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10. SSW (Schwangerschaftswoche)

10. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Für dein Baby ist es die letzte Woche der Embryonalphase. Es sieht schon aus wie ein kleines Menschlein. Alle Organe sind gebildet und sein Gesicht nimmt deutliche Formen an. Jetzt nimmt auch die Plazenta ihre Arbeit auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Baby ist so groß wie eine Dattel
  • Größe: etwa 2,8 cm
  • Gewicht zu Beginn der 10. SSW: 4 g
  • Die Organe sind soweit fertig ausgebildet
  • Es zeigt sich ein erhöhter Harndrang

Bilder zur 10. Schwangerschaftswoche

Mit gerade einmal rund 3 cm ist dein Baby im Bauch zwar noch wirklich klein, doch es sieht schon wie ein kleiner Mensch aus. Inzwischen haben sich die Zehen und die Finger noch mehr ausgebildet, das Gesicht ist schon gut erkennbar und der Kopf hat sich weiter aufgerichtet. Auch die kleinen Ohren sind schon zu sehen. Um die Muskeln zu trainieren, wird dein Baby im Bauch immer aktiver. Ab der kommenden Woche bis zum Ende der Schwangerschaft wird das Baby in deinem Bauch in der medizinischen Fachsprache „Fötus“ genannt. Für dich ist es liebevoll einfach dein Baby, das du unter deinem Herzen trägst.

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So geht es dem Embryo

Dein Baby hat inzwischen alle lebenswichtigen Organe. In den nächsten Wochen geht es in erster Linie darum, dass diese weiter wachsen und ihre Funktionen nach und nach aufnehmen. Der Kopf deines Babys hat sich aufgerichtet und ist über den Hals mit dem Torso verbunden.

Die Stirn deines Babys ist noch stark gerundet. Doch das Gesicht ist jetzt gut erkennbar. Die Nase tritt weiter hervor und ist deutlich zu sehen und auch der Mund zeichnet sich über die Lippen deutlich ab. Augen und Ohren haben fast ihre finale Form erreicht. Die Augen sind noch immer von den Lidern bedeckt.

Ellenbogen sind schon vorhanden und auch die Knie zeigen sich jetzt. An den Händen sind die Finger zu sehen, die Zehen machen die Füße komplett. Zwischen Fingern und Zehen sind noch immer kleine Schwimmhäute, die sich im Laufe der Zeit zurückbilden werden. Da es nun über Handgelenke verfügt, kann dein Baby schon seine Hände beugen. Allerdings sind diese Bewegungen nicht absichtsvoll. Erst einige Monate nach der Geburt lernt es, seine Bewegungen selbst zu steuern.

Inzwischen haben Magen, Leber und Milz ihre endgültigen Positionen im Körper eingenommen. Dein Baby hat auch schon kleine Lungen. Der Darm ist noch nicht komplett in den Bauch des Babys gewandert. Er befindet sich im Moment ungefähr auf Höhe des Bauchnabels deines Babys, der über die Nabelschnur mit der Plazenta verbunden ist. In der nächsten Zeit wird er in den Bauchraum des Babys wandern.

Nach wochenlanger Vorbereitung ist die Plazenta bereit, in Aktion zu treten. Sie ist jetzt ausreichend ausgebildet, um den Fötus mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Der Dottersack, der bisher diese Aufgabe verantwortungsvoll übernommen hat, kann abdanken.

Viele Frauen sind unsicher, ob sie bei Krankheit Medikamente einnehmen dürfen. Dein Baby ist aktuell sehr empfindlich. Viele Wirkstoffe werden direkt über die Nabelschnur an den Fötus weitergegeben und können ihn schädigen. Du solltest nur dann Medikamente einnehmen, wenn es zwingend notwendig ist und die Medikation von einem Arzt verordnet wurde. Auch pflanzliche und homöopathische Mittel solltest du nicht einnehmen, ohne mindestens einen Apotheker zu konsultieren. Leichte Symptome kannst du mit Hausmitteln lindern.

Die Mama in der 10. SSW

Dein Baby ist noch so winzig und es zeichnet sich schon ein leichter Bauch ab? Das liegt daran, dass sich noch ganz andere Gesellen Platz in deinem Bauch machen. Die Gebärmutter und die Plazenta wachsen weiter und das Fruchtwasservolumen nimmt zu.

An die hormonellen Veränderungen hat sich dein Körper langsam gewöhnt. Für dich bedeutet das, dass du dich Tag für Tag besser fühlst. Die Müdigkeit und die Übelkeit lassen nach, die Schwangerschaft bringt dich zum Strahlen.

Du hast allen Grund, stolz auf dich zu sein. Dein Körper leistet Schwerstarbeit. Dein Blutvolumen ist um 35 Prozent gestiegen und auch die Wassermenge im Körper nimmt zu. Dadurch laufen deine Nieren auf Hochtouren. Unterstütze deinen Körper, indem du viel Flüssigkeit zu dir nimmst.

In der Regel hat Leitungswasser in Deutschland eine sehr gute Qualität und ist unbedenklich für Schwangere. Da die Grenzwerte für Trinkwasser deutlich strenger sind, als die für Mineralwasser ist es sogar oft die bessere und günstigere Alternative. Allerdings ist das Wasser immer nur so gut, wie die Leitungen, die es passiert. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du dein Leitungswasser mit einem Trinkwassertest auf Schadstoffe und Schwermetalle prüfen. So hast du auch später die Gewissheit, dass dein Baby bedenkenlos Wasser aus Eurer Leitung trinken kann.

Häufiger Harndrang

Die Gebärmutter drückt auf die Blase, die dadurch weniger Urin speichern kann. Deine Blase fühlt sich jetzt schnell voll an und drückt, sodass du häufiger die Toilette aufsuchen musst. Das ist zwar lästig, aber kein Grund zur Sorge. Das Problem wird phasenweise schwächer und stärker, je nachdem wie weit die Gebärmutter ausgeweitet ist. Wenn sie irgendwann über die Blase hinausragt, nimmt der Harndrang erstmal ab, bis dein Baby zum Ende der Schwangerschaft auf sie drückt.

Blaue Äderchen auf der Brust

Vermutlich wirst du eine deutliche Veränderung an deiner Brust feststellen. In den ersten Wochen nimmt sie an Größe zu, ist besonders empfindlich und meist sind die blauen Adern sehr stark zu sehen. Deine Brust wird nicht stetig so weiter wachsen. Die Körbchengröße pendelt sich allmählich ein und verändert sich erst zum Ende der Schwangerschaft, wenn die Milch einschießt.

Deinen Partner einbeziehen

Während dein Körper jeden Tag neue Veränderungen durchmacht und die Schwangerschaft für dich allgegenwärtig ist, geht es für den anderen Elternteil erstmal normal weiter. Für viele Partner ist es schwierig, ihre Rolle zu finden in einer so weiblichen Sache wie der Schwangerschaft und der Geburt. Außerdem hast du schon einen ordentlichen Hormonvorschub, der dich deinem Baby näherbringt.

Denk darüber nach, wie du deinen Partner in die Schwangerschaft einbeziehen kannst. Sage konkret, was du jetzt besonders brauchst und über welche Hilfe du dich freuen würdest. Dein Partner könnte beispielsweise administrative Tätigkeiten übernehmen, Haushaltsaufgaben erledigen und gemeinsam mit dir Zukunftspläne schmieden.

Deine Ärztin wird dich darüber aufklären, auf welche Lebensmittel du in der Schwangerschaft verzichten solltest, um dein Baby nicht zu gefährden. Viele Schwangere gehen davon aus, dass es dabei in erster Linie um die Toxoplasmose geht. Das allein ist es jedoch nicht. In roher Wurst und Käse oder in ungewaschenem Gemüse können sich Listerien ansammeln. Infizierst du dich damit, muss das auf dich keine Auswirkungen haben. Für dein Baby jedoch ist die Infektion schädlich und kann zu einer Fehlgeburt führen.

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ℹ️ Wie wird die 10. SSW gezählt?

In der 10. Schwangerschaftswoche bist du inzwischen 9 Wochen schwanger. Du denkst darüber nach, langsam Familie und Freunde über die Schwangerschaft zu informieren? Falls du ihnen sagen möchtest, wie weit du genau bist, kann die nachfolgende Auflistung helfen:

  • Tag 1 der 10. SSW wird als 9+0 gewertet
  • Tag 2 der 10. SSW wird als 9+1 gewertet
  • Tag 3 der 10. SSW wird als 9+2 gewertet
  • Tag 4 der 10. SSW wird als 9+3 gewertet
  • Tag 5 der 10. SSW wird als 9+4 gewertet
  • Tag 6 der 10. SSW wird als 9+5 gewertet
  • Tag 7 der 10. SSW wird als 9+6 gewertet

Mit der abgeschlossenen 10. Schwangerschaftswoche sind es noch 30 Wochen bis zum Entbindungstermin.

5 häufige Fragen in der 10. SSW

1) Welcher Monat ist die 10. SSW?

In der 10. SSW befindest du dich im dritten Monat. Das bedeutet: Das erste Trimester liegt bald hinter dir.

2) Wieso wird die Übelkeit einfach nicht besser?

Schwangerschaftsübelkeit tritt häufig zwischen der 6. und der 14. Schwangerschaftswoche auf. Anschließend sinkt der Hormonspiegel wieder etwas ab, der Körper hat sich an die Schwangerschaft gewöhnt. Viele Schwangere fühlen sich spätestens ab dem vierten Monat besser und können die Schwangerschaft ohne Übelkeit genießen.

Aber: Manchmal kann die Übelkeit auch länger andauern. In seltenen Fällen die ganze Schwangerschaft über. Jede Schwangerschaft ist anders.

Was du gegen die Übelkeit unternehmen kannst, erfährst du in unserem Artikel „Übelkeit in der Schwangerschaft – das hilft wirklich“.

3) Mir ist oft schwindelig: Ist das normal?

Dein Körper arbeitet auf Hochtouren. Dein Hormonhaushalt verändert sich, Stoffwechsel und Kreislauf passen sich dieser Veränderung an. Auch dein Blutvolumen steigt stetig an. Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass sich deine Blutgefäße entspannen. Dadurch sinkt dein Blutdruck – und dir wird schwindelig.

Im ersten Trimester passiert viel in deinem Körper. Schwindel gehört in dieser ersten Zeit der Veränderung zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Achte darauf, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst. Viel trinken hilft gegen das Schwindelgefühl.

4) Meine Brüste jucken: Was hilft dagegen?

Dass du gelegentlich einen Juckreiz an deinen Brüsten verspürst, ist normal. Das liegt am Schwangerschafts-Hormoncocktail, der dir gerade serviert wird. Du kannst eine milde Feuchtigkeitscreme auftragen, um den Juckreiz zu lindern. Auch feuchte Umschläge oder kühlende Gele helfen.

Wie sich deine Brüste im Laufe der Schwangerschaft verändern werden, kannst du hier nachlesen.

5) Wie viel sollte ich täglich trinken?

In der Schwangerschaft solltest du täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu dir nehmen. Am besten in Form von Mineralwasser. Trinke zu jeder kleinen Mahlzeit ein Glas und trage stets eine kleine Flasche Wasser bei dir, wenn du nicht zuhause bist.

Tipp: Als Schwangere solltest du dein Durstgefühl nicht übergehen. Falls du dazu neigst, das Trinken zu vergessen, gibt es Apps, die dich ans Trinken erinnern.

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