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24. SSW (Schwangerschaftswoche)

24. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Schoki, Knoblauch oder Brokkoli? Dein Baby schmeckt schon verschiedene Aromen im Fruchtwasser. Ein weiteres Highlight dieser Woche ist der erste Augenaufschlag. Du fragst dich vielleicht, ob das Ziehen im Bauch schon echte Wehen sind. Langsam solltest du lernen, die Wehenarten zu erkennen und zu unterscheiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Baby ist so groß wie eine Gurke
  • Größe: etwa 30 cm
  • Durchschnittsgewicht zu Beginn der 24. SSW: 565 g (Quelle)
  • Dein Baby bemerkt Geschmacksunterschiede
  • Übungswehen nehmen zu

Bilder zur 24. Schwangerschaftswoche

Die Geschmacksnerven deines Babys sind schon gut entwickelt. Etwa ab der 24. Schwangerschaftswoche beginnt es Geschmacksunterschiede zu bemerken. So nimmt dein Baby Fruchtwasser auf und schmeckt, ob es salzig, sauer oder eher süß ist. Schon im Bauch hat dein Baby besonders viel Interesse am süßen Geschmack und das bleibt auch in den ersten Lebensjahren bestehen.

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So geht es dem Baby

Babys und Kinder lieben Bekanntes. So ist es auch mit der Nahrung. Ist ein Geschmack bekannt, ist das Lebensmittel potenziell nicht gefährlich. Schon im Mutterleib lernen die Kleinen durch die Ernährung ihrer Mutter verschiedene Aromen kennen. So kommt es, dass durchaus einige Kleinkinder herbe Aromen wie Knoblauch, Oliven oder deftigen Käse mögen, wenn die Mama diese in der Schwangerschaft verzehrt hat. Auch Gewürze wie Koriander, Curry oder Zimt stehen in anderen Ländern schon früh auf dem Speiseplan der Kleinen. Vermutlich kennen sie diese schon von ihrem fötalen Speiseplan.

Nach wie vor ist dein Baby sehr aktiv und inzwischen spürst du die Tritte und Stupser täglich. Je größer dein Baby wird, desto mehr kann es sein, dass die Bewegungen sogar schmerzhaft werden. Das hängt immer damit zusammen, wie dein Baby liegt. Da kann das Beinchen schon einmal in Richtung Magen oder Blase gehen.

Die Knochen haben sich nun so weit gefestigt, dass dein Baby schon aufrecht in deinem Bauch sitzen kann. Außerdem wird es in dieser Woche erstmalig seine Augen öffnen. Mit flatternden Bewegungen öffnen und schließen sich die Lider. Fehlt also nur noch ein Buch zum Lesen 🙂 Die Augenstruktur ist inzwischen komplett ausgebildet. Allerdings wird sich die Pigmentierung noch ändern. Die endgültige Augenfarbe deines Babys zeigt sich erst nach dem ersten Jahr.

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Dein Baby prägt sich unbewusst deine Stimme ein und wird sich nach der Geburt daran erinnern können. Dein Baby prägt sich übrigens auch den Rhythmus, die Melodie und den Tonfall deiner Sprache ein und wird diese annehmen. Oft ist der erste Schrei nach der Geburt der Stimmlage der Mama ähnlich. Forscher fanden heraus, dass Babys in ihrer Muttersprache schreien. Deutsche Babys beginnen in einer höheren Tonlage und werden dann tiefer. Umgekehrt bei den Franzosen. Ihre Schreie sind typisch französisch und schwellen von einer niedrigen Frequenz in eine hohe an.

In der 24. Schwangerschaftswoche schreitet die Entwicklung der Lunge voran. Es bilden sich nun die Blutgefäße und die Lungenbläschen, die später notwendig sind, um den Sauerstoff im Körper zu transportieren. Zudem entsteht nun die Luftröhre in dem kleinen Körper.

Frauen, die zu diesem Zeitpunkt bereits häufig Wehen haben oder deren Gebärmutterhals verkürzt ist, erhalten nun möglicherweise eine Behandlung zur Lungenreife des Babys. Zwei Spritzen helfen, die Lunge des Babys schneller reifen zu lassen. So soll verhindert werden, dass ein Frühgeborenes Probleme mit der Atmung bekommt. Werden die Babys zeitgerecht geboren, hat die Lungenreife dennoch nicht geschadet.

Die Mama in der 24. SSW

Der sechste Schwangerschaftsmonat neigt sich dem Ende zu und die Geburt rückt näher. Babys, die ab der 24. Schwangerschaftswoche geboren werden, sind bei einer Frühgeburt mit modernen medizinischen Maßnahmen zur Lebensrettung überlebensfähig. Die Ärzte werden jedoch so gut es geht versuchen, die Geburt zu verzögern, da die kindliche Reifung noch nicht abgeschlossen ist. Dafür kann es notwendig sein, Wehenhemmer zu verabreichen.

Gerade in der 24. Schwangerschaftswoche sind sich viele Frauen unsicher, wie sie Übungswehen von richtigen Wehen unterscheiden sollen. Die Gebärmutter übt nun häufiger für die Geburt und jede Frau empfindet diese Übungswehen anders. Geburtswehen kommen in regelmäßigen und kürzer werdenden Abständen. Eröffnungswehen dauern besonders lange an. Bis zu 90 Sekunden sind normal. Der Ablauf der Wehen ist wellenartig. Sie können als Ziehen im unteren Rücken auftreten oder als krampfartige Schmerzen im Unterbauch. Übungswehen sind nur kurz und treten innerhalb einer Stunde höchstens dreimal auf. Wenn du unsicher bist, dann solltest du immer deine Hebamme oder deine Ärztin aufsuchen. Scheue dich nicht, einmal zu viel zu gehen.

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Schmerzen können sich in der 24. SSW auch in den Leisten zeigen. Die Mutterbänder haben eine immer schwerere Last zu tragen und zeigen das mitunter durch Ziehen oder Stechen. Du kannst deinen Unterleib entlasten, indem du dich hinlegst und die Beine hochlagerst.

Vielleicht zeigt dein Körper langsam erste Dehnungsstreifen. Durch regelmäßiges Eincremen und Massagen kannst du die Haut unterstützen, bei der Dehnung besser nachzugeben und die Entstehung von Streifen verringern. Grundsätzlich ist es aber eine Sache der Veranlagung, ob Streifen entstehen und wie stark der Bauch reißt.

Schon beim ersten Screening hat die Frauenärztin deinen Rhesusfaktor ermittelt. Beim nächsten großen Vorsorgetermin, der zwischen der 24. SSW und der 27. SSW stattfindet, folgt ein Test auf Rhesus-Unverträglichkeit. Das Problem eines negativen Rhesusfaktors ist, dass die Mutter in der Schwangerschaft eine Abwehrreaktion bilden kann, wenn das Baby einen positiven Rhesusfaktor hat. Das kann Komplikationen auslösen. Dies wird durch die Gabe von D-Antigenen verhindert.

Zudem steht nun der kleine Zuckertest an. Wenn das Ergebnis positiv ist, dann musst du dich dem großen Zuckertest unterziehen, um zu klären, ob du möglicherweise eine Schwangerschaftsdiabetes hast. In diesem Fall ist es notwendig, während der Schwangerschaft die Ernährung umzustellen. Manchmal muss Insulin gespritzt werden.

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5 häufige Fragen in der 24. SSW

1) Welcher Monat ist die 24. SSW?

Du befindest dich am Ende des sechsten Monats. Nächste Woche startest du bereits in den siebten Monat.

2) Ständiger Harndrang: Ist es normal, dass ich dauernd auf die Toilette muss?

Häufiger Harndrang ist nichts Ungewöhnliches. Dein Körper wird in der Schwangerschaft besser durchblutet. Die bessere Durchblutung regt die Urinproduktion der Nieren an. Die Harnmenge steigt und du musst häufiger auf die Toilette. Hinzu kommt, dass die wachsende Gebärmutter zunehmend auf die Blase drückt. Auch das fördert den Harndrang.

Dass du oft auf die Toilette musst, ist lästig, aber kein Grund zur Sorge. Es sei denn, du spürst beim Wasserlassen ein Brennen. Dann könnte es sich um ein Anzeichen einer Blasenentzündung handeln. In diesem Fall solltest du zum Arzt gehen.

3) Was hilft gegen Verstopfung?

Gegen Verstopfung hilft:

  • Ausreichend Bewegung – das bringt den Darm in Schwung.
  • Ballaststoffreiche Ernährung – etwa Vollkornprodukte, Floh- und Leinsamen (mehr Tipps erhältst du hier).
  • Langes Kauen – dadurch werden die Speisen leichter verdaulich.
  • Getrocknetes Obst (etwa Backpflaumen) – das regt die Verdauung an.
  • Viel trinken (am besten Wasser).
  • Magnesium.

Hält die Verstopfung länger an, sprich mit deiner Ärztin oder deiner Hebamme.

4) Welche Symptome deuten auf Schwangerschaftsdiabetes hin?

Schwangerschaftsdiabetes macht kaum Symptome. Es gibt jedoch einige unspezifische Anzeichen, die auf Schwangerschaftsdiabetes hinweisen können:

  • verstärktes Durstgefühl (ohne erkennbaren Grund)
  • überdurchschnittlich hohe Gewichtszunahme der Schwangeren
  • erhöhter Blutdruck
  • häufige Harnwegsinfekte
  • Depressionen (im ersten Schwangerschaftsdrittel)
  • sehr langsames oder sehr schnelles Wachstum des Babys.

Eindeutig lässt sich Schwangerschaftsdiabetes nur durch die Blutzuckerwerte erkennen. Sind diese übermäßig erhöht, zeigt dies, dass du einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt hast.

5) Wann nimmt ein Baby seine Geburtsposition ein?

Das ist unterschiedlich. Manche Babys nehmen schon in der 32. SSW ihre endgültige Geburtsposition ein. Andere drehen sich noch bis zur 36. SSW immer wieder komplett im Bauch. Erst nach dieser Woche lässt sich sagen, ob dein Baby richtig, also kopfüber in Geburtslage liegt.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 24. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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