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Warum du dich schon früh um dein Elterngeld kümmern solltest

Warum du schon früh über das Elterngeld nachdenken solltest

Die Hormone gehen grade mit dir durch – das letzte woran du denkst, ist Elterngeld oder ein Gespräch über das Gehalt mit deinem Chef? Können wir gut verstehen, aber: Wenn du jetzt einen kühlen Kopf bewahrst, dann kannst du auch in der Elternzeit entspannt auf dein Konto schauen. Was genau du so früh in der Schwangerschaft für dein Elterngeld tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Von Gehaltserhöhung bis Weihnachtsgeld

Du bist der Meinung, es ist Zeit für eine Gehaltserhöhung? Frage danach. Denn jetzt vor der Geburt kommt es auf jeden Euro an. Im Bemessungszeitraum entscheidet sich, wie viel Elterngeld du nach der Geburt bekommst. Je höher dein Einkommen, desto höher später auch dein Elterngeld.

Der Bemessungszeitraum

Dieser bestimmte Zeitraum vor der Geburt ist wirklich besonders wichtig. Nur dein Einkommen aus dieser Zeit bildet die Grundlage deines Elterngeldes. Dabei ist der Zeitraum nicht für jeden gleich. Hier ein Überblick:

AnspruchstellerBemessungszeitraum
Für Mütter: 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes
Für Väter und Beamtinnen:12 Monate vor der Geburt
Für Selbstständige:das Kalenderjahr vor der Geburt

Bist du angestellt und nebenberuflich selbstständig? Dann wirst du für das Elterngeld als selbstständig behandelt. Das Kalenderjahr vor der Geburt ist also für dich relevant.

Entscheidend ist also dein Einkommen in genau diesem Bemessungszeitraum vor der Geburt.

***UPDATE für Geburten ab 01. September 2021***
Die Elterngeldreform ermöglicht ein Wahlrecht für Eltern mit geringen Einkommen aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit. Liegen deine Nebeneinkünfte unter 410 Euro und monatlich durchschnittlich nicht über 35 Euro, kannst du auf Antrag den Bemessungszeitraum für Angestellte wählen. Die Einkünfte aus der Nebentätigkeit bleiben in der Folge unberücksichtigt für die Berechnung der Höhe des Elterngeldes.

Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Gehörst du zu den Glücklichen, die einmal im Jahr Urlaubs- und / oder Weihnachtsgeld bekommen? Wunderbar. Wenn du ein höheres Elterngeld bekommen möchtest, werde unbedingt aktiv. Denn diese Zahlungen, die du einmal im Jahr (oder vielleicht sogar einmal im Vierteljahr) bekommst, erhöhen dein Elterngeld nicht. Schlage deinem Chef vor, dir diese Zahlungen monatlich anteilig auszuzahlen. Für dein Elterngeld macht das einen riesigen Unterschied und dein Arbeitgeber hat keinen Nachteil davon.

Zusätzlicher Minijob?

Es lohnt sich doppelt, jetzt zusätzlich noch einen leichten Minijob auszuüben oder zum Beispiel von Teilzeit auf Vollzeit für einige Monate zu wechseln. Dadurch verdienst du jetzt natürlich mehr Geld und das erhöht später auch dein Elterngeld. Da wird so mancher Minijob auf Mindestlohn-Niveau auf einmal schnell attraktiv. Überleg dir, ob das vielleicht eine Option ist.

Der Steuerklassentrick

Wenn du verheiratet bist, dann ist früh in der Schwangerschaft noch Zeit für den Steuerklassentrick. Der Elternteil der überwiegend in Elternzeit gehen möchte, wechselt in die Steuerklasse III, der andere in die Steuerklasse V. Monatlich steht dir dadurch in der Schwangerschaft netto etwas weniger Geld zur Verfügung. In der Elternzeit macht sich das dann aber mit deutlich mehr Elterngeld bemerkbar. Unverheiratet kannst du leider nicht von diesem Trick profitieren. Alles im Detail dazu findest du hier.

Fazit: Frühes Handeln führt zu mehr Elterngeld

Das Gehalt zu verändern und die Steuerklasse zu wechseln ist nur ein kleiner Ausschnitt davon, wie du dein Elterngeld optimieren kannst. Je früher du dran bist, umso besser – so viel steht fest. 

Bereite am besten auch den Antrag auf Elterngeld so früh wie möglich vor. Viele der erforderlichen Dokumente kannst du schon bereitlegen. Nach der Geburt musst du dann nur noch das Geburtsdatum und die Geburtsurkunde ergänzen. So kannst du die Kennlernzeit mit deinem Kind voll und ganz ohne Bürokratie genießen.

🎧 Podcast: Wie du mehr Elterngeld bekommst

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Quellen

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