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6. SSW (Schwangerschaftswoche)

6. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

In nur vier Wochen ist aus der Eizelle ein kleiner Embryo mit Köpfchen und Herz geworden. Keine leichte Aufgabe für Baby und Mama. Die bekommt ab der 6. SSW einen Hormon-Cocktail serviert, der es in sich hat.

Das Wichtigste in Woche 6

Beschreibung
SpannendIn der 6. SSW beginnt sich das Skelett deines Babys zu entwickeln.​​
So sieht dein Baby aus
  • Größe: etwa 4 mm
  • Gewicht: 0,1 g (Quelle)
Dein Baby ist in der 6. Schwangerschaftswoche so groß wie ein Maiskorn. Der kleine Körper hat die Form einer kleinen Kaulquappe. Augen, Nase und Mund sind schon zu erahnen.
Du und dein BabybauchNoch ist vom Babybauch nichts zu sehen. Aber das Schwangerschaftshormon hCG bringt deinen Körper durcheinander und verursacht Beschwerden wie Übelkeit, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen.
Unser Hebammen-TippStarte den Tag statt mit Kaffee am besten mit einem heißen Ingwertee und steige auf koffeinfreie Varianten wie Getreidekaffee oder Lupinenkaffee um.
Deine aktuelle WocheDie 6. SSW geht von SSW 5+0 bis 5+6. Du bist im 2. Monat und im 1. Trimester.
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Bilder zur 6. Schwangerschaftswoche

In der vorigen Woche war dein Baby noch als kleiner, dunkler Fleck auf dem Ultraschallbild zu sehen. Jetzt kannst du in der Fruchthöhle das Köpfchen, seine Augen und die Nabelschnur erkennen.

Dein Baby in der 6. SSW

Hallo, kleine Kaulquappe

Rund vier Wochen wächst das Baby nun in deinem Bauch. Es leistet schon großartige Dinge. In der 6. SSW verdoppelt dein Baby seine Größe und legt an Gewicht zu. Das ist eine enorme Leistung für ein so kleines Wesen und auch für deinen Körper. Kein Wunder, dass sich inzwischen deutlich die ersten Symptome und Anzeichen für die Schwangerschaft zeigen.

Aus der Eizelle entwickelt sich in der 6. SSW ein winziger Mensch. Dein Baby ähnelt inzwischen einer kleinen Kaulquappe.

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Der Kopf wächst heran

Inzwischen hat sich das Köpfchen des Babys entwickelt und ist auf dem Ultraschallbild gut zu erkennen. Das Babyköpfchen macht jetzt etwa die Hälfte des gesamten Körpers aus. Der Kopf ist in diesem Stadium noch leicht nach vorne gebeugt und zeigt in Richtung Brust.

Besonders faszinierend: Dein Baby entwickelt seine ersten Gesichtszüge. Die Anlagen für Augen, Ohren und Nase zeichnen sich inzwischen erkennbar ab.

Die Gehirnentwicklung ist in vollem Gange. In der 6. Schwangerschaftswoche entstehen die ersten Areale im Gehirn. So finden sich die Anlagen für das Zwischenhirn, das Klein- und das Großhirn. 

Arme und Beine entstehen

Ansätze der Beinchen und Ärmchen mit Händen und Füßen bilden sich. Die Gliedmaßen deines Babys sind bis jetzt noch winzig klein und nur zu erahnen. In der 6. SSW zeigt sich sogar noch ein kleiner Schwanz, der sich später jedoch langsam zurückbildet. Aber nicht nur die körperliche Form deines Babys hat sich deutlich verändert.

Der Herzschlag des Babys wird sichtbar

Als erstes Organ bildet sich das Herz deines Babys. Es wurde bereits in der 5. SSW angelegt. Das Herzchen pulsiert nun fleißig mit 150 Herzschlägen pro Minute – fast doppelt so schnell als dein Herzschlag.

Mit etwas Glück ist das Herz schon in der 6. Schwangerschaftswoche auf dem Ultraschall zu sehen. Du musst dir keine Sorgen machen, wenn du in der 6. SSW den ersten Termin bei deiner Ärztin wahrnimmst und bei der Ultraschalluntersuchung der Herzschlag deines Babys noch nicht zu sehen ist.

Manche Babys liegen bei der Untersuchung so versteckt, dass die Frauenärztin oder der Frauenarzt in der 6. SSW den Herzschlag noch nicht finden kann. Auch die Qualität des Ultraschallgeräts spielt eine Rolle, ab wann das schlagende Herz des Ungeborenen bei der Untersuchung sichtbar ist.

Alle wichtigen Organe werden angelegt

Nach dem Herzchen beginnen in der 6. Schwangerschaftswoche die anderen Organe mit ihrer Entwicklung. Dein Baby bildet die Anlagen für Magen, Darm, Leber und Lunge. Auch die Bauchspeicheldrüse ist bereits vorhanden.

Das Neuralrohr als wichtiger Teil des zentralen Nervensystems wurde etwa 3 Wochen nach der Befruchtung angelegt. Aus ihm entstehen später die Wirbelsäule und das Rückenmark. Gegen Ende der 6. Woche schließt es sich. Die Einnahme von Folsäure unterstützt diese Entwicklung.

Bildung von Skelett & Rückenmark

Die Entwicklung des Embryos in der 6. SSW ist enorm. Das Skelett des Babys entsteht. Im ersten Schritt bilden sich der Rückenstrang und die Skelettknospen. Beide sind die Grundlage für die Wirbelsäule, die Rippen und das Rückenmark.

Dein Baby ernährt sich in der 6. Schwangerschaftswoche vom Dottersack. Aus ihm bekommt es alle Nährstoffe, die es im Moment braucht. Bis die Plazenta das Baby optimal versorgen kann, dauert es noch ein wenig.

Du und dein Babybauch in der 6. SSW

So verändert sich dein Körper in dieser Woche

In deinem Körper finden in der Schwangerschaftswoche 6 viele Veränderungen statt. Vielleicht spürst du ein Ziehen im Unterleib, da die Gebärmutter wächst.

Die Brüste werden prall und schmerzen bei jeder Berührung und das Gedankenkarussell dreht sich den ganzen Tag. Diese Veränderungen sind normal, müssen aber nicht bei jeder Frau eintreten.

Wo bleibt nur der Babybauch?

Rein äußerlich ist bis auf die anschwellenden Brüste noch nichts zu sehen. Bist du mit dem ersten Kind schwanger, dann zeigt sich der Bauch erst in einigen Wochen. Frauen, die bereits eine oder mehrere Schwangerschaften erlebt haben, bekommen früher ein Bäuchlein.

Wenn du bereits den ersten Termin bei deinem Arzt oder deiner Ärztin hast, findet eine gründliche Untersuchung statt. Um die Schwangerschaft festzustellen, wird die Frauenärztin vermutlich deinen Gebärmutterhals abtasten. Zum Schutz des Embryos verfestigt sich der Gebärmutterhals und ist kaum noch beweglich. Die Gebärmutter vergrößert sich von Woche zu Woche.

Dein Hormonhaushalt in SSW 6

Dein Körper ist voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentriert. Das macht sich in den ersten Schwangerschaftswochen vor allem durch die hormonelle Umstellung bemerkbar.

In deinem Blut und im Urin steigt das Schwangerschaftshormon hCG an. Das Hormon verhindert, dass weitere Follikel heranreifen. Für die Lockerung der Muskulatur im Unterleib ist das Progesteron zuständig. Es sorgt dafür, dass es der Embryo weich und bequem hat.

Hinweis: Blutungen in der Frühschwangerschaft müssen kein Indiz für eine Fehlgeburt sein, sondern können auf einen Mangel an Progesteron hinweisen. Such direkt deine Frauenärztin auf und schildere den Vorfall. Sie kann testen, ob du zusätzliches Progesteron zuführen solltest.

Schwangerschaftsbeschwerden durch Hormonumstellung

Die Umstellung der Hormone in deinem Körper machen sich deutlich bemerkbar. Zu den typischen Beschwerden zählen Müdigkeit, Erschöpfung, Übelkeit und Stimmungsschwankungen.

Außerdem kommt es bei den meisten schwangeren Frauen in der 6. SSW zu Heißhunger und Abneigung gegen Lebensmittel und Getränke, die man vor der Schwangerschaft mochte. Auch der Geruchssinn verändert sich und wird sensibler. Plötzlich können bestimmte Gerüche Kopfschmerzen, vor allem aber Übelkeit verursachen.

Schwanger, müde & erschöpft

Häufige Müdigkeit und Erschöpfung sind in der Woche 6 völlig normal. Diese typischen Beschwerden zeigen, dass du jetzt viel Ruhe brauchst. Gönne dir Pausen, wann immer es möglich ist und nimm dir beruflich wie privat möglichst wenig vor.

Fällt es dir morgens das Aufstehen schwer? Öffne dein Fenster und tanke reichlich Sauerstoff. Auch das hilft ein wenig gegen die Müdigkeit und bringt den Kreislauf in Schwung.

Erledige Hausarbeit nur dann, wenn du dich gut fühlst. Nimm die Unterstützung von Partner, Familie und Freunden an. Du darfst jetzt ruhig etwas liegen lassen und musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn dein Partner den Abwasch erledigt oder den Staubsauger schwingt. Die Entlastung tut dir und eurem Baby gut.

Übelkeit in der Schwangerschaft

Meist tritt bei werdenden Müttern in der 6. SSW die Morgenübelkeit das erste Mal auf und begleitet sie dann einige Wochen. Wenn du dich morgens schlecht fühlst und dich häufig übergeben musst, besteht also kein Grund zur Sorge. Das sind keine Anzeichen für eine drohende Fehlgeburt, sondern völlig normale Schwangerschaftsleiden.

Es kann helfen, wenn du nach dem Aufwachen noch ein paar Minuten im Bett liegen bleibst und vor dem Aufstehen einen kleinen Snack zu dir nimmst. Hier findest du weitere Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit.

Gesunde Ernährung – das ist jetzt für euch beide gut

Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft benötigt dein Baby sehr viele Nährstoffe und Vitamine für seine Entwicklung. Daher solltest du dich jetzt aktiv mit deiner Ernährung auseinandersetzen. Denn den erhöhten Bedarf kannst du durch eine geschickte Zusammenstellung deines Speiseplans mit reichhaltiger und gesunder Nahrung decken. 

Viel frisches Gemüse und Obst, Seefisch sowie Proteine sind perfekt, um dein Baby und deinen Körper optimal zu versorgen. Auf Nahrungsmittel wie Rohmilchprodukte, rohes Fleisch und halbgare Eier solltest du jedoch lieber verzichten. Hier verraten wir dir, welche Lebensmittel in der Schwangerschaft eher tabu sind.

Hebammen-Tipp der Woche

Laut einer Auswertung von mehreren Studien von 2020 ist es zu empfehlen, in der Schwangerschaft komplett auf Koffein zu verzichten. Es gibt Zusammenhänge, dass Koffein verschiedene Schwangerschaftsrisiken begünstigt. Probier doch mal, auf koffeinfreie Alternativen wie Getreidekaffee oder Lupinenkaffee umzusteigen. Wer den Geschmack von Kaffee nicht vermisst, kann auch auf Tees mit Ingwer, Zitrone, Roibusch, Früchte oder Fenchel zurückgreifen (Achtung: Schwarztee, Grüntee und weißer Tee enthalten auch Koffein).

Verdauungsprobleme in der Schwangerschaft

Spürst du vermehrt Blähungen oder kommt es zur Verstopfung, dann hat dies mit den Veränderungen deines Körpers zu tun. Trinke viel Wasser oder ungesüßten Tee, um die Verdauung in Schwung zu bringen. Das ist auch wichtig für den Kreislauf. Mehrere kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, beugen Völlegefühl vor.

Checkliste für die 6. SSW

  • Bevorzuge frische und vitaminreiche Kost, um den erhöhten Nährstoffbedarf optimal abzudecken.
  • Nutze jede Gelegenheit, um dich auszuruhen und dir viele Pausen zu gönnen.
  • Wichtig: Wenn du jetzt erst mit der Einnahme von Folsäure beginnst, sollten es 800 Mikrogramm sein. Die braucht dein Baby dringend für die Bildung neuer Zellen, und um das Neuralrohr schließen zu können. Viele Schwangere sind unterversorgt.

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Häufige Fragen in der 6. SSW

Welcher Monat ist die 6. SSW?

In der 6. SSW bist du im 2. Monat schwanger. Dein Baby selbst trägst du schon 4 Wochen in deinem Bauch. Die 6. Schwangerschaftswoche geht von 5+0 bis 5+6. Hast du die 6. Woche vollendet, dauert es noch 34 Wochen bis zum voraussichtlichen Entbindungstermin.

Warum spüre ich in der 6. SSW noch keine Schwangerschaftsanzeichen?

Frauen reagieren sehr unterschiedlich auf die Hormonumstellung in der Frühschwangerschaft. Manche Frauen spüren bereits früh erste Schwangerschaftsanzeichen. Andere spüren lange Zeit gar nichts. Du musst dir also keine Sorgen machen, wenn du in der 6. SSW keine klassischen Schwangerschaftssymptome hast. Die Frühschwangerschaft verläuft bei jeder Frau anders.

Ich bin übergewichtig und schwanger: Was muss ich beachten?

Starkes Übergewicht stellt ein Risiko dar – für dich und für dein ungeborenes Kind. Bei dir besteht ein höheres Risiko für Schwangerschaftserkrankungen wie:

Auch auf dein Baby kann sich starkes Übergewicht negativ auswirken:

  • Babys von übergewichtigen Frauen sind oft deutlich größer und schwerer als Babys normal-gewichtiger Frauen. Das kann die Geburt erschweren. Es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für Geburtskomplikationen.
  • Es besteht ein höheres Risiko, dass dein Baby später selbst übergewichtig ist und an Diabetes und/oder Bluthochdruck erkrankt. 

Das solltest du jetzt tun: Achte auf eine moderate Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Ernähre dich ausgewogen und gesund. Sorge für ausreichend Bewegung. Keine Angst, du musst nicht zur Sportskanone mutieren. Schon tägliche Spaziergänge an der frischen Luft sind ein guter Anfang. Schwimmen und Radfahren eignen sich ebenfalls.

Darf ich in der Schwangerschaft Medikamente einnehmen?

In der Schwangerschaft gilt: Medikamente nur im Notfall und die Einnahme immer mit dem Frauenarzt oder Spezialisten abklären. Das gilt auch für rezeptfreie Medikamente (etwa Kopfschmerzmittel und Nasenspray) oder naturheilkundliche Arzneien. Denn: Die Wirkstoffe gelangen über die Plazenta zu deinem Baby.

Eine Ausnahme bilden verschreibungspflichtige Dauermedikamente bei chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Schilddrüsenfehlfunktionen. Ein Absetzen ist oft nicht möglich. Besprich mit deinem Arzt, ob die Dosis deines Medikamentes angepasst werden muss. Es kommt vor, dass ein Medikament in der Schwangerschaft gegen ein anderes getauscht werden muss.

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Ab wann sollte ich mich um eine Hebamme kümmern?

In Deutschland herrscht ein Hebammenmangel. In Großstädten kann der hohen Nachfrage kaum noch nachgekommen werden. Viele Hebammen sind lange im Voraus ausgebucht. Du solltest dich also frühzeitig nach einer Hebamme umschauen. Am besten schon jetzt. Selbst dann, wenn du „nur“ zur Nachsorge eine Hebamme möchtest.

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Ab wann sind Zwillinge zu erkennen?

Zwillinge können etwa ab der 6. SSW per Ultraschall erkannt werden. In diesem frühen Stadium der Schwangerschaft besteht jedoch ein erhöhtes Risiko, dass einer der Embryos abgestoßen wird.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 6. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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