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32. SSW (Schwangerschaftswoche)

32. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Schon in der 32. SSW nehmen manche Babys ihre endgültige Geburtsposition ein. Drehungen werden bei dem begrenzten Platz nämlich immer schwieriger. Auch für die werdende Mama werden die Bewegungen schwieriger. Beim Treppensteigen hangelst du dich schnaubend am Geländer hoch. Ein Grund mehr, nach jeder erklommenen Stufe stolz auf dich zu sein!

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Baby ist so groß wie ein großer Rettich
  • Größe: etwa 42 cm
  • Durchschnittsgewicht zu Beginn der 32. SSW: 1.707 g (Quelle)
  • Dein Baby nimmt nun eventuell die Geburtsposition ein
  • Die Kurzatmigkeit ist ein wichtiges Thema

Bilder zur 32. Schwangerschaftswoche

Manchen Babys wird es schon jetzt zu anstrengend, sich in dem beengten Raum im Bauch noch zu drehen. Daher entscheiden sie sich schon in der 32. SSW, ihre endgültige Geburtsposition einzunehmen. Vielleicht spürst du sogar, wie dein Baby tiefer ins Becken rutscht. 96 Prozent der Kinder begeben sich in die Schädellage. Sie liegen mit dem Kopf nach unten im Becken. In dieser Position treffen die Beinchen nun öfter dein Zwerchfell. Das kann zur Kurzatmigkeit führen.

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So geht es dem Baby

In der 32. SSW ist dein Baby nun fast bereit dafür, die Welt zu entdecken. Aber eben nur fast. Nach wie vor ist nicht ausreichend Surfactant vorhanden, um die Lunge zu schützen. Dazu kommt, dass die Fettschicht für eine ausreichende Temperaturregulierung noch nicht dick genug ist. Daher braucht es noch einige Wochen, bis dein Baby komplett reif ist.

Babys, die in der 32. SSW geboren werden, haben sehr gute Chancen zu überleben und entwickeln sich im Vergleich zu reif geborenen Babys normal. Defizite treten nur selten auf.

Falls dir deine Ärztin oder die Hebamme in der 32. Schwangerschaftswoche sagen, dass dein Baby sich derzeit in der Geburtsposition befindet, heißt das nicht, dass das auch so bleibt. Es kommt zwar selten vor, doch einige Babys drehen sich noch bis zur 36. SSW komplett im Bauch. Erst nach dieser Woche lässt sich definitiv sagen, ob dein Baby richtig liegt.

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Auch wenn es in der Gebärmutter nun schon recht eng ist, befindet sich noch immer gut ein Liter Fruchtwasser darin. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern, denn das Fruchtwasser nimmt ab, während das Wachstum des Babys zunimmt. Bei der letzten Untersuchung wird die Ärztin noch einmal einen Blick auf die Fruchtwassermenge geworfen haben. So stellt sie fest, ob dein Baby ausreichend versorgt ist.

Bis zur 32. SSW sind bei den meisten Jungs die Hoden noch gar nicht im Hodensack angekommen. Das ändert sich demnächst. Allerdings gibt es einige Babys, bei denen während der Schwangerschaft keine Wanderung der Hoden stattfindet. Das heißt, diese befinden sich auch nach der Geburt noch im Körper. Grundsätzlich ist das kein Problem, denn normalerweise verwächst sich das noch und die Hoden wandern in den ersten Lebensjahren nach unten. Der Arzt wird die Entwicklung jedoch im Blick behalten und zur Not mit einer hormonellen Behandlung unterstützend agieren.

Die Mama in der 32. SSW

Das tägliche Treppensteigen zu deiner Wohnung ist für dich inzwischen in etwa so anstrengend wie das Erklimmen des Mount Everest. Mit dem Unterschied, dass du diese Anstrengung täglich womöglich mehrmals auf dich nimmst. Auch das Zubinden der Schuhe wird zum Balanceakt, genauso wie so viele andere alltägliche Tätigkeiten, die du früher automatisch gemacht hast, ohne darüber nachzudenken. Dein Baby braucht nun sehr viel Platz im Bauch und wenn es sich bewegt, dann trifft es mit seinen Beinchen und Ärmchen verschiedene innere Organe, was für dich teilweise unangenehm sein kann.

Mutter sein ist eine Mammutaufgabe und dies ist die erste große Hürde. Wenn du dich das nächste Mal elend fühlst, denke daran, was du bis hierhin geschafft hast. Du hast mit deinem eigenen Körper einen kleinen Menschen geschaffen, ihn ernährt und wachsen lassen und ihm ein Zuhause direkt unter deinem Herzen gegeben. Du kannst stolz auf dich sein und darauf was dein Körper täglich leistet.

Möchtest du dir die Erholung für den Körper und die Seele in der Nacht holen, dann wird dies vermutlich nicht ganz einfach. Denn es kann gut sein, dass du nur noch unruhig schläfst und von deinem Baby immer wieder geweckt wirst. Achte daher auf die Signale deines Körpers und gönne dir auch tagsüber kurze Ruhepausen, in denen du die Augen schließt.

Viele Frauen verspüren auch in der 32. SSW noch den Wunsch nach der Nähe und Geborgenheit des Partners, sind sich jedoch unsicher, ob Geschlechtsverkehr dem Baby schaden kann. Solange es sich um eine stabile Schwangerschaft ohne starke Wehentätigkeiten, Schmerzen oder Blutungen handelt, ist es gar kein Problem, die Zeit zu zweit noch zu genießen und sich aufeinander einzulassen. Im Gegenteil – oft empfinden Paare diese Zeit als besonders intensiv. Das Baby selbst ist gut geschützt durch die Fruchtblase und profitiert von der Entspannung und den Glücksgefühlen der Mama.

Das Karpaltunnelsyndrom

Falls du häufig ein Taubheitsgefühl, Kribbeln oder gar Schmerzen in den Fingern und den Händen verspürst, kann es sein, dass du am Karpaltunnelsyndrom leidest. Das ist in der Schwangerschaft gar nicht so selten. Ausgelöst wird es meist durch die zunehmenden Wassereinlagerungen. Sie verengen den sogenannten Karpaltunnel, in dem der Nervus medianus (Mittelnerv) liegt, welcher für die Empfindungen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger zuständig ist. In der Regel wird das Krankheitsbild in der Schwangerschaft nicht behandelt, da die Beschwerden innerhalb weniger Wochen oder Monate nach der Geburt von allein verschwinden. Wenn die Schmerzen zunehmen, solltest du dennoch deine Ärztin ansprechen und nachfragen, ob sie ein linderndes Mittel verabreichen kann. Eine Schiene, die in der Nacht getragen wird, kann schmerzlindernd wirken.

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Wichtig in der 32. SSW: Papierkram vorbereiten

Noch habt ihr ausreichend Zeit und wahrscheinlich auch Muße, euch mit den nicht ganz so angenehmen Dingen zu beschäftigen: dem Papierkram. Hier gibt es einiges zu tun. So braucht der Arbeitgeber ein Attest und auch die Krankenkasse benötigt einen Nachweis über den voraussichtlichen Geburtstermin. Nur dann kann auch das Mutterschaftsgeld gezahlt werden. Ihr könnt sogar schon den Antrag für das Elterngeld vorausfüllen. Ihr macht den Antrag dann also schon fertig, fügt nach der Geburt nur noch die Geburtsurkunde hinzu und schickt ihn dann ab. Auch die Vorbereitung des Antrags auf Kindergeld spart euch später viele Nerven.

Mehr zum Thema

Wenn du und dein Partner nicht verheiratet seid, solltet ihr jetzt die Vaterschaftsanerkennung durchführen lassen und euch über das Sorgerecht einigen. Das macht ihr z.B. beim Jugendamt oder Standesamt. Vereinbart einen Termin, an dem ihr gemeinsam teilnehmen könnt. Anders ist eine Anerkennung nicht möglich. Gleichgeschlechtlichen Paaren ist nach derzeitigem Recht eine gemeinsamen Elternschaft nur über die sogenannte Stiefkindadoption möglich. Informiert euch über die Möglichkeit der Stiefkindadoption und besprecht, ob das eine Option für euch ist.

Häufige Fragen in der 32. SSW

1) Welcher Monat ist die 32. SSW?

Du befindest dich in der letzten Schwangerschaftswoche des achten Monats.

2) Ist mein Baby in der 32. SSW überlebensfähig?

Die Überlebenschance beträgt in der 32. SSW rund 98 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung liegt unter 5 Prozent.

3) Ich habe Ödeme: Was hilft dagegen?

Mit folgenden Maßnahmen kannst du Ödeme deutlich reduzieren:

  • Viel trinken! Das fördert den Stoffwechsel.
  • Eiweißhaltig ernähren! Eiweiße binden Flüssigkeit.
  • Regelmäßig bewegen! Das kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel an.
  • Langes Sitzen oder Stehen vermeiden! Langes Sitzen oder Stehen behindert den Blutfluss.
  • Beine mehrmals täglich hochlagern! So kann die angestaute Flüssigkeit abfließen.
  • Kompressionsstrümpfe verwenden! Sie wirken Ödemen entgegen.
  • Auf der linken Seite schlafen! So können die Organe besser arbeiten.
  • Wechselduschen! Wechselduschen fördern die Durchblutung.
  • Lymphdrainage! Regt die Blutzirkulation an und fördert die Entstauung.
  • Kinesio-Taping! Unterstützt die Blutzirkulation und trägt zur Entstauung bei.

Hier findest du weitere hilfreiche SOS-Tipps gegen Ödeme.

4) Was ist eine Zeichnungsblutung?

Die Zeichnungsblutung ist schwächer als eine Regelblutung und meist von schleimiger Konsistenz. Sie zeigt an, dass sich der Schleimpfropf löst, der bisher die Gebärmutter verschlossen und vor Keimen geschützt hat.

Setzt die Zeichnungsblutung ein, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass die Geburt direkt bevorsteht. Bei einigen Frauen geht der Schleimpfropf früh ab, bei anderen erst unter der Geburt. Die Wehen können also innerhalb der nächsten 24 Stunden einsetzen, es kann aber auch noch mehrere Tage dauern, bis sich dein Schatz auf den Weg macht.

5) Senkwehen oder vorzeitige Wehen: Woran erkenne ich den Unterschied?

Senkwehen: Typische MerkmaleVorzeitige Wehen: Typische Merkmale
harter Bauchharter Bauch
periodenähnliche Schmerzensehr schmerzhaft, häufig starkes Spannungsgefühl und Krämpfe
treten in unregelmäßigen Abständen auf, größere Pausen zwischen den Wehentreten regelmäßig auf, Pausen zwischen den Wehen werden kürzer
dauern meist nicht länger als eine halbe Minute ankönnen eine Minute und länger andauern
werden nicht stärkerwerden stärker
nicht muttermundwirksammuttermundwirksam
Begleitsymptome: abgesenkter Bauch, stärkerer Harndrang, wieder mehr Luft zum Atmen, weniger SodbrennenBegleitsymptome: oft Ausfluss (blutig/wässrig) und/oder Rückenschmerzen

Tipp: Lass dir ein Bad ein, wenn du nicht sicher bist, ob es sich um Senkwehen oder vorzeitige Wehen handelt. Senkwehen lassen in warmem Wasser nach. Vorzeitige Wehen verstärken sich. Bade aber nur, wenn jemand bei dir ist. Falls du Kreislaufprobleme bekommst, sollte jemand zur Stelle sein!

6) Ab wann ist ein Baby keine Frühgeburt mehr?

Vor Abschluss der 37. SSW (also bis SSW 36 + 6) gelten Babys als Frühgeburt. Auch Babys, die bei der Geburt weniger als 2.500 Gramm wiegen, werden als Frühgeburt bezeichnet. Nach Vollendung der 37. SSW (also ab 37 + 0) gelten Babys als „reif“ geboren, wenn sie mindestens zweieinhalb Kilo auf die Waage bringen.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 32. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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5 Kommentare anderer Nutzer

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe eine Frage zum Thema Elterngeld.

    Wir erwarten unser erstes Kind, Stichtag ist der 7.9.2019.

    Meine Frage, ist das Elterngeld zwingend 1:1 an die Elternzeit gebunden.
    Beispiel, ich beabsichtige vom 25.11. – 24.12.2019 Elternzeit bei meinem AG zu beantragen. Auf sämtlichen Internetseiten wird empfohlen, dass Elterngeld nach Lebensmonaten des Kindes zu beantragen.
    Ist es also möglich das Elterngeld für den Zeitraum 7.11.-7.12. zu beantragen (ein Lebensmonat des Kindes). Oder muss das Elterngeld zwingend mit dem Zeitraum der Elternzeit übereinstimmen?

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Marcel,
      du kannst Elternzeit und Elterngeld so wählen, wie es für dich am besten passt. Jedoch musst du dabei dann ggf. Kürzungen beim Elterngeld oder auch beim Urlaubsanspruch hinnehmen. Daher wird empfohlen, Elternzeit und Elterngeld nach Lebensmonaten zu nehmen, da auch das Elterngeld ausschließlich nach Lebensmonaten gezahlt wird. Passen die Bedingungen im Lebensmonat nicht (z. B. Arbeitsstunden max. 30 Std. pro Woche), dann gibt es gar kein Elterngeld. Beziehst du Gehalt und Elterngeld gleichzeitig in einem Lebensmonat, wird das Gehalt angerechnet und beim Basiselterngeld ab dem ersten Euro eine Kürzung vorgenommen. Beantragst du nur das Mindestelterngeld von 300 Euro, dann wird davon nichts gekürzt, die Arbeitszeit darf jedoch trotzdem die 30 Std. pro Woche nicht überschreiten.

  2. Hallo 🙂 kann ich als Studentin Elterngeld beantragen? Mein Partner geht nicht in Elternzeit. Ich habe einen 450€-Job, dem ich natürlich erstmal nicht nachgehen werde. Aber habe ja auch keine Elternzeit in diesem Sinne. Ich arbeite einfach nur nicht. Vielen Dank für Eure Arbeit!

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