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22. SSW (Schwangerschaftswoche)

22. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Dein Baby hat in der 22. SSW eine Größe erreicht, bei der es auch an die Bauchdecke stößt, wenn es vom Schluckauf geschüttelt wird. Gerade beim ersten Mal wundern sich viele Mütter darüber, dass ihr Bauch rhythmisch wackelt. Die meisten Frauen freuen sich über jeden einzelnen Hickser. Aktuell solltest du auf deine Magnesiumzufuhr achten. Wadenkrämpfe sind ein Anzeichen für einen Mangel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Baby ist so groß wie eine Kokosnuss
  • Größe: etwa 27 cm
  • Durchschnittsgewicht zu Beginn der 22. SSW: 398 g (Quelle)
  • Der Schluckauf des Babys ist nun zu spüren
  • Die Montgomery-Drüsen zeigen sich

Bilder zur 22. Schwangerschaftswoche

Hicks, hicks, hicks – Merkst du, wie deine Bauchdecke vibriert? Dein Baby hat Schluckauf. Den hat es zwar schon länger, aber erst jetzt fängst du an, ihn regelmäßig zu spüren.

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So geht es dem Baby

Der Schluckauf entsteht, wenn dein Kind Fruchtwasser schluckt und dann durch ruckartige Bewegungen wieder ausstößt. Auf diese Weise trainiert es seinen Atemapparat für das Atmen außerhalb von Mamas Bauch. Mehrmals täglich wirst du die kleinen Hickser deines Babys nun spüren und auch nach der Geburt geht es munter weiter. Bis zum vierten Monat haben Neugeborene relativ häufig Schluckauf, was mit der Unreife des Zwerchfells zusammenhängt.

In der 22. Schwangerschaftswoche haben die Fingernägel ihre finale Form ausgebildet und wachsen nun nur noch. Nach wie vor sind die Augen des Babys geschlossen und die Augenlider weiter transparent. So kann es den Wechsel von Licht und Dunkelheit erkennen und reagiert häufig darauf.

Sehr spannend ist der Blick auf das Gehirn in der 22. Schwangerschaftswoche. Bis dein Baby geboren wird, hat das Gehirn einen Bereich, der ausschließlich dazu da ist, die Hirnzellen wachsen zu lassen. Das Gehirn macht in der Entwicklung nun große Sprünge und liegt schon gut geschützt in den zwei Schädelhälften. Die Lücke zwischen den Schädelhälften, auch Fontanelle genannt, schließt sich innerhalb der ersten zwei Lebensjahre. Das Gehirn selbst wächst aber noch mindestens drei Jahre weiter und bleibt sein Leben lang veränderbar.

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Die Hände sind für dein Baby gerade unheimlich spannend, denn es übt damit seinen Tastsinn. Dafür werden die Händchen immer wieder gefaltet und geöffnet. Es führt die Hände zum Kopf oder zum Gesicht, den Daumen zum Mund und versucht, mit den Händen die Nabelschnur zu greifen, wenn es sie spürt. Auch die Arme und Beine sind immer in Bewegung, um die Muskeln weiter zu trainieren.

Die Hautschichten haben sich in der 22. Schwangerschaftswoche vollständig ausgebildet. Noch immer wirkt die Haut aber sehr dünn. In den nächsten Wochen der Schwangerschaft wird der Körper immer mehr Fettreserven anlegen und dafür sorgen, dass die Haut gut gepolstert ist. Es handelt sich hierbei um braunes Fettgewebe. Das Besondere daran: Dieses braune Fettgewebe lässt sich schnell in Energie umsetzen, die das Baby nach der Geburt für die Temperaturregulierung ganz dringend braucht. Das ist auch einer der Gründe, warum zu früh geborene Kinder häufig Probleme haben, ihren Temperaturhaushalt zu regulieren. Sie hatten nicht ausreichend Zeit, um genügend Reserven anzulegen.

Ab dieser Woche können auch Laien den Herzschlag des Babys hören, wenn ein kleiner Verstärker genutzt wird. Das spezielle Stethoskop der Hebammen, Pinard-Rohr genannt, ist dafür perfekt geeignet.

Die Mama in der 22. SSW

Ab der 22. Schwangerschaftswoche wird der Unterleib wieder stärker durchblutet, um sich auf die Geburt vorzubereiten. Vielleicht macht sich ein Ziehen im Unterleib oder eine erhöhte Menge an Ausfluss bemerkbar. Solange dieser weißlich ist und nicht unangenehm riecht, ist alles in Ordnung. Verfärbt sich der Ausfluss oder riecht er unangenehm, dann kann dies auf eine Infektion oder einen Pilz hindeuten und du solltest deine Ärztin aufsuchen. Grundsätzlich solltest du auf eine gute Intimhygiene achten, da du momentan anfälliger für Infektionen bist. Häufiges Waschen mit Duschgel und Co. gehört allerdings nicht dazu. Die Produkte greifen das gesunde Mikroklima der Scheide an. Besser ist eine regelmäßige Reinigung mit lauwarmem Wasser und einem sauberen Waschlappen. Für die tägliche Dusche kannst du eine Intimwaschlotion für Schwangere verwenden oder eine Lotion aus der Drogerie oder Apotheke.

Vielleicht fällt dir bei einem Blick auf deine Brustwarzen auf, dass sich kleine pickelartige Erhebungen gebildet haben, die vorher nicht zu sehen waren. Das sind die sogenannten Montgomery-Drüsen. Diese sondern ein Sekret ab, welches die Brustwarzen mit Feuchtigkeit versorgt und sie schützt. Damit werden sie auf die Stillzeit vorbereitet.

Häufiges Zusammenziehen der Gebärmutter, Wadenkrämpfe und Bauchschmerzen können auf einen Magnesiummangel hinweisen. Dein Bedarf an dem essenziellen Mineral steigt jetzt deutlich an. Magnesium entspannt die Muskeln. Achte darauf, viele Lebensmittel mit Magnesium zu dir zu nehmen. Dazu gehören unter anderem Vollkornprodukte, Fisch, grünes Gemüse, Nüsse und Samen sowie Haferflocken. Möglicherweise musst du auch ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Sprich mit deiner Ärztin, wenn du einen Mangel vermutest.

Immer mehr drückt die Gebärmutter nun gegen deinen Magen, was zu verstärktem Sodbrennen führen kann. Mit einem Glas Milch oder einem Stück Brot kannst du die Beschwerden ein wenig lindern. Lagere deinen Oberkörper aufrecht. So verhinderst du, dass Magensäure die Speiseröhre hinaufsteigt.

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5 häufige Fragen in der 22. SSW

1) Welcher Monat ist die 22. SSW?

Du befindest dich im sechsten Monat. Genau genommen bist du seit fünf Monaten und zwei Wochen schwanger.

2) Wie kann ich meinen Beckenboden spüren?

Du kannst deinen Beckenboden spüren, indem du mit ganzer Muskelkraft versuchst eine volle Blase zurückzuhalten. Denn wenn du die Muskeln anspannst, zieht sich der Beckenboden nach oben. Ziehst du den Beckenboden noch ein Stückchen weiter nach oben, merkst du, dass sich die Scheide „schließt“.

Wie du deinen Beckenboden trainieren kannst und ein besseres Gefühl dafür bekommst, erfährst du hier.

3) Ich bin erkältet: Ist das gefährlich für mein Baby?

Dein Körper ist darauf programmiert, dein Baby mit allem zu versorgen, das es braucht. Das bedeutet auch, dass er dein ungeborenes Kind vor Gefahren schützt. Um deinen Schatz brauchst du dir daher normalerweise keine Sorgen zu machen. Die Plazenta-Schranke hält Krankheitserreger zurück.

Abgesehen davon: Bei einer Erkältung befallen die Viren vorwiegend die Nasen- und Rachenschleimhaut sowie die oberen Atemwege. Bevor sie tiefer in deinen Körper gelangen könnten, hat dein Immunsystem in der Regel genug Abwehrstoffe gebildet. Die Viren dringen gar nicht erst zu deinem Baby vor.

Eine harmlose Erkältung ohne Fieber oder nur mit leicht erhöhter Temperatur musst du also nicht fürchten. Hier kannst du nachlesen, was gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft hilft.

Wichtig zu wissen: Ein Risiko für dein Kind besteht allerdings dann, wenn du über einen längeren Zeitraum hohes Fieber hast (über 39 Grad Celsius). Dann solltest du zum Arzt gehen, denn unter Umständen kann es zu vorzeitigen Wehen oder einer Fehlgeburt kommen. Auch eine Sekundärinfektion (etwa durch Bakterien) kann zu Komplikationen führen. Um die Gefahr einer bakteriellen Sekundärinfektion zu verringern, solltest du bei einer Erkältung besonders akribisch auf Hygiene achten.

4) Wie häufig sollte ich in der 22. SSW die Kindsbewegungen spüren?

Jede Schwangerschaft ist anders. Manche Frauen spüren ihr Kind in der 22. SSW häufig. Andere nehmen noch gar keine Kindsbewegungen wahr. Es hängt von der Lage der Plazenta, der Dicke der Bauchdecke und der Fruchtwassermenge ab, ab wann und wie häufig Schwangere ihr Kind spüren. Auch das Temperament des Kindes spielt eine Rolle.

5) Kann ich meine Brüste schon auf die Stillzeit vorbereiten?

Die Montgomery-Drüsen bereiten deine Brüste perfekt auf die Stillzeit vor. Das Sekret, das sie absondern, spendet deinen Brustwarzen Feuchtigkeit und schützt sie gegen Infektionen. Dein Körper trifft alle wichtigen Vorbereitungen selbst. Du kannst der Natur getrost ihren Lauf lassen und dich entspannen.

Wenn du möchtest, kannst du deine Hebamme aber schon einmal einen Blick auf deine Brustwarzen werfen lassen. Falls du Flachwarzen oder Hohlwarzen hast, kann sie dir entsprechende Tipps für das Anlegen geben. Was du sonst noch vor der Geburt über das Stillen wissen solltest, erfährst du hier.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 22. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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  1. So eine tolle Seite!!! Regelmäßig rufe ich sie mir auf und lese mit absoluter Spannung und Neugier. Informativ und einfach nur absolut prima!

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