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Muttermilch: Das ultimative Superfood

1 Muttermilch hilft dem Babydarm

Wenn ein Säugling auf normalem Weg zur Welt kommt, erhält er auf dem Weg durch den Geburtskanal eine Ladung Darmbakterien seiner Mutter frei Haus. Diese beginnen den noch jungfräulichen Darm zu besiedeln. Stillen hilft hier zusätzlich enorm. Denn Forscher haben nachgewiesen, dass 30% der „guten“ Darmbakterien direkt aus der Muttermilch stammen und noch mal 10% von der Oberfläche der Brust selbst. Muttermilch ist also alles andere als steril.

Außerdem enthält sie die größte Zahl an komplexen Zuckern im ganzen Tierreich (viel mehr als Kuhmilch). Diese brauchen die hilfreichen Darmbakterien als Nahrung. Fehlen sie, kann es schnell zur Fehlbesiedlung durch krankmachende Keime und Pilze kommen. Ein kranker Darm begünstigt Infektionen, Autoimmunkrankheiten und hat sogar Einfluss auf unsere Psyche. Ein gesunder Darm macht aus uns glücklichere, zufriedenere Menschen und schützt unsere Gesundheit damit doppelt.

2 Sie schützt vor Infektionen und hilft beim Gesund werden

Milch aus Mamas Brust pflegt nicht nur den Darm. Sie liefert deinem Baby auch gerade in den ersten Monaten eine gute Portion Antikörper, auch Immunglobuline genannt, gegen alle möglichen Erreger und unterstützt so das Immunsystem des Säuglings. Immer dann, wenn dein Körper oder der deines Babys einen Infekt bekämpft, kommen neue Antikörper dazu. So werden gestillte Babys weniger krank, erkranken seltener schwer und werden schneller gesund, als Säuglinge, die mit Flaschenmilch groß werden.

Früher glaubte man, dass dieser Effekt mit den Monaten nachlässt. Vor nicht allzu langer Zeit fanden Forscher aber heraus, dass die Menge der Antikörper in der Muttermilch nach einem halben Jahr und dann noch mal nach 2 Jahren wieder zunimmt. So wird das nun mobile Kind auch dann geschützt, wenn der Nestschutz nicht mehr greift.

3 Muttermilch versorgt jede Körperzelle optimal

Muttermilch hat genau die Zusammensetzung, die der Körper deines Babys benötigt. Und das jeden Tag und zu jeder Tageszeit. Denn der Bedarf des Babys ändert sich ständig und deine Brust passt die Milch diesem Bedarf an. Das Verhältnis von Wasser, Eiweißen und Zuckerstoffen variiert fortlaufend. Fehlen Vitamine oder Mineralstoffe, reagiert die Brust innerhalb weniger Stunden. Wachsen die Knochen, ist Kalzium und Phosphor gefragt. Fehlt Eisen, wird dieses von Mamas Stoffwechsel abgezweigt. Wächst das Gehirn, bekommt es mehr dafür nötige Proteine und langkettige Fettsäuren. Das geht so weit, dass manche Stillbabys nur einmal pro Woche oder gar alle 14 Tage Stuhlgang haben, weil es einfach keinen Ballast gibt, den der kleine Körper loswerden muss.

4 Sogar Stammzellen sind in ihr enthalten

Stammzellen sind Zellen, die sich in jede beliebige Körperzelle umwandeln können. Bis vor kurzem ging man davon aus, dass sich diese nur aus Embryonen in der Phase gewinnen lassen, wo noch nicht alle Organe vollständig angelegt sind. Jetzt gelang der Nachweis auch in der Muttermilch, was diese nun auch für die Stammzellforschung interessant macht.

Viel wichtiger ist aber, dass der gestillte Säugling demnach mit der Muttermilch ein Reparaturkit für Defekte in seinem kleinen Körper geliefert bekommt. Vielleicht ist das der Grund, warum gestillte Kinder ein nachweislich geringeres Risiko für Leukämie haben, als andere. Die Forschung dazu steht aber noch ziemlich am Anfang.

5 Gestillte Kinder leiden seltener unter Allergien und Asthma

Das Allergien und Asthma ziemlich eng mit der Darmflora zusammenhängen, ist mittlerweile bekannt. Und das ist der Grund, warum Kinder, die länger als 6 Monate Muttermilch bekommen, weniger unter Allergien leiden, als andere. Wenn mit einem halben Jahr nach und nach Beikost eingeführt wird, vertragen weiter gestillte Kinder neue Lebensmittel wie Fisch, Milch oder Ähnliches oft besser, als nicht gestillte. Deshalb empfehlen Kinderärzte das Stillen mit 6 Monaten nicht einzustellen.

6 Muttermilch fördert das Hirnwachstum

Das menschliche Gehirn ist das komplexeste des gesamten Tierreichs. Und ob du es glaubst oder nicht, die menschliche Muttermilch ist genau aus diesem Grund ebenfalls die mit den meisten verschiedenen Inhaltsstoffen. Keine andere Milch kommt dort heran, selbst die von Menschenaffen nicht. Von Flaschenmilch ganz zu schweigen. Dabei haben Wissenschaftler noch längst nicht alle Inhaltsstoffe entdeckt. Jedes Jahr kommen neue dazu.

Damit sich das Gehirn eines Säuglings richtig entwickeln kann, braucht es vor allem Proteine und bestimmte Fette. Muttermilch hält etwa 1000 verschiedene Proteine und langkettige Fettsäuren bereit. Vielleicht haben gestillte Kinder deshalb im Schnitt einen etwas höheren IQ, als solche, die von Anfang an künstliche Nahrung erhalten hatten. Wer weiß.

7 Morgens kann sie wecken und abends beruhigen

Hast du dich mal gefragt, warum so viele Mütter ihre Kinder in den Schlaf stillen? Sie nutzen unbewusst einen wunderbaren Nebeneffekt der abendlichen Muttermilch. Denn diese enthält, wenn es dunkel und die Mutter selbst müde wird, unter anderem mehr schlafförderndes Melatonin. Morgens dann mehr Cortisol, das die Lebensgeister weckt.

8 Muttermilch bringt die Hormone ins Gleichgewicht

Und zwar die deines Babys und deine eigenen. Beim Baby betrifft dies vor allem die Hormone, die seinen Appetit und seinen Zuckerstoffwechsel regeln. Aber da Stillen das Kind im späteren Leben bis zu einem gewissen Grad auch vor hormonell bedingten Krebsarten schützt, ist anzunehmen, dass der gesamte Hormonhaushalt des Babys davon profitiert.

Wenn du deine Kinder länger stillst, sinkt dein Krebsrisiko ebenfalls. Dies betrifft vor allem Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs. Aber auch dein Diabetes-Risiko nimmt ab. Unglaublich, oder?

9 Äußerlich wirkt sie hautberuhigend und heilend

Wenn dein Baby gereizte Haut hat oder deine Brustwarze durch das Stillen etwas wund sind, können ein paar Tropfen Muttermilch die Haut beruhigen und die Heilung unterstützen. Denn Muttermilch wirkt desinfizierend und pflegend. Auch als Badezusatz für Babys ist sie daher bestens geeignet. Probier es einfach mal aus.

10 Kolostrum senkt Sterblichkeit bei Frühchen

Kolo… was? Kolostrum ist die Milch, die du gegen Ende der Schwangerschaft bildest, noch während sich das Baby in deinem Bauch befindet. Sie ist seine erste Nahrung, wenn es frisch auf der Welt ist und zu saugen beginnt. Die Brust produziert davon nur winzig kleine Mengen. Trotzdem sind seine Inhaltsstoffe ein wahrer Zaubertrank.

Das dicke, gelbliche Kolostrum ist nicht nur sehr nährstoffreich und leicht verdaulich. Es enthält auch jede Menge weiße Blutkörperchen, Abwehrstoffe, Wachstumsfaktoren und Mineralstoffe. Wird dein Kind zu früh geboren, unterscheidet sich die Zusammensetzung deines Kolostrums sogar noch, damit dein Kind besonders geschützt ist.

11 Gestillte Kinder neigen weniger zu Übergewicht und Diabetes

Kinder, die gestillt wurden, werden seltener adipös, als solche, die von Anfang an Säuglingsnahrung bekommen. Das liegt zum einen daran, dass Stillen bei Bedarf das natürliche Sättigungsgefühl fördert. Zum anderen enthält Muttermilch Hormone, die Nahrungsaufnahme und Insulinproduktion regulieren. Letztes ist vor allem wichtig für die Vorbeugung von Diabetes Typ-1 und Typ-2.

Je länger du stillst, desto größer ist der Effekt. Auch das Risiko für chronische Atemwegsprobleme, Ohrinfektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt ab. Das geringere Krebsrisiko hatten wir schon weiter oben erwähnt.

Hast du noch eine Frage zum Thema „Superfood Muttermilch“? Schreib uns gern einen Kommentar!

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