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Elterngeld: Das musst du wissen

Elterngeld ist die wohl beliebteste Familienleistung aller Zeiten. 7,2 Milliarden Euro gibt die Bundesrepublik Deutschland jährlich für diese Leistung aus. Auch du kannst vom Elterngeld profitieren. Was Elterngeld genau ist, wie hoch dein Elterngeld ausfällt und worauf du achten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Wer kann Elterngeld bekommen?

Als Mama oder Papa von einem Säugling oder Kleinkind hast du sehr wahrscheinlich Anspruch auf Elterngeld. Es ist als Ausgleich für dich gedacht, wenn du nach der Geburt weniger oder gar nicht arbeitest. Du bekommst Elterngeld, wenn: 

  • du mit deinem Kind dauerhaft in einem Haushalt wohnst
  • dein Haushalt in Deutschland liegt
  • du dein Kind selbst betreust und erziehst
  • du entweder gar nicht oder maximal 30 Stunden pro Woche arbeitest

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Du darfst im Jahr vor der Geburt mit deinem Ehepartner nicht mehr als 500.000 Euro bzw. 250.000 Euro als Alleinerziehende zu versteuerndes Einkommen haben.

Trifft das alles zu? Dann kannst du zwischen diesen 3 Varianten von Elterngeld wählen: 

  • Basiselterngeld
  • Elterngeld Plus
  • Partnerschaftsbonus

Wie lange du Elterngeld bekommst, richtet sich nach der Variante die du aussuchst. Die Varianten kannst du auch kombinieren. Grundsätzlich bekommst du je Kind maximal 12 Monate Elterngeld, genauer gesagt Basiselterngeld.

Was ist Basiselterngeld?

Das Basiselterngeld beträgt mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro im Monat für 12 Monate. Wie viel du genau bekommst, richtet sich nach deinem Einkommen im sogenannten Bemessungszeitraum. Für Mütter meist die 12 Monate vor dem Mutterschutz, für die Väter die 12 Monate vor der Geburt. Auch wenn du in diesem Zeitraum vor der Geburt nicht gearbeitet hast, Hausfrau bist oder StudentIn gibt es Elterngeld: das Mindestelterngeld von 300 Euro beim Basiselterngeld oder 150 Euro beim Elterngeld Plus. 

Was ist Elterngeld Plus?

Beim Elterngeld Plus kannst du für bis zu 24 Monate mindestens 150 Euro und maximal 900 Euro bekommen. Es ist halb so hoch wie dein Basiselterngeld, wenn du nebenbei arbeitest etwas weniger als die Hälfte. Bis zu 30 Stunden arbeiten sind in der Woche erlaubt. Die Entscheidung, ob du in deiner Elternzeit arbeitest, ist dabei aber dir überlassen. Wenn du dich dafür entscheidest, solltest du das Elterngeld Plus wählen, denn da findet eine Kürzung wegen des Zuverdienstes gar nicht oder in geringerer Höhe statt. Ob dein Elterngeld gekürzt wird, hängt nämlich davon ab wie viel zu dazuverdienst:

  • Beim Basiselterngeld wird ab dem ersten hinzuverdienten Euro gekürzt
  • Beim Elterngeld Plus erst ab ca. 50% deines Verdienstes (im Vergleich zum Verdienst vor der Geburt). 

Zusätzliche Elterngeldmonate – so geht’s

Wenn du noch zusätzliche Elterngeldmonate haben möchtest, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Die Partnermonate und den Partnerschaftsbonus. Klingt beides irgendwie gleich, macht aber einen großen Unterschied.

Partnermonate

Die Partnermonate sind einfach zwei zusätzliche Monate Elterngeld. Wenn du erwerbstätig bist, kannst du sie beantragen. Allerdings muss dabei ein Elternteil in mindestens zwei Lebensmonaten nach der Geburt weniger verdient haben. Dies ist häufig bereits durch den Mutterschutz oder Elternzeit der Fall. Als Alleinerziehende stehen dir diese Monate auch ohne Partner zu.

Partnerschaftsbonus

Für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit bietet sich der Partnerschaftsbonus an. Hier sind jedoch zwei Dinge sehr wichtig:

  • beide Elternteile müssen in Teilzeit zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche arbeiten und
  • das in vier Lebensmonaten am Stück durchhalten.

Mit ein wenig Planung ist das gut machbar und dann gibt es für diese vier Monate noch einmal Elterngeld Plus für jeden Elternteil. Vorsicht: Werden die Stunden nicht eingehalten – egal von wem – ist der Bonus komplett zurückzuzahlen. Dies ist leider eine große „Falle“!

So hoch ist dein Elterngeld

Um dein Elterngeld grob auszurechnen, kannst du mit 65% deines Nettogehaltes rechnen. Die Elterngeldstelle rechnet natürlich komplizierter. Entscheidend ist dein Bruttogehalt bzw. bestimmte Teile davon. Es zählen nur monatliche Bestandteile deines Gehaltes. Bekommst du beispielsweise zusätzlich nur einmal im Jahr ein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, erhöht das dein Elterngeld leider nicht. Steuerfreie Zuschläge wie Sonn-, Feiertags- oder Nachtzuschläge erhöhen das Elterngeld leider auch nicht. Arbeitslosengeld oder Krankengeld gehen mit Null in die Berechnung ein. Alles Weitere funktioniert ähnlich wie beim Gehalt. Ausgehend von deiner Steuerklasse und Krankenversicherung errechnet die Elterngeldstelle dein Elterngeldnetto – der Ausgangswert für dein persönliches Elterngeld. Wichtig: Rechtzeitig die richtige Steuerklasse wählen.

Auch wenn das Elterngeld nur einen Teil deines Einkommens ersetzt, leg dir monatlich unbedingt einen kleinen Betrag davon auf die hohe Kante. Das Elterngeld ist zwar steuerfrei, führt aber in der Steuererklärung trotzdem zu einer höheren Steuerbelastung (also meist einer Nachzahlung) für dich.

Fazit: Mehr Elterngeld geht immer

Du kannst davon ausgehen, dass es auch bei deinem Elterngeld immer etwas zu optimieren gibt. Leider ist es so, dass du das selbst in die Hand nehmen musst. Die Elterngeldstellen beantworten in der Regel zwar Fragen, eine umfassende Beratung erhältst du dort aber nicht. Wenn du mehr wissen möchtest, empfehlen wir dir den Elterngeld-Onlinekurs von Elterngeld.de. Da erfährst du alles rund um das Thema Elterngeld und wie du am Ende mehr Geld bekommst. Natürlich kannst du auch eine Elterngeldberatung in Anspruch nehmen und deinen Elterngeldanspruch von Experten optimieren lassen.

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