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10. SSW (Schwangerschaftswoche)

10. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Dein Baby schließt in der 10. SSW die Embryonalphase ab. Die Gesichtsform hat sich deutlich weiterentwickelt. Alle Organe sind gebildet und bald übernimmt die Plazenta die Versorgung deines Babys. Dein Körper gewöhnt sich an die Schwangerschaft und deine Beschwerden lassen vermutlich nach. Was in der 10. Schwangerschaftswoche alles passiert, erfährst du jetzt.

Das Wichtigste in Woche 10

Beschreibung
SpannendDein Baby sieht in der 10. SSW bereits wie ein kleiner Mensch aus.
So sieht dein Baby aus
  • Größe: etwa 2,8 cm
  • Gewicht: 4 g (Quelle)
Dein Baby ist in der 10. Schwangerschaftswoche ungefähr so groß wie eine kleine Dattel. Seine Organe sind soweit fertig ausgebildet. Im Ultraschall ist sein Gesicht mit allen Details gut zu erkennen.
Du und dein BabybauchAb der 10. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt wird das Baby in deinem Bauch nicht mehr Embryo, sondern „Fötus“ genannt. Inzwischen ist vielleicht schon ein kleines Babybäuchlein zu sehen.
Unser Hebammen-TippDurch Sport lassen sich Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Rückenschmerzen, Verstopfung oder Kreislaufprobleme lindern oder vorbeugen. Geeignet ist zum Beispiel, Schwimmen, Gymnastik, Yoga, Pilates für Schwangere oder Radfahren.
Deine aktuelle WocheDie 10. SSW geht von SSW 9+0 bis 9+6. Du bist im 3. Monat und im 1. Trimester.
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Bilder zur 10. Schwangerschaftswoche

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich in der 10. SSW der Körper deines Babys kaum verändert. Aber alle Körperteile sind größer geworden. Gut zu erkennen im Ultraschallbild: Das kleine Ohr wandert langsam nach oben an die richtige Stelle.

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Dein Baby in der 10. SSW

Babys Wachstum: Hallo, kleine Dattel

Dein Baby hat in der 10. Schwangerschaftswoche eine Scheitel-Steiß-Länge (SSL) von circa 2,8 bis 3,1 cm sowie ein Gewicht von 4 bis 5 Gramm erreicht. Das Baby, welches in der 9. SSW noch Embryo genannt wurde, ist zwar immer noch sehr klein, doch im Ultraschall ist gut zu erkennen, dass dein Baby schon wie ein kleiner Mensch aussieht. Der Kopf deines Babys hat sich aufgerichtet. Dadurch ist nun der Hals deines Kindes gut auf dem Ultraschallbild zu erkennen.

Die Stirn deines Babys ist noch stark gerundet. Das Köpfchen wirkt nach wie vor im Vergleich zum Körper überproportional groß. Bei der Ultraschalluntersuchung ist das Gesicht jetzt gut erkennbar. Die Nase tritt weiter hervor und ist deutlich zu sehen.

Die Lippen deines Kindes sind ebenfalls noch sehr klein, aber sie sind bereits größer geworden und so nimmt auch der Mund zunehmend seine typische Form an. Augen und Ohren haben fast ihre finale Form erreicht. Die Augen sind noch immer von den Lidern bedeckt.

Die ersten Bewegungen mit den Händchen

An den Händen sind die Finger zu sehen und die Zehen machen die Füße komplett. Zwischen Fingern und Zehen befinden sich nach wie vor kleine Schwimmhäute, die sich im Laufe der Zeit weiter zurückbilden werden. Ellenbogen sind schon vorhanden und auch die Knie zeigen sich jetzt.

Die Handgelenke haben sich entwickelt und in der 10. Woche kann dein Baby schon seine Hände beugen. Allerdings sind diese Bewegungen noch unkontrolliert. Erst einige Monate nach der Geburt lernt dein Baby, seine Bewegungen selbst zu steuern. Um die Muskeln zu trainieren, wird der Fötus im Bauch immer aktiver. 

Alle Organe sind angelegt 

Dein Baby hat inzwischen alle lebenswichtigen Organe angelegt. In den nächsten Wochen geht es in erster Linie darum, dass diese weiter wachsen und ihre Funktionen nach und nach aufnehmen.

Die kleinen Lungen deines Babys sind in der 10. SSW auch schon vorhanden. Aber erst kurz vor der Geburt erreicht dein Kind die Lungenreife und kann außerhalb des Babybauchs selbstständig atmen.

Magen, Leber und Milz haben ihre endgültigen Positionen im Körper eingenommen. Der Darm ist noch nicht komplett in den Bauch des Babys gewandert. Er befindet sich im Moment etwa auf Höhe des Bauchnabels und wird sich in den nächsten Schwangerschaftswochen weiter in den Bauchraum bewegen.

Bald versorgt die Plazenta dein Baby

Der Bauchnabel deines Kindes ist über die Nabelschnur mit der Plazenta verbunden. Die Plazenta produziert weiterhin Progesteron und stellt zum Schutz der Schwangerschaft die Muskulatur der Gebärmutter ruhig.

Die Plazenta, welche auch Mutterkuchen genannt wird, hat sich in deinem Unterleib wochenlang darauf vorbereitet, den Fötus mit allen wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. 

Ab der 12. Schwangerschaftswoche wird die Plazenta so gut entwickelt sein, dass sie diese wichtige Funktion aufnehmen kann. Bisher versorgt der Dottersack dein Baby. Sobald die Plazenta in der 12. SSW die Versorgung des Embryos übernimmt, löst sich der Dottersack auf.

Wichtige Filterfunktion der Plazenta

Du näherst dich dem Ende des 1. Trimesters und das Risiko für eine Fehlgeburt sinkt kontinuierlich. Dennoch ist dein Baby in der 10. SSW noch sehr empfindlich. Schädliche Wirkstoffe werden direkt über die Nabelschnur an den Fötus weitergegeben und können ihn schädigen.

Aber die Plazenta dient nicht nur der Versorgung deines Babys, sondern sie wirkt wie ein Filter und sorgt auch dafür, dein Baby vor Bakterien und Viren zu schützen. Dennoch kann der Mutterkuchen dein Baby nicht vor allen schädlichen Substanzen schützen.

Einnahme von Medikamenten – nur mit ärztlicher Absprache

Es ist wichtig, dass du in der Schwangerschaft auf Nikotin, Alkohol und wenn möglich Koffein verzichtet. Außerdem solltest du nur Medikamente einnehmen, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen zwingend notwendig ist, die Medikation ärztlich verordnet und mit deinem Frauenarzt abgesprochen ist.

Auch pflanzliche und homöopathische Mittel solltest du nicht auf eigene Faust einnehmen. Fühlst du dich unwohl oder hast du typische Schwangerschaftsbeschwerden, kannst du leichte Symptome mit Hausmitteln lindern. Hier findest du die besten Hebammen-Tipps für die Schwangerschaft.

Du und dein Babybauch in der 10. SSW

Der Babybauch wird sichtbar

Obwohl dein Baby mit ca. 3 cm noch sehr winzig ist, kann es sein, dass sich bereits in der 10. Schwangerschaftswoche dein Babybäuchlein abzeichnet. Vielleicht wunderst du dich, warum dein Bäuchlein schon zu sehen ist und dein Arzt bei den Untersuchungen eine Gewichtszunahme feststellt.

Dies liegt daran, dass in deinem Unterleib nicht nur dein Baby heranwächst, sondern auch die Gebärmutter und die Plazenta von Woche zu Woche wachsen. Ebenfalls nimmt das Volumen des Fruchtwassers stetig zu.

Hebammen-Tipp der Woche

Zu Beginn der Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt ist es sinnvoll, eine für sich passende Sportart zu finden, um Schwangerschaftsbeschwerden gering zu halten beziehungsweise zu lindern. Ein Kurs wie Yoga, Pilates oder Gymnastik speziell für Schwangere eignet sich am besten. Achtung bei Sportarten mit hohen Sturz- oder Verletzungsrisiko.

Viele Beschwerden lassen in der 10. Woche nach

Dein Körper gewöhnt sich langsam an die hormonellen Veränderungen, sodass du dich hoffentlich Tag für Tag besser fühlst. Die Müdigkeit und die Übelkeit lassen nach, die Schwangerschaft bringt dich zum Strahlen. Viele Frauen haben zwar im ersten Trimester mit unreiner Haut zu kämpfen, aber fast jede werdende Mutter darf sich über wunderschöne Haare freuen. Es fallen viel weniger Haare aus und die Haare haben mehr Volumen und Glanz.

Unterstütze deinen Körper durch Flüssigkeitszufuhr

Du hast allen Grund, stolz auf dich zu sein. Dein Körper leistet Schwerstarbeit und bildet viel Blut. Dein Blutvolumen ist bis zur 10. SSW um 35 Prozent gestiegen und auch die Wassermenge im Körper nimmt zu. Dadurch laufen deine Nieren auf Hochtouren. Unterstütze deinen Körper, indem du viel Flüssigkeit zu dir nimmst.

Das ist auch deshalb wichtig, weil du in der Schwangerschaft mehr schwitzt und dein Körper vermehrt Mineralien ausscheidet. Du kannst deinen Mineralienhaushalt ausgleichen, indem du auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtest. Stilles Mineralwasser sowie ungesüßter Früchtetee sind ideal. In diesem Ratgeber erfährst du, wie viel du in der Schwangerschaft trinken solltest und wie es dir leichter fällt, genug zu trinken.

Häufiger Harndrang in der Schwangerschaft

Deine Gebärmutter drückt auf die Blase. Sie kann dadurch weniger Urin speichern, sodass du häufiger die Toilette aufsuchen musst.

Der verstärkte Harndrang in der Schwangerschaft ist zwar lästig, aber kein Grund zur Sorge. Je nachdem, wie weit die Gebärmutter ausgeweitet ist, nimmt der Druck auf die Blase zu oder er lässt nach.

Wenn deine Gebärmutter im Laufe der Schwangerschaft über die Blase hinausragt, nimmt der Harndrang erstmal ab. Einige Wochen vor der Geburt ist dein Baby so groß, dass es verstärkt auf die Blase drückt und du besonders häufig zur Toilette musst.

Blaue Äderchen auf der Brust

Vermutlich wirst du eine deutliche Veränderung an deiner Brust feststellen. In den ersten Schwangerschaftswochen wachsen die Brüste relativ stark und die Durchblutung nimmt zu. Dadurch spannen die Brüste. Auch sind sie besonders empfindlich und bei den meisten Frauen zeichnen sich die blauen Adern sehr stark auf der Haut ab.

Das Wachstum deiner Brust wird in den nächsten Wochen nachlassen. Die Körbchengröße pendelt sich allmählich ein und verändert sich erst weiter nach der Geburt, wenn die Milch einschießt.

Auf unbedenkliche Ernährung achten

Wahrscheinlich wird dich deine Ärztin darüber aufklären, auf welche Lebensmittel du in der Schwangerschaft verzichten solltest, um dein Baby nicht zu gefährden.

Viele Lebensmittel sind für dich als Mutter unbedenklich, können aber bei einer Infektion mit Toxoplasmose, Listerien oder Salmonellen für dein Baby schädlich sein und eine Fehlgeburt auslösen. Daher lies unseren Ratgeber “Ernährung in der Schwangerschaft: Was darf ich essen und was nicht?”.

Bluttests ab der 10. SSW

Schwangere Frauen, die zur Risikogruppe gehören, können ab der 10. SSW Bluttests wie den Harmony Test durchführen lassen. Im Blut der Mutter befinden sich Spuren des kindlichen Erbguts. Durch die Blutuntersuchung kann aus kindlichen DNA das Risiko für Trisomie 21 (Down-Syndrom) ermittelt werden.

Checkliste für die 10. SSW

  • Informiere dich, welche Lebensmittel für dein Baby schädlich sein können und stelle deine Ernährung um.
  • Achte darauf, jeden Tag ungefähr 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu trinken. Reduziere Koffein und trinke lieber statt Kaffee einen Tee.
  • Ernähre dich ballaststoffreich, das hilft gegen Verstopfung in der Schwangerschaft.
  • Besorge dir einen bequemen BH ohne Bügel, der deine Brüste entlastet.
  • Solltest du eine Risikoschwangerschaft haben oder dein Arzt etwas Auffälliges entdecken, können ab der 10. SSW Bluttests durchgeführt werden.

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Häufige Fragen in der 10. SSW

Welcher Monat ist die 10. SSW?

In der 10. SSW bist du im 3. Monat schwanger. Du trägst dein Baby nun schon 8 Wochen in deinem Bauch. Die 10. Schwangerschaftswoche geht von 9+0 bis 9+6. Hast du die 10. Woche vollendet, dauert es noch 30 Wochen bis zum voraussichtlichen Geburtstermin.

Wieso wird die Übelkeit einfach nicht besser?

Schwangerschaftsübelkeit tritt häufig zwischen der 6. und der 14. Schwangerschaftswoche auf. Anschließend sinkt der Hormonspiegel wieder etwas ab, der Körper hat sich an die Schwangerschaft gewöhnt. Viele Schwangere fühlen sich spätestens ab dem vierten Monat besser und können die Schwangerschaft ohne Übelkeit genießen.

Aber: Manchmal kann die Übelkeit auch länger andauern. In seltenen Fällen die ganze Schwangerschaft über. Jede Schwangerschaft ist anders.

Was du gegen die Übelkeit unternehmen kannst, erfährst du in unserem Artikel „Übelkeit in der Schwangerschaft – das hilft wirklich„.

Mir ist oft schwindelig: Ist das normal?

Dein Körper arbeitet auf Hochtouren. Dein Hormonhaushalt verändert sich, Stoffwechsel und Kreislauf passen sich dieser Veränderung an. Auch dein Blutvolumen steigt stetig an. Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass sich deine Blutgefäße entspannen. Dadurch sinkt dein Blutdruck – und dir wird schwindelig.

Im ersten Trimester passiert viel in deinem Körper. Schwindel gehört in dieser ersten Zeit der Veränderung zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Achte darauf, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst. Viel trinken hilft gegen das Schwindelgefühl.

Meine Brüste jucken: Was hilft dagegen?

Dass du gelegentlich einen Juckreiz an deinen Brüsten verspürst, ist normal. Das liegt am Schwangerschafts-Hormoncocktail, der dir gerade serviert wird. Du kannst eine milde Feuchtigkeitscreme auftragen, um den Juckreiz zu lindern. Auch feuchte Umschläge oder kühlende Gele helfen.

Hier kannst du nachlesen, wie sich deine Brüste im Laufe der Schwangerschaft verändern werden.

Wie viel sollte ich täglich trinken?

In der Schwangerschaft solltest du täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu dir nehmen. Am besten in Form von Mineralwasser. Trinke zu jeder kleinen Mahlzeit ein Glas und trage stets eine kleine Flasche Wasser bei dir, wenn du nicht zu Hause bist.

Tipp: Als Schwangere solltest du dein Durstgefühl nicht übergehen. Falls du dazu neigst, das Trinken zu vergessen, gibt es Apps, die dich ans Trinken erinnern.

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Quellen

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