Der Mutterschutz ist keine To-do-Liste. Er ist Schutzzeit. Trotzdem kann es passieren, dass dir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Oder du möchtest die verbliebene Zeit vor der Geburt nutzen, um noch ein paar Dinge zu erledigen. Hier findest du Ideen für beides: zum Ausruhen, Vorbereiten, Sortieren und Schönmachen. Such dir heraus, was dir guttut. Den Rest lässt du einfach liegen.
Endlich Mutterschutz – und nun?
Auf einmal: nichts mehr. Kein Wecker, kein Kalender, keine To-Do-Liste. Manche genießen die Ruhe, andere wissen nach drei Tagen nicht mehr, wohin mit sich. Zu welcher Gruppe gehörst du?
Das Wichtigste zuerst: Du musst diese letzten Wochen nicht „sinnvoll nutzen“ und brauchst keinen Plan zum Abhaken.
Der Mutterschutz ist nicht dafür da, jetzt noch möglichst viel zu erledigen. Er ist dafür da, dich und dein Baby zu schützen. Was banal klingt, fällt oft gar nicht so leicht: Du darfst einfach nichts tun. Nicht produktiv sein, nichts vorbereiten, sortieren, besorgen oder organisieren. Vielleicht ist die Schwangerschaft inzwischen auch anstrengend, du schläfst schlecht, hast Rückenschmerzen oder Sodbrennen. Und selbst wenn du noch topfit bist, es dich trotzdem zum Chillen und Serienschauen auf die Couch zieht: Tu das!
Ausruhen ist keine verschwendete Zeit, sondern genau das, wofür der Mutterschutz gedacht ist. Wenn du trotzdem noch ein paar Dinge vorbereiten willst, weil dich das beruhigt – nur zu. Unsere Ideenliste ist kein Programmheft, eher ein Buffet. Nimm dir daraus, was sich für dich passend anfühlt.
1. Babybauch-Fotos (professionell oder privat)
Jetzt ist ein guter Moment, nochmal schöne Erinnerungsfotos vom Babybauch zu machen, entweder im Rahmen einer gebuchten Fotosession oder ganz privat mit Partner, Freundin oder Selbstauslöser. Ein ruhiger Hintergrund, schönes Licht und Kleidung, in der du dich wohlfühlst, reichen oft völlig aus.
2. Gipsabdruck vom Bauch machen
Ein Gipsabdruck ist eine etwas kreativere Art, deinen Babybauch zu verewigen. Am besten machst du ihn nicht allein, sondern mit Unterstützung, weil das Eincremen, Anlegen und Trocknen der Gipsbinden im Stehen oder Sitzen sonst schnell anstrengend werden kann. Wenn du Lust hast, kannst du den Abdruck später bemalen, beschriften oder einfach als Erinnerung aufbewahren.
3. Babyalbum vorbereiten
Noch ist das Baby nicht da, genau deshalb ist jetzt eine gute Zeit, ein Babyalbum anzufangen, wenn du denn eines gestalten möchtest. Du kannst jetzt schon Ultraschallbilder einkleben, ein paar Gedanken zur Schwangerschaft notieren oder Seiten für die ersten Wochen vorbereiten.
4. Babyzimmer einrichten
Falls du ein Babyzimmer einrichtest, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die letzten Handgriffe. Richte Wickelplatz, Schlafplatz und Stauraum so ein, dass du später möglichst wenig suchen musst. Auch die ersten Bodys, Strampler und Mulltücher kannst du schon waschen und nach Größen sortieren. Das macht oft erstaunlich viel Spaß.
5. Wohnung kindersicher machen
Für die ersten Wochen musst du noch nicht jede Steckdose sichern, denn dein Baby wird nicht sofort loskrabbeln. Trotzdem kannst du jetzt schon in Ruhe prüfen, wo später Gefahren lauern: lose Kabel, wackelige Möbel, scharfe Kanten oder Putzmittel in Bodennähe. Was erledigt ist, musst du nach der Geburt nicht mehr im Kopf behalten. Tipps dazu: Muss meine Wohnung wirklich von Anfang an kindersicher sein?
6. Hausputz und Ausmisten
Wenn dich kurz vor der Geburt der Nestbautrieb packt, darfst du ihm ruhig nachgeben – solange es sich gut anfühlt. Vielleicht sortierst du den Vorratsschrank, machst Platz im Bad oder mistest ein paar Dinge aus, die euch im Alltag nur im Weg stehen. Denk dabei lieber in kleinen Etappen: eine Schublade, ein Regal, ein Korb. Alles, was schwer, wackelig oder anstrengend ist, darf jemand anderes übernehmen.
7. Meal Prep fürs Wochenbett
Nach der Geburt ist warmes Essen Gold wert, aber Kochen oft das Letzte, worauf man Lust hat. Wenn du Energie hast, friere ein paar Lieblingsgerichte portionsweise ein: Suppen, Aufläufe, Currys oder Bolognese funktionieren meist gut. Denk auch an Snacks, die schnell satt machen – dein Zukunfts-Ich wird es dir danken. Mehr Tipps: Wie sollte ich mich aufs Wochenbett vorbereiten? 5 Tipps
8. Kliniktasche packen
Wenn die Kliniktasche gepackt und ready to go ist, kann das dir ein Stück Ruhe geben. Packe vor allem praktisch: bequeme Kleidung, Hygieneartikel, wichtige Unterlagen und Snacks reichen als Basis. Mehr Tipps gibt’s in unserer Checkliste für die Kliniktasche.
9. Hausapotheke prüfen und bestücken
Ein kurzer Blick in die Hausapotheke lohnt sich, bevor das Baby da ist. Prüfe, was abgelaufen ist, welche Medikamente möglicherweise stilltauglich sind (Embryotox hilft dir weiter!) und besorge Basics für die erste Babyzeit. Stimm dich bei Bedarf am besten mit deiner Hebamme, Ärztin oder Apotheke ab.
10. Hygieneartikel auswählen und aufstocken
Egal, wie du entbindest: Für den Wochenfluss wirst du ein paar Einlagen brauchen. Einmalunterhosen sind nicht glamourös, aber praktisch. Brustwarzensalbe, eine Intim-Dusche und extra weiches Toilettenpapier können in dieser Zeit zudem eine echte Wohltat sein. Hast du schon Babywindeln besorgt? Du musst nicht hamstern. Aber ein kleiner Vorrat an den wichtigsten Hygieneartikeln erspart dir in den ersten Tagen nach der Geburt vielleicht den einen oder anderen Gang in die Drogerie.
11. Wunschliste erstellen
Falls Familie und der Freundeskreis fragen, was ihr noch braucht, kann eine Amazon Wunschliste Gold wert sein. So vermeidest du doppelte Geschenke (Babydecken und Rasseln hat man irgendwann echt genug) und bekommst eher Dinge, die wirklich hilfreich sind.
12. Geburtsvorbereitung: Atemübungen und Visualisierungen
Kurz vor der Geburt kann es guttun, täglich ein paar Übungen durchzugehen. Techniken zum Wehen veratmen, Geburtspositionen oder Visualisierungen müssen nicht perfekt sitzen – sie sollen dir nur etwas an die Hand geben, wenn es losgeht. Schon zehn Minuten am Tag können helfen, dich sicherer und verbundener mit deinem Körper zu fühlen.
13. Onlinekurse absolvieren, zum Beispiel Erste Hilfe
Wenn du noch etwas lernen möchtest, ohne das Haus zu verlassen, sind Onlinekurse jetzt ideal. Besonders sinnvoll ist ein Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder: Er gibt dir Sicherheit für den Fall, dass dein Baby sich verschluckt, Fieber bekommt oder du in einer Notsituation schnell reagieren musst. Auch Kurse zu Stillen, Wochenbett, Tragen oder Babyschlaf können hilfreich sein – aber nur, wenn sie dich beruhigen und nicht noch mehr Druck machen.
14. Babykarten vorbereiten und Babyfotografen suchen
Nach der Geburt wollen viele die schöne Nachricht teilen, nur fehlt dann oft die Ruhe für Gestaltung, Adressen oder Recherche. Du kannst jetzt schon Karten auswählen, Umschläge beschriften oder eine digitale Vorlage vorbereiten. Falls ihr Neugeborenenfotos möchtet, lohnt sich auch die Suche nach einer Fotografin oder einem Fotografen.
15. Versicherungen, Konten, Sparanlagen regeln
Prüfe in Ruhe, ob Krankenversicherung, Haftpflicht und andere wichtige Verträge zur neuen Familiensituation passen. Wenn du möchtest, kannst du auch schon ein Kinderkonto oder einen Sparplan vorbereiten. Das muss nicht alles bis ins Letzte entschieden sein, aber ein erster Überblick nimmt später Druck raus.
16. Formalitäten und Behördengänge
Elterngeld, Kindergeld, Elternzeit, Geburtsurkunde: Nach der Geburt kommt einiges an Papierkram zusammen. Vieles kannst du jetzt schon vorbereiten, Formulare herunterladen oder Unterlagen zusammensuchen. So musst du später nur noch ergänzen, was erst nach der Geburt feststeht.
17. Teilnahme an Kursen und Eltern-Kind-Gruppen organisieren
Beliebte Kurse sind schnell ausgebucht. Schau deshalb schon jetzt, welche Rückbildungs- und Babykurse oder andere Eltern-Kind-Angebote es in deiner Nähe gibt. Du musst dich nicht komplett verplanen. Vieles steht und fällt auch damit, wie die ersten Wochen mit Baby so laufen, ob du Lust und Energie dazu hast oder dich Termine eher stressen würden. Aber schon jetzt ein paar Anlaufstellen zu kennen, kann nicht schaden.
18. Massage oder Wellness
Eine Massage oder ein kleiner Wellness-Termin kann dir jetzt richtig guttun. Achte darauf, dass die Behandlung für Schwangere geeignet ist und du bequem liegen kannst. Es muss kein ganzer Spa-Tag sein, manchmal reicht schon eine Fußmassage.
19. Schwimmen gehen
Schwimmen oder sanfte Bewegung im Wasser können Rücken und Gelenke entlasten und sind für viele Schwangere angenehm. Mach nur so viel, wie dir guttut, und gönn dir danach ruhig eine lange Pause.
20. Bücher lesen, Serien schauen, Podcasts hören
Jetzt ist die perfekte Zeit für alles, was sonst im Alltag zu kurz kommt. Lies ein Buch, das nichts mit Schwangerschaft zu tun hat, schau deine Lieblingsserie oder hör Podcasts, während du auf dem Sofa liegst. Das ist kein „Nichtstun“, sondern Auftanken – und davon darf es im Mutterschutz gern besonders viel geben.
21. Essen gehen
Noch einmal in Ruhe zu zweit (oder mit Freunden) essen gehen, ohne Wickeltasche, Stillpausen oder Babystuhl neben dem Tisch: Das kannst du jetzt nochmal richtig zelebrieren. Nutz die Gelegenheit und genieße nochmal leckeres Essen und entspannte Atmosphäre in deinen Lieblingsrestaurants oder -cafés.
22. Basteln fürs Baby
Wenn du Lust auf etwas Kreatives hast, kannst du kleine Dinge fürs Baby vorbereiten: ein Mobile, ein Türschild, eine Erinnerungsbox oder selbst bemalte Holzbuchstaben. Selbstgemachte Dinge haben später oft mehr Charme und Wert als alles, was man hätte kaufen können.
23. Museen oder Kultur
Ein Museumsbesuch, eine Ausstellung oder ein Konzert kann eine wunderbare Abwechslung sein, wenn dir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Viele Kulturorte sind ruhig, wetterunabhängig und lassen sich gut im eigenen Tempo erleben. Plane nur genug Pausen ein und such dir etwas aus, das dich wirklich interessiert.
24. Ins Kino gehen
Auch ein Kinobesuch wird mit Baby erstmal zur Seltenheit. Also, warum nicht jetzt noch einmal: einfach dasitzen, abschalten, Popcorn essen und für zwei Stunden in eine andere Welt verschwinden. Einzige Bedingung: Die Sitze müssen bequem genug sein.
25. Friseur, Maniküre oder andere Schönheitstermine
Neuer Haarschnitt, Maniküre oder Augenbrauen zupfen: Wenn dir solche Termine guttun, gönn sie dir jetzt ruhig. Nach der Geburt ist Zeit für dich oft knapper, und ein kleines Beautyprogramm kann in den letzten Schwangerschaftswochen richtig guttun. Wichtig: Wähle aber nur Behandlungen, die für Schwangere geeignet sind und bei denen du bequem sitzen oder liegen kannst.













