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8. SSW (Schwangerschaftswoche)

8. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Dein Baby nimmt jetzt menschliche Züge an. Das Köpfchen streckt sich langsam und die Gesichtszüge entstehen durch die Ausbildung von Augen und Mund. In dieser Woche wird der Grundstein für seine spätere Leidenschaft für die Babyschaukel gelegt. Wächst deinem Partner schon ein Bauch? Dann ist er vielleicht co-schwanger 😉

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Embryo ist so groß wie eine Himbeere
  • Größe: etwa 1,5 cm
  • Gewicht zu Beginn der 8. SSW: 0,5 g
  • Das Gehirn macht große Entwicklungsschritte
  • Die Dehnung der Mutterbänder verursacht Schmerzen

Bilder zur 8. Schwangerschaftswoche

Der Mensch ist geprägt durch seine Sinne. Hören, Schmecken, Sehen, Fühlen und Riechen sind maßgeblich für das Empfinden und Erleben der Welt. Schon in der 8. SSW wird bei deinem Baby hierfür ein wichtiger Grundstein gelegt. Die Augen und das Innenohr werden weiter ausgebildet. In den nächsten Wochen leistet dein Baby beeindruckende Arbeit in Bezug auf die Ausbildung seiner Sinne.

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So geht es dem Embryo

Nimm dir eine Himbeere zur Hand, dann kannst du dir ungefähr vorstellen, wie groß das Baby in deinem Bauch jetzt ist. In der 8. Schwangerschaftswoche entwickeln sich menschliche Züge bei deinem Bauchbewohner. Die Augen prägen sich weiter aus und nehmen an Größe zu. Die Augenlider entstehen langsam. Dazu ist eine deutliche Entwicklung bei der Unterlippe und dem Kiefer zu erkennen. Auf einem sehr guten Ultraschallbild könntest du nun schon sehen, wo sich Mund, Nase und Augen befinden.

Auch wenn der Kopf nach wie vor überproportional groß ist, zeigen sich langsam die Proportionen eines kleinen Menschen. Durch die Entwicklung der Muskeln und das Wachstum des Körpers streckt sich der Kopf immer mehr und richtet sich auf.

Schon in der 8. SSW entwickeln sich Areale im Gehirn, die für die Sinneswahrnehmung und Emotionen zuständig sind. Auch der Grundstein für die Atmung wird jetzt im Gehirn gelegt. Dass dein Kind in zwei Jahren gar nicht mehr aus der Babyschaukel aussteigen möchte, liegt daran, dass das Areal, das später den Gleichgewichtssinn steuern wird, jetzt angelegt wird.

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Das Herz verfügt inzwischen über die vier Kammern und schlägt zwischen 150 und 160 Mal pro Minute. Damit ist es doppelt so schnell wie dein eigenes Herz. In der 8. SSW nehmen nun die Nieren ihre Arbeit auf und fangen an, Urin zu produzieren. Auch die Verdauung macht Fortschritte. Im Magen wird schon Magensäure produziert.

Der Schwanz, der als ein Überbleibsel der Evolution bisher noch vorhanden war, bildet sich zurück und wird später als Steißbein zu erkennen sein. Im Körper des Embryos werden nun Knochenzellen produziert. Zudem zeigen sich erste Gelenke. Immer mehr Nerven entstehen in den Beinen und Armen und sorgen dafür, dass dein Baby schon richtig viele Bewegungen macht.

Das Fruchtwasser und die Gebärmutter schützen dein Baby. Kleine Erschütterungen können dem Embryo nichts anhaben. Kommt es in der 8. SSW zu einem Sturz oder erleidest du anderweitig eine Verletzung des Bauches, solltest du vorsichtshalber kontrollieren lassen, ob alles in Ordnung ist.

Die Mama in der 8. SSW

Es ist gut möglich, dass du in der 8. SSW unter Atemnot leidest und es dir schwerfällt, bei Anstrengung Luft zu holen. „Jetzt schon?“, denkst du vielleicht. Grund ist, dass ein Teil des Sauerstoffs in deinem Körper für dein Baby benötigt wird. Dazu kommt, dass das Blutvolumen zunimmt, was dir Kreislaufprobleme bescheren kann. Außerdem brauchst du mehr Flüssigkeit. Wird dir schwindlig, mach eine Pause, setz dich hin und trinke ein Glas Wasser.

Vermutlich leidest du noch immer an starker Übelkeit, die zwar als Morgenübelkeit bekannt ist, sich aber den ganzen Tag über zeigen kann. Auslöser für einen neuen Schub können auch Dinge sein, die dich früher nie gestört haben. Der Duft von einem Essen oder einem Parfum, die Autofahrt oder sogar das sonst so leckere Eis können Übelkeit auslösen.

Ziehen und leichte Schmerzen

Es kann durchaus sein, dass du in der 8. SSW Ziehen oder leichte Schmerzen im Unterbauch verspürst. Ursache sind häufig die Mutterbänder, die sich nun langsam dehnen und dafür sorgen, dass die Gebärmutter ausreichend Platz hat. Solange die Schmerzen nur sporadisch und leicht sind, besteht kein Grund zur Sorge. Gönne dir Ruhepausen. Denke daran, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßte Kräutertees. Leidest du an starker Übelkeit, versuche es mit Ingwertee. Ingwer hat eine beruhigende Wirkung auf den gereizten Magen.

Dein Baby im Ultraschall und ganz viele Untersuchungen

Bist du schon aufgeregt? Die meisten Frauen haben ihren ersten Termin bei ihrer Gynäkologin in der 8. SSW. Die Frauenärztin kann nun auf dem Ultraschall bereits viel erkennen und dir erklären, wie weit dein Baby entwickelt ist. Für den ersten Ultraschall, der noch vaginal durchgeführt wird, nehmen sich die Ärzte viel Zeit. Versuche, deinen Partner in den Termin miteinzubeziehen. Es ist ein einzigartiger Augenblick, wenn ihr gemeinsam das kleine Herz eures Babys schlagen hören könnt.

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ℹ️ Wie wird die 8. SSW gezählt?

Mit der 8. Schwangerschaftswoche bist du schon am Ende des 2. Schwangerschaftsmonats angelangt. Damit liegen nur noch acht weitere vor dir, bis du dein Baby im Arm halten kannst. Nach wie vor sind sich einige Frauen unsicher, wie die Tage in der Schwangerschaft gezählt werden. Hier kannst du dich über den Verlauf in der 8. SSW informieren:

  • Tag 1 der 8. SSW wird als 7+0 gewertet
  • Tag 2 der 8. SSW wird als 7+1 gewertet
  • Tag 3 der 8. SSW wird als 7+2 gewertet
  • Tag 4 der 8. SSW wird als 7+3 gewertet
  • Tag 5 der 8. SSW wird als 7+4 gewertet
  • Tag 6 der 8. SSW wird als 7+5 gewertet
  • Tag 7 der 8. SSW wird als 7+6 gewertet

Liegt die 8. Schwangerschaftswoche hinter dir, sind es nur noch 32 Wochen bis zum errechneten Entbindungstermin.

5 häufige Fragen in der 8. SSW

1) Ich leide an Dauermüdigkeit: Ist das normal?

Dauermüdigkeit ist in der Frühschwangerschaft normal. Schuld ist die hormonelle Veränderung, die dein Körper durchläuft. Meist bessert sich die Müdigkeit nach dem ersten Trimester. Falls die Müdigkeit auch im zweiten Trimester anhält, solltest du deine Ärztin darauf ansprechen. Dann könnte ein Eisenmangel der Grund sein.

Übrigens helfen moderate Bewegung (etwa Spaziergänge an der frischen Luft, Yoga, Radfahren), eine vitaminreiche Ernährung und viel trinken gegen die Müdigkeit. Auch mit Wechselduschen kannst du der Müdigkeit entgegenwirken. Hier findest du weitere Tricks gegen die Schwangerschaftsmüdigkeit.

2) Warum werden Frauen über 35 als Risikoschwangere eingestuft? Welche speziellen Risiken haben ältere Schwangere?

Statistisch gesehen haben Schwangere ab 35 ein etwas höheres Risiko, im Laufe der Schwangerschaft wegen Gestose oder Schwangerschaftsdiabetes behandelt zu werden. Auch das Risiko für genetische Defekte, Früh- und Fehlgeburten steigt mit zunehmendem Alter leicht an. Aber: Die meisten Schwangerschaften von Spätgebärenden verlaufen problemlos. Die Kinder sind kerngesund.

Also mach dir keine Sorgen. Es kann sogar von Vorteil sein, als Risikoschwangere zu gelten. Deine Ärztin wird dich besonders engmaschig überwachen. Das reduziert das Risiko für ernsthafte Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt erheblich.

Mehr Infos erhältst du in unserem Artikel „Risikoschwangerschaft: Was bedeutet das?“.

3) Kann man schon vor der Geburt die Vaterschaft feststellen? Falls ja, ab wann?

Medizinisch ist es möglich, bereits vor der Geburt eine Vaterschaft festzustellen. In Deutschland ist ein pränatales Abstammungsguthaben laut Gendiagnostikgesetz Paragraf 17 Absatz 6 jedoch nur erlaubt, wenn es behördlich angeordnet ist. Eine behördliche Anordnung erfolgt nur dann, wenn vermutet wird, dass das Ungeborene durch eine sexuelle Straftat gezeugt wurde.

So funktioniert der vorgeburtliche Vaterschaftstest:

Der Arzt kann ab der 11. SSW eine Chorionzotten-Untersuchung (Chorionzottenbiopsie) durchführen. Dem Mutterkuchen wird hierbei eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird auf Übereinstimmungen mit dem Erbgut des möglichen Vaters untersucht. Ab der 13. SSW ist alternativ eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) möglich. Dann werden die im Fruchtwasser enthaltenen kindlichen Zellen für einen Vaterschaftstest verwendet. Als genetisches Vergleichsmaterial (DNA) dienen sowohl bei der Chorionzottenbiopsie als auch bei der Fruchtwasseruntersuchung Haare, Blut oder eine benutzte Zahnbürste mit Speichel des potenziellen Vaters.

Solche invasiven pränatalen Vaterschaftstests sind sehr auf­wän­dig. Noch dazu bergen sie ein gewisses Risiko. Durch den Ein­griff kann in seltenen Fällen eine Fehl­ge­burt aus­ge­löst wer­den.

Alternative: Die nicht invasive Methode (ab der 9. SSW möglich)

Seit 2012 kann kindliches Genmaterial aus dem Blut der Mutter gewonnen werden. Hierzu wird das Blutplasma vom Rest des Blutes getrennt. Anschließend wird die fetale DNA aus dem Plasma isoliert und mit einer Mundschleimhautprobe des potenziellen Vaters verglichen. Ein invasiver Eingriff, der das Kind gefährden könnte, ist bei dieser Methode nicht erforderlich.

Aber: In Deutschland ist diese nicht-invasive Methode ebenfalls untersagt. Über eine Gesetzesänderung wird derzeit diskutiert.

4) Ist es normal, dass meine Haare so schnell nachfetten?

Oft sind die Haare schwangerer Frauen besonders dick und glänzend. Leider trifft das nicht auf jede Schwangere zu. Ausschlaggebend ist die Menge der beiden Hormone Östrogen und Testosteron. Östrogen hemmt, Testosteron fördert die Talgproduktion in den Talgdrüsen. Bei einem Östrogenmangel kommt es zu einer Überproduktion von Talg. Die Folge: fettiges Haar.

Verwende ein mildes Shampoo und wasche die Haare häufiger. Hohe Temperaturen regen die Talgproduktion an. Spüle die Haare besser unter lauwarmem Wasser aus und föhne nicht zu heiß. Mehr kannst du leider nicht tun.

5) Kann man in der 8. SSW schon Zwillinge erkennen?

Zwillinge können etwa ab der 6. SSW per Ultraschall erkannt werden. In der 8. SSW sollte dein Arzt also zweifelsfrei bestätigen können, dass eine Zwillingsschwangerschaft vorliegt.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 8. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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