Von Anfang an dabei!

Mit diesen 3 Tricks bekommst du mehr Elterngeld

Ein Baby zu bekommen ist das Schönste auf der Welt. Einen Antrag auf Elterngeld auszufüllen macht hingegen weniger Spaß. Das dicke Ende kommt oft mit dem Elterngeldbescheid – es ist weniger Elterngeld als erwartet. Wir verraten dir 3 Tricks wie du schneller an dein Elterngeld kommst und dabei auch noch mehr Elterngeld für dich herausspringt.

1) Der Steuerklassenwechsel

Setze dich am besten schon früh in der Schwangerschaft mit dem Thema Elterngeld und Elternzeit auseinander. Denn bereits vor und in der Schwangerschaft kannst du beeinflussen, wie hoch dein Elterngeld ausfällt. Für einen unserer Tricks benötigst du ein wenig Vorlaufzeit. Um genau zu sein, mindestens 7 Monate bevor dein Mutterschutz beginnt. Dieser spezielle Trick klappt jedoch nur, wenn du verheiratet bist. Sobald du den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hältst, wechselst du die Steuerklasse. Dabei solltest du bedenken, dass der Wechsel immer erst ab dem Folgemonat gilt. Und das kannst du damit erreichen:

Angenommen du verdienst 3.000 Euro im Monat. Aktuell hast du die Steuerklasse V. Dein Nettogehalt liegt also ungefähr bei 1.600 Euro. Aufgrund deiner Steuerklasse ergibt sich ein Elterngeld von ca. 975 Euro. 

Wechselst du nun rechtzeitig vor oder in der Schwangerschaft in die Steuerklasse III, liegt dein Netto bei ungefähr 2.200 Euro. Durch die günstigere Steuerklasse steigt dein Elterngeld auf ca. 1.365 Euro.

Das sind 390 Euro mehr im Monat! In den 12 Monaten mit Elterngeld bekommst du so insgesamt 4.680 Euro mehr auf dein Konto. In diesem Artikel gibt es noch mehr Details zu diesem Trick.

2) Die richtige Elterngeld-Variante

Du denkst darüber nach in deiner Elternzeit in Teilzeit zu arbeiten? Dann achte unbedingt auf die richtige Elterngeld-Variante. Denn fallen Basiselterngeld und Gehalt in einem Lebensmonat zusammen, bekommst du sehr wahrscheinlich weniger Elterngeld. Die Lösung: das Elterngeld Plus. Dein Gehalt wird zwar auch auf das Elterngeld Plus angerechnet. Du kannst aber eine Kürzung vermeiden. Dafür darf dein Gehalt nach der Geburt maximal nur halb so hoch sein wie vor der Geburt. Schauen wir uns das einmal im Vergleich an:

Elternzeit ohne Arbeit:

Eine Mutter verdient vor der Geburt 2.000 Euro netto im Monat. Ihr Basiselterngeld beträgt ca. 65% davon, also 1.300 Euro. Wenn sie nicht arbeiten geht, bekommt sie 12 Monate á 1.300 Euro = 15.600 Euro Elterngeld.

Elternzeit mit Teilzeitarbeit:

Eine Mutter verdient vor der Geburt 2.000 Euro netto im Monat. Ihr Basiselterngeld beträgt ca. 65% davon, also 1.300 Euro. Sie möchte ab dem 7. Lebensmonat ihres Babys wieder in Teilzeit arbeiten und bekommt dafür 1.000 Euro im Monat.

Variante a) Sie bleibt beim Basiselterngeld

Für Monat 1 bis 6 bekommt sie 7.800 Euro (6 x 1.300 Euro)

Ab dem 7. Monat bekommt sie nur noch 650 Euro Basiselterngeld, weil das Gehalt angerechnet wird. Warum nur noch 650 Euro? Vor der Geburt lag ihr Gehalt bei 2.000 Euro. Davon zieht die Elterngeldstelle das Gehalt ab dem 7. Lebensmonat in Höhe von 1.000 Euro ab. Durch die Teilzeit in der Elternzeit fällt also Gehalt von 1.000 Euro weg. Das Elterngeld soll den Teil des Gehaltes ersetzen, der ihr aufgrund der Elternzeit fehlt. In diesem Fall sind das 1.000 Euro. Davon bekommt sie 65% (650 Euro). 

Insgesamt bekommt sie also 7.800 Euro für die ersten sechs Monate und dazu 3.900 Euro für die weiteren 6 Monate. Sie hat zwar zusätzlich ihr Gehalt, jedoch insgesamt nur 11.700 Euro Elterngeld.

Variante b) Sie wechselt ab dem 7. Lebensmonat in das Elterngeld Plus. 

Mit den 1.000 Euro liegt sie nicht über der Hälfte ihres Gehaltes vor der Geburt und das Elterngeld Plus wird daher nicht gekürzt. Das Elterngeld Plus beträgt 650 Euro, die Hälfte ihres Basiselterngeldes (1.300 Euro). Die Zeit, in der sie Elterngeld bekommt verlängert sich um 6 Monate. Statt 12 Monate bekommt sie nun insgesamt 18 Monate lang Elterngeld. In Summe: 

  • 7.800 Euro Basiselterngeld für die ersten sechs Lebensmonate und
  • 7.800 Euro Elterngeld Plus für den 7. bis zum 18. Lebensmonat (12 Monate 650 Euro)
  • = 15.600 Euro Elterngeld + Gehalt

Mit dem rechtzeitigen Wechsel vom Basiselterngeld in das Elterngeld Plus (Variante b) hat sie fast 4.000 Euro mehr Elterngeld auf ihrem Konto.

3) Der vollständige Elterngeldantrag

Damit sind wir auch schon beim 3. Trick: Wie du schneller an dein Elterngeld kommst. Je früher du dich mit dem Thema Elterngeld und auch Elternzeit beschäftigst, desto besser. 

Die Vorteile:

  • Du kannst vor der Geburt noch die Höhe deines Elterngeldes beeinflussen
  • Du kannst das Antragsformular ganz in Ruhe vor der Geburt so weit wie möglich ausfüllen und
  • alle erforderlichen Unterlagen dafür zusammen suchen 

Nach der Geburt trägst du nur noch das Geburtsdatum deines Kindes ein, fügst die Geburtsbescheinigung hinzu und ab geht die Post. Je früher du den Antrag einreichst, desto schneller bekommst du dein Elterngeld. Auch wichtig: Versuche die Unterlagen vollständig einzureichen. So vermeidest du unnötige Rückfragen. Anderenfalls landet dein Antrag mit Pech wieder ganz unten im Stapel.

Dieser „Trick“ mag trivial klingen, aber die Ämter sind teilweise so stark überlastet, dass die Bearbeitung der Anträgen mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Wer sich dann auch noch mit dem Antrag lange Zeit lässt, bekommt sein Geld möglicherweise erst nach 4 oder 5 Monaten. Es gibt Eltern, die dadurch in echte finanzielle Schieflage geraten. Also: am besten rechtzeitig kümmern!

Du bekommst dein Elterngeld für bis zu drei Lebensmonate rückwirkend ausgezahlt. Entscheidend ist das Eingangsdatum deines Antrags bei der zuständigen Elterngeldstelle. Wenn du deinen Antrag zu spät einreichst, entgehen dir wertvolle Elterngeldmonate. 

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