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Schlafendes Kind im Auto

Vorsicht: Kinder bei Hitze nie allein im Auto lassen

Mal eben in die Apotheke, kurz etwas in der Wäscherei abholen, nur schnell in den Supermarkt? Das Kind schläft gerade so schön im Autositz, soll ich es einfach weiterschlafen lassen? Ich kann doch ein Fenster einen Spalt offen lassen…!? Warum das gerade im Sommer keine gute Idee ist, weiß der ADAC. Gleich dazu mehr …

Viele von uns kennen es: Das Baby oder Kleinkind ist während der Fahrt eingeschlummert. Endlich. Und jetzt schläft es selig und zufrieden. Wecken? Oh ne. Dann wird es quengelig und du kommst wieder zu gar nichts.

Oder dieses Beispiel: das ältere Kind fühlt sich heute bärenstark und möchte im Auto warten. Ganz allein! Schließlich ist es schon groß und braucht dich nicht mehr, weil es keine Angst allein hat. Also die neu entdeckte Unabhängigkeit im Keim ersticken? Ungern.

Trotzdem: Im Sommer oder in der prallen Sonne kann das fatal sein.

Autos heizen sich schnell auf

Etwa 40 Kinder sterben in den USA pro Jahr in aufgeheizten Autos. Meist weil Eltern nicht wissen, wie schnell das gehen kann. Auch hier bei uns holen Polizei und Feuerwehr regelmäßig Kinder (oder Tiere) aus verschlossenen Familienkarren.

Das ist nicht nur eine Verletzung der Aufsichtspflicht, sondern für die Kinder lebensgefährlich. Denn es braucht bei Frühlingstemperaturen um die 25 Grad gerade einmal 15 Minuten, bis der Innenraum die 46-Grad-Marke knackt. Allerspätestens dann wird es kritisch, oft schon vorher. Erst kommt der Hitzschlag, dann die Bewusstlosigkeit und danach kapituliert der kleine Körper. Warum zeigt die Grafik des ADAC weiter unten besonders deutlich.

Wenn die Sonne uns wie jetzt bei 30 Grad und mehr im eigenen Saft schmort, geht es entsprechend schneller. Und du weißt nie, wie lange du für Erledigungen wirklich brauchst. Von Kind vergessen reden wir gar nicht. Auch das kommt vor. Stilldemenz, Stress und Hitze sind einfach keine gute Kombination.

Grafik von @ADAC

Egal ob du ein Fenster oder zwei einen Spalt offenlässt, im Auto wird es heißer und heißer. Bis zu 70 Grad sind an Sommertagen drin. Das Auto im Schatten abstellen? Bringt was, aber bist du sicher, dass du die Bewegung der Sonne immer richtig einschätzt?

Warum ist die Hitze so schlimm für kleine Kinder?

Babys und Kleinkinder können noch nicht so schwitzen wie wir Erwachsenen. Erst ab der Pubertät klappt das. Durch ihre geringere Körperoberfläche kann sich der Körper selbst nicht ausreichend kühlen. Dazu kommt der Flüssigkeitsmangel, der bei hohen Temperaturen schnell entsteht. Sauerstoff fehlt im Gehirn und Herz-Kreislauf-System. Das zusammen macht der Kreislauf eines Kindes nicht lange mit.

Am besten gar nicht erst damit anfangen

Wir alle wissen, wie das ist. Hat man Dinge einmal ohne Probleme gemacht, sind die Bedenken beim nächsten Mal kleiner. Die Sicherheit ist aber trügerisch. Denn weil es einmal gutging, heißt das nicht, dass das Risiko abnimmt. Wir gewöhnen uns nur daran.

Es ist doch nur kurz? Alles richtig. Aber was, wenn du dich aus Versehen aussperrst? Wenn das Auto aus unerfindlichen Gründen nicht mehr aufgeht. Oder du aufgehalten wirst? Das ist keine Panikmache, sondern passiert. 

Am besten machst du es für euch zur Regel: Weder Kinder noch Haustiere werden im Auto zurückgelassen. Aus Prinzip nicht und schon gar nicht im Sommer! Egal, was andere sagen …

Was tun, wenn ich im Auto eingesperrte Kinder oder Tiere sehe?

Menschen, die unbesorgte Eltern dabei beobachten, wie sie ihre Kinder im Auto zurücklassen, stecken schnell in einem Dilemma. Belehren soll man ja nicht. Und so wirklich anlegen will sich auch niemand. Also was tun?

Spring über deinen Schatten! Ein kleiner freundlicher Hinweis wird manche Eltern zum Nachdenken anregen. Immerhin geht es hier um die Gesundheit oder gar das Leben eines Kindes. Wenn das nichts fruchtet, bleib am besten in der Nähe und beobachte weiter.

Hast du das Gefühl, es ist oder wird kritisch, ruf ruhig die Polizei. Nutze am besten deinen Menschenverstand. Die Scheibe einschlagen solltest du nur, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Denn die Gefahr durch herumfliegende Glassplitter ist auch nicht gerade klein.

Quellen

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