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5. SSW (Schwangerschaftswoche)

5. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Herzlichen Glückwunsch, du bist schwanger! Wahrscheinlich bist du noch ganz überwältigt von der Nachricht, schließlich beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Keine Sorge: Du hast noch viel Zeit, um dich an den Gedanken zu gewöhnen, dass du bald Mama bist. In unserem Schwangerschaftswochen-Kalender begleiten wir dich Woche für Woche, bis du dein Baby in 35 Wochen in den Armen hältst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Embryo ist so groß wie ein Sesamsamen
  • Größe: etwa 2 mm
  • Gewicht: < 0,1 g
  • Das Herz- und Kreislaufsystem wird angelegt
  • Am Ende der 5. SSW beginnt das Herzchen zu schlagen

Bilder zur 5. Schwangerschaftswoche

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Der Embryo in der 5. SSW

In dieser Woche ist dein Baby 3 Wochen alt. Da die ersten 2 Wochen deines Zyklus bei der Berechnung der Schwangerschaftswochen mitgezählt werden, bist du aber schon 5 Wochen schwanger. Äußerlich ist davon noch nichts zu erkennen, in deinem Körper tut sich in der 5. SSW jedoch viel.

Die Zellen haben sich bereits eifrig geteilt und der Embryo hat schon eine Größe von rund 2 mm erreicht und wiegt noch unter 0,1 g. Damit ist er so groß wie ein Sesamsamen. Er schwimmt in einer etwa 1cm großen Fruchtwasserhöhle in der Gebärmutterschleimhaut. Manchmal ist diese kleine Blase schon im Ultraschall sichtbar, oft sieht die Frauenärztin zu diesem Zeitpunkt nur eine besonders hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut.

Kleines Ufo mit Herzschlag

Im Moment besteht dein Baby aus drei Zellschichten und sieht aus, wie ein kleines Ufo. Diese Schichten bilden die Basis für die wichtigsten Anlagen, die es für seine weitere Entwicklung braucht. Die untere Schicht bildet die Grundlage für die Lunge, die Harnwege und das sich entwickelnde Verdauungssystem. Die Mittelschicht ist die Basis für die Anlage des Herz- und Kreislaufsystems. In der oberen Schicht des Embryos befinden sich die Anlagen für das Gehirn und das Rückenmark sowie für die Nerven und die Wirbelsäule.

Aus ihr entsteht das Neuralrohr. Um das Neuralrohr bei seiner Entwicklung zu unterstützen, ist es ratsam, so früh wie möglich mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen. Hierzulande nehmen die meisten Menschen deutlich zu wenig von dem essenziellen Vitamin auf, das auch unter dem Namen Vitamin B9, Vitamin B11 oder Folat bekannt ist. Schwangere Frauen haben einen gesteigerten Bedarf und wissenschaftliche Studien belegen, dass die Einnahme von Folsäure in der frühen Schwangerschaft Neuronaldefekten vorbeugen kann.

Besonders spannend: In der 5. Schwangerschaftswoche bildet sich das Herz und beginnt schließlich zu schlagen. Es ist ein ganz besonderer Moment für Mama und Papa, wenn sie auf dem Ultraschall das Herzchen pulsieren sehen.

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Nährstoffe für dein Baby

Der Embryo ist in der 5. Schwangerschaftswoche sehr anfällig. Daher ist es wichtig, so gut es geht Risiken zu vermeiden, auf Medikamente zu verzichten und einen gesunden Lebensstil in den Fokus zu stellen. Die Einnahme von Folsäure wird allen Schwangeren empfohlen und sollte so früh wie möglich starten. Alternativ kannst du auch mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für Schwangere beginnen. Sie enthalten neben Folsäure weitere wichtige Nährstoffe für dein Wohlbefinden während der Schwangerschaft und für die optimale Entwicklung deines Babys. Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten in der Regel auf Produkte mit Jod verzichten, doch das besprichst du am besten mit deiner Ärztin.

Keine Nahrungsergänzungsmittel können einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil ersetzen. Für das Baby, das in deinem Bauch heranwächst, fällt es dir sicher leichter, dich gesund zu ernähren, auf Alkohol zu verzichten und mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn nicht, solltest du dir Hilfe holen. Keine Sorge: Ein paar Kartoffelchips hin und wieder werden deinem Baby nicht schaden, wenn der gesamte Nährstoffmix stimmt.

Die Mama in der 5. SSW

Eigentlich wäre jetzt die Periode fällig. Bleibt sie aus, ist es Zeit für einen Schwangerschaftstest. Erst ab dieser Woche kann er verlässlich Auskunft darüber geben, ob du schwanger bist. Der Keimling beginnt mit der Produktion des Schwangerschaftshormons hCG, das im Urin der Mutter nachgewiesen werden kann und so den zweiten Streifen auf dein Teststäbchen zaubert.

Fällt der Test positiv aus, machen sich verschiedene Gefühle Platz. Vielleicht platzt du vor Aufregung, weil du dir schon länger ein Kind gewünscht hast. Für Frauen, die keinen Kinderwunsch innerhalb einer festen Partnerschaft haben, kann die Nachricht hingegen ein Schock sein, der erst einmal verdaut werden muss. So oder so ist ein gewisses Gefühlschaos normal. Es wird dich die gesamte Schwangerschaft hindurch begleiten. Dazu trägt nicht nur der Gedanke an die große Veränderung in deinem Leben bei, sondern auch die Hormone, die deinen Körper jetzt verändern. Sprich mit deinem Partner, Freunden oder der Familie über deine Unsicherheit. Bedenke, dass dir noch viel Zeit bleibt, um dich vorzubereiten.

Die Veränderungen am Körper nehmen alle Frauen unterschiedlich wahr. Einige haben schon deutliche Symptome, andere bemerken gar nichts.

Die häufigsten Anzeichen für eine Schwangerschaft im Frühstadium sind:

  • Ziehen im Unterbauch, das an die Beschwerden bei der Menstruation erinnert
  • Spannen der Brüste, Dunkelfärbung und Vergrößerung der Brustwarzen
  • Leichte Übelkeit und Geruchsempfindlichkeit, Ekel vor bestimmten Lebensmitteln
  • Heißhunger
  • Schlappheit, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • Verstopfte Nase, starker Speichelfluss
  • Vermehrter Harndrang

Müdigkeit und Erschöpfung haben deinen Körper im Griff. Durch die starke Umstellung braucht er viel mehr Energie. Gönne dir ruhig kleine Auszeiten. In der Schwangerschaft musst du lernen, gut auf dich zu achten. Das erste Trimester empfinden die meisten Frauen als besonders anstrengend. Du brauchst jetzt viel Schlaf, Verschnaufpausen und am besten jemanden, der dich ein wenig umsorgt.

Der Termin bei der Gynäkologin

Sicher keine Überraschung: Du solltest dich jetzt mit deiner Frauenärztin in Verbindung setzen. Ideal ist ein Termin zwischen der 7. und der 9. Woche. Bei dem Termin wird die Ärztin einen Ultraschall und einen Urintest durchführen. Es geht erst einmal darum festzustellen, wie weit fortgeschritten die Schwangerschaft ist und ob es sich um eine intakte Schwangerschaft handelt. Die Ärztin wird zudem Fragen stellen zu deiner medizinischen Vorgeschichte. Blutdruck und Gewicht werden gemessen und Blutuntersuchungen vorgenommen, die Hinweise auf mögliche fehlende Impfungen geben können. Manche Berufe erfordern bei einem fehlenden Rötelnschutz schon jetzt ein Berufsverbot.

Hinweis: Die meisten Frauenärzte bestellen die Patienten erst zur 7. oder 8. SSW ein, da zu dieser Zeit der Herzschlag auf dem Ultraschall gut erkennbar ist. Auch den Mutterpass erhältst du in der Regel erst mit der ersten großen Ultraschalluntersuchung zwischen der 9. und 12. SSW. Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder an einer Krankheit leidest, solltest du auf einen früheren Termin beharren, um Risiken zu prüfen und zu minimieren.

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ℹ️ Wie wird die 5. SSW gezählt?

Auch wenn es 5. SSW heißt, so wurden die Anlagen für den Embryo erst drei Wochen zuvor gelegt, und zwar bei der Befruchtung der Eizelle. Bei der Berechnung deiner Schwangerschaft wird aber vom ersten Tag des Zyklus ausgegangen. Zu diesem Zeitpunkt begannen – wie in jedem Zyklus – der Aufbau der Schleimhaut und die Eibildung. Die Befruchtung erfolgt ungefähr am 14. Zyklustag. Der Schwangerschaftsfortschritt wird in der 5. SSW wie folgt berechnet:

  • Tag 1 der 5. SSW wird als 4+0 gewertet
  • Tag 2 der 5. SSW wird als 4+1 gewertet
  • Tag 3 der 5. SSW wird als 4+2 gewertet
  • Tag 4 der 5. SSW wird als 4+3 gewertet
  • Tag 5 der 5. SSW wird als 4+4 gewertet
  • Tag 6 der 5. SSW wird als 4+5 gewertet
  • Tag 7 der 5. SSW wird als 4+6 gewertet

Mit der vollendeten 5. Schwangerschaftswoche liegen noch 35 weitere Schwangerschaftswochen vor dir.

Das ist jetzt wichtig

Eine gute Hebamme zu finden ist schwierig. In großen Städten kann der großen Nachfrage kaum noch nachgekommen werden. Auch ländliche Gegenden haben immer weniger Hebammen. Eine liebevolle Hebamme und eine kompetente, vertrauensvolle Gynäkologin sind starke Stützen in der Schwangerschaft und Babyzeit. Es ist also nie zu früh, sich um eine Hebamme zu kümmern. Wenn du bisher mit deiner Frauenärztin nicht zufrieden warst, solltest du jetzt die Gelegenheit zum Wechsel nutzen.

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7 häufige Fragen in der 5. SSW

1) Ist ein Schwangerschaftstest in der 5. SSW zuverlässig?

Ein Schwangerschaftstest ist ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Regel zu 99 Prozent zuverlässig. In der 5. SSW sollte der Schwangerschaftstest also ein sicheres Ergebnis liefern.

Bedenke aber, dass dein Eisprung möglicherweise später stattfand als gedacht und deine Schwangerschaft vielleicht nicht so weit fortgeschritten ist, wie du glaubst. Dann könnte die hCG-Konzentration im Urin noch zu niedrig sein. Sollte dein Schwangerschaftstest also negativ sein, wiederhole den Test in ein paar Tagen. Spätestens dann hast du endgültig Gewissheit.

2) Wie berechnet man den Geburtstermin?

Du hast zwei Optionen zur Berechnung des Geburtstermins:

  1. Nach dem ersten Tag deiner letzten Periode.
  2. Nach dem Zeitpunkt der Befruchtung.

Nur wenige Frauen kennen den Zeitpunkt der Befruchtung. Daher ist die Berechnung nach dem ersten Tag der letzten Periode die gängigere. Hierzu wird die Naegele-Regel verwendet, die nach dem Gynäkologen Franz Naegele benannt wurde.

Die Formel zur Berechnung des Geburtstermins bei einer Standard-Zykluslänge von 28 Tagen lautet: 1. Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr.

Alternativ kannst du auch folgende Formel verwenden: 1. Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage + 9 Monate.

Falls deine Zykluslänge von der Standard-Länge von 28 Tagen abweicht, lautet die Formel: 1. Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr +/− Abweichung in Tagen.

Klingt kompliziert? Dann verwende unseren Geburtsterminrechner. Das erspart dir das Blättern im Kalender.

3) Ist Ausfluss in der 5. SSW normal?

Durch die hormonelle Veränderung in deinem Körper kann es zu verstärktem Ausfluss kommen. Ausfluss ist in der Schwangerschaft normal und meist harmlos. Er kann aber auch ein Zeichen einer Infektion sein. Falls dein Ausfluss unangenehm riecht, gelblich oder bräunlich ist, solltest du zum Arzt gehen.

4) Sind leichte Blutungen ein Grund zur Sorge?

Leichte Blutungen sind in der Frühschwangerschaft normal und meist harmlos. Aber: Werden die Blutungen von Schmerzen, Krämpfen oder Fieber begleitet, solltest du deine Ärztin aufsuchen. Dann könnte eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft vorliegen.

Generell gilt in der Schwangerschaft: Wenn du unsicher bist, gehe zum Arzt. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

5) Ich habe Unterleibsschmerzen: Muss ich mir Sorgen machen?

Viele Frauen berichten in der Frühschwangerschaft von einem Ziehen im Unterleib, das an die Beschwerden bei der Menstruation erinnert. Meist ist die Ursache harmlos und auf die hormonelle Veränderung zurückzuführen. Die Schwangerschaftshormone bewirken, dass sich die Muskeln und Bänder lockern – und das kann sich in Form von Unterleibsschmerzen äußern.

Sind die Schmerzen sehr stark und werden von weiteren Beschwerden begleitet, etwa starken Blutungen, einem niedrigen Blutdruck und/oder Fieber, solltest du deine Ärztin aufsuchen.

6) Ich habe in den letzten Wochen Alkohol getrunken: Habe ich meinem Baby geschadet?

In den ersten vier Schwangerschaftswochen gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip. Eine Schädigung, die in dieser Zeit auftritt, wird entweder noch durch andere Zellen repariert oder der Embryo geht ab. Du musst du dir wegen des Cocktails von letzter Woche also keine Sorgen machen.

Aber: Du kannst nicht exakt berechnen, ab wann der Alkohol bleibende Schäden anrichtet. Daher gilt ab jetzt: Finger weg vom Alkohol!

Übrigens: In Deutschland können alle Getränke, die maximal 0,5 Prozent Alkohol enthalten, als alkoholfrei deklariert werden. Du solltest also auch bei alkoholfreiem Bier aufpassen, wenn nicht explizit 0,0 Prozent drauf steht. Mehr Infos erhältst du hier.

7) Ich habe in den letzten Wochen geraucht: Habe ich meinem Baby geschadet?

Auch hier gilt die Alles-oder-nichts-Regel. Wenn du gerade einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hältst, hast du deinem Baby also nicht geschadet. Aber: Ab jetzt solltest du unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Etwa ab der 5. SSW entwickeln sich die Organe. Die Alles-oder-nichts-Regel gilt nicht mehr. Mit jeder Zigarette schadest du deinem Kind erheblich.

Quellen

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2 Kommentare anderer Nutzer

  1. Ich finde es nicht gut, dass im Artikel der „Rat“ steht, man solle nur den engsten Personen von der Schwangerschaft erzählen, bevor die 12. Woche a bricht. Ich war bereits 5 mal schwanger (habe einen gesunden Sohn) und setzte mich dafür ein, dass man auch über den Verlust einer Schwangerschaft offen sprechen kann, und nicht nur wenn alles Friede Freude Eierkuchen ist. Ich finde das Mitteilen einer Schwangerschaft sollte dazu dienen, sich den anderen mitzuteilen, dass man grade schwanger ist, nicht mehr nicht weniger. Wenn mehr Menschen über ihre aborte und Fehlgeburten reden würden, würden die Menschen auch sensibler nachfragen (ob die schwangerschaft denn noch besteht anstelle von und wie geht es dir und dem Baby im Bauch). Das ist nur meine persönliche Meinung 🙂

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar. Natürlich kann das jeder für sich entscheiden und das sieht sicher auch jeder anders. Unsere Empfehlung im Text lautet „Du solltest aber vorerst nur enge Vertraute einweihen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schwangerschaft noch sehr anfällig für Störungen. Ab der 12. SSW ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt so gering, dass du die Nachricht verbreiten kannst.“ – genau das sehen wir auch so. Nicht jede Frau möchte einen Abbruch im Zweifel mit Personen besprechen, die ihr nicht nahestehen oder aus allen Ecken Mitleid bekommen. Du hast natürlich Recht: Es würde die Sensibilität in der Bevölkerung auf Dauer steigern. Aber ob jede einzelne Frau das so möchte, muss sie für sich entscheiden. Danke für deinen Kommentar – vielleicht sehen einige Schwangere das ja auch so wie du und fühlen sich dadurch ermutigt, darüber zu sprechen. Wäre auch absolut okay 🙂

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