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Ab wann laufen Babys?

Auf zwei Beinen stehen, breitbeinig herumtappen und mit freien Händen die Welt erkunden – ein Meilenstein. Aber wann ist es soweit? Wann laufen Babys? Die wichtigsten Fakten findest du in diesem Artikel. Dazu gibt es Tipps, was beim Laufen lernen wirklich hilft.

Wann laufen Babys?

Jonas läuft einfach nicht. Seit einem halben Jahr krabbelt er schon wie ein Weltmeister. Aber sich hinstellen geschweige denn ein paar Schritte versuchen, will er nicht. Dabei ist er schon anderthalb. Sarah ist irritiert. Das Nachbarskind Juli läuft schon seit sie ein Jahr alt ist, Jonas Spielfreund Paul sogar schon seit dem 10. Monat. Können die Unterschiede so groß sein oder muss man da aktiv eingreifen? Sie nimmt sich vor, beim nächsten Kinderarztbesuch nachzufragen, ob man da was tun kann. Irgendwie muss sich die Sache doch beschleunigen lassen?

Kannst du wie Sarah auch nicht erwarten, dass dein Kleines endlich läuft? Das ist normal, vielen Eltern geht es so. Dennoch entscheidet das Kind selbst, wann es soweit ist. Die Spanne dafür ist ziemlich groß. Manche ganz Schnelle wagen mit 8 Monaten die ersten Schritte und überspringen die Krabbelphase einfach. Andere krabbeln lieber noch weit ins zweite Lebensjahr hinein. Im Durchschnitt machen Kinder mit etwa 12 bis 13 Monaten die ersten Gehversuche. Mit sicher laufen hat das noch nichts zu tun. Und obwohl es heißt, dass die meisten mit anderthalb freihändig laufen, lassen sich manche Zeit, bis sie 2 Jahre alt werden. Also nur Geduld!

Ablauf beim Laufen lernen

Zack aufstehen und laufen? Wenn es nach Baby geht, sicher schon. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Im Normalfall sieht der Lernprozess eher so aus:

  1. An Möbeln hochziehen
  2. Seitwärts laufen (Reling Gang)
  3. Frei stehen
  4. Die ersten freien Schritte
  5. Aufstehen und hinsetzen aus dem Stand
  6. Langsam und schnell laufen

Wie dem Baby beim Laufen lernen helfen?

Wann ein Baby oder Kleinkind laufen lernt, ist genetisch festgelegt. Das bedeutet, du kannst es nicht beschleunigen. Das Programm „Ab in die Senkrechte“ ist Teil eines Entwicklungssprunges. Von welchem, kann keiner vorher sagen.

Das bedeutet im Umkehrschluss: An hochgezogenen Ärmchen herumtappen mag für dich und dein Kind lustig sein, bringt aber nicht viel. Im Gegenteil, es kann deinem Kind die Sicherheit nehmen, die es braucht, um später ohne deine Hilfe erste Schritte zu wagen. Denn Gleichgewicht halten lernt es so nicht.

Gehhilfen wie Gehfrei oder Babywalker sind überhaupt keine gute Idee. Kinderärzte warnen immer wieder vor den Gefahren durch schwere Stürze. Meist an Treppen oder Türschwellen.

Besser, wenn du deinem Kind hilfst, ein gutes Körpergefühl zu erlangen. Und das geht durch viel Bewegung. Kleine Hindernisparcours, Herumbalgen oder Fangen spielen im Krabbeldauerlauf machen Babys Spaß und trainieren ganz nebenbei Muskeln und Gleichgewichtssinn.

Wenn dein Kleines unbedingt stehen möchte, kannst du ihm ruhig helfen. Aber nur ab und zu, damit es weiß, was es erreichen könnte. Schließlich soll es sich selbst hochziehen lernen. Sobald dein Kind die allerersten Schritte auf dich zu wagt, darfst du es natürlich auffangen, wenn es fällt. Fass es dabei lieber am Körper als an den Handgelenken. Dein Schatz wird aber auch ohne deine Hilfe lernen, gekonnt auf den Windelpo oder auf alle Viere zu plumpsen. Je öfter du zulässt, dass es fällt, desto sicherer wird es werden.

Übrigens: Für die ersten Spaziergänge ist ein Nachziehtier oder eine Schiebeente klasse. Beides animiert dein Kind dazu, noch ein kleines Stückchen länger zu laufen. Je mehr es läuft, desto sicherer wird es werden. Und vor Stolz platzen!

Wenn dein Baby gleich läuft und das Krabbeln auslässt

Manche Babys halten nichts vom Mainstream und überspringen bestimmte Entwicklungsschritte einfach. So lassen einige das Robben aus. Andere setzen sich nicht aus dem Vierfüßler-Stand hin, sondern machen lieber Situps, bis es klappt. Und dann gibt es die, die Krabbeln langweilig finden und lieber gleich laufen.

Krabbeln ist super für die Gehirnentwicklung. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder, die diese Phase auslassen, später Probleme haben werden. Schon richtig: Manche Entwicklungsverzögerungen oder fehlende Körperspannung äußern sich darin, dass das Kind Krabbeln als zu anstrengend empfindet. Wenn dein Baby jedoch sonst völlig normal entwickelt scheint, musst du dir keine Sorgen machen.

Erwähne es trotzdem bei der kommenden U-Untersuchung. Deine Kinderärztin wird einschätzen können, ob dein Kleines zusätzliche Unterstützung braucht. Falls ja, bieten zum Beispiel Bobath- geschulte Physiotherapeuten Therapien an, bei denen dein Kind die Krabbelphase nachholen kann.

Hast du noch Fragen zum Thema „ab wann laufen Babys“? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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