft und Nerven. Das wissen wir alle. Eine Weile lässt sich das aushalten. Aber manchmal passiert es, dass wir Mütter dermaßen ins Hamsterrad namens Alltag geraten, dass wir gar nicht mehr merken, wie die Zeit vergeht. Am Ende sind wir ausgelaugt und infektanfällig. Und das hilft keinem.

Geht es dir auch so? Dann hilft nur hinsetzen, durchatmen, in dich hineinhören und nachdenken. Und zwar darüber, was du jetzt brauchst, damit du die kommenden Wochen und Monate gut überstehst und wer dir dabei helfen kann, das zu bekommen.

Denn die nächste schwierige Phase ist nicht weit weg. Also spann ohne schlechtes Gewissen deine Familie ein, versuch eine Mütze Schlaf mehr zu bekommen und lass es dir ruhig mal wieder gut gehen!

Hast du noch Fragen zu Woche 23 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Quellen

So entwickelt sich dein Baby - der Babelli Newsletter!

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Total 0 Votes
0

Sag uns, wie wir diesen Artikel verbessern können:

+ = Verify Human or Spambot ?

2 Kommentare anderer Nutzer

  1. Hallo, jede Woche lese ich gern die netten Informationen über die Entwicklung meines Babys. Auch beim 4. Kind ist alles immer wieder neu und aufregend… eine Frage hätte ich dennoch: mein Kleiner ist jetzt genau 23 Wochen alt. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, wie es bei den anderen Kindern war, das letzte ist mittlerweile 8 Jahre alt… aber ich habe das Gefühl, dass mein Kleiner zu wenig brabbelt… oft liegt er einfach still da und schaut sich die Figuren am Spielebogen an. Die U5 war schon, aber danach hatte der Arzt gar nicht gefragt .. jetzt bin ich etwas verunsichert ob es normal ist, dass noch nicht allzu viele Tönchen herauskommen… habt ihr einen Ratschlag für mich?
    Liebe Grüße
    Nathalie

    1. Hallo Nathalie,

      danke für das Lob 🙂
      Zu deinem Kleinen: Teste doch mal sein Gehör. Dreht er sich zu Geräuschen hin? Dann ist bestimmt alles in Ordnung und er hat einfach anderes zu tun. Irgendwann macht es dann auch bei ihm klick. 😉

      Alles Gute für euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.