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Babys 11. Woche: So entwickelt sich dein Baby

11 Wochen ist dein Baby nun schon bei dir. Wie wundervoll! Damit habt ihr schon fast die 3-Monats-Marke geknackt. Bei manchen Kindern kündigt sich nun schon der 12-Wochen-Sprung durch vermehrte Unruhe an. Andere lässt das völlig kalt. So oder so, was die 11. Woche im Leben deines Babys so mit sich bringt, erfährst du jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Babys sind mit 11 Wochen viel aufmerksamer. Sie brauchen jetzt Beschäftigung.
  • Mama und Papa sind die besten Spielkameraden, aber ein wenig bestücktes Spieltrapez kann auch eine Weile für Glückseligkeit sorgen.
  • Bis zu den ersten Fortbewegungsversuchen dauert es nicht mehr lang.
  • Viele Babys können jetzt in Bauchlage ihren Kopf schon eine ganze Weile halten.
  • Bei bestimmten Krankheitsanzeichen ist ein sofortiger Arztbesuch nötig.
  • Die Verwandtschaft weiß alles besser? Jetzt miteinander reden!

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 11. Woche

Mit 11 Wochen kündigt sich bei empfindlichen oder lang ausgetragenen Babys vielleicht schon der 12-Wochen-Sprung an. Keine Sorge, dieser ist viel kürzer als der letzte und dauert oft nur ein paar Tage. Danach hat dein Baby wieder etwas dazu gelernt. Aber dazu nächste Woche mehr.

Aber auch vor dem neuen Sprung kannst du vielleicht an deinem Baby schon klitzekleine Veränderungen feststellen: Bewegt es sich weniger hölzern? Schaut es seine Händchen immer öfter an, statt sie zur Faust zu ballen? Seine Fingerchen sind in dieser Zeit ein toller Spielpartner. Weint es weniger ohne erkennbaren Grund und teilt sich dafür vermehrt mit Lauten mit? Mit fast 3 Monaten hat dein Kleines die schwierigste Phase schon beinahe überstanden (Bei Frühgeborenen dauert es etwas länger.)

Mit 11 Wochen werden viele Babys jetzt ziemlich fordernd. Simpler Körperkontakt ist immer noch hoch im Kurs. Aber auch Beschäftigung durch Mama oder Papa ist jetzt ziemlich angesagt. Das heißt nicht, dass ihr euch euren Terminkalender voll laden solltet. Zu viele Eindrücke überfordern das Baby immer noch sehr schnell. Es heißt nur, dass dein kleiner Schatz Zuwendung und Spielangebote möchte. Wenn es ein Spiel nicht mag, kann es das wahrscheinlich schon deutlich zeigen.

Wenn du nicht immer Zeit zum Spielen hast, probier es doch mal mit einem Spieltrapez, an dem du alle paar Tage ein anderes interessantes Objekt aufhängst. Das ist besser als zu viele verschiedene Dinge auf einmal, die erst überfordern und dann nach kurzer Zeit langweilig werden.

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 11

11 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht3,8 bis 8,1 kg4,2 bis 8,5 kg
Körperlänge52,4 bis 64,8 cm54 bis 66,2 cm
Kleidergrößen56, 62, 6856, 62, 68
Mützengrößen38/40, 42/4438/40, 42/44
g pro Woche+ 110 bis 330 g+ 110 bis 330 g
cm pro Monat+ 3 bis 4 cm+ 3 bis 4 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Das Baby ist krank, was mach ich jetzt bloß?

Es ist immer wieder erstaunlich, wie unberührt viele junge Babys von jeglichen Krankheitswellen um sie herum bleiben. Mama schnieft, Papa hustet und die Geschwisterkinder liegen mit Fieber flach. Wer ist fit? Das Baby! (Ausnahmen gibt es natürlich.)

Welch ein Glück, dass es den Nestschutz gibt, den es noch während der Geburt in Form von Antikörpern von dir mitbekommen hat. Leider hält dieser Nestschutz nicht ewig. Mit etwa 3 Monaten verflüchtigt sich die geborgte Abwehr im Körper des Babys. Jetzt muss der kleine Körper es selbst schaffen. Am besten klappt das meist, wenn du stillst, da auch in der Muttermilch Abwehrstoffe enthalten sind. Dumm nur, wenn Mama noch gar keine eigenen Abwehrstoffe bilden konnte. Ein funktionierendes Immunsystem muss sich erst ausbilden. Und so kann es passieren, dass dein Baby nun auch der erste Schnupfen oder Durchfall ereilt oder es tatsächlich ernsthaft erkrankt.

Jetzt solltest du nicht in Panik verfallen, sondern bei deinem Kind bleiben und die Entwicklung gut beobachten. (Auffälligkeiten für den Arzt notieren!) und notfalls handeln.

Bei diesen Anzeichen zum Arzt

Da dein Baby noch so klein ist, ist es wichtig, dass du bei einem dieser Anzeichen sofort zum Arzt oder notfalls ins Krankenhaus gehst. Übrigens: Manche Kinderärzte machen Hausbesuche, einfach nachfragen:

  1. Dein Baby hat Fieber (ab 38 Grad)
  2. Es wirkt apathisch.
  3. Dein Baby verweigert das Trinken und hat kaum noch volle Windeln.
  4. Es hustet oder hat Atemprobleme.
  5. Seine Haut ist auffallend blass.
  6. Es schreit schrill ohne erkennbaren Grund.
  7. Es erbricht schwallartig.
  8. Dein Baby hat seit mehr als 6 Stunden Durchfall (dünnflüssig, häufig und ungewöhnlich viel)
  9. Du findest Blut im Stuhl, oder der Stuhlgang schwarz, weißlich oder schaumig grün und stinkt.
  10. Dein Baby fummelt sich die ganze Zeit an den Ohren herum und weint.
  11. Es lässt sich nicht beruhigen und wirkt schlapp.
  12. Du entdeckst einen ungewöhnlichen Ausschlag.

Generell gilt: wenn du ein ungutes Gefühl hast, geh zum Arzt! Vertrau ruhig deinem Instinkt, niemand wird dich abweisen. Und es ist auch nicht schlimm, wenn dann doch nichts war.

Ein normaler Schnupfen ohne sonstige Beeinträchtigungen ist meist kein Problem. Ein paar Tropfen Kochsalzlösung oder Muttermilch in die Nase geträufelt, helfen Babys und Kleinkindern, ihn schnell zu überstehen. Wenn die Wohnungsluft sehr trocken ist, kannst du feuchte Mullwindeln im Raum aufhängen, um die Schleimhäute zu schonen.

Vorsicht bei ätherischen Ölen. Diese können zu einem Kehlkopfkrampf führen und sollten daher in keiner Form zum Einsatz kommen, bis dein Kind mindestens 2 Jahre alt ist!

Die stolzen Großeltern

Mit der Geburt des Enkels werden bei den frisch gebackenen Großeltern Erinnerungen wach. Die Babyzeit ihrer eigenen Kinder ist lang vorbei und dann kommt da dieses neue kleine Menschlein auf die Welt, das ja irgendwie auch ihrer Liebe entstammt. Und plötzlich machen sich eure Eltern nicht nur um euch, sondern auch um euer Kind Gedanken. Und tragischerweise führt das nicht selten zu Spannungen. Warum ist das so?

Deine Eltern möchten sich einbringen

Viele Großeltern wünschen sich aus tiefstem Herzen, in der Aufzucht der Enkel eine Rolle zu spielen. Sie haben so viel zu geben und haben sich ja irgendwie auch ihr ganzes Leben lang darauf vorbereitet, Großeltern zu sein. Das Problem ist, dass manche junge Familien gerade am Anfang erstmal ganz viel Zeit für sich selbst brauchen. Denn du bist ja selbst gerade erst zum ersten Mal Mama oder Papa geworden. Und das ist eine ganz intime Zeit. Zum ersten Mal gibt es euch als Familie zu dritt und jetzt wird auch klar, dass das so bleibt. Bisher waren vielleicht lange Urlaube oder ein Umzug eure einschneidendsten Erfahrungen als Paar und nun habt ihr plötzlich diese riesige Verantwortung, diese Liebe, aber auch diese Unsicherheit. Vielleicht verarbeitest du gerade deine intensiven oder auch traumatischen Erfahrungen der Geburt und auch körperliche Wunden müssen erstmal verheilen. Gerade in dieser Zeit spürt ihr möglicherweise selbst, dass ihr als Paar und Familie erstmal ganz viel Zeit für euch selbst braucht. Und das kann schwer nachzuvollziehen sein für deine Eltern, die dich so gerne tatkräftig unterstützen möchten. Aus ihrer Sicht könnten sie so viel tun, schließlich haben sie ja selbst schon mindestens ein Kind erfolgreich großgezogen.

Vielleicht können sie im Moment nicht nachvollziehen, dass ihr euch erstmal zu dritt als Familie neu finden müsst. Wenn es euch auch so geht, dann achtet darauf klar zu kommunizieren, was ihr braucht und was ihr euch wünscht. Denn wenn du dich ärgerst, aber deine Eltern oder Schwiegereltern gar nicht wissen warum, dann kommt meist nichts Gutes heraus – gerade wenn sie gekränkt sind, weil sie es sich vielleicht anders vorgestellt hatten.

Deine Eltern haben es anders gelernt

Deine Mutter empfiehlt, das Baby lieber schreien zu lassen? Der Schwiegerpapa schmiert Honig auf den Nuckel, um das Baby zum Nuckeln zu motivieren? Dein Papa fragt sich ob das lange Stillen das Kind nicht unselbstständig macht? Zugegeben, nach dem modernen Erziehungsbild sind diese Meinungen überholt. Aber sei dir einer Sache bewusst: deine Eltern geben dir diese Empfehlungen aus bestem Wissen und Gewissen. Als sie damals Eltern geworden sind, wollten sie – genau wie du heute – nur das beste für dich beziehungsweise deinen Partner. Und sie haben gelernt, dass ihr Weg eben der „Richtige“ ist. Und wahrscheinlich war er es auch nach dem damaligen Erkenntnisstand. Fakt ist, dass sich vieles ändert: Die Wissenschaft macht enorme Fortschritte, die Gesellschaft verändert sich und eben auch unser Bild auf Babys und wie wir mit ihnen umgehen. Aber deine Eltern haben vor vielleicht 30 Jahren ein Kind bekommen und damals galten eben andere Dinge. Und nun stehen sie da und sehen zu wie du dein Kind auf eine Weise großziehst, von der sie selbst gelernt haben, dass sie schädlich ist. Und da stehen sie vor einem Dilemma. Entweder sie sagen etwas und riskieren Streit oder sie schlucken es herunter. Auch hier solltest du dich früh genug abgrenzen von deinen Eltern. Versuche nicht allzu lange zu diskutieren, warum du Dinge so oder so machst. Erkläre ihnen, dass Eltern es heute eben anders machen und deine Entscheidungen wohl überlegt sind. Wenn deine Eltern Vertrauen in deine Erziehungskompetenz haben, dann werden sie auch akzeptieren können, dass du Dinge eben anders machst. Lasse sie wissen, wann du dir einen Ratschlag wünschst und wann nicht. Je klarer du dich artikulierst, desto weniger kommt es zu Missverständnissen.

Junge Eltern sind stark verunsichert

Das mag nicht für alle Eltern gelten, aber gerade viele Erstlingseltern haben in den ersten Monaten nach der Geburt erstmal ganz viele unterschiedliche Themen und wissen gar nicht so recht, wo ihnen der Kopf steht. Und dann ständig die Angst etwas falsch zu machen, das Baby kaputt zu machen, sich als Paar zu entfremden… bei jedem sind es andere Dinge, aber die meisten Neueltern sind erstmal verunsichert. Das gibt sich auch nach einiger Zeit wieder und fällt vielen auch erst in der Rückschau so richtig auf. Das Problem ist: Wer unsicher ist, der freut sich meist nicht über Ratschläge von außen. Ganz im Gegenteil, sie kränken und verunsichern noch mehr. Denn genau in den Momenten in denen man sich fragt „Mache ich es richtig? Wie soll ich das schaffen?“ möchte man nicht noch von anderen gespiegelt bekommen, dass sie die eigenen vermeintlichen Schwächen (auch) sehen. Eigentlich wünscht man sich eine Ermunterung und Ermutigung und nicht Verbesserungsvorschläge. Denn die hast du eh schon eine Million mal gegoogelt. Auch hier hilft es, dir bewusst zu machen, dass deine Eltern es gut meinen. Bei dir kommt es in diesem Moment einfach anders an. Und das kannst du auch sagen. Du kannst zum Beispiel sagen „Wenn du mir sagst ich soll im vier Stunden Takt stillen, dann habe ich das Gefühl du denkst, ich mache es falsch. Ich denke, du vertraust meiner Entscheidung nicht und das verletzt mich. Ich habe die Entscheidung getroffen es so zu machen und zwar zusammen mit meiner Hebamme und meinem Mann. Ich wünsche mir viel mehr, dass du mich fragst, was ich brauche. Und dass du siehst, wie sehr ich mich bemühe, eine gute Mutter zu sein.“

Probleme lieber nicht totschweigen

Möglicherweise hat euer Problem schon in der Schwangerschaft angefangen. Wenn du auch betroffen bist, ist es wichtig, bald ein klärendes Gespräch zu suchen. Sei dabei klar und sage, was ihr als Familie euch wünscht. Und dann gib den Großeltern auch ein bisschen Zeit, um das sacken zu lassen. Am Ende spielen die Großeltern ja eine ganz wichtige Rolle und können zu starken Bezugspersonen für dein Kind werden. Und sie können euch als Familie entlasten. Das geht aber nur, wenn ihr langfristig einen Weg findet zu akzeptieren, dass ihr eben unterschiedlich seid und auch in Erziehungsfragen unterschiedliche Meinungen habt. Eure grundsätzliche Erziehungsrichtung sollten deine Eltern natürlich akzeptieren. Aber vielleicht brauchen sie dafür auch ein bisschen Zeit und du eben auch.

Hebamme Anja schreibt in einem Brief auf ihrem Blog vonguteneltern.de, was Großeltern im Umgang mit ihren Kindern und deren Enkeln wissen sollten. Vielleicht druckst du ihren Text auch einfach nur aus und überreichst ihn in einer stillen Minute?

Wichtiger Termin in der 11. Woche: Elterngeldantrag

Denk bitte an den Elterngeldantrag (wenn das nicht schon längst erledigt ist). Denn um kein Geld vom Staat zu verschenken, musst du ihn spätestens 3 Monate nach der Geburt abgegeben haben. Das Eingangsdatum ist dabei entscheidend.

Hast du noch Fragen zu Woche 11 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Unser Tipp, wenn dein Baby schlecht schläft

"Endlich wieder schlafen" Buch

Wenn auch dein Baby schlecht schläft, dann besorg dir am besten das Buch "Endlich wieder schlafen". Du lernst darin alle relevanten Hintergründe zum Thema Babyschlaf kennen und effektive Methoden mit denen dein Baby ein- und durchschlafen wird. Vielen Eltern hat das Buch bereits weitergeholfen!

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