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20. SSW (Schwangerschaftswoche)

20. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Ab der 20. SSW kannst du deinem Baby Lieder vorsingen. Je mehr du mit deinem Baby kommunizierst, desto weiter stärkt sich das Band zwischen euch. Dein Baby liebt deine vertraute Stimme und erkennt die Melodien, die es jetzt hört, nach der Geburt wieder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Baby ist so groß wie eine Süßkartoffel
  • Größe: etwa 14 cm
  • Durchschnittsgewicht zu Beginn der 20. SSW: 272 g (Quelle)
  • Die Sinne des Babys sind immer besser ausgebildet
  • Die Gebärmutter macht sich immer mehr Platz im Bauch

Bilder zur 20. Schwangerschaftswoche

Die 20. SSW ist für dein Baby wieder ein wichtiger Meilenstein, denn nun dreht sich alles um die weitere Ausbildung der Sinne. Immer besser bilden sich der Geruchssinn und der Geschmackssinn, der Tastsinn, das Gehör sowie das Sehvermögen heraus. Inzwischen reagieren die Augen sogar schon, wenn helles Licht auf den Bauch fällt, auch wenn sie nach wie vor noch geschlossen sind. Diesen Reflex machen sich Hebammen gerne zunutze, um das Baby mit einer Taschenlampe in die richtige Position zu locken.

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So geht es dem Baby

Mit der 20. SSW gehst du die letzte Woche des 5. Monats an und hast schon fast die Hälfte der Schwangerschaft hinter dir. Woche für Woche lernt dein Baby neue Dinge, die Organe reifen weiter heran und das Gehirn macht eine beeindruckende Entwicklung durch. So werden im kindlichen Gehirn in der 20. SSW pro Minute 200.000 neue Gehirnzellen herausgebildet. Bis zur Geburt werden sich 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn gebildet haben, um sich durch Erfahrungen zu vernetzen und zu programmieren.

Noch sind die Augenlider geschlossen und transparent. Dennoch reagiert dein Baby inzwischen auf hell und dunkel. Probiere es ruhig einmal aus, indem du mit einer Taschenlampe über die Bauchdecke in deinen Bauch leuchtest. Viele Babys reagieren darauf und versuchen, zum Licht zu kommen. Ist das Licht für dein Baby zu hell, wird es sich in die entgegengesetzte Richtung bewegen, um sich vor dem Lichteinfall zu schützen.

Noch immer hat dein Baby im Bauch jede Menge Platz und nutzt diesen Platz, um seine Bewegungsmöglichkeiten zu testen. Es streckt sich, reckt die Arme und Beine von sich, schlägt den einen oder anderen Purzelbaum oder dreht sich pro Tag gleich mehrmals. Falls dein Baby beim Ultraschall mit dem Kopf nach unten liegt, ist dies noch nicht die endgültige Geburtsposition. In den kommenden Wochen wird dein Baby noch häufig die Position ändern.

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Typisch für alle Kinder ist ihre Neugier und die beginnt schon vor der Geburt. Dein Baby erkundet die kleine Umgebung, in der es wächst immer mehr. Je weiter seine Sinne sich ausprägen, desto mehr gibt es zu entdecken. Es hat sichtlich Spaß daran, mit der Nabelschnur zu spielen. Zur Beruhigung kann dein Baby am Daumen oder an den Zehen lutschen. Hast du das Glück es auf dem Ultraschall zu sehen, kann ein tolles Foto daraus entstehen.

Das Fruchtwasser, das dein Baby täglich zu sich nimmt, wird im Harnsystem und auch im Verdauungstrakt verarbeitet. Dieser Vorgang ist wichtig, damit der Darm in Schwung kommt. Durch die Plazenta wird die Menge des Fruchtwassers nach und nach erhöht, was sich natürlich auch auf dein Körpergewicht auswirkt.

Wusstest du schon: Lieder, die du deinem Baby ab der 20. SSW vorsingst, bleiben deinem Nachwuchs im Kopf. Forscher gehen davon aus, dass sich Babys an die Musik, die sie im Bauch hören, auch durchaus später noch erinnern können.

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Die Mama in der 20. SSW

Durch das Wachstum wandert deine Gebärmutter immer weiter nach oben. Das macht sich nicht nur am zunehmenden Bauch bemerkbar, sondern auch bei der Atmung. Vielleicht bekommst du schwerer Luft oder hast das Gefühl, als würde etwas auf deine Lunge drücken. Im Prinzip stimmt das auch, da die Organe durch die Gebärmutter nach oben geschoben werden.

Deine Gebärmutter übt schon in der 20. Schwangerschaftswoche für die Geburt. Das zeigt sich dadurch, dass dein Bauch in unregelmäßigen Abständen hart wird. Einige Frauen empfinden dies als unangenehm, andere merken die sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen gar nicht.

Grundsätzlich sind die Übungswehen kein Grund zur Sorge. Wenn du möchtest, kannst du notieren, wie oft dein Bauch hart wird und wie lange dies anhält. Beim nächsten Termin mit deiner Gynäkologin oder deiner Hebamme kannst du diese darum bitten, die Übungswehen zu beurteilen. Normale Übungswehen dauern nie mehr als bis zu 40 Sekunden und kommen nicht in regelmäßigen Abständen. Zudem treten sie nicht häufiger als dreimal in der Stunde auf.

Welche Arten von Wehen es gibt, wie sie sich anfühlen und wann sie einsetzen, kannst du hier nachlesen.

Die Feindiagnostik

Zwischen der 19. bis hin zur 22. Schwangerschaftswoche steht der nächste große Ultraschall an, der auch als Feindiagnostik bezeichnet wird. Für diese Vorsorgeuntersuchung solltest du viel Zeit einplanen. Die Ärztin wird in aller Ruhe das Baby untersuchen. Das beginnt beim Ausmessen der Größe und geht bis hin zum Organ-Screening. Auch die Fruchtwassermenge wird überprüft. Diese Untersuchungen sind wichtig, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

Auch dein Urin wird wieder kontrolliert. Hier schaut die Ärztin, ob möglicherweise Keime, Eiweiß oder auch Zucker enthalten ist. Wenn dies der Fall ist, stehst du in der nächsten Zeit unter strengerer Beobachtung. Deine Ärztin wird auch schauen, ob du möglicherweise schon Wassereinlagerungen gebildet hast. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, die Ärztin wird dir jedoch raten, die Beine öfter hochzulegen und sie so zu entlasten.

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6 häufige Fragen in der 20. SSW

1) Welcher Monat ist die 20. SSW?

Du befindest dich am Ende des fünften Monats.

2) Ich bin gerade total vergesslich: Ist das normal?

Es ist normal, dass du zurzeit extrem vergesslich bist. Das Phänomen, das schätzungsweise 80 Prozent der Schwangeren betrifft, hat sogar einen eigenen Namen: Schwangerschaftsdemenz. Aber keine Sorge, bei der Schwangerschaftsdemenz handelt es sich im Gegensatz zu einer echten Demenz lediglich um eine vorübergehende Vergesslichkeit.

Darüber, was die Vergesslichkeit auslöst, sind sich Wissenschaftler uneins. Eine spannende Studie aus dem Jahr 2016 zeigt jedoch mithilfe von MRI Scans, dass die Menge der grauen Zellen bei Schwangeren in einigen Bereichen des Gehirns abnimmt. Andere Bereiche sind dafür aktiver. Die Studie kommt somit zu dem Ergebnis, dass das Gehirn in der Schwangerschaft überflüssige Areale ab- und dafür andere aufbaut, die für die Mutterschaft von größerer Bedeutung sind.

Auf die Schwangerschaftsdemenz folgt oft die sogenannte Stilldemenz. Stelle dich also besser darauf ein, dass du nicht gleich nach der Geburt wieder „die Alte“ sein wirst. Aber keine Sorge, auch die Stilldemenz geht vorbei. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich die Vergesslichkeit nach ein bis zwei Jahren legt – spätestens wenn das Baby durchschläft.

3) Ich habe keine Lust auf Sex: Woran liegt das?

Das kann unterschiedliche Gründe haben. Wirkt dein Partner gerade nicht anziehend auf dich? Es gibt Frauen, die können ihren Partner während der Schwangerschaft wortwörtlich nicht riechen. Oder fühlst du dich mit Babybauch nicht attraktiv? Vielleicht machst du dir unterbewusst Sorgen, dass es deinem Baby schaden könnte, wenn du Sex hast?

In der Schwangerschaft überkommen dich hormonbedingt die unterschiedlichsten Gefühle. Momentan hast du keine Lust auf Sex. In zwei oder drei Wochen sieht es vielleicht anders aus. Setze dich nicht unter Druck. Jede Frau und jede Schwangerschaft ist anders. Das belegen verschiedene Erfahrungsberichte. Ob du nun Lust oder Unlust empfindest, mach dir keine Gedanken: beides ist normal – und ändert sich manchmal schlagartig.

4) Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Du kannst folgendes versuchen, um deine Rückenschmerzen zu lindern:

  • Erwärme ein Kirschkernkissen, lege es in den Rücken und versuche zu entspannen. Lass die Wärme so lange wirken, wie es dir guttut.
  • Nimm ein warmes Bad, dadurch werden verkrampfte Muskeln wieder weich.
  • Gehe spazieren. Manchmal sorgt die Bewegung dafür, dass sich die Muskeln lockern und die Schmerzen nachlassen.
  • Nutze ein Kirschkernkissen als Massagehilfe. Platziere es auf dem Boden, lege dich mit der schmerzenden Stelle darauf­­ und rolle deinen Rücken über die Kirschkerne. Falls dir das Liegen auf dem Rücken nicht guttut, klemme das Kissen zwischen eine Wand und den Rücken und bewege den Rücken auf und ab.
  • Gehe in den Vierfüßlerstand (aber nur, wenn es dir guttut!) und rekele dich durch. Vielleicht löst sich eine Verspannung.
  • Stärke deinen Rücken mit präzisen Muskelübungen.

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden und sind normalerweise harmlos. Bei anhaltenden, sehr starken Rückenschmerzen solltest du jedoch zur Abklärung deinen Arzt aufsuchen.

5) Brauche ich einen Geburtsvorbereitungskurs?

Ein Geburtsvorbereitungskurs ist keine Pflicht. Er kann aber hilfreich sein. Du erhältst viele wichtige Informationen rund um die Geburt und lernst, wie du dir mit gezielten Atemübungen alle Phasen der Geburt erleichtern kannst. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass du andere werdende Mütter kennenlernst und erste Kontakte knüpfen kannst.

Es gibt auch Kurse für Paare. Vielleicht fühlst du dich wohler, wenn ihr zusammen an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmt. Ein Paarkurs ist eine schöne Möglichkeit für euch, euch gemeinsam intensiv mit der Geburt zu beschäftigen. Übrigens gibt es auch Onlinekurse, die ihr bequem von zu Hause aus absolvieren könnt. Mehr Infos erhältst du hier.

6) Ab wann ist ein Baby überlebensfähig?

Kinder, die vor der 22. SSW geboren werden, sind nicht lebensfähig. Ab SSW 23 steigt die Überlebenschance dem Berufsverband der Frauenärzte e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zufolge auf 50 Prozent an. Etwa 20 bis 30 Prozent der Kinder weisen jedoch körperliche und geistige Behinderungen auf.

Nach der 24. SSW steigt die Überlebenschance Frühgeborener dank modernster Techniken auf 60 bis 80 Prozent. Entscheidend ist neben dem Alter immer auch das Gewicht des Babys.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 20. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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