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Der Moro-Reflex

Was ist der Moro-Reflex?

Inhaltlich geprüft von Hebamme Christine Müller.

Ruckartig gespreizte Arme, angsterfüllter Blick. Dein Baby erstarrt und schreit dann. Was war das bloß? Der Moro-Reflex! Bei manchen Kindern bleibt der Reflex bestehen. Wozu er gut ist, wann er in der Regel verschwindet und welche Folgen ein bleibender Moro-Reflex haben kann, erfährst du jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Moro-Reflex ist ein frühkindlicher Überlebensreflex.
  • Er wird u.a. ausgelöst durch plötzliche Erschütterungen, abrupte Bewegungen, laute Geräusche, zu grelles Licht.
  • Normalerweise lässt der Moro-Reflex zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat von selbst nach und verschwindet schließlich ganz.
  • Bleibt der Moro-Reflex, spricht man von einem persistierenden Moro-Reflex. Er sollte behandelt werden.
  • Die Behandlung erfolgt durch Ergo- oder Physiotherapeuten, die auf „Reflexintegration“ spezialisiert sind. Tägliche Übungen zuhause vervollständigen die Therapie.
  • Langzeitfolgen eines unbehandelten persistierenden Moro-Reflexes sind beispielsweise Schreckhaftigkeit, Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme, Wahrnehmungsstörungen, Überempfindlichkeit, ängstliches Verhalten.
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Moro-Reflex: Was ist das?

Saugreflex, Greifreflex, Klammerreflex: der Moro-Reflex ist einer von vielen Reflexen, die sich beim Säugling schon im Mutterbauch entwickeln. Dieser in der 9. Schwangerschaftswoche.

Erschrickt das Kleine, weil es zum Beispiel schnell abgelegt wurde, streckt es ruckartig Arme und Beine aus und spreizt die Finger. Der Kopf geht in den Nacken. Dabei erstarrt es kurz mit angehaltenem Atem und aufgerissenen Augen und sucht deinen Blick. Dann versucht es, dich mit Armen und Beinen zu umklammern und sich mit den Fäusten festzukrallen (daher wird der Moro-Reflex auch Umklammerungsreflex genannt). Es öffnet den Mund, atmet aus und schreit dabei auf.

Warum haben Neugeborene den Moro-Reflex?

Der Moro-Reflex gehört zu den sogenannten Primitivreflexen. Er ist ein angeborener, frühkindlicher Reflex, der Säuglingen das Überleben sichert. In unserer Zeit als Traglinge bewahrte der Moro-Reflex Neugeborene davor, vom behaarten Mutterbauch zu fallen, wenn sich die Mutter plötzlich in Bewegung setzte. Sie klammerten sich mit ihren Fingern fest. Äffchen und viele andere Säugetiere zeigen in den ersten Lebenswochen ebenfalls den Klammerreflex.

Was wie ein Überbleibsel unserer Evolution scheint, hat auch heute noch eine wichtige Funktion: Der Reflex sorgt dafür, dass dein Baby nach der Geburt seinen ersten Atemzug macht. Denn erst durch ihn werden jede Menge Stresshormone freigesetzt, die den Kreislauf in Gang bringen. Der Blutzucker sinkt, der Puls beschleunigt sich und dein Kind ist hellwach.

Was löst den Moro-Reflex aus?

Der Moro-Reflex wird durch visuelle, auditive, vestibuläre und taktile Stimulationen ausgelöst. Mit dem Moro-Reflex antwortet dein Baby also beispielsweise auf Reize wie:

  • plötzliche Erschütterungen
  • plötzliche Bewegungen, Lageänderungen (zum Beispiel die Änderung der Kopfposition) und Berührungen
  • laute Geräusche
  • grelles Licht.

Ist der Moro-Reflex gefährlich?

Nein, er ist einfach eine Reizreaktion und nicht gefährlich. Er wird jedoch ausgelöst, wenn du dein Kind zu grob anfasst, zu schnell ablegst oder das Köpfchen plötzlich abknickt. All das musst du deinem Baby zuliebe vermeiden, damit es kein Schleudertrauma im empfindlichen Babynacken bekommt.

Absichtlich auslösen solltest du den Moro-Reflex ebenfalls nicht. Für den Säugling ist die Stressreaktion ziemlich unangenehm, weil sie den Cortisol- und Adrenalinspiegel hochschnellen lässt. Eine dauerhaft hohe Anspannung schwächt die Abwehrkräfte schon bei den ganz Kleinen. Bei der U2 testet die Ärztin ohnehin, ob der Klammerreflex funktioniert. Dafür lässt sie das Baby vorsichtig vom Sitzen in die Rücklage kippen. Das genügt, um die Reizreaktion auszulösen. Danach wird dein Baby bei der Untersuchung aber keinem unnötigen Stress mehr ausgesetzt.

Im folgenden Video siehst du, wie der Moro-Reflex Test funktioniert.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Moro-Reflex im Schlaf: Tipps, wenn dein Baby vom Moro-Reflex aufwacht

Manche Säuglinge träumen so lebhaft, dass sie sich durch den Moro-Reflex selbst aufwecken. Dann sind sie irritiert und weinen. Meist dauert es eine Weile, bis sie danach wieder einschlafen. Denn schließlich ist der kleine Körper gerade voll mit Cortisol und Adrenalin. Bis das abgebaut ist, dauert es. Je mehr Nähe du deinem Baby jetzt geben kannst, desto schneller wird es wieder zurück in den Schlaf finden. Auch Einschlafstillen hilft dabei sehr gut, Muttermilch ist ein ultimatives Superfood.

Wenn dein Kind öfter durch den Reflex erwacht, kann Pucken eine Lösung sein. Bevor du jedoch damit loslegst, mach dich bitte schlau. Denn die falsche Technik kann gefährlich werden. Sobald sich dein Baby drehen kann, musst du mit dem Pucken aufhören. Alternative: auf deinem Bauch schlafen lassen. Du solltest dabei aber wach sein und dein Baby im Blick haben.

So kannst du das Auslösen des Moro-Reflexes vermeiden

Leg dein Baby immer vorsichtig ab und stütze dabei seinen Kopf. Lass dir von der Hebamme zeigen, wie man ein Neugeborenes richtig aufnimmt. Nämlich seitlich. So fällt der Kopf nicht nach hinten. Das folgende Video zeigt die richtige Technik sehr gut.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wann verschwindet der Moro-Reflex?

Du fragst dich, wie lange der Moro-Reflex anhält? Schon ab dem zweiten Lebensmonat lässt diese Reizreaktion nach. Normalerweise ist der Moro-Reflex nach vier Monaten kaum noch zu erkennen. Er wird gehemmt. Genauer gesagt, wird er durch das Heranreifen des Nervensystems in den reiferen Schreckreflex „integriert“. Spätestens nach vier Monaten sollte der Reflex nur noch gelegentlich auftreten.

Entwicklungssprünge, Wachstumsschübe, besondere Schrecksituationen oder andere Ausnahmezustände können ihn wieder aufblitzen lassen. Wird das jedoch zum Dauerzustand, solltest du es spätestens bei der nächsten U-Untersuchung erwähnen. Denn dann kann es sein, dass es sich um einen „persistierenden Moro-Reflex“ handelt, also um einen fortdauernden Reflex. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Was, wenn der Moro-Reflex nicht weggeht?

Manchmal klappt die Reflexintegration nicht so, wie sie soll. Dann bleiben frühkindliche Primitivreflexe wie der Moro-Reflex einfach, auch wenn sie sich anders äußern. Der häufigste Grund sind Entwicklungsverzögerungen, seltener genetische Besonderheiten. Auch Stress in der Schwangerschaft oder schwierige Geburten werden als Auslöser diskutiert. So richtig erforscht sind die Zusammenhänge bisher nicht.

Anzeichen dafür, dass bei Kindern (und Erwachsenen) der Moro-Reflex noch vorhanden ist

Wird der Moro-Reflex beim Heranreifen des Nervensystems nicht in den Schreckreflex „integriert“, kann sich das folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Die Betroffenen haben oft Schwierigkeiten, sich zu entspannen,
  • sind leicht reizüberflutet, schreckhaft und ängstlich,
  • klammern sich an Eltern und gewohnte Abläufe.
  • Manche neigen zu Wutausbrüchen.

Kinder mit persistierendem Moro-Reflex sind ständig in Alarmbereitschaft, um jede Gefahr möglichst schnell zu erkennen. Ihr Stresslevel ist sehr hoch. Auch nachts. Deshalb schreien kleine Kinder mit Moro-Reflex oftmals deutlich mehr und schlafen schlecht.

Ist dein Baby betroffen? Sprich mit eurem Kinderarzt!

Du erkennst dein Baby in den Symptomen wieder? Keine Panik, die Erkenntnis ist sogar gut. Denn Kinderärzte wissen in der Regel, was zu tun ist. Mittlerweile gibt es etliche Fachkräfte in der Ergo- oder Physiotherapie, die auf „Reflexintegration“ spezialisiert sind. Falls dein Kind betroffen ist, sorgen monatliche Sitzungen und tägliche Übungen zuhause dafür, dass sich die Symptome nach sechs bis zwölf Monaten deutlich bessern. Die Übungen zielen darauf ab, die Grob- und Feinmotorik, den Gleichgewichtssinn und die Wahrnehmung zu schulen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Moro-Reflex Therapie?

Leider ist die Reflexintegration an sich keine Kassenleistung. Es ist wichtig, wie eure Kinderärztin das Ganze verpackt. Wenn sie euch Ergo- oder Physiotherapie verschreibt, zahlt die Krankenkasse. Wenn sie dich zur Heilpraktikerin schickt, eher nicht.

Und wenn ich nichts tue?

Natürlich kann es sein, dass dein Kind einfach länger als andere braucht, bis die Reflexe im Lot sind. Aber wenn frühkindliche Reaktionen wie der Moro-Reflex dauerhaft bleiben, macht sich das auch im Erwachsenenalter bemerkbar.

Mögliche Folgen im Kindes- und Erwachsenenalter

Der nächtliche Schlaf kann ebenso beeinträchtigt sein wie die Leistungen in der Schule, weil die Kinder nicht stillsitzen und sich konzentrieren können. Alles ist zu viel. Hochsensible Kinder sind überdurchschnittlich oft betroffen. Auch die Grob- und/oder Feinmotorik kann sich verzögert entwickeln. Das äußert sich dann in Gleichgewichtsproblemen, Koordinationsstörungen oder Schwierigkeiten beim Schreiben und Malen.

Die Betroffenen…

  • haben Konzentrationsprobleme
  • sind überempfindlich
  • und neigen zu Neurosen.
  • Aufgrund des permanent hohen Stresslevels leidet das Immunsystem und Autoimmunkrankheiten drohen.

Ein persistierender Moro-Reflex wird außerdem mit Erkrankungen wie ADS und ADHS in Verbindung gebracht. Abschließend geklärt ist dieser Zusammenhang nicht.

Vielleicht hast du Sorge, dass dein Kleines durch eine Therapie abgestempelt wird. Oder dass es sich selbst als mangelhaft empfindet. Wichtig ist hier aber, wie du es deinem Kind verkaufst. Wenn du es selbst positiv und spielerisch angehst, wird auch dein Kind es nicht anders empfinden. Ein kleiner Held also oder eine Heldin 🙂

Woran erkenne ich, dass mein Kind mit 4, 5, 6 Jahren den Moro-Reflex noch hat?

Wie sich ein persistierender Moro-Reflex bei einem Kind auswirkt, ist ganz unterschiedlich. Schließlich ist er sehr komplex. Wahrnehmung, Motorik, Gefühlswelt – alles kann, muss aber nicht betroffenen sein.

Fällt dein Kind oft hin? Dann beobachte doch mal, was es dabei mit seinen Armen macht. Wenn es sie im ersten Moment ausbreitet und erst dann zum Abfangen nach vorn bewegt, kann das am Klammerreflex liegen.

Ist es schon in der Schule? Betroffene Schulkinder können kaum stillsitzen und kippeln oder hängen auf dem Stuhl. Sie nehmen überdurchschnittlich viele Reize auf, können sie jedoch nicht so schnell verarbeiten. Die Schulnoten leiden, obwohl die Kinder intelligent sind. Viele bleiben dadurch unter ihren Möglichkeiten.

Fazit: Der Moro-Reflex ist nichts, wovor Eltern Angst haben müssen

Der Moro-Reflex ist eine natürliche Schutzfunktion des Körpers und kein Grund zur Sorge – selbst wenn er nach dem vierten Lebensmonat deines Babys noch nicht verschwunden ist. Jedes Kind ist anders und entwickelt sich unterschiedlich schnell. Dennoch empfehlen wir dir, einen Termin bei eurem Kinderarzt zu vereinbaren, falls der Umklammerungsreflex auch nach dem sechsten Monat noch stark ausgeprägt ist. Sicher ist sicher. Je früher man mit der Behandlung beginnt, desto größer ist die Aussicht auf Erfolg.

Häufige Fragen zum Moro-Reflex

Warum heißt der Umklammerungsreflex Moro-Reflex?

Der Moro-Reflex wurde nach dem Kinderarzt Ernst Moro benannt. Er war es, der dieses Verhalten bei Neugeborenen 1918 zum ersten Mal dokumentierte.

Warum ist der Moro-Reflex Test wichtig?

Der Moro-Reflex ist ein Primitivreflex, also ein frühkindlicher Überlebensreflex. Er entwickelt sich in der 9. Schwangerschaftswoche und ist beispielsweise wichtig, damit dein Baby nach der Geburt die Atmung aufnimmt oder damit es weiteratmet, wenn es sich verschluckt hat. Denn durch den Moro-Reflex werden Stresshormone freigesetzt, die den Kreislauf in Gang bringen.

Um sicher zu gehen, dass ein Kind über diesen angeborenen Reflex verfügt, führt der Kinderarzt bei der U2 einen Test durch. Bei den weiteren Vorsorgeuntersuchungen überprüft der Kinderarzt durch den Moro-Reflex-Test dann die regelrechte Entwicklung eines Kindes.

Wie testet der Kinderarzt den Moro-Reflex?

Beim Moro-Reflex-Test kippt der Arzt das Baby meistens sanft aus dem Sitzen in die Rückenlage. Normalerweise genügt dies, um die Reizreaktion auszulösen.

Wie kann ich meinem Kind mit Moro-Reflex helfen?

Versuche, den Tag möglichst stressfrei für dein Kind zu gestalten. Ein fester Tagesablauf und tägliche Rituale geben ihm Sicherheit. Sorge zwischendurch für Entspannung. Singt zusammen, lies deinem Kind ein Buch vor, kuschelt viel – dadurch fühlt sich dein Kind geborgen und geliebt. Sollten größere Veränderungen anstehen, bereite dein Kind frühzeitig darauf vor.

Wichtig ist auch, dass du die Ängste deines Kindes akzeptierst. Fürchtet es sich beispielsweise im Dunkeln, lasse nachts die Zimmertür offen und/oder schalte ein Nachtlicht ein.

Moro-Reflex nach Kaiserschnitt: Gibt es Unterschiede zur Spontangeburt?

Nach einem Kaiserschnitt, einer Saugglockengeburt und sonstigen schwierigen Geburten tritt der Moro-Reflex oft verstärkt ein. Dann kann eine osteopathische Behandlung sinnvoll sein

Weshalb ist das so? Es gibt die Theorie, dass unter anderem der Schreck, den der Säugling bekommt, wenn er plötzlich aus dem Bauch der Mutter herausgeholt wird, einen verstärkten Moro-Reflex auslöst. Belegt ist das nicht.

Moro-Reflex im Schlaf: Was hilft?

Manche Babys wachen mehrmals pro Nacht durch den Moro-Reflex auf und schrecken hoch. Oder sie finden tagsüber trotz Müdigkeit nicht in den Schlaf. Manchmal zeigt sich der Moro-Reflex also auch schon beim Einschlafen. Daher ist es hilfreich, wenn du dein Kind beim (Ein)Schlafen begleitest. Deine Nähe gibt ihm Sicherheit und lässt es leichter entspannen. Wenn du dein Baby beispielsweise auf deinem Bauch schlafen lässt, spürt es nicht nur deine Nähe. Die Bauchlage verhindert auch das unkontrollierte Hochreißen der Arme. Allerdings solltest du dein Baby im Blick haben, wenn es in Bauchlage liegt. Nachts ist die Bauchlage nicht angeraten, da sie als Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod gilt.

Alternativ kannst du dein Baby tagsüber auch zum Schlafen auf die Seite legen. Seine Arme und Hände liegen dabei vor seinem Körper. Seinen Rücken solltest du mit einem Stillkissen oder einer Puckschnecke stützen. Zusammengerollte Handtücher funktionieren auch. Auch die Seitenlage solltest du aber nur tagsüber ausprobieren und nur, wenn du dein Baby im Blick hast.

Nachts kann das Familienbett hilfreich sein. Denn dann spürt dein Baby deine Nähe.

Der Moro-Reflex kommt oft hintereinander: Woran liegt das?

Das kann verschiedene Gründe haben, etwa:

  • dein Baby macht einen Wachstumsschub durch: Die neuen Eindrücke überfordern das Baby und lösen Stress aus.
  • dein Baby hat Fieber: Fieber macht den kleinen Körper besonders anfällig für Stress. Das Baby reagiert noch empfindlicher auf äußere Reize.
  • dein Baby wurde geimpft: Impfungen können bei Babys Unruhe auslösen. Das ist normal, schließlich kämpft der Körper gegen die Viren. Durch die Unruhe werden Kinder manchmal schreckhafter. Der Moro-Reflex tritt häufiger auf.

Das trifft alles nicht auf dein Baby zu? Dann sprich am besten mit der Kinderärztin darüber. Sie kann einschätzen, ob es sich um den Moro-Reflex oder womöglich das sogenannte West-Syndrom handelt, das Krampfanfälle verursacht. In vielen Fällen ist die Unterscheidung für Laien schwierig.

Moro-Reflex oder West-Syndrom: Was ist der Unterschied?

Das West-Syndrom bezeichnet eine Serie von Krampfanfällen beim Säugling. Diese Krampfanfälle gehen mit einem blitzartigen und wiederholten Nicken des Kopfes, einem Zucken des Rumpfes und der Extremitäten einher sowie mit dem Strecken und Beugen der Arme.

Der Unterschied zum Moro-Reflex liegt darin, dass die Ausprägungen des West-Syndroms heftiger sind. Hinter dem West-Syndrom verbirgt sich meistens die Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie. Phenylketonurie ist erblich bedingt.

Stimmt es, dass ein persistierender Moro-Reflex mit dem KiSS-Syndrom in Verbindung steht?

Beim KiSS-Syndrom liegt eine Blockade des Kopfgelenkes vor. Dadurch kann die neuronale Entwicklung nachhaltig gestört sein. Bleibt diese Blockade unbehandelt, kann daraus das sogenannte KiDD-Syndrom entstehen. KiDD steht für Kopfgelenksinduzierte Dyspraxie und Dysgnosie. Dabei handelt es sich um eine Koordinations- und Entwicklungsstörung. Der Moro-Reflex kann nicht herauswachsen und bleibt bestehen. Allerdings handelt es sich beim KiSS- und KiDD-Syndrom um zwei unter Medizinern stark umstrittene Diagnosen.

Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: Das KiSS-Syndrom bei Babys und Kindern: Ursachen, Behandlung & Kritik.

Hast du noch eine Frage zum Thema Moro-Reflex bei Babys? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Quellen

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