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23. SSW (Schwangerschaftswoche)

23. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Der Innenohrknochen verhärtet sich weiter und so kann dein Baby Geräusche immer besser differenzieren. Vor allem eure Stimmen haben es ihm angetan. In der 23. SSW wird es erstmalig Erinnerungen speichern und so eure Stimme irgendwann wiedererkennen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Baby ist so groß wie ein Brokkoli
  • Größe: etwa 28 cm
  • Durchschnittsgewicht zu Beginn der 23. SSW: 476 g (Quelle)
  • Die Innenohr-Knochen verhärten sich immer mehr
  • Dein Bauchnabel wölbt sich nun nach außen

Bilder zur 23. Schwangerschaftswoche

Dein Baby hat es im Bauch noch richtig bequem, kann sich auch noch sehr gut bewegen und genießt es, den eigenen Körper und die Sinne zu erkunden. Das beginnt beim Hören und reicht weiter über das Tasten und Schmecken. Dein Baby hat viel Freude daran, mit dir in Kontakt zu treten. Nimm dir einen Moment und horche in dich hinein, wenn dein Baby wach ist. Du kannst sanft an den Bauch klopfen oder ein Lied singen. Vielleicht bemerkst du sogar die Reaktionen auf diese Bemühungen.

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So geht es dem Baby

Sehr spannend ist in der 23. SSW die Entwicklung des Innenohrknochens deines Babys. Dieser verhärtet sich immer mehr. Auch kognitiv hat sich dein Baby weiterentwickelt. Für die Verarbeitung der Reize ist nicht nur das Gehör zuständig. Komplexe Prozesse im Gehirn ermöglichen es, dass aus dem Geräusch eine Erinnerung wird. Dafür werden in der 23. SSW die Wahrnehmungen deines Babys schärfer und es speichert erstmalig Informationen in seinem Gedächtnis ab. Je häufiger es die Stimmen seiner Eltern hört, desto mehr wird es nach der Geburt in der Lage sein, diese Erinnerungen an Tonfall und Stimmlage abzurufen und sich möglicherweise schon durch ihren Klang zu beruhigen.

Auch im Bauch geht es laut zu: Magen und Darm blubbern vor allem nach den Mahlzeiten, das Herz pocht unermüdlich und das Blut produziert ein ständiges Rauschen. Auch diese Art von Geräuschen empfinden viele Babys nach der Geburt als beruhigend.

Bei deinem Baby geht es nun immer mehr darum, vor allem an Fett zuzulegen und zu wachsen. Immer mehr zeigen sich nun die Proportionen, wie sie später auch bei der Geburt sein werden. Die Haut wird dicker, das Gesicht wird durch kleine Fettpölsterchen weiter differenziert und dein Baby sieht schon richtig fertig aus.

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Vielleicht kannst du inzwischen deutlicher feststellen, dass dein Baby einen bestimmten Rhythmus entwickelt. Es ist zu bestimmten Zeiten wach oder schläft. Leider kannst du daran nicht erkennen, ob du ein eher aufgewecktes oder ruhiges Baby bekommst. Zwar hört man immer wieder, dass Eltern sagen, ihr Kind wäre auch im Bauch schon so entspannt gewesen. Das ist aber eher Zufall.

Bisher waren die Nasenlöcher noch fest geschlossen, nun öffnen sich diese. Auch bei den Lungen tut sich etwas, so entsteht in der 23. Schwangerschaftswoche der Lungenkreislauf und dein Baby unterstützt dies durch seine Atmung.

Die Angst vor der Frühgeburt

Je mehr wir Pläne schmieden, Vorbereitungen treffen, Träume und Wünsche aussprechen, desto größer wird manchmal auch die Sorge, dass es auch ganz anders kommen könnte. Eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft, vor der viele Eltern sich fürchten, ist die Frühgeburt. Ca. 9,2% der in Deutschland geborenen Babys kommen vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Nur wenige von ihnen werden sehr früh, also vor der 28. SSW geboren. Der hohe medizinische Standard macht es möglich, viele Frühgeborene zu retten. Je weiter ein Baby bei seiner Geburt entwickelt ist, desto höher sind seine Überlebenschancen und die Chancen auf ein Leben ohne Beeinträchtigungen.

Was du gegen die Angst tun kannst

Die Ursachen einer Frühgeburt können häufig nicht exakt geklärt werden. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Infektionen der Mutter und Erkrankungen des Fötus.

Angst ist kein guter Begleiter und kann nicht helfen, eine Frühgeburt zu verhindern. Umgekehrt sind Stress und psychische Belastungen der Mutter Risikofaktoren für Komplikationen. Versuche also, dich zu entspannen, freue dich auf dein Kind und gestalte dir deinen Alltag so angenehm und stressfrei wie möglich. Triff dich mit Freunden und lass dich krankschreiben, wenn du eine Pause brauchst.

Die Mama in der 23. SSW

Langsam fängst du an, dich plump und ungelenk zu fühlen, denn dein Schwerpunkt verlagert sich nach vorne, die Füße verschwinden unter dem Bauch und die Schuhe zu verschließen, kann zu einer echten Herausforderung werden. Inzwischen sind die Bänder in den Füßen und auch in den Händen gelockert und es kann sein, dass du leichter umknickst beim Laufen.

Je nachdem, wie viel Umfang dein Bauch bereits erreicht hat, ist es gut möglich, dass sich nun der Bauchnabel nach außen schiebt. Nach der Schwangerschaft bildet sich mit dem Bauch auch der ausgestülpte Bauchnabel wieder zurück.

Schwindelattacken sind lästige Begleiter in der 23. SSW. Deine Blutmenge hat sich inzwischen um 50% erhöht und dein Kreislauf kommt manchmal einfach nicht so schnell hinterher, diese von den Beinen zurück nach oben zu pumpen. Bei dauerhaftem Schwindel oder wenn du bewusstlos wirst, solltest du deine Ärztin aufsuchen. Am besten gegen das Schwindelgefühl hilft hinlegen und Beine hochlagern. Im Sitzen solltest du die „Venenpumpe“ der Füße anregen, indem du die Füße wie beim Treten von Pedalen auf und ab bewegst. Achte darauf, weiterhin ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen und regelmäßig zu essen.

Häufiger Harndrang ist jetzt nichts Ungewöhnliches. Dies wird sich in den kommenden Wochen vermutlich noch verstärken. Vielleicht bemerkst du auch, dass neben dem Bauch noch andere Körperregionen sich verändern. Die Hormone haben Einfluss auf das Bindegewebe, das sich auflockert, weil dort jetzt mehr Fett eingelagert wird. Auch deine Stimmung wird immer wieder von den Hormonen beeinflusst.

Hast du schon eine Geburtsklinik gefunden oder möchtest du in ein Geburtshaus? Für bestimmte Einrichtungen musst du dich schon in der 23. Schwangerschaftswoche entscheiden, da sie sonst ausgebucht sind. Eine Hausgeburt oder Beleggeburt ist nur mit Beleghebamme möglich. Diese Leistung bieten nur noch wenige Hebammen. Sprich dich daher mit deiner Hebamme ab und erörtert die Möglichkeiten.

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5 häufige Fragen in der 23. SSW

1) Welcher Monat ist die 23. SSW?

Du befindest dich im sechsten Monat. Genau genommen bist du seit fünf Monaten und drei Wochen schwanger.

2) Meine Brustwarzen sondern eine gelblich-weiße Flüssigkeit ab. Kann das schon Vormilch sein?

Ja, bei der weißlich-gelben Flüssigkeit, die aus deinen Brustwarzen austritt, handelt es sich um Vormilch (Kolostrum). Die Milchdrüsen sind bereits so weit ausgebildet, dass du theoretisch schon in der Lage wärst, dein Baby zu ernähren. Du kannst dir mit Stilleinlagen behelfen.

3) Wann kann mein Partner die Kindsbewegungen von außen spüren?

Etwa um die 25. SSW herum sind die Kindsbewegungen meist auch von außen zu spüren. Dein Partner kann also sicher bald die ersten Tritte eures Schatzes wahrnehmen, wenn er im richtigen Moment seine Hand auf deinen Bauch legt.

4) Schluckauf beim Baby: Wie oft ist normal?

Es ist normal, dass du mehrmals täglich die kleinen Hickser spürst. Babys haben relativ häufig Schluckauf. Übrigens auch in den ersten Monaten nach der Geburt. Das hängt mit der Unreife des Zwerchfells zusammen. Du musst dir keine Sorgen machen, Schluckauf ist etwas Gutes. Durch den Schluckauf trainiert dein Baby seinen Atemapparat.

5) Was sind Übungswehen und wie fühlen sie sich an?

Durch Übungswehen (auch: Braxton-Hicks-Kontraktionen) bereitet sich deine Gebärmutter auf die Geburt vor. Sie übt durch gelegentliche Kontraktionen für die Entbindung. Du erkennst Übungswehen daran, dass sich dein Bauch kurzzeitig zusammenzieht und/oder hart wird. Manche Frauen spüren auch ein leichtes Ziehen. Nur wenige empfinden die Übungswehen aber als wirklich schmerzhaft.

Übungswehen sind vollkommen normal. Dein Baby stört sich nicht daran. Sie dauern nicht länger als eine Minute an und haben (anders als echte Wehen) keine Regelmäßigkeit und keinen Einfluss auf den Gebärmutterhals. Was du sonst noch über Übungswehen wissen solltest, erfährst du hier.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 23. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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