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30. SSW (Schwangerschaftswoche)

30. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Aua! Ab der 30. SSW ist dein Baby in der Lage, Schmerzreize zu erkennen und Schmerzen zu empfinden. Keine Angst, in deinem Bauch ist es sicher geschützt und fühlt sich pudelwohl. Anders als du vielleicht, denn die lästigen Beschwerden nehmen in der 30. Schwangerschaftswoche zu. Was diese Woche alles wichtiges passiert, erfährst du nun.

Das Wichtigste in Woche 30

Beschreibung
SpannendDein Baby hat die Lungenreife fast erreicht. Sein Verdauungstrakt ist gut entwickelt. Die Gehirnstrukturen prägen sich stärker aus. Die Körperwärme kann dein kleiner Schatz nun fast allein regulieren. Das erste Mal kann dein Baby auf Schmerzreize reagieren.
So sieht dein Baby aus
  • Größe: etwa 40 cm
  • Gewicht: etwa 1.350 g (Quelle)
Babys Haut wird jetzt langsam rosiger. Der kleine Körper bildet ausreichend Fettpölsterchen. Die Lanugo-Haare bilden sich langsam zurück. Immer häufiger nimmt es nun die Fötusstellung ein.
Du und dein BabybauchDein Babybauch ist stark gewachsen und du kannst bei aufrechter Körperhaltung deine Füße vielleicht nicht mehr sehen. Manche Schwangerschaftsbeschwerden lassen nach, andere intensivieren sich.
Unser Hebammen-TippEin tolles Geschenk für die werdenden Eltern oder die passende Lektüre in Vorbereitung auf die Geburt und das Wochenbett, ist das Buch “artgerecht - Das andere Babybuch” von Nicola Schmidt, die einem die Natürlichkeit der Sache wieder bewusst macht und wunderbar auf den Umgang mit Babys vorbereitet.
Deine aktuelle WocheDie 30. SSW geht von 29+0 bis 29+6. Du befindest dich jetzt im 8. Schwangerschaftsmonat.
Baby in 3D ansehen

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Bilder zur 30. Schwangerschaftswoche

Lange Zeit ging man davon aus, dass man beeinflussen kann, ob ein Kind Rechts- oder Linkshänder wird. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn die Anlagen dazu werden bereits im Mutterleib gelegt. Bereits im Bauch hat dein Baby möglicherweise eine Hand, an der es am liebsten nuckelt. Konntest du es bei der Ultraschalluntersuchung schon beobachten? Auf den Ultraschallbildern sind aber unter Umständen auch schon die Augenbrauen und Wimpern gut zu erkennen.

Dein Baby in der 30. SSW

Das Baby-Wachstum

Dein Baby ist mit rund 40 cm nun in etwa so groß wie eine Yambohne und wiegt rund 1350 g.

Es wird enger in deinem Bauch. Ab der 30. SSW legt dein Baby wöchentlich rund 100 bis 300 g zu und wächst circa 1 cm in die Länge. Es hat inzwischen die Fötusstellung eingenommen. Wegen des Platzmangels in der Gebärmutter verschränkt es die Arme, zieht die Beinchen an und neigt das Kinn zur Brust. Die Bewegungen des Babys spürst du jetzt sehr stark. Je nachdem, wie der Nachwuchs liegt, lassen sich das Köpfchen, die Arme oder die Beine durch die Bauchdecke beobachten.

Durch die Einlagerung von Fett wird die einst schrumpelige Haut deines Babys dicker und glatter. Durch die Kapillargefäße fließt Blut, was die Haut leicht rosa färbt und ihr ein frisches, gesundes Aussehen verpasst. 

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Das Lanugohaar fällt aus

Ab der 30. SSW bildet sich die Lanugo-Behaarung zurück. Der weiche Flaum ist bei der Geburt normalerweise ganz verschwunden. Dennoch gibt es einige Babys, die auch bei der Entbindung noch einen zarten Flaum haben. Allerdings verschwindet dieser in der ersten Zeit nach der Geburt. Dafür bildet sich immer mehr bleibendes Haar bei deinem Säugling.

Babys erstes Schmerzempfinden

Noch bis in die 70er-Jahre hinein waren Ärzte der Meinung, Föten und Neugeborene würden aufgrund des unreifen Nervensystems keine Schmerzen empfinden. Beschneidungen und andere Eingriffe wurden daher ohne Betäubungsmittel durchgeführt. Ein fataler Fehler, arme Babys! Wie Forscher jüngst herausfanden, empfinden Babys schon im Mutterleib Schmerzreize. 

Wann genau das Schmerzempfinden einsetzt, ist umstritten. Es gilt aber als gesichert, dass Babys bereits in der 30. SSW Schmerzen empfinden können. Einige Forscherinnen vermuten, dass das Schmerzempfinden schon ab der 20. SSW einsetzt. In deinem Bauch ist dein Baby aber sicher und geschützt. Es genießt weiterhin deine Streicheleinheiten.

Steigende Überlebenschancen

Die Überlebensfähigkeit eines in der 30. Schwangerschaftswoche zu früh geborenen Babys ist schon sehr gut. Je mehr Zeit deinem Baby bleibt, um im Bauch heranzureifen, desto besser ist es jedoch. Falls es jetzt geboren werden sollte, liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei satten 97 Prozent. Daran hat auch die intensive medizinische Betreuung ihren Anteil, die heute möglich ist.

Babys Augenaufschlag

Dein Baby öffnet nun täglich seine Augen in der Wachphase. Es reagiert auf Licht und Schatten, die es auch in der Gebärmutter wahrnimmt. In der 30. Schwangerschaftswoche sind die Wimpern und Augenbrauen schon sehr gut zu sehen.

Du und dein Babybauch in der 30. SSW

Der Geburts-Countdown läuft

Wenn du die 30. Schwangerschaftswoche hinter dir hast, liegen noch zehn Wochen Schwangerschaft vor dir. Damit bist du schon einen sehr weiten Weg gegangen und die Geburt rückt immer näher. Dein Körper hat sich in den letzten Wochen und Monaten stark verändert. Das geht natürlich nicht spurlos an dir vorüber. 

In der ersten Zeit kamen und gingen Beschwerden phasenweise. Inzwischen nehmen Rückenschmerzen, Schlafprobleme, Kurzatmigkeit, Harndrang und unwillkürlicher Harnverlust, Verstopfungen und Blähungen immer weiter zu. Zwar handelt es sich hierbei um normale Begleiterscheinungen der Schwangerschaft, dennoch solltest du mit deiner Ärztin sprechen, wenn sie dich stark belasten. In einigen Fällen kann sie nützliche Hilfsmittel wie einen Symphysengürtel oder Massagen verschreiben.

Hebammen-Tipp der Woche

Je näher die Geburt rückt, umso mehr muss man sich als Paar zu den verschiedensten Babythemen viele Gedanken machen. Umso besser ist es, ein Buch an der Hand zu haben, das einem verständlich, den natürlichen Umgang mit Babys erklärt. Deshalb empfehlen wir an dieser Stelle das Buch „artgerecht – Das andere Babybuch“ von Nicola Schmidt.

Bauchumfang und Gewichtszunahme

Nicht nur dein Bauch wird immer größer, auch die Waage zeigt dir jetzt eine deutliche Veränderung an. Rund 500 g nehmen Frauen wöchentlich in der Regel in dieser fortgeschrittenen Schwangerschaft zu. Falls du bislang nur wenig zugenommen hast, wird sich das jetzt wahrscheinlich ändern. Es ist gut möglich, dass du noch einige Kilos nachlegst. Dein Baby macht nur einen Teil der Gewichtszunahme aus. Mit einem Stillkissen kannst du den Rücken im Liegen entlasten, indem du ein Ende des Kissens zwischen die Knie legst und den Bauch mit dem Kissen stützt.

Gesunde Ernährung bleibt wichtig

Viele Frauen fühlen sich im letzten Trimester wohl, haben längst keine Übelkeit mehr und genießen das Essen mit Leidenschaft. Achte darauf, dass deine Nahrung ausreichend Kalzium enthält, da dies wichtig für die Knochenentwicklung deines Babys ist. 

Viel Kalzium steckt unter anderem in grünem Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder Fenchel sowie in Milchprodukten. Im Supermarkt findest du außerdem kalziumreiches Mineralwasser. Auch Eisen darf nicht fehlen. Es bringt nicht nur deinen Kreislauf in Schwung, sondern hilft deinem Baby, sich einen eigenen Eisenspeicher anzulegen, den es für die Blutbildung benötigt. Viel Eisen enthalten unter anderem Linsen, Pfifferlinge, weiße Bohnen, Erbsen, Hirse, Haferflocken, Petersilie und Sonnenblumenkerne.

Die 3. große Vorsorgeuntersuchung

Zwischen der 29. SSW und der 32. SSW steht die letzte große Vorsorgeuntersuchung an. Meist findet diese in der 30. SSW statt. Dein Urin wird auf mögliche Bakterien, Blutrückstände und Zucker untersucht. Auch eine Blutuntersuchung steht auf dem Plan. Arzt oder Hebamme schauen zudem nach dem Fundus-Stand. Dadurch können sie prüfen, ob sich dein Baby gut entwickelt.

Deine Ärztin wird noch einen Ultraschall durchführen. Dabei prüft sie, wie groß und schwer das Baby inzwischen ist. Es handelt sich dabei lediglich um Richtwerte, die anhand der Knochenmaße erstellt werden. Ein Hauptaugenmerk bei diesem Ultraschall liegt zudem auf der Lage der Plazenta und der Fruchtwassermenge.

Hinweis: Alle wichtigen Daten kannst du in deinem Mutterpass nachlesen.

Das CTG

Stelle dich auf ein regelmäßiges CTG ein. Dabei werden die Herztöne deines Babys überwacht und eventuell die ersten Wehen kontrolliert. Anhand der Wehentätigkeit ist zwar nicht ersichtlich, wie lange es noch bis zur Geburt dauert. Es ermöglicht aber eine schnelle Reaktion, um die Wehen noch einzudämmen.

Hinweis: Manche Frauenärzte beginnen ab der 30. SSW damit, bei ihren Patientinnen ein CTG zu schreiben. Laut Mutterschaftsrichtlinien ist dies nicht zwingend erforderlich und nur bei entsprechender Indikation vorgesehen. Frauenärzte führen es zum Ausschluss von Wehentätigkeit aber oft routinemäßig durch.

Checkliste für die 30. SSW

  • Die Anmeldung in deiner bevorzugten Geburtsklinik oder im Entbindungskrankenhaus ist jetzt sinnvoll.
  • Informiere dich bereits jetzt, zu welchem Kinderarzt du mit deinem Säugling gehen wirst. Gerade in den ersten Lebenswochen wird er einer deiner wichtigsten Vertrauenspersonen sein. (Tipps zur Kinderarzt-Suche)
  • Atemübungen können dir bei Unterleibsschmerzen und Vorwehen ebenso helfen wie unter der Geburt. Lass dir von deiner Hebamme die Technik zeigen, um Schmerzen zu lindern. 
  • Das Beckenbodentraining bleibt nach wie vor wichtig. Frage deine Hebamme zusätzlich nach speziellen Rückbildungskursen. Diese unterstützen bei der Straffung des Beckenbodens nach der Entbindung.
  • Sofern du noch nicht bei der letzten großen Vorsorgeuntersuchung warst, steht diese jetzt an. Danach stehen alle zwei Wochen Kontrolltermine an, bei denen engmaschig überwacht wird, wie gut es dir und deinem Baby geht.
  • Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit möglichst viel Kalzium. Verzichte möglichst auf Kalziumräuber wie Fast-Food, Cola oder zu viel Salz im Essen.

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Häufige Fragen in der 30. SSW

Welcher Monat ist die 30. SSW?

Du befindest dich im 8. Monat und im 3. Trimester. Genau genommen bist du seit 7 Monaten und 2 Wochen schwanger. Die 30. Schwangerschaftswoche geht von 29+0 bis 29+6. Mit der vollendeten 30. Woche liegen noch weitere 10 Wochen vor dir. 

Ist mein Baby in der 30. SSW überlebensfähig?

Ja, durchaus! Die Überlebenschance liegt in der 30. SSW bei etwa 96 bis 97 Prozent.

Wie sicher ist der geplante Entbindungstermin?

Wenn eines sicher ist, dann dass es der Entbindungstermin nicht ist. Nur etwa 4 Prozent der Frauen gebären tatsächlich an diesem Tag. Oft will das Baby früher heraus. Manchmal lässt es sich Zeit. Rechnet man Einleitungen aufgrund von Komplikationen heraus, ist das Verhältnis ziemlich ausgeglichen. Die allermeisten Geburten starten innerhalb von 10 Tagen vor bis zu 10 Tage nach dem ET (Entbindungstermin).

Ist in der 30. SSW eine natürliche Entbindung möglich?

Eine natürliche Entbindung ist anstrengend für das Kind. Vor der vollendeten 32. SSW wird daher in der Regel ein Kaiserschnitt durchgeführt, um Komplikationen vorzubeugen. Aber: Es besteht kein völliger Konsens darüber, dass Frühgeburten grundsätzlich per Kaiserschnitt entbunden werden sollten. Deine Ärztin wird dich über die Optionen und Risiken aufklären.

Sind das Übungswehen oder schon vorzeitige Wehen?

Du kannst den Badewannen-Trick nutzen, um Übungswehen von vorzeitigen Wehen zu unterscheiden. Lasse dir ein Bad ein und probiere aus, ob sich die Kontraktionen im Wasser bessern oder verstärken. Übungswehen werden durch das warme Wasser gelindert, vorzeitige Wehen verstärken sich in der Wanne.

Wichtig: Bitte bade nur dann, wenn jemand bei dir ist. Falls du Kreislaufprobleme bekommst, solltest du nicht allein sein!

Weitere Infos findest du in unserem Artikel „Übungswehen oder echte Wehen? So erkennst du es!“.

Was sagt ein CTG aus? Welche Werte sind normal?

Ein CTG misst den zeitlichen Abstand zwischen zwei Herzschlägen und zeichnet die aktuelle Herzfrequenz des Kindes auf. Parallel dazu wird die Wehentätigkeit gemessen. Dadurch können Ärzte Rückschlüsse auf das Befinden des Kindes ziehen. Eine Herzfrequenz zwischen 110 und 160 Schlägen pro Minute gilt als normal. Werte unter 110 entsprechen medizinisch einer Bradykardie (= verlangsamter Herzschlag), Werte über 160 einer Tachykardie (= zu schneller Herzschlag).

Bei einem dauerhaft verlangsamten oder zu schnellen Herzschlag muss die Ursache abgeklärt werden.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 30. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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3 Kommentare anderer Nutzer

  1. Petersilie sollte man in der Schwangerschaft so gut es geht vermeiden, deswegen finde ich es nicht richtig das hier aufzuzählen.

    Sonst ein toller Beitrag.

    1. Ganz richtig ist das nicht. Bei Petersilie gilt, dass es in Maßen unproblematisch ist. Haushaltsübliche Mengen an Gerichten stellen keine Gefahr da. Wir gehen nicht davon aus, dass jemand Petersilie in bedenklichen Mengen konsumiert und wenn ja, sollte sie sich bei einem außergewöhnlich hohen Konsum einer Sache in der Schwangerschaft immer vorher belesen – egal ob es um Petersilie oder andere Dinge geht.

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