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2. SSW (Schwangerschaftswoche)

2. SSW (Schwangerschaftswoche): Alle Infos, Größe & Entwicklung

Inhaltlich geprüft von Mediziner Dr. Dominik Panosch.

Dein feines Gespür macht sich bemerkbar. In der 2. SSW beginnt die fruchtbare Zeit innerhalb deines Zyklus. Deine Eierstöcke arbeiten auf Hochtouren. Es wachsen ein bis zwei Follikel heran, in denen sich jeweils ein Ei befindet. Manche Frauen spüren ein Ziehen im seitlichen Unterbauch oder auch stechende Schmerzen, wenn es zum Eisprung kommt. Viele spüren von dem Wachstum der Follikel wiederum gar nichts. Was sich sonst noch so tut in dieser 2. Schwangerschaftswoche, verraten wir dir.

Das Wichtigste in Woche 2

Beschreibung
SpannendGegen Ende der 2. SSW kommt es bei vielen Frauen zum Eisprung. Ein optimaler Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr, wenn ein Kind geplant ist.
Du und dein Wohlbefinden Zur Zeit des Eisprungs kann es zu leichten bis stärkeren Schmerzen im Unterbauch kommen. Deine Gebärmutter ist gut durchblutet und bereit für die befruchtete Eizelle.
Unser TippPrüfe schon einmal vorsorglich deinen Arbeitsvertrag. Falls du bei der Arbeit Gefahrenstoffen oder bestimmten Krankheitserregern ausgesetzt bist, musst du deinem Arbeitgeber deine Schwangerschaft womöglich frühzeitig mitteilen.
Deine aktuelle WocheDie 2. SSW geht von 1+0 bis 1+6. Laut Schwangerschaftskalender bist du im 1. Schwangerschaftsmonat und somit im 1. Trimester.

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Die 2. SSW bereitet den Eisprung vor

Zu Beginn der 2. Schwangerschaftswoche bist du noch nicht schwanger. Es ist die zweite Zykluswoche, die du jeden Monat erneut hast. Erst bei einer Befruchtung innerhalb dieses Zyklus wird diese Woche rückwirkend als 2. SSW bezeichnet. Wenn du ein Kind planst, bist du also auf dem besten Weg. Denn in dieser Woche wird der Eisprung vorbereitet, der auch als Ovulation bezeichnet wird. Bei vielen (aber nicht allen!) Frauen kommt es am 14. Zyklustag nach Beginn der Menstruationsblutung zum Eisprung. Ohne ihn ist eine Befruchtung nicht möglich. Wann der Eisprung tatsächlich stattfindet, kann ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass auch die Tage davor zu den fruchtbaren Tagen zählen.

Etwa in der Zyklusmitte ist der Zeitpunkt gekommen, an dem das Follikel platzt und die reife Eizelle in den Eileitertrichter weiter wandert wird. Damit die Eizelle auch in der Gebärmutter ankommt, muss sie durch den Eileiter. Tausende Flimmerhärchen leiten sie mittels des Wellenschlags dorthin. Diese sehr zarten Flimmerhärchen sind überaus empfindlich und verkleben leicht bei einer Entzündung. Dann ist der Transport der Eizelle sowie die Wanderung der Spermien gestört.

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Eileiterschwangerschaften sind zum Glück selten

Bei ca. 1 bis 2 Prozent der Schwangerschaften schafft das befruchtete Ei den Weg in die Gebärmutter nicht und das befruchtete Ei nistet sich im Eileiter ein. Die sogenannte Eileiterschwangerschaft endet meist in einem natürlichen Abbruch. Wenn nicht, muss sie behandelt werden.

Kurzes Zeitfenster für die Befruchtung

Deine Eizelle lebt nicht länger als 24 Stunden. Daher ist es wichtig, dass die Befruchtung in dieser Zeit erfolgt. Normalerweise wird die Eizelle im Eileiter befruchtet und dann weiter in die Gebärmutter geleitet, um sich dort einen Platz einzunisten.

Aber: Die männlichen Spermien können im Körper der Frau bis zu fünf Tage überleben. Daher bist du in einem Zyklus rund sechs Tage fruchtbar. Du kannst also auch schwanger werden, wenn du nicht direkt am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr hast. Wünschst du dir ein Kind, ist es natürlich ratsam, in diesem Zeitpunkt lieber ein paar mehr Kuschelstunden einzulegen.

Unser Tipp: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, um den Tag des Eisprungs nicht zu verpassen, können dir Ovulationstests aus der Apotheke oder die Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) nützlich sein.

Im männlichen Ejakulat befinden sich etwa 500 Millionen Samenzellen. Diese machen sich auf den Weg mit dem Ziel, die Eizelle zu befruchten. Aber dieser Weg ist nicht ganz einfach, daher ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft auch nicht so hoch. Wenn beide Partner gesund sind, dauert es im Durchschnitt bis zu einem halben Jahr, bis die Versuche für eine Schwangerschaft erfolgreich sind. Hast du vorher lange Zeit die Pille zur Empfängnisverhütung eingenommen, kannst du auch länger als 1 Jahr brauchen, bis dein Körper bereit für eine Schwangerschaft ist.

Du und dein Babybauch in der 2. SSW

Erste Schwangerschaftsanzeichen in der 2. Woche?

Da du mit Beginn der 2. SSW noch gar nicht schwanger bist, gibt es natürlich auch noch keine eindeutigen Anzeichen einer Schwangerschaft. Es kann aber gut sein, dass du zur Zeit des Eisprungs Schmerzen im Unterbauch hast. Zudem kündigt sich die Ovulation durch einen veränderten Zervixschleim an. Dieser wird durchsichtig und relativ flüssig. Er erinnert in seiner Zusammensetzung an Eiklar. Durch die Veränderung soll er den Spermien dabei helfen, den Weg zum Ei zu finden. Wenn du deinen Zervixschleim aufmerksam beobachtest, dann kannst du die fruchtbaren Tage sehr gut daran erkennen.

Übrigens: Dein Uterus ist in der 2. SSW sehr gut durchblutet. Es kann durchaus sein, dass sich dein Zervixschleim ein wenig rötlich verfärbt. Das ist normalerweise kein Problem. Hast du jedoch jeden Monat Schmierblutungen oder verkürzt sich dein Zyklus deutlich, solltest du das bei deiner Frauenärztin ansprechen. Sie wird dich auf eine Gelbkörperschwäche untersuchen. Dann würde dir das Hormon Progesteron fehlen.

Noch ist es eigentlich zu früh für typische Schwangerschaftsanzeichen. Doch mitunter können deine Brüste spannen, wie du es vielleicht aus deinen vorherigen Zyklen kennst. Auch auf der mentalen Ebene spüren manche Frauen bereits eine leichte Veränderung. Das äußert sich hin und wieder mit einer besonderen Feinfühligkeit, aber auch mit Gereiztheit oder einer regelrecht euphorischen Stimmung. Dass du die Befruchtung spüren könntest, gehört zu den Mythen über die Empfängnis, die sich weder belegen, noch eindeutig widerlegen lassen.

Unser Tipp der Woche

Je nach Beruf und Arbeitsbereich ist es nötig, den Arbeitgeber so früh wie möglich zu informieren, um das Leben deines ungeborenen Kindes zu schützen. Schaue am besten jetzt schon in deinen Arbeitsvertrag, ob dazu etwas vereinbart ist.

Dem Kinderglück auf die Sprünge helfen

Bei einem ausgeprägten Kinderwunsch solltest du versuchen, dich nicht unter Druck zu setzen. Genieße lieber den Sex mit deinem Partner. Natürlich ist es nicht ganz einfach, den Kopf auszuschalten. Stress oder Verkrampfen machen es den Spermien jedoch schwer, erfolgreich zu sein. Optimal ist es, wenn du dich fallen lassen kannst und ganz entspannt bist.

Mythen und Fakten zur Empfängnis

Vielleicht hast du auch schon davon gehört, dass du nach dem Geschlechtsverkehr das Becken hochlagern sollst, damit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zunimmt? Für diese These gibt es keine klaren Beweise. Empfohlen wird es lediglich im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung, weil da das Sperma vor dem Einführen aufbereitet wird. Nach der Aufbereitung ist es deutlich dünnflüssiger und würde zu großen Teilen wieder herauslaufen, wenn du nach dem Einführen aufstehen würdest. Bei einer natürlichen Zeugung aber musst du das Becken nicht explizit hochlagern. Die Spermien finden ihren Weg.

Die Befruchtung kann aber durch den weiblichen Orgasmus vorangetrieben werden. Denn die Kontraktionen, die ein Orgasmus auslöst, beschleunigen das Sperma auf seinem Weg zum Eileiter. Ob sich eine befruchtete Eizelle dann aber in der Gebärmutter tatsächlich einnistet und weiterentwickelt, lässt sich allerdings nicht beeinflussen.

Es gibt diverse Mittel, die dabei helfen sollen, dass es schneller zu einer Schwangerschaft kommt. Von Kräutertees über Mönchspfeffer bis Gleitgel, das die Spermienbeweglichkeit unterstützen soll, wird alles angeboten. Normalerweise schadet die Einnahme nichts. Gerade aber bei pflanzlichen Mitteln wie bei Mönchspfeffer kann es zu Zyklusschwankungen kommen, wenn deine Hormone eigentlich im Gleichgewicht waren. Sprich also vor der Einnahme lieber mit deiner Frauenärztin.

Checkliste für die 2. SSW

  • Eine gesunde Ernährung ist jetzt schon wichtig. Sie hilft zudem, deinen Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Das fördert die Empfänglichkeit.
  • Bereits jetzt solltest du Folsäure aktiv in deinen Speiseplan aufnehmen. Entsprechende Präparate unterstützen deine ausgewogene Ernährung. 
  • Verzichte auf Alkohol- und Tabakkonsum. Das ist jetzt wichtiger denn je.

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Häufige Fragen in der 2. SSW

Wie kann ich meinen Körper in der 2. SSW unterstützen?

Eine gesunde Lebensweise, viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind die besten Voraussetzungen, um schwanger zu werden. Auf Alkohol und Nikotin solltest du verzichten und Kaffee und Süßes nur in Maßen genießen. Auch Stress solltest du vermeiden. Er kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Kann ich meinen Eisprung spüren?

Im Moment des Eisprungs „platzt“ das reife Follikel. Die Eizelle wandert vom Eierstock zum Eileiter. Manche Frauen spüren das Platzen der Follikelhülle. Sie haben Schmerzen im Unterbauch. Diese Schmerzen können we­ni­ge Mi­nu­ten bis zu meh­re­ren Stun­den andau­ern.

Allein ist dieser sogenannte Mittelschmerz kein eindeutiges Anzeichen für den Eisprung. Tritt er mit weiteren Symptomen auf, hat er mehr Aussagekraft.

Folgende Anzeichen können auf einen Eisprung hindeuten:

  • Ziehen im Unterbauch (Mittelschmerz)
  • Brustschmerzen
  • Ansteigende Basaltemperatur

Du kannst den Eisprung auch am Zervixschleim erkennen. Je näher der Eisprung rückt, desto mehr Schleim wird fühl- und sichtbar. An den fruchtbarsten Tagen beginnt er Fäden zu ziehen und wird zwischen deinen Fingern „spinnbar“.

Dauert eine Schwangerschaft 9 oder 10 Monate?

Beides ist richtig. Es kommt darauf an, ob du in Kalendermonaten oder in Mondmonaten rechnest. Im Mondkalender hat jeder Monat nur 28 Tage. Eine Schwangerschaft dauert demnach:

  • 9,5 Kalendermonate
  • 40 Wochen oder
  • 280 Tage (nach der bekannten „Naegele-Formel“)
  • oder 10 Mondmonate.

Der Einfachheit halber wird heute oft in Monaten zu jeweils vier Wochen gerechnet, also nach dem Mondkalender. Gehst du über den errechneten Termin, kannst du bei dieser Berechnung sogar am 11. Monat kratzen.

Hast du weitere Fragen oder Hinweise zur 2. SSW? Dann schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

  • Silvia Höfer & Nora Szász: Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach, GU Verlag, Auflage 1 (8. September 2012)
  • Franz Kainer & Annette Nolden: Das große Buch zur Schwangerschaft: Umfassender Rat für jede Woche, GU Verlag, Auflage 13 (11. März 2013)

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