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Wie du mit gebrauchter Babykleidung mehrere hundert Euro sparst

Babys wachsen schnell, sehr schnell. So stapeln sich in kürzester Zeit zu klein gewordene Teile. Das geht ganz schön ins Geld. Wie du mit gebrauchter Babykleidung clever sparen kannst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Vorteile von gebrauchter Kleidung

Alles immer neu kaufen? Davon halten wir nicht viel. Denn wenn es um Second Hand Kleidung geht, fallen uns eigentlich nur Vorteile ein. Aber sieh selbst:

  • Geringe Anschaffungskosten – kostet meist nur einen Bruchteil
  • Kaum Schadstoffbelastung – wurde ja oft gewaschen
  • Geringe Abnutzung – meist nur kurz getragen
  • Gute Qualität – wenn du nach guten Marken guckst
  • Ein Beitrag zum Umweltschutz – es muss nicht jedes Mal neu produziert werden
  • Riesige Auswahl – müssen wir dazu was sagen?

Beim Kauf von Babykleidung sparen

Wenn du nichts gegen gebrauchte Baby- oder Kinderkleidung hast, wirst du vom riesigen Angebot gut erhaltener und hübscher Kleidung begeistert sein. Du musst nur wissen, wo es die gibt. Wir haben die verschiedenen Möglichkeiten für dich zusammengestellt.

Babykleidung „erben“ oder tauschen

Aus dem Bekanntenkreis

Eltern haben nicht immer das Glück einen Familien- und Freundeskreis zu haben, in dem es viele Kinder gibt. Aber falls doch, ist das eine wahre Goldgrube. Denn viele der anderen Eltern haben noch etliche Kisten mit Kinderkleidung im Keller und geben gern etwas ab.

In der Kita oder Gemeinde

Geht dein Kind schon in die Kita, achte doch einmal darauf, ob es ein schwarzes Brett gibt oder schlag das bei der Kita-Leitung vor.

Auf Tauschpartys

Manche Eltern organisieren richtige Tauschpartys, bei denen auch frischgebackene Eltern vorbei schauen dürfen. Diese haben zwar noch nichts anzubieten, dürfen dann aber manchmal einfach einen Kuchen als Gegenleistung mitbringen.

Gebrauchte Babykleidung günstig kaufen

Auf Kinderflohmärkte und -basare gehen

Eine komplette Ausstattung für wenig Geld – toll oder?

Pakete kaufen

Gerade am Anfang lohnen sich Kleidungspakete, wie sie etwa auf Ebay Kleinanzeigen oder Facebook angeboten werden.

Auf Verkaufsportalen suchen

Ob Mamikreisel, Kleiderkorb, Ebay oder Ubup.com – günstige Babykleidung findet man dort überall zuhauf.

In Kinder-Second-Hand-Läden stöbern

Dort sind die Teile zwar etwas teurer als auf dem Markt – die Läden müssen ja auch etwas verdienen – aber dafür ist die Ware vorselektiert und Beratung gibt es ebenfalls.

Wie selbst Markenware zum Schnäppchen wird

Wenn du denkst, dass du dir Markenware nicht leisten kannst, solltest du dir über den Wiederverkaufswert Gedanken machen. Ein billiger Body verzieht sich beim Waschen leicht und kann deshalb danach nur noch verschenkt oder entsorgt werden.

Hochwertigere Kleidung kann durchaus durch viele Hände gehen, bevor sie tatsächlich zu abgenutzt ist. Wenn du die hochwertige Kleidung später in gutem Zustand weiterverkaufst, kannst du den Erlös vom Anschaffungspreis abziehen. Unterm Strich war das Stück dann doch ein echtes Schnäppchen.

Wenn dich der Wiederverkaufswert interessiert, findest du hier eine Liste.

Babykleidung mieten

Seit ein paar Jahren gibt es Firmen, die das Sharing-Prinzip (Englisch: to share = teilen) auch für Kinderkleidung entdeckt haben. Beispiele sind Kindoo, Kilenda und Tchibo Share. Tchibo arbeitet übrigens mit Kilenda zusammen.

Die Idee dahinter ist, praktische Einzelstücke, die das Kind sowieso nicht lange trägt, zu mieten statt zu kaufen. Gerade bei hochpreisigen Dingen wie Jacken oder Schneeanzügen kann sich das durchaus lohnen. Wer keine Zeit hat, lange auf dem Markt zu stöbern oder selbst keine Kleiderberge anhäufen will, sollte es einmal ausprobieren.

Babykleidung gut verkaufen

Die meisten Eltern kennen das: schon nach kurzer Zeit stapeln sich Taschen und Kisten mit kaum getragener Kleidung. Zum Wegwerfen viel zu schade. Spätestens wenn ihr kein Kind mehr plant, muss Platz her. Wir stellen dir die Möglichkeiten vor, um die Klamotten-Kisten wieder loszuwerden, ohne sie verschenken zu müssen.

Verkaufsportale

  1. Mamikreisel

    Nach seiner Abspaltung von Kleiderkreisel hat sich Mamikreisel zu einem ziemlich professionellen Portal rund um Kinderkleidung gemausert. Die Seite bietet viele Möglichkeiten, die einzelnen Kleidungstücke mit Fotos und Text gut zu beschreiben. Das macht natürlich eine Menge Arbeit. Das Verkaufen selbst ist kostenlos. Der Kauf mit Banküberweisung auch. Lediglich bei Zahlungsoptionen mit Transaktionsschutz (Sofort-Überweisung, Paypal, Kreditkarte) muss der Käufer eine Gebühr zahlen. Zusammen mit den Versandkosten verteuert das die Kleidungsstücke für den Käufer, so dass sich gut erhaltene hochwertige Einzelstücke bestimmter Marken besser verkaufen, als günstige Discounter-Teile. Erfahrene User sagen aber, dass mit genug Geduld jedes Teil irgendwann zum Wunschpreis weggeht.

  2. Kleiderkorb

    Dies ist der kleine Bruder von Kleiderkreisel und nicht ausschließlich für Kinderkleidung gedacht. Sowohl Kauf als auch Verkauf sind hier kostenlos. Dafür ist der Support aber nur mäßig gut. Auch das Verschenken oder Tauschen von Klamotten ist hier möglich, wird aber selten gemacht.

  3. Ebay und Ebay Kleinanzeigen

    Vor allem in großen Städten werden Ebay und Ebay Kleinanzeigen nach wie vor gut genutzt, da beim Selbstabholen keine Versandkosten entfallen. Vor allem Kleiderpakete lassen sich hier gut verkaufen. Man sollte dann aber lediglich mit etwa einem Euro pro Teil rechnen. Erwarte besser nicht allzu viel Höflichkeit, mittlerweile hat sich ein etwas rauer Ton in Verhandlungen eingeschlichen.

Verkaufsgruppen auf Facebook

Auch Facebook bietet die Möglichkeit, über Verkaufsgruppen getragene Kleidung in speziellen Gruppen an die Frau oder den Mann zu bringen. Die Sachen solltest du ansprechend fotografieren. Am besten suchst du dir eine Gruppe für deine Umgebung, denn viele Facebook-Nutzer wollen dennoch gern gucken kommen. Abgesichert ist solch ein Verkauf natürlich nicht.

Kinder-Second-Hand-Läden

Wer einen Second Hand Laden für Kinderbekleidung kennt, kann in Absprache mit den Verkäufern dort ebenfalls gut erhaltene Stücke loswerden. Allerdings nehmen solche Läden meist nur bestimmte Kleidung zu einem bestimmten Zeitpunkt und sind auch sehr penibel, was den Erhaltungszustand angeht.

Manche Läden kaufen Kleidung an, andere nehmen sie in Kommission. Das heißt, du erhältst das Geld erst, wenn die Ware tatsächlich verkauft wurde. Da die Läden ja auch etwas verdienen müssen, ist dein Anteil als Verkäufer meist nicht besonders groß. Aber man spart sich das Fotografieren und das Verhandeln mit den Käufern 😉

Flohmärkte

Kommen wir zu den Flohmärkten und Basaren. Dort gibt es verschiedene Kategorien, in denen sich unterschiedlich gut verkaufen lässt.

  1. Normaler Floh- oder Trödelmarkt

    Hier gibt es neben Ständen mit Trödel eben auch welche, die Kinderkleidung anbieten. Die Standgebühr kann teilweise etwas teuer sein, weshalb es besser ist, sich mit anderen Eltern einen Stand zu teilen. Ob dann etwas verkauft wird, hängt ganz vom Publikum und vom Standort ab. Oft gucken die Leute dort tatsächlich nur nach Trödel. Manchmal hat man aber auch Glück und die richtigen Kunden kommen vorbei. Sprich am besten vorher mit Eltern, die schon einmal einen Stand gemietet haben.

  2. Flohmarkt für Kinderbekleidung und -spielzeug

    Diese Flohmärkte machen Spaß und bringen mehr ein. Sie finden oft in Kindergärten oder in Gemeinden statt, deshalb trifft man dort genau die richtigen Käufer. Neben einer geringen Standgebühr wird meist ein Kuchen oder ein Päckchen Kaffee verlangt.
    Aber erwarte auch hier nicht zu viel. Große Mengen an Kleidung wirst du wieder mit nach Hause nehmen müssen, weshalb sich gute Einzelstücke mehr lohnen.

  3. Nummernflohmarkt

    Der Nummernflohmarkt ist eine spezielle Form des Kinderflohmarktes. Hier liefern Eltern die Kleidung lediglich mit Preisschildern versehen ab. Die Stücke werden dann von Helfern sortiert und verkauft. Die Preisschilder sind mit der Nummer des Verkäufers versehen und werden zum Schluss abgerechnet.
    Handeln kann der Käufer nicht. Vertust du dich im Preis und setzt ihn zu hoch an, verkaufst du daher recht wenig. Also vorher informieren. Auch hier fallen meist eine kleine Gebühr und ein Kuchen an.

Ankaufsportale

Wenn du zu viel Kleidung übrig hast und dir das lästige Verkaufen von Einzelstücken sparen willst, kannst du Ankaufsportale wie Momox nutzen. Ganze Kleiderpakete kannst du einschicken. Schon vorher wird berechnet, was die Kleidung in etwa wert ist. Manchmal wird das Angebot per E-Mail noch nachkorrigiert – meist nach unten.

Erwarte hier bitte nicht viel. Da die Portale selbst kräftig verdienen wollen, bringen die Sachen nicht viel ein. Meist wird auch nicht zwischen Markenkleidung oder Discounter-Ware unterschieden, sondern lediglich nach Kategorie geschätzt (Hose, Rock, Jacke usw.). Deshalb lohnt sich der Verkauf über solche Seiten nur für ehemals günstig erworbene Stücke.

Babykleidung spenden

Wenn du erfolglos alles probiert hast, um deine Babykleidung los zu werden, oder einfach keine Lust auf den Stress hast, kannst du die Kleidung auch spenden. Hierfür gibt es je nach Wohnort verschiedene Möglichkeiten. Natürlich sollten keine Lumpen abgegeben werden.

Sozialkaufhaus
Im Sozialkaufhaus werden gespendete Kleidung, Spielsachen, Möbel usw. sehr günstig an sozial schwache Menschen weiterverkauft. Die Erlöse kommen einem Guten zweck zugute.

Oxfam
Oxfam funktioniert ähnlich. Hier verkaufen ausschließlich Ehrenamtliche gespendete Waren. Die Gewinne werden für die Entwicklungsarbeit des Vereins in aller Welt genutzt.

Diakonie oder Stadtmission
Gespendete Sachen werden hier meist an Bedürftige, beispielsweise Obdachlose, abgegeben.

Kinderkrankenhäuser
Auch einige Kinderkrankenhäuser nehmen gern gut erhaltene und gewaschene Babykleidung für ihre kleinen Patienten an. Frag aber lieber vorher nach.

Flüchtlingsheime
Als die Flüchtlingswelle akut war, wurden viele Heime von Sachspenden nahezu überschwemmt. Jetzt kommt aus der Bevölkerung nicht mehr allzu so viel. Wenn du vorher anrufst, freuen sich vielleicht auch ein paar vor dem Krieg geflüchtete Mütter über Kleidung für ihre Babys.

Altkleidercontainer
Schau hier bitte immer genau, wer den Container aufgestellt hat. Je größer die Werbung oder der Spendenaufruf darauf ist, desto unseriöser ist der Verein, der dahinter steht. Oft landet die Kleidung dann in Afrika und das Geld in den Taschen zwielichtiger Gestalten. Kleidersammlungen an der Haustür sind übrigens meist illegal.

In Container mit diesen Logos kannst du deine Kleidung bedenkenlos werfen, denn sie dienen dem Allgemeinwohl:

  • FairWertung e.V. ODER
  • Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ODER
  • Bundesverband für Sekundarrohstoffe und Entsorgung (bvse)

Fazit

Gebrauchte Kleidung zu kaufen und wieder zu verkaufen ist eine tolle Sache. Meist erfordert sie jedoch einen gewissen Zeiteinsatz. Wenn du die Zeit hast, super, auf geht’s! Wenn nicht, solltest du genau abwägen, für welche Kleidungsstücke sich welcher Einsatz lohnt.

Unser Tipp: Verkauf ausgewählte, hochwertige Stücke über Mamikreisel, günstigere, hübsche Stücke auf dem Markt und mach aus dem Rest Kleiderpakete. Was übrig bleibt, spendest du oder verschenkst es an Bekannte.

Fehlt etwas in der Liste? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Wir freuen uns über hilfreiche Kommentare.

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