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Die 4. SSW (Schwangerschaftswoche)

4. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Gerade so groß wie ein Mohnkorn ist dein Baby in dieser Woche und es kann schon so viele Glücksgefühle in dir hervorrufen, wenn du den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hältst. Dieser Moment, der dein Leben weitreichend verändern wird, kann am Ende der 4. SSW eintreten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dein Baby ist so groß wie ein Mohnkorn
  • Auf dem Ultraschall ist noch nichts zu sehen
  • Ein Test ist Ende der Woche vielleicht positiv

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So geht es dem Baby

Die befruchtete Eizelle hat sich fleißig geteilt und ist zu einem kleinen Zellhaufen herangewachsen, der Blastozyste genannt wird. Diese sucht sich jetzt in der Gebärmutterschleimhaut ein sicheres Plätzchen und schafft alle Voraussetzungen, um es dort die kommenden Monate gemütlich zu haben. Sie beginnt mit der Produktion des Schwangerschaftshormons hCG (Humanes Choriongonadotropin). Dieses verhindert das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut.

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Die Blastozyste ist aktuell äußerst sensibel. Falls es zu Schäden an der Eizelle kommt, versucht dein Organismus diese zu beheben. Wenn das klappt, dann entwickelt sie sich weiter. Es kann vorkommen, dass die Eizelle zwar befruchtet wird, sich aber nicht einnistet. In diesem Fall wirst du davon nichts merken, das Ei geht mit der Menstruation ab.

Hat die Eizelle einen guten Platz gefunden, verlässt der Embryo die Eihülle und tritt in die Schleimhaut ein. Sie versorgt ihn in den ersten Wochen mit Nährstoffen und Sauerstoff. In der nächsten Zeit bilden sich der Dottersack, die Fruchtwasserhöhle und der Mutterkuchen, Plazenta genannt. Der Embryo muss komplett von der Schleimhaut der Gebärmutter überdeckt werden, bevor er mit der weiteren Entwicklung beginnt.

Bisher waren alle vorhandenen Zellen noch pluripotent und konnten somit die Grundlage für die Entwicklung jedes Organs bilden. Mit der 4. SSW beginnen sie sich zu spezialisieren. Die Embryoblasten werden zur Keimscheibe und aus ihr wird der Embryo. Die Keimscheibe besteht aus den drei Keimblättern Ektoderm, Mesoderm und Entoderm.

Die Mama in der 4. SSW

Manche Frauen spüren es, wenn sich die Eizelle in die Gebärmutter einnistet. Ein stechender Schmerz oder eine Schmierblutung können Hinweise auf den Neuankömmling sein. Dieser Moment gibt den Anstoß für große Veränderungen in deinem Körper. Das Schwangerschaftshormon hCG sorgt womöglich schon für erste Anzeichen. Viele Frauen haben in dieser Zeit einen Schnupfen oder fühlen sich einfach erkältet. Auch die typischen Symptome wie Übelkeit, Gefühlsschwankungen oder Verstopfungen sind Vorboten einer Schwangerschaft.

Dein Körper produziert aktuell viel Progesteron. Das Gelbkörperhormon unterstützt die Einnistung und verlangsamt viele Prozesse im Körper. Dir macht womöglich die Verdauung zu schaffen oder du fühlst dich müde und abgeschlagen.

Ein Spannen der Brüste wird in dieser Woche oft mit der bevorstehenden Menstruation in Verbindung gebracht, kann aber ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein. Zum Ende der 4. SSW kannst du in die Apotheke flitzen. Denn dann liefert auch ein Schwangerschaftstest ein aussagekräftiges Ergebnis.

Die Gesundheit der werdenden Mama

Was du ab jetzt zu dir nimmst, kommt auch bei deinem Baby an. Dein Fokus sollte in den kommenden Monaten auf einer gesunden Ernährung und Lebensweise liegen. Sport sowie viel Obst und Gemüse, helles Fleisch und Fisch helfen dir und deinem Baby dabei, gut durch die Schwangerschaft zu kommen. Die Versorgung mit Folsäure solltest du schon jetzt durch Nahrungsergänzungsmittel sicherstellen. Warum Folsäure so wichtig ist, kannst du hier nachlesen.

Rauchst du noch? Gerade zu Beginn der Schwangerschaft kann jeder negative Einfluss von außen dein Baby und deine Schwangerschaft gefährden. Daher solltest du jetzt das Rauchen aufgeben, auch wenn es schwerfällt.

Die Plazenta – ein neues Organ wächst heran

Die Plazenta ist ein völlig neues Organ im Körper der Mutter. Sie bildet sich während der Schwangerschaft heraus, versorgt das Baby und tritt zum Geburtszeitpunkt als Nachgeburt aus deinem Körper heraus. Der Mutterkuchen sorgt dafür, dass ein Sauerstoffwechsel zwischen dir und dem Baby durchgeführt wird. Zudem überträgt er aus deinem Blut Nährstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Umgekehrt ist er auch für den Abtransport von Stoffwechselprodukten deines Babys zuständig. Die Plazenta entwickelt sich in den kommenden Wochen. Erst dann übernimmt sie die Versorgung des Babys, die bis zu diesem Zeitpunkt noch die Schleimhaut und der Dottersack erledigen.

Die Eileiterschwangerschaft

Es kann vorkommen, dass die Eizelle den Weg bis in die Gebärmutter nicht schafft, aber dennoch befruchtet wird und sich im Eileiter einnistet. Kommt es in der Folge nicht zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch, kann die Eileiterschwangerschaft lebensgefährlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Daher wird deine Frauenärztin überprüfen, ob sich nach dem positiven Schwangerschaftstest eine Fruchthülle in der Gebärmutter zeigt. Eileiterschwangerschaften werden häufig von Schmierblutungen begleitet. Später kommen – oft einseitige – Bauchschmerzen und eine Erhöhung der Körpertemperatur hinzu. In jedem Fall solltest du deine Ärztin aufsuchen, wenn du nach dem positiven Schwangerschaftstest Beschwerden hast. Es ist wichtig, dass bei einer Eileiterschwangerschaft zügig reagiert wird.

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4 häufige Fragen in der 4. SSW

1) Treten in der 4. SSW bereits Schwangerschaftsanzeichen auf?

In der 4. SSW können bereits erste Schwangerschaftsanzeichen auftreten, etwa:

  • Ziehen/Krämpfe im Unterleib
  • Leichte Schmierblutung
  • Vermehrter Ausfluss
  • Ziehen in den Brüsten
  • Gefühlsschwankungen
  • Übelkeit.

Aber: Es handelt sich hierbei um unsichere Anzeichen. Sie können eine Schwangerschaft anzeigen, aber genauso gut klassische PMS-Symptome sein. Um bereits in der 4. SSW den Unterschied zwischen PMS und Schwangerschaftsanzeichen festzustellen, braucht es ein sehr gutes Gespür für den eigenen Körper. Welche Symptome als sichere Schwangerschaftsanzeichen gelten und ab wann sie auftreten, kannst du hier nachlesen.

2) Test negativ: Könnte ich trotzdem schwanger sein?

Wenn du ab dem Ausbleiben der Regelblutung testest, sind Schwangerschaftstests zu 99 Prozent zuverlässig. Vorher kann es zu falsch negativen Ergebnissen kommen. Dann ist die hCG-Konzentration im Urin noch zu niedrig. Vielleicht hast du zu früh getestet. Warte ein paar Tage ab und teste erneut.

Du hast nicht zu früh getestet? Auch Fehler bei der Anwendung können zu falschen Ergebnissen führen. Besorge dir einen zweiten Test und sichere das Ergebnis ab. Aber: Warte am besten noch ein paar Tage, bis du den Test wiederholst. Es kann sein, dass dein Eisprung später stattfand als gedacht und deine Schwangerschaft doch noch jünger ist als du glaubst.

Mehr Infos zum Thema Schwangerschaftstests findest du hier.

3) Darf ich in der Schwangerschaft Kaffee trinken?

Es gibt unterschiedliche Empfehlungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) raten Schwangeren nicht gänzlich von Kaffee ab. Aber: Sie empfehlen weniger als 300 mg Koffein pro Tag zu sich zu nehmen.

Um die Menge zu verdeutlichen: Eine Tasse mittelstarker Filterkaffee enthält etwa 60 bis 100 mg Koffein. Zwei Tassen Kaffee sind laut WHO und DGE demnach okay. Bei einem höheren Konsum steigt das Risiko für eine Fehlgeburt deutlich. Denn das Koffein kommt ungefiltert bei deinem Baby an.

Wichtig zu wissen: Eine neue Studie aus dem Jahr 2020 schätzt das Risiko der Auswirkungen von regelmäßigem Kaffeekonsum in der Schwangerschaft auf das Baby deutlich höher ein. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass sich bereits 100 mg Koffein pro Tag negativ auf das Baby auswirken könnten. Schwangere sollten laut dieser Studie möglichst ganz auf Koffein verzichten.

Du siehst, eindeutig ist die Frage leider nicht zu beantworten. Generell gilt: Je weniger Koffein, desto besser. Versuche doch auf koffeinfreien Kaffee umzusteigen.

4) Darf ich mir in der Schwangerschaft die Haare färben?

Eine offizielle Empfehlung gibt es nicht. Es ist unklar, ob sich Haare färben auf die kindliche Entwicklung auswirkt. Klar ist jedoch, dass Haarfärbungen und -tönungen giftige und allergieauslösende Stoffe enthalten können. Allen voran Farben mit PPD, Ammoniak und Formaldehyd solltest du meiden. Blondierungen sind besonders bedenklich.

Wenn du unbedingt färben möchtest, nutze Pflanzenfarben mit den Siegeln zertifizierter Naturkosmetik. Achte auf die Zertifikate: BDEH, Natrue oder Biocert. Und wenn es unbedingt Blond sein muss, entscheide dich für Strähnen, die nicht direkt an der Kopfhaut ansetzen.

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Quellen

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3 Kommentare anderer Nutzer

  1. Ich finde den Ssw- Rechner echt klasse. Die Informationen die nach dem angeben der Daten angezeigt werden sind übersichtlich und absolut ausreichend. Zudem finde ich es echt schön das selbst die werdenden Väter mit einbezogen werden.
    Vielen Dank für die Tipps und Informationen, gerne werde ich weiterhin auf diese Seite weiterhin zugreifen und mir mit jeder neuen Ssw Informationen zu holen.

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