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5. SSW (Schwangerschaftswoche)

5. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Herzlichen Glückwunsch, du bist schwanger! Dein Körper bereitet sich auf die Schwangerschaft vor und die Entwicklung deines Babys läuft in der 5. SSW auf Hochtouren. Hier erfährst du alles, was jetzt für dich und dein Kind wichtig ist und worauf du achten solltest.

Das Wichtigste in Woche 5

Beschreibung
SpannendAm Ende der 5. SSW beginnt das kleine Herz deines Babys zu schlagen!
So sieht dein Baby aus
  • Größe: etwa 2 mm
  • Gewicht: < 0,1 g (Quelle)
Im Ultraschall sieht man außer einer Fruchthöhle mit Sesamkorn darin noch nicht viel. Aber gerade werden das Herz-Kreislaufsystem, das Verdauungssystem und das Nervensystem angelegt.
Du und dein BabybauchDeine Periode bleibt aus. Äußerlich ist von deinem Babybauch noch nichts zu sehen, aber vielleicht spürst du ein Ziehen? Deine Schwangerschaft ist jetzt über das Blut und im Urintest nachweisbar.
Unser Hebammen-TippWichtige Supplemente sind Folsäure (400-800 Mikrogramm pro Tag bis zum Ende der 12. Woche) und eine Jod Zufuhr von 100 bis 150 Mikrogramm pro Tag zusätzlich zur Ernährung.
Deine aktuelle WocheDie 5. SSW geht von SSW 4+0 bis 4+6. Du bist im 2. Monat und im 1. Trimester.

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Bilder zur 5. Schwangerschaftswoche

Auf dem Ultraschall ist dein Baby – wenn überhaupt – bisher nur als Pünktchen in einem dunklen Fleck zu erkennen. Im dritten Foto siehst du die Nabelschnur, die dich und dein Baby verbindet. Sie versorgt es mit allem, das für die embryonale Entwicklung notwendig ist.

Dein Baby in der 5. SSW

In dieser Woche ist dein Baby 3 Wochen alt. Da die ersten 2 Wochen deines Zyklus bei der Berechnung der Schwangerschaftswochen mitgezählt werden, bist du bereits seit 5 Wochen schwanger. Äußerlich ist davon noch nichts zu erkennen, in deinem Körper tut sich in der 5. SSW jedoch viel.

So groß wie ein Sesamkorn

Die befruchtete Eizelle hat sich in der vorigen Schwangerschaftswoche in die Gebärmutter eingenistet. Die Zellen haben sich bereits eifrig geteilt und der Embryo hat schon eine Größe von rund 2 mm erreicht. Er wiegt noch unter 0,1 g. Damit ist er so groß wie ein Sesamsamen.

Er schwimmt in einer etwa 1 cm großen Fruchtwasserhöhle in der Gebärmutterschleimhaut. Manchmal ist diese kleine Blase schon im Ultraschall sichtbar, oft sieht die Frauenärztin zu diesem Zeitpunkt nur eine besonders hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut. Bald bildet sich die Plazenta, welche später dein Baby mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Kleines Ufo mit Herzschlag

Im Moment besteht dein Baby aus drei Zellschichten und sieht aus wie ein kleines Ufo. Diese Schichten bilden die Basis für die wichtigsten Anlagen, die es für seine weitere Entwicklung braucht. 

Die untere Zellschicht bildet die Grundlage für die Lunge, die Harnwege und das sich entwickelnde Verdauungssystem. Die Mittelschicht ist die Basis für die Anlage des Herz- und Kreislaufsystems. In der oberen Schicht des Embryos befinden sich die Anlagen für das Gehirn und das Rückenmark sowie für die Nerven und die Wirbelsäule. Aus ihr entsteht das Neuralrohr, ein Teil des Nervensystems deines Babys.

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Folsäure und andere Nahrungsergänzungsmittel

Um das Neuralrohr bei seiner Entwicklung zu unterstützen, ist es ratsam, so früh wie möglich mit der Einnahme von Folsäure oder Folat zu beginnen. Schwangere Frauen haben einen gesteigerten Bedarf und wissenschaftliche Studien belegen, dass die Einnahme dieses Vitamins in der frühen Schwangerschaft Neuralrohrdefekten vorbeugen kann. 

Alternativ kannst du auch mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für Schwangere beginnen. Sie enthalten neben Folsäure weitere wichtige Nährstoffe für dein Baby und dein Wohlbefinden während der Schwangerschaft. 

Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto sollten in der Regel auf Produkte mit Jod verzichten, doch das besprichst du am besten mit deiner Fachärztin oder deinem Facharzt.

Hebammen-Tipp der Woche

Folsäure solltest du bestenfalls ab Kinderwunsch mit 400 Mikrogramm substituieren. Wenn du erst nach der Befruchtung damit beginnst, brauchst du 800 Mikrogramm pro Tag bis zum Ende der 12. Woche. Bei Jod Zufuhr gilt: 100-150 Mikrogramm pro Tag zusätzlich zur Ernährung (Bsp. jodiertes Speisesalz, Verzehr von 2x pro Woche Seefisch und Milchprodukten).

Gesunder Start ins Leben: Ausgewogene Lebensweise

Der Embryo ist in der 5. Schwangerschaftswoche sehr anfällig. Daher ist es wichtig, Risiken so gut es geht zu vermeiden, auf Medikamente weitgehend zu verzichten und einen gesunde Lebensweise zu etablieren.

Für das Baby, das in deinem Bauch heranwächst, fällt es dir sicher leichter, dich gesund zu ernähren, auf Alkohol zu verzichten und mit dem Rauchen aufzuhören

Wenn nicht, darfst du dir Hilfe holen. Keine Sorge: Ein paar Kartoffelchips hin und wieder werden deinem Baby nicht schaden, wenn der gesamte Nährstoffmix stimmt.

Du und dein Babybauch in der 5. SSW

Die ersten Anzeichen: Bin ich schwanger?

Nicht jede Schwangere hat in der 5. Woche bereits typische Schwangerschaftsanzeichen. Kennst du deinen weiblichen Zyklus, ist das Ausbleiben der Regel häufig das erste Indiz. Eigentlich wäre jetzt die Periode fällig. 

Bleibt sie aus, ist es Zeit für einen Schwangerschaftstest. Erst ab dieser Woche kann er verlässlich Auskunft darüber geben, ob du schwanger bist. Der Keimling beginnt mit der Produktion des Schwangerschaftshormons hCG, das im Urin der Mutter nachgewiesen werden kann und so den zweiten Streifen auf dein Teststäbchen zaubert.

Die häufigsten Anzeichen für eine Schwangerschaft im Frühstadium sind:

  • Ziehen im Unterbauch, das an die Beschwerden bei der Menstruation erinnert
  • Spannen der Brüste, Dunkelfärbung und Vergrößerung der Brustwarzen
  • Leichte Übelkeit und Geruchsempfindlichkeit, Ekel vor bestimmten Lebensmitteln
  • Heißhunger
  • Schlappheit, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • Verstopfte Nase, starker Speichelfluss
  • Vermehrter Harndrang

Übelkeit, Müdigkeit und Erschöpfung haben zu diesem Zeitpunkt den Körper vieler Schwangerer im Griff. Durch die Umstellung brauchst du viel mehr Energie. Dein Körper produziert nun mehr Blut, um die Organe des Babys mit Sauerstoff zu versorgen. 

Gönne dir ruhig kleine Auszeiten. In der Schwangerschaft musst du lernen, gut auf dich zu achten. Das erste Trimester empfinden die meisten Frauen als besonders anstrengend. Du brauchst jetzt viel Schlaf, Verschnaufpausen und am besten jemanden, der dich ein wenig umsorgt.

Endlich schwanger & das Gefühlschaos

Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, brechen verschiedene Gefühle aus. Vielleicht platzt du vor Freude, weil du dir schon länger ein Kind gewünscht hast. Für Frauen, die keinen Kinderwunsch innerhalb einer festen Partnerschaft haben, kann die Nachricht hingegen ein Schock sein, der erst einmal verdaut werden muss.

So oder so ist ein gewisses Gefühlschaos normal. Es wird dich die gesamte Schwangerschaft hindurch begleiten. Dazu trägt nicht nur der Gedanke an dein neues Leben bei, sondern auch die Hormone. Die Veränderungen nehmen alle Frauen unterschiedlich wahr. Einige haben schon deutliche Symptome, andere bemerken gar nichts.

Unser Tipp: Sprich mit deinem Partner, Freunden oder der Familie über deine Unsicherheit. Bedenke, dass dir noch viel Zeit bleibt, um dich auf die bevorstehenden Schwangerschaftsmonate, die Geburt und den neuen Alltag als Mutter vorzubereiten.

Termin in der gynäkologischen Praxis machen

Sicher musst du dich noch ein paar Tage gedulden, bis es so weit ist. Aber umso größer ist die Vorfreude auf dieses spannende Ereignis. Vielleicht kann sich dein Partner für diesen Termin freinehmen. Denn wahrscheinlich führt dein Arzt die erste Ultraschalluntersuchung durch und ihr könnt gemeinsam das pulsierende Herz eures Kindes sehen.

Ideal ist ein Termin zwischen der 7. und der 9. Woche. Die meisten Frauenärzte bestellen die Patienten erst zur 7. oder 8. SSW ein, da zu dieser Zeit der Herzschlag auf dem Ultraschall gut erkennbar ist. 

Auch den Mutterpass erhältst du in der Regel erst mit der ersten großen Ultraschalluntersuchung zwischen der 9. und 12. SSW. Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder an einer Krankheit leidest, solltest du auf einen früheren Termin beharren, um Risiken zu prüfen und zu minimieren.

Die erste gynäkologische Untersuchung

Beim Termin selbst wird der Frauenarzt oder die Frauenärztin einen Ultraschall und einen Urintest durchführen. Es geht erst einmal darum festzustellen, in welcher Woche du wirklich bist und ob deine Schwangerschaft intakt ist. 

Die Ärztin wird zudem Fragen zu deiner medizinischen Vorgeschichte stellen. Blutdruck und Gewicht werden gemessen und Blutuntersuchungen vorgenommen. Dein Impfschutz wird überprüft. Warum? Manche Berufe erfordern bei einem fehlenden Rötelnschutz schon jetzt ein Berufsverbot. Andere Impfungen können eventuell nachgeholt werden.

Checkliste für die 5. SSW

  • Falls nicht schon geschehen: Vereinbare einen Termin in der gynäkologischen Praxis deiner Wahl.
  • Beginne am besten schon jetzt mit der Suche nach einer Hebamme.
  • Vereinbare einen Zahnarzttermin und einen für die Zahnreinigung, um Entzündungen in der Schwangerschaft vorzubeugen.
  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und deinen Folsäure-Spiegel, damit dein Baby mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist.

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Häufige Fragen in der 5. SSW

Welcher Monat ist die 5. SSW?

In der 5. SSW befindest du dich im zweiten Monat. Du bist seit einem Monat schwanger. Die 5. Schwangerschaftswoche geht von 4+0 bis 4+6. Mit der vollendeten 5. Schwangerschaftswoche liegen noch weitere 35 Schwangerschaftswochen vor dir.

Wie wird die 5. SSW gezählt?

Hast du dich auch schon gefragt, warum es 5. SSW heißt? Der Embryo selbst ist erst 3 Wochen alt, denn da wurde die Eizelle befruchtet. Bei der Berechnung deiner Schwangerschaft wird aber vom ersten Tag des Zyklus, also dem ersten Tag deiner letzten Periode ausgegangen. 

Zu diesem Zeitpunkt startete – wie in jedem Zyklus – der Aufbau der Schleimhaut und die Eibildung. Die Befruchtung erfolgte ungefähr am 14. Zyklustag. 

Ist ein Schwangerschaftstest in der 5. SSW zuverlässig?

Ein Schwangerschaftstest ist ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Regel zu 99 Prozent zuverlässig. In der 5. SSW sollte der Schwangerschaftstest also ein sicheres Ergebnis liefern.

Bedenke aber, dass dein Eisprung möglicherweise später stattfand als gedacht und deine Schwangerschaft vielleicht nicht so weit fortgeschritten ist, wie du glaubst. Dann könnte die hCG-Konzentration im Urin noch zu niedrig sein. Sollte dein Schwangerschaftstest also negativ sein, wiederhole den Test in ein paar Tagen. Spätestens dann hast du endgültig Gewissheit.

Wie berechnet man den Geburtstermin?

Du hast zwei Optionen zur Berechnung des Geburtstermins:

  1. Nach dem ersten Tag deiner letzten Periode.
  2. Nach dem Zeitpunkt der Befruchtung.

Nur wenige Frauen kennen den Zeitpunkt der Befruchtung. Daher ist die Berechnung nach dem ersten Tag der letzten Periode die gängigere Methode, um den Entbindungstermin zu berechnen. Hierzu wird die Naegele-Regel verwendet, die nach dem Gynäkologen Franz Naegele benannt wurde.

Die Formel zur Berechnung des Geburtstermins bei einer Standard-Zykluslänge von 28 Tagen lautet: 1. Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr.

Alternativ kannst du auch folgende Formel verwenden: 1. Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage + 9 Monate.

Falls deine Zykluslänge von der Standard-Länge von 28 Tagen abweicht, lautet die Formel: 1. Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr +/− Abweichung in Tagen.

Klingt kompliziert? Dann verwende unseren Geburtsterminrechner. Das erspart dir das Blättern im Kalender.

Warum soll ich jetzt schon eine Hebamme suchen?

Eine gute Hebamme für die Schwangerschaftsbegleitung zu finden, ist schwierig. In großen Städten kann der großen Nachfrage kaum noch nachgekommen werden, gerade wenn es um Beleghebammen geht. Auch ländliche Gegenden haben immer weniger Hebammen. 

Eine liebevolle Hebamme und eine kompetente, vertrauensvolle Gynäkologin sind starke Stützen in der Schwangerschaft und Babyzeit. Es ist also nie zu früh, sich um eine Hebamme zu kümmern. Wenn du bisher mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt nicht zufrieden warst, solltest du jetzt die Gelegenheit zum Wechsel nutzen.

Ist Ausfluss in der 5. SSW normal?

Durch die hormonelle Veränderung in deinem Körper kann es zu verstärktem Ausfluss kommen. Ausfluss ist in der Schwangerschaft normal und meist harmlos. Er kann aber auch ein Zeichen einer Infektion sein. Falls dein Ausfluss unangenehm riecht, gelblich oder bräunlich ist, solltest du zum Arzt gehen.

Sind leichte Blutungen ein Grund zur Sorge?

Leichte Blutungen sind in der Frühschwangerschaft normal und mehrheitlich harmlos. Aber: Werden die Blutungen von Schmerzen, Krämpfen oder Fieber begleitet, solltest du deine Ärztin aufsuchen. Dann könnte eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft vorliegen.

Generell gilt in der Schwangerschaft: Wenn du unsicher bist, gehe zum Arzt. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Ich habe Unterleibsschmerzen: Muss ich mir Sorgen machen?

Viele Frauen berichten in der Frühschwangerschaft von einem Ziehen im Unterleib, das an die Beschwerden bei der Menstruation erinnert. Meist ist die Ursache harmlos und auf die hormonelle Veränderung zurückzuführen. Die Schwangerschaftshormone bewirken, dass sich die Muskeln und Bänder lockern – und das kann sich in Form von Unterleibsschmerzen äußern.

Sind die Schmerzen sehr stark und werden von weiteren Beschwerden begleitet, etwa starken Blutungen, einem niedrigen Blutdruck und/oder Fieber, solltest du deine Ärztin aufsuchen.

Ich habe in den letzten Wochen Alkohol getrunken: Habe ich meinem Baby geschadet?

In den ersten vier Schwangerschaftswochen gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip. Eine Schädigung, die in dieser Zeit auftritt, wird entweder noch durch andere Zellen repariert oder es kommt zur frühen Fehlgeburt und der Embryo geht ab. Du musst du dir wegen des Cocktails von letzter Woche also keine Sorgen machen.

Aber: Du kannst nicht exakt berechnen, ab wann der Alkohol bleibende Schäden anrichtet. Daher gilt ab jetzt: Finger weg vom Alkohol!

Übrigens: In Deutschland können alle Getränke, die maximal 0,5 Prozent Alkohol enthalten, als alkoholfrei deklariert werden. Du solltest also auch bei alkoholfreiem Bier aufpassen, wenn nicht explizit 0,0 Prozent draufsteht. Mehr Informationen erhältst du hier.

Ich habe in den letzten Wochen geraucht: Habe ich meinem Baby geschadet?

Auch hier gilt die Alles-oder-nichts-Regel. Wenn du gerade einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hältst, hast du deinem Baby also nicht geschadet. Aber: Ab jetzt solltest du unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Etwa ab der 5. SSW entwickeln sich die Organe. Die Alles-oder-nichts-Regel gilt nicht mehr. Mit jeder Zigarette schadest du deinem Kind erheblich.

Quellen

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2 Kommentare anderer Nutzer

  1. Ich finde es nicht gut, dass im Artikel der „Rat“ steht, man solle nur den engsten Personen von der Schwangerschaft erzählen, bevor die 12. Woche a bricht. Ich war bereits 5 mal schwanger (habe einen gesunden Sohn) und setzte mich dafür ein, dass man auch über den Verlust einer Schwangerschaft offen sprechen kann, und nicht nur wenn alles Friede Freude Eierkuchen ist. Ich finde das Mitteilen einer Schwangerschaft sollte dazu dienen, sich den anderen mitzuteilen, dass man grade schwanger ist, nicht mehr nicht weniger. Wenn mehr Menschen über ihre aborte und Fehlgeburten reden würden, würden die Menschen auch sensibler nachfragen (ob die schwangerschaft denn noch besteht anstelle von und wie geht es dir und dem Baby im Bauch). Das ist nur meine persönliche Meinung 🙂

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar. Natürlich kann das jeder für sich entscheiden und das sieht sicher auch jeder anders. Unsere Empfehlung im Text lautet „Du solltest aber vorerst nur enge Vertraute einweihen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schwangerschaft noch sehr anfällig für Störungen. Ab der 12. SSW ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt so gering, dass du die Nachricht verbreiten kannst.“ – genau das sehen wir auch so. Nicht jede Frau möchte einen Abbruch im Zweifel mit Personen besprechen, die ihr nicht nahestehen oder aus allen Ecken Mitleid bekommen. Du hast natürlich Recht: Es würde die Sensibilität in der Bevölkerung auf Dauer steigern. Aber ob jede einzelne Frau das so möchte, muss sie für sich entscheiden. Danke für deinen Kommentar – vielleicht sehen einige Schwangere das ja auch so wie du und fühlen sich dadurch ermutigt, darüber zu sprechen. Wäre auch absolut okay 🙂

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