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Welcher Familienname für unser Kind?

Wenn ein Kind unterwegs ist, müssen sich unverheiratete Paare nicht nur einen Vornamen überlegen. Wird nicht noch schnell geheiratet, stehen sie zusätzlich vor der Frage, welchen der beiden Nachnamen das Kind zukünftig tragen soll. Ebenso wenn beide bei der Heirat ihren eigenen Namen behalten haben. Welcher wird der Familienname? Schwer sich da einig zu werden.

Denn die Entscheidungsfreiheit bringt viel Unsicherheit mit sich. Wird es später Probleme geben, wenn Kind und Mutter unterschiedlich heißen? Und was tun, wenn der zukünftige Vater unbedingt seinen Namen weitergeben will, die werdende Mutter aber auf ihrem besteht? Was passiert bei einer Trennung? Wir klären all diese Fragen und geben Tipps, wie du dem Dilemma entkommst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Drittel der Kinder werden heute unehelich geboren, eine von sieben Familien ist eine Patchworkfamilie.
  • Sowohl Name des Vaters als auch der der Mutter können als Familienname gewählt werden.
  • Eine spätere Umbenennung ist unter bestimmten Umständen und unter Einhaltung von Fristen möglich.
  • Doppelnamen aus den Namen der Eltern sind nicht erlaubt. Drei- und Vierfachnamen natürlich ebenfalls nicht.
  • Wer das Sorgerecht hat, entscheidet über den Nachnamen. Bei Nichtstun greift irgendwann das Gericht ein.
  • Wenn das Kind den Namen des Vaters bekommt, kommt es nicht selten nach einer Trennung zu Problemen, wenn die Mutter eine Namensänderung wünscht.
  • Beeinträchtigungen im Alltag, wenn Mutter und Kind verschieden heißen, sind eher selten.

Vieles hat sich im Namensrecht geändert

Früher war nicht alles besser, aber einiges einfacher. Auf das Namensrecht bezogen heißt das, dass es keinen Spielraum in Bezug auf die Namenswahl gab. Paare waren in der Regel verheiratet, bevor das erste Kind kam. Die Frau hatte bei der Eheschließung den Namen des Mannes angenommen und die Nachkommen hießen automatisch alle so. Wurde ein Kind unehelich geboren, trug es den Namen der Mutter und war damit automatisch gebrandmarkt.

Hier ein kurzer Abriss über die geänderte Gesetzgebung im Laufe der Jahrzehnte:

  • Ab 1957 durfte die Frau Ihren Mädchennamen an den Familiennamen anhängen. Kinder trugen weiterhin ausschließlich den Familiennamen.
  • Ab 1976 durften Ehepaare selbst entscheiden, welchen Namen sie als Familiennamen führen wollten.
  • Seit 1991 darf in Deutschland jeder seinen Namen behalten und damit wird es in Bezug auf die Kinder auch bei verheirateten Paaren komplizierter.
  • Weil mittlerweile ein Drittel der Kinder außer-ehelich geboren werden, sind eheliche und nicht-eheliche Kinder seit 1998 zumindest beim Namensrecht gleichgestellt.

Das ist der momentane Stand der Gesetzgebung

Das ist bei Nachnamen für die Kinder erlaubt

  • Wenn Mutter und Vater nicht verheiratet sind, darf das Kind den Namen des Vaters oder den der Mutter bekommen. Die Namenswahl gilt dann automatisch für jedes weitere Kind.
  • Wenn Mutter und Vater bei der Heirat ihre jeweiligen Namen behalten haben, darf das Kind den Namen des Vaters oder den der Mutter bekommen. Weitere Kinder des Paares heißen dann auch so.
  • Heiratet derjenige Partner neu, bei dem das Kind lebt, darf dieses einbenannt werden, also den neuen Familiennamen annehmen.
    Wenn sich Mutter und Vater des Kindes das Sorgerecht teilen, muss der Ex-Partner aber zustimmen. Wenn das Kind bereits 5 Jahre alt ist, muss es ebenfalls zustimmen.

Das ist nicht erlaubt (inklusive Ausnahmen)

  • Wenn ein Paar heiratet, darf das Kind keinen Doppelnamen aus den Namen seiner Eltern bekommen. Damit sollen Bandwurm-Namen verhindert werden.
    Ausnahme: nach einer Trennung und neuer Heirat, kann durch das Gericht ein Doppelname mit dem alten und neuen Familiennamen genehmigt werden, wenn der Ex-Partner einer normalen Einbenennung des Kindes nicht zugestimmt hat. Dafür müssen jedoch triftige Gründe vorliegen, beispielsweise wenn der Vater des Kindes sich nicht kümmert oder seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommt.
  • Ein Doppelname aus den Namen der Heiratenden ist nicht als Familienname erlaubt.
    Ausnahme: Wenn eine geschiedene Person, die einen Doppelnamen trägt, neu heiratet, darf der Doppelname als Familienname benutzt werden.
  • Drei- und Vierfachnamen sind ausnahmslos nicht erlaubt, zusammengesetzte Namen, wie zum Beispiel „von der Heide“, mal ausgenommen.

Wer bei unverheirateten Eltern entscheiden darf

  • Beide müssen einvernehmlich über den Nachnamen das Kindes entscheiden, wenn der Vater eine Vaterschaftsanerkennung abgegeben hat und beide bis einen Monat nach Geburt eine gemeinsame Sorgerechtserklärung unterzeichnet haben.
  • Ohne eine solche Erklärung hat die Mutter automatisch das alleinige Sorgerecht, das heißt sie entscheidet über den Namen. Aber auch in diesem Fall kann sie den Namen des Vaters wählen.
  • Wenn niemand entscheidet, bestimmt das Gericht einen Entscheider
  • Wenn der berufene Entscheider nichts tut, kann das Gericht nach einem Monat den Namen vorgeben. Meist bekommt das Kind dann den Namen des vom Gericht benannten Entscheiders.

Unter diesen Umständen sind Nachnamensänderungen der Kinder möglich

  • Bei bereits Verheirateten ohne Familiennamen muss der auch für weitere Kinder geltende Nachname des Kindes bis zu einem Monat nach der Geburt des ersten Kindes festgelegt werden.
  • Bei Unverheirateten, die gemeinsame Kinder bekommen, und die einvernehmlich erklären, dass sie eine Namensänderung wünschen, kann der vorläufige Nachname des Kindes in zwei Fällen geändert werden:
    – wenn sie erst nach der Geburt eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgeben.
    – wenn sie später doch noch heiraten, kann das Kind ebenfalls den neuen Familiennamen bekommen.
  • Nach Scheidung kann die Mutter ihren alten Namen ganz einfach wieder annehmen. Das Kind kann ebenfalls umbenannt werden, wenn der Ex-Partner zustimmt. Tut er dies nicht, kann das Familiengericht im Ausnahmefall entscheiden, wenn das Kindeswohl erwiesenermaßen gefährdet ist.
  • Wenn der Elternteil, bei dem das betroffene Kind lebt, neu heiratet, kann das Kind den neuen Familiennamen erhalten. Wenn Mutter und Vater des Kindes früher verheiratet waren, teilen sich beide automatisch das Sorgerecht. Der Ex-Partner muss der Namensänderung also zustimmen. Bei unverheirateten Eltern und vorliegender gemeinsamer Sorgerechtsregelung gilt dies ebenso. Stellt sich der Ex-Partner quer, kann auch hier das Gericht bei Gefährdung des Kindeswohls eingreifen.

Ab 5 Jahren muss das Kind jeder Form der Namensänderung beim Standesamt zustimmen. Bis 13 kann es dabei gegebenenfalls durch einen Ergänzungspfleger vertreten werden. Ab 14 muss es in Person zustimmen.

Welcher Familienname – das sind Vor- und Nachteile

Name der MutterName des Vaters
Nachteile:
  • Die Enttäuschung bei einer Entscheidung gegen den Vaternamen gegen den Willen des Mannes ist für manche Charaktere schwer zu verkraften.
  • Der Vater könnte sich mit dem Kind weniger verbunden fühlen, wenn es zu einer Trennung kommt.
Nachteile:
  • Auch für die Mutter kann es enttäuschend sein, wenn ihr Kind nicht ihren Namen trägt.
  • Die Mutter sollte die Geburtsurkunde bei Ämtergängen und anderen wichtigen Terminen rund um das Kind immer mitnehmen.
  • Die Mutter würde oft automatisch mit dem Namen des Vaters/Kindes angesprochen werden.
  • Bei einer Trennung kann es passieren, dass der Vater einer Umbenennung des Kindes auch dann nicht zustimmt, wenn das Kind bei der Mutter lebt. Wenn diese neu heiraten möchte, kann er sich auch bei der "Einbenennung" (§ 1618 BGB) des Kindes auf den neuen Familiennamen quer stellen. Bei weiteren Kindern des neuen Paars würde das Kind aus erster Partnerschaft unter Umständen dann als einziges anders heißen als der Rest.
Vorteile:
  • Im Alltag muss keine Geburtsurkunde mitgeführt werden.
  • Wird doch noch geheiratet, können Mutter und Kind, sofern gewünscht, den Namen des Vaters annehmen.
  • Bei einer Trennung bleibt das Kind meist bei der Mutter und trägt dann denselben Namen. Spätere Konflikte können so vermieden werden.
Vorteile:
  • Vater fühlt sich unter Umständen mehr als Familienvater.
  • Die Mutter ist mit dem Kind ohnehin eng verbunden und muss dies nicht durch einen gemeinsamen Namen demonstrieren.

Wenn Mütter sich für den Namen des Vaters als Familiennamen entscheiden, sind selten Probleme im Alltag zu erwarten. Wahrscheinlicher ist es, dass es dann zu Problemen kommt, wenn sich das Paar trennt.

Zwei konkrete Fallbeispiele

Beispiel – unverheiratetes Paar

  • Frau: Andrea Schmidt
  • Mann: Thomas Kubitzki
  • Sohn: Theo Lorenz (aus erster Ehe)
  • Tochter: Ella ?

Andrea Schmidt und Thomas Kubizki sind seit 3 Jahren ein Paar. Andrea hat aus erster Ehe einen Sohn (Theo Lorenz) mitgebracht, der noch den Nachnamen seines Vaters trägt, weil sein Vater einer Namensänderung nach der Scheidung nicht zustimmte.

Nun ist das erste gemeinsame Kind unterwegs. Es wird ein Mädchen. Thomas möchte gern, dass seine Tochter seinen Namen bekommt. Andrea weiß aus ihrer ersten Ehe, wie das ausgehen kann und möchte das nicht. Eine gemeinsame Sorgerechtserklärung gibt es nicht.

Ein Doppelname ist nicht erlaubt. Was also tun? Hier empfiehlt sich, den Namen der Mutter, also Schmidt, zu wählen. Thomas muss erst einmal damit klarkommen. Sollten die beiden heiraten, können Andrea und Ella seinen Namen immer noch annehmen. Und vielleicht stimmt der Vater von Theo zumindest einem Doppelnamen (Lorenz-Kubitzki) zu, so dass dann alle fast gleich heißen.

Beispiel – Ehepaar mit unterschiedlichen Namen

  • Frau: Janine John-Kleiber (geborene Kleiber)
  • Mann: Johannes Michel
  • Sohn: Justus ?

Janine und Johannes haben vor einem Jahr geheiratet. Janine war schon einmal verheiratet und hatte ihren Doppelnamen aus erster Ehe behalten. Weil sie sich nun damit bereits in ihrer Branche einen Namen gemacht hatte, wollte sie ihn bei ihrer erneuten Heirat nicht abgeben.

Nun ist sie mit einem kleinen Jungen schwanger. Theoretisch könnte das Söhnchen nun den Doppelnamen der Mutter bekommen, der dann automatisch als Familienname gilt. Das will aber Johannes nicht. Schließlich hat sein Sohn mit dem Ex-Mann seiner Frau Janine nichts zu tun. Weitere Kinder würden dann ebenso John-Kleiber heißen.

Hier ist es tatsächlich sinnvoll, wenn nur die Mutter den Doppelnamen trägt und gemeinsame Kinder von Janine und Johannes mit Nachnamen Michel heißen.

Das ist bei ausländischen Partnern zu beachten

Das sehr liberale deutsche Namensrecht wird nicht überall anerkannt. Wer einen Partner aus dem Ausland hat, sollte sich daher genauestens über die Bestimmungen in seinem/ihren Heimatland informieren, damit es später nicht zu Problemen kommt. Da jedes Land andere Regelungen hat, verzichten wir an dieser Stelle auf konkrete Tipps.

Wenn ein deutscher und ein ausländischer Staatsbürger heiraten, darf in Deutschland das ausländische Namensrecht zum Zuge kommen. Der ausländische Partner kann sich natürlich auch für das hier geltende Recht entscheiden.

Wenn zwei Ausländer in Deutschland heiraten, von denen mindestens einer hier seinen ständigen Aufenthalt hat, dürfen sie sich ebenfalls für das deutsche Namensrecht entscheiden. Sie müssen dies aber nicht tun. Nur unter bestimmten Umständen werden bestehende Namen so geändert, dass sie von den Behörden überhaupt erfasst werden können.

Update 2020: Dass das deutsche Namensrecht veraltet ist, ist bekannt. Möglicherweise wird es daher in den kommenden Jahren reformiert. Seit September 2018 erarbeitet eine von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe  Vorschläge dazu. Noch liegen keine Ergebnisse vor, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP im November 2019 mitteilte.

Fazit

Wenn es noch keinen Familiennamen gibt, ist die Entscheidung, welchen Nachnamen das Kind tragen soll, alles andere als leicht. Schließlich ist der Name fester Bestandteil der Identität der Eltern und eben auch des Kindes. Neben dem Ego stehen auch ganz praktische Überlegungen im Raum. Auch wenn wir dir die Entscheidung nicht abnehmen können, hast du nun das nötige Wissen an der Hand, um eine wohlüberlegte Entscheidung treffen zu können.

Viel Erfolg!

Für welchen Familiennamen würdest du dich entscheiden? Oder hast du dich bereits in der Vergangenheit entschieden? Gab es Probleme durch deine Wahl? Wir freuen uns über Kommentare zum Thema „Welcher Familienname für unser Kind“.

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52 Kommentare
  1. Gloria sagt

    ich würde auf jeden Fall den Nachnamen den die Mutter des Kindes trägt nehmen. Mutter und Kind sind eine Einheit und im praktischen Leben ist es für Mutter und Kind leichter wenn beide denselben Nachnamen haben.
    Weiß ich aus eigener Erfahrung.

    1. Berit sagt

      Das sehe ich auch so, die Mutter hat schließlich die engste Beziehung zum Kind durch Schwangerschaft und Geburt. Mein Kind wird meinen Namen bekommen.

      1. Fabi sagt

        Hallo , ich werde in 6 Monaten Papa
        Jetzt habe ich da ein paar Fragen
        Wenn wir heiraten sollten “werden beide ihre Nachnamen behalten wollen !das Kind bekommt den Nachnamen der Mutter
        Bekomme ich da als Papa Probleme beim doc oder bei den Behörden ? Muss ich mich dann immer ausweisen können das es dann auch wirklich mein Kind ist !??
        Mit freundlichen Grüßen

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Fabian,
          Kinderärzte bzw. Arzthelfer interessiert das wenig. Es kann nur sein, dass ihr dann mit dem Namen des Kindes aufgerufen werdet. Bei Behörden kommt es darauf an, was du beantragen willst. Sicherheitshalber solltest du immer eine Kopie der Geburtsurkunde im Portemonnaie mitführen (Oder ein Foto davon auf dem Handy?). Das betrifft natürlich auch unverheiratete Papas und Mamas, bei denen der Name abweicht. Aber keine Sorge, abweichende Namen werden immer häufiger, normalerweise gibt es damit keine Probleme.
          Alles Gute!

        2. Helene sagt

          Hallo,
          Ich habe eine Frage. Mein Sohn 11 Jahre hat meinen Geburtsnamen gehabt, danach haben wir ihm von seinem Vater ändern lassen. Wir sind mittlerweile seit 9 Jahren getrennt und mein Sohn möchte seit längeren seinen Geburtsnamen zurück. Mir wurde gesagt das es aussichtslos ist und das nicht funktioniert. Können Sie mir da weiterhelfen.

          LG Helene

          1. Anke Modeß sagt

            Hallo Helene,

            ja das erscheint mir leider wirklich aussichtslos, da ihr es ja schon einmal geändert habt.
            Ich wünschte, ich könnte etwas anderes sagen.

            Alles Gute!

  2. Elena sagt

    Seh ich genauso. Hab eine Tochter aus einer früheren Beziehung und bin so froh, dass sie meinen Namen trägt, sonst wäre ich ständig mit dem Ex konfrontiert. Jetzt bin ich schwanger vom neuen Partner und wir werden uns absolut nicht einig. Meine Kinder sollen den gleichen Namen tragen, das ist doch wohl nachvollziehbar…

  3. Nina Müller Reils sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe von Geburt an einen Doppelnachnamen Müller – Reils. Ich erwarte nun ein Kind und werde allein erziehend sein, ich bin nicht verheiratet. Kann mein Kind den Doppelnachnamen bekommen oder muss ich mich für einen der beiden entscheiden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Nina Müller Reils

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Nina, in diesem Fall kann dein Kind sicherlich den Doppelnamen bekommen. Alles Gute!

  4. Susanne sagt

    Warum soll es nur für den Vater kränkend sein, wenn sein Name keine Beachtung findet?? Ich habe eine Tochter, die den Namen des Vaters trägt. Als Mutter gefällt mir das nicht. Als Mutter soll man gesellschaftlich gesehen ein „Vorrecht“ des Mannes auf den Namen anerkennen (immer noch, im Jahr 2019!), dabei sind wir Frauen es, die die Kinder auf die Welt bringen. Wie jeder weiß, ist das mit großen Mühen verbunden, wird aber immer so abgetan. Ich finde, die Leistungen der Frauen werden hier nicht anerkannt und das empfinde ich als sehr kränkend.
    Meiner Meinung nach sollten Kinder grundsätzlich so heißen wie die Mütter, die sie gebären und aufziehen und so viel mehr Kraft und Mühe in ihre Kinder investieren als die Männer.

    1. Berit sagt

      Das ist echt krank. Und in diesem Text wird absolut das verinnerlichte Klischee: um jeden Preis nicht den Stolz des Mannes verletzen, die Frau will es nur allen recht machen und immer schön demütig sein, und einen eigenen Willen hat sie schon gar nicht…

  5. Susanne sagt

    Es ist meiner Ansicht nach auch eigenartig, wenn eine gestandene Frau, die mitten im Leben steht, bei einer Heirat ihren Namen wechselt. Wer das als Frau nicht tut, muss sich (auch hier immer noch, im Jahr 2019!) leider ständig rechtfertigen und erklären. Unsere Gesellschaft ist leider nicht so aufgeklärt und gleichberechtigt, wie ich immer gehofft habe.
    Wir Deutsche sollten einfach mal über den Tellerrand schauen und sehen, wie es in anderen Ländern (z. B. Spanien) gehandhabt wird.

  6. Lea Pyschowski sagt

    Ich habe noch keine Kinder,aber wenn ich einmal heiraten sollte,môchte ich meinen Nachnamen behalten und vielleicht einen Doppelnamen annehmen.Da meiner seinen Ursprung nicht in Deutschland hat.Und meine Familie die einzige hier ist,die ihn trâgt.

  7. Lara M sagt

    Hallo, ich habe eine Frage: Ich bekomme ein Kind mit einem Mann, der mit einer anderen Frau verheiratet ist. Ungewöhnlicherweise wünsche ich mir, dass das Kind den Namen des Mannes bekommt. Ich selbst verwende nämlich einen Künstlernamen, den ich nicht vererben kann, meinen bürgerlichen Namen will ich nicht weitergeben. Jetzt frage ich mich, ob dem irgendetwas im Weg steht. Vielleicht hat jemand einen Tipp?
    Mein Partner und seine Frau werden sich nicht scheiden lassen, obwohl sie nicht zusammenleben, aber die Verbindung hat eine symbolische Gültigkeit. Mein Partner und ich wollen auch nicht heiraten, für uns stimmt die Konstellation so …

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Lara,

      Die Antwort ist einfach. Ja dein Kind kann auch dann den Nachnamen seines Vaters bekommen, wenn ihr nicht verheiratet seid. Wichtig ist hier die Vaterschaftsanerkennung und vor allem das gemeinsame Sorgerecht.

      Alles Gute!

  8. Thomas sagt

    Hi, ich hätte da mal eine komplizierte Frage. Folgendes ich bin Deutscher meine Freundin Süd Afrikanerin unser gemeinsamer Sohn ist in Afrika zur Welt gekommen. Wir sind nicht verheiratet, haben in der Geburtsurkunde einvernehmlich den Namen des Vater angenommen. Jetzt sagt die deutsche Botschaft so etwas würde es in Deutschland nicht geben, das wäre nicht Rechtens da wir nicht verheiratet sind . Seid 1998 ist es ja möglich wie können wir das nachweisen?
    Danke schon mal alleine fürs Lesen und für die Hilfe

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Thomas,

      da ist die Botschaft tatsächlich nicht auf dem neuesten Stand. Das entsprechende Gesetz findest du hier:
      https://dejure.org/gesetze/BGB/1617.html #

      Alles Gute! Anke

  9. Jona sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich bin verheiratet und ich habe meine Name gehalten. Jetz wir bekommen eine Sohn und wir haben entschieden dass er die Name meines Mann tragen soll.Meine frage ist : ich als Mutter habe ich Sorge rechte oder mein Mann kann alleine entscheiden ,ohne meine zustimmung??

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Jona,
      wenn ihr verheiratet seid, teilt ihr euch das Sorgerecht. Das heißt auch, dass ihr zusammen entscheidet, welcher Name der Familienname ist. Dein Mann kann nicht allein entscheiden!

      Alles Gute, Anke

    2. Kiki sagt

      Hallo, Frau Modeß. Ich habe auch eine Frage. Meine Schwester hat mit ihrem Freund vor einem ein Kind bekommen. Das Kleine hat gleich den Nachnamen des Vaters bekommen, weil die beiden eigentlich auch heiraten wollten. Nun droht die Beziehung zu scheitern, er wohnt nicht bei ihr, kümmert sich auch wenig bis garnicht um sein Kind. Ab und zu holt er es und parkt es dann bei seinen Eltern. Nun sieht auch noch alles danach aus, dass er eine andere Frau mit Kind am Start hat und dieses wohl auch von ihm ist. Wie stünden denn in diesem Fall die Chancen , wenn meine Schwester ihrem Kind nun wieder ihren Nachnamen geben möchte?

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo Kiki,

        die Chancen stehen leider nicht gut. Denn die genannten Gründe sind wahrscheinlich nicht gravierend genug, um eine Ausnahme machen zu können.

        Die einzige Möglichkeit wäre, irgendwann wieder zu heiraten und das Kind dann „einbenennen“ zu lassen. Das heißt, es könnte dann den neuen Familiennamen (das könnte auch der Ihrer Schwester sein) bekommen. Allerdings nur, sofern der leibliche Vater zustimmt. Denn ich denke, die beiden haben das gemeinsame Sorgerecht, weil das Kind seinen Namen bekommen hat?

        Alles Gute für Ihre Schwester!

  10. Jenny sagt

    Hallo hätte mal eine frage habe schon 3 kinder vom letzten partner die meinen familiennamen tragen so jetzt ist meine frage da ich mit einem neuen partner zusammenlebe und wir ein kind erwarten wollen wir beide das dass kind seinen familiennamen bekommt geht das oder nicht

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Jenny,

      ja das geht und ist aus Sicht deines neuen Partners auch verständlich. Ihr solltet euch nur überlegen, ob die Kinder in irgendeiner Form darunter leiden könnten. Deine ersten Kinder könnten sich bei der neuen Familie außen vor fühlen. Und das Kleinste könnte sich ebenfalls ausgegrenzt fühlen, weil es anders heißt als die anderen.

      Alles Gute!

  11. Gast sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe ein Kind bekommen und er ist in Deutschland geboren. meine Freundin ist Deutsche und ich komme aus Ägypten. ich habe 4 Name mein Vorname, mein Vatername, mein Opas Name und Nachname (Z,B Tim Alex Kaven Keller) 1.darf mein Kind nur ein Vorname und Nachname haben ( z,B Thomas Keller ) 2. wenn er mein Name nehmen, welche Staatsangehörige hat er ?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo,

      euer Kind darf nur einen Nachnamen tragen, den ihr als Familiennamen festlegt. Das kann auch der Nachname deiner Freundin sein. Kommt später noch ein Kind, bekommt es denselben Nachnamen. Ihr könnt überlegen, noch andere deiner Namen als zweiten (und dritten?) Vornamen zu geben, wenn es dir wichtig ist, dass die Namen weiter geführt werden. Bis zu 5 Vornamen sind erlaubt. Ob das praktisch ist, ist eine andere Frage. Die Namen müssen vom Standesamt genehmigt werden.

      Da deine Freundin Deutsche ist, ist auch euer Kind automatisch deutscher Staatsbürger. Es kann aber dazu den ägyptischen Pass erhalten und hätte damit die doppelte Staatsbürgerschaft. Mit dem Nachnamen hat das nichts zu tun.

      Alles Gute!

  12. Gaby Kluge sagt

    Ich habe eine etwas knifflige Frage.
    Zum Zeitpunkt der Geburt meines 2. Kindes war ich noch mit dem Vater meines ersten Kindes verheiratet. Mein Sohn hat dann automatisch meinen Familiennamen erhalten. Ich habe den Vater meines 2. Kindes nie geheiratet und wir sind auch schon sehr lange getrennt.
    Jetzt ist mein Sohn erwachsen und möchte gerne seinen Nachnamen ändern.
    Zum einem habe ich das alleinige Sorgerecht, aber da mein Sohn volljährig (26) ist wäre das kein Problem.
    Er möchte gerne meinen Mädchennamen annehmen.
    Ist das einfach so möglich oder muß ich erst meinen Mädchennamen wieder annehmen damit mein Sohn diesen annehmen kann?
    Vielen Dank schon mal

    1. Anke Modeß sagt

      Schwieriger Fall. Denn eine Namensänderung bei Volljährigen ist nur möglich, wenn ein wirklich wichtiger Grund vorliegt:
      https://www.gesetze-im-internet.de/nam_ndg/__3.html

      Selbst, wenn du den Namen in deinen Mädchennamen änderst, reicht das nicht aus. Ich würde an seiner Stelle einfach mal beim zuständigen Standesamt nett nachfragen, wie die Chancen stehen. Denn ganz so selten ist dieser Wunsch sicher nicht. Alles Gute!

  13. Alexa sagt

    Hallo guten Tag,

    Ich bin Ausländer und hat mit meinen Ausländischen Man in unserem heimat land geheiratet. Ich habe aber meinen Name behaltet. Mein Man wohnt immer noch im asuland und nun wir bekommen unsere ersten kind am März. Meine Frage ist, kann unsere kind der Name ihres Vaters tragen?kann ich alleine entscheiden das nachnamen des kinds? Da der vater nicht hier ist?
    Danke!

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Alexa, damit kenne ich mich nicht gut aus. Ich denke aber, dass dein Mann in Deutschland dabei sein muss, wenn ihr einen Familiennamen auswählt. Das könnt ihr meines Wissens bis zu einem Monat nach der Geburt tun. Sonst bekommt das Kind automatisch deinen Namen.

      Alles Gute!

  14. D sagt

    Hallo, ich hätte eine frage
    Ich bin schwanger aber noch nicht verheiratet kann ich dann be ider geburt sagen das ich den Familienname von dem Vater geben möchte da wird irgendwann mal heiraten und ich möchte dann mit mein ledig abschließen.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo,

      das geht, wenn:

      – dein Freund mit dir zusammen beim Jugendamt die Sorgerechtserklärung unterschreibt (ihr teilt euch das Sorgerecht)
      – und ihr auch zusammen den Namen deines Freundes als Familiennamen beantragt.

      Für beides habt ihr bis zu 3 Monate Zeit. Aber:

      Viele Frauen bereuen das, wenn es mit der Beziehung doch nicht klappt. Eine Möglichkeit wäre, dem Kind deinen Namen zu geben. Wenn ihr heiratet, könnt ihr beide den Namen des Mannes annehmen, wenn du das willst.

      Alles Gute!

  15. Annette sagt

    Hallo Anke,
    die Regelungen zum deutschen Namensrecht sind völlig aus der Zeit gefallen und bedürfen einer dringenden Modernisierung. In vielen Teilen Europas ist es selbstverständlich, dass Eltern ihren Namen behalten und Kinder beide Nachnamen der Eltern Tragen: u.a. Frankreich, Belgien, Dänemark, Österreich etc..
    Es wundert mich sehr, dass emanzipierte Frauen und Männer sich das in Deutschland einfach so gefallen lassen. Wer jetzt einen Doppelnamen für sein Kind möchte bzw. beide Nachnamen der Eltern, sollte das einfach ggü. dem Standesamt erklären und auf die Arbeitsgruppe der Bundesregierung zur Modernisierung des Namensrechts verweisen und nicht vor der Drohung zurückschrecken, das Familiengericht werde eingeschaltet.
    Entscheidend dabei ist, dass sich beide Elternteil einig sind. Denn dann hat des Familiengericht keine Handhabe, den Familiennamen eines Elternteils zu bestimmen. Je mehr Paare diesen Weg gehen, desto höher wird der Handlungsdruck für die Politik.
    Viele Grüße
    Annette

    1. Anke Modeß sagt

      Aha danke für die Info. Gut zu wissen! Viele Grüße, Anke

  16. Christoph sagt

    Hallo Anke,
    ich habe eine Frage. Ich lebe seit April letzten Jahres getrennt von meiner Frau und habe seit Juli eine neue Partnerin, die seit Juli von ihrem Mann getrennt ist. Das heißt wir sind beide noch mit unseren Ex-Partnern verheiratet und die Scheidungen sind bisher noch nicht eingereicht, da das Trennungsjahr noch nicht vorbei ist. Meine neue Parnerin ist Schwanger und wir erwarten im August diesen Jahres Nachwuchs. Kann unser gemeinsames Kind meinen Nachnamen annehmen, obwohl wir beide noch mit unseren Ex-Partnern verheiratet sind?
    Danke und viele Grüße
    Christoph

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Christoph,

      Ja. Wenn du die Vaterschaft anerkennst und ihr das gemeinsame Sorgerecht unterzeichnet, kann euer Kind auch deinen Namen bekommen, wenn ihr das beide wollt. Der Nachname lässt sich aber auch im Nachhinein noch ändern, solltet ihr später heiraten.

      Alles Gute!

      1. Christoph sagt

        Super, das freut mich.
        Vielen Dank für die Info!!!
        LG Christoph

      2. Ulrike sagt

        Ist das wirklich korrekt so? Wir sind nämlich aktuell fast in derselben Situation. Ich bin schwanger von meinem aktuellen Partner aber die Scheidung von meinem Ex ist noch nicht durch. Mein Anwalt erklärte mir, dass die Vaterschaftsanerkennung erst dann wirksam ist, wenn die Scheidung durch ist und das Kind vorher meinen Namen bekommen würde, da es ja in die Ehe geboren wird.

        LG, Ulrike

        1. Anke Modeß sagt

          Danke für den Hinweis! Ich habe dazu Folgendes gefunden:
          https://www.scheidung-siegen.de/familienrecht-siegen/familienrecht-siegen/schwanger-neuer-partner/index.html

          Nach dieser Quelle müsste der Noch-Ehemann die Vaterschaftsanerkennung des neuen Partners absegnen. Dann ist sie schon während der laufenden Scheidung gültig. Wenn sich der Noch-Ehemann weigert, kann die durch die Ehe entstandene rechtliche Vaterschaft vom neuen Partner und der Noch-Ehefrau angefochten werden.

          Viele Grüße, Anke

          1. Ulrike sagt

            Genau, das ist korrekt 🙂 . Nur im oben genannten Fall von Christoph wurde die Scheidung noch nicht mal eingereicht. Von daher mein Hinweis, falls er das noch liest, die Scheidung kann man bei solch einem Fall auch vor dem Ablauf des Trennungsjahres einreichen. Das macht die rechtlichen Probleme wesentlich einfacher. Liebe Grüße, Ulrike

          2. Anke Modeß sagt

            Vielen Dank Ulrike, dass du deine Erfahrungen geteilt hast! Ich hoffe auch, er liest es noch.
            Beste Grüße, Anke

  17. Nina sagt

    Hallöchen, ich habe da mal eine ganz andere Frage. Könnte ich denn auch den Nachnahmen meines Kindes annehmen wenn ich mich von dem Vater trenne?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Nina,

      meiner Meinung nach geht das nicht. Aber wer weiß, vielleicht ist es eines Tages möglich.

      Alles Gute!

  18. Marcus sagt

    Hi!
    Ich habe durch eine Erwachsenenadoption einen Doppelnamen. Nun darf ein Kind ja keinen Doppelnamen bekommen?!
    Wäre es vllt. möglich dem Kind nur einen Namen aus dem Doppelnamen zu geben? Z.B. meinen Geburtsnamen?
    Oder bin ich komplett raus und unser Kind hat automatisch den Nachnamen der Mutter?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Marcus,

      meines Erachtens ist der Doppelname für das Kind okay, wenn du ihn selbst trägst. Bei der Regelung geht es nur darum zu verhindern, dass beide Elternteile ihren eigenen Namen mit einem Doppelnamen weitergeben wollen.

      Alles Gute!

  19. Tommaso Moser sagt

    Guten Morgen,
    Ich bin italienischer Staatsbürger, meine Partnerin (wir sind nicht verheiratet) ist eine deutsche Staatsbürgerin, die derzeit in der Schweiz lebt und arbeitet, aber einen Wohnsitz auch in Deutschland hat. Ich habe auch einen zweiten Wohnsitz in Deutschland, obwohl ich in Italien lebe und arbeite. Im Moment sind wir beide zusammen in Deutschland und in weniger als einem Monat wird unser erstes Sohn hier in Deutschland geboren und wir werden nach der Geburt des Babys noch einen Monat hier bleiben.
    Natürlich werde ich meinen Sohn erkennen und meine Partnerin ist damit völlig einverstanden. Aber meine Partnerin möchte keine gemeinsame Sorgerecht. Stattdessen möchte ich, dass unser Sohn meinen Nachnamen hat und dass unsere Sorgerecht vollständig geteilt wird. Ich stelle fest, dass das italienische Gesetz vorsieht, dass die Sorgerecht automatisch geteilt wird und dass die Anerkennung durch den Vater automatisch impliziert, dass der Sohn den Namen des Vaters annimmt. Dies gilt mit der Ausnahme, dass zuvor schwerwiegende Ausfälle oder Verstöße aufgetreten sind; aber in unserem Fall gibt es nichts davon. Hier sind meine Fragen:

    – Welche Dokumente sollte ich für die Anerkennung unseres Kindes vorbereiten und wo soll ich sie vorlegen?
    – Was kann ich tun, wenn ich mich nicht mit meinem Partner über den Nachnamen unseres Kindes und die gemeinsame Sorgerecht einig bin?
    – Was passiert, wenn ich nicht einverstanden bin? Was kann ich tun und an wen und wann sollte ich mich wenden, um eine Lösung zu finden? Und in welcher Zeit wird die Entscheidung getroffen und was passiert in der Zwischenzeit?
    – Die personenbezogene Daten des Kindes (Vor- und Nachname des Kindes und gemeinsames oder ausschließliches Sorgerecht für einen der Elternteile) müssen direkt beim Krankenhaus ausgestellt werden, oder muss ich mich an das städtische Standesamt der Stadt wenden, in der das Kind geboren wird?
    Welche Rechtsvorschriften werden angewendet, um einen Streit über den Nachnamen und die gemeinsame Sorgerecht beizulegen?
    – Kann ich die Anwendung des italienischen Rechts beantragen?
    – Welche Chancen habe ich als Vater, unseren Sohn dazu zu bringen, meinen Nachnamen zu tragen, und dass eine gemeinsame Sorgerecht gewährt wird?

    Natürlich ist es meine Absicht, in jeder Hinsicht und bis zum Ende eine Vereinbarung mit meine Partnerin zu versuchen, vor allem im Interesse unseres Sohnes, aber ich möchte auch wissen, welche Alternativen es geben wird. Vielen Dank

    Danke nochmal und einen schönen Tag und gutes Wochenende

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Tommaso,

      nach der Geburt habt ihr bis zu einem Monat Zeit, um dem Standesamt den Namen mitzuteilen. Es geht natürlich auch gleich nach der Geburt im Krankenhaus, das macht es leichter.

      Wenn deine Freundin das gemeinsame Sorgerecht nicht will, hast du es in Deutschland ziemlich schwer. Du kannst zwar die „Vaterschaft anerkennen“ (Mutter muss zustimmen), aber ob das Sorgerecht geteilt wird oder nicht, entscheidet bei unverheirateten Paaren die Mutter. Auch über den/die Namen entscheidet bei alleinigem Sorgerecht nur sie. Die Anwendung des italienischen Rechts kannst du meines Erachtens nicht beantragen.

      Vor Gericht gehen, ist zwar eine Möglichkeit. Aber ob das klappt und ob das eine gute Basis für die Zukunft ist, kann ich nicht beantworten. Ein Anwalt schreibt dazu das hier.

      Welche Dokumente du als europäischer Ausländer für die Vaterschaftsanerkennung einreichen musst, erfragst du am besten beim für euch zuständigen Standesamt. Hier ein Beispiel.

      Ohne einen wichtigen Grund gibt es kaum eine Möglichkeit, den Nachnamen im Nachhinein ändern zu lassen. Nur wenn ihr heiratet, klappt es ganz unkompliziert (Mutter muss trotzdem zustimmen).

      Alles Gute für euch! Ich hoffe, ihr findet eine Lösung, mit der ihr beide leben könnt. Deinem Sohn wird es ziemlich egal sein, welchen Namen er trägt.

  20. kim sagt

    Die Unterstellung, dass die Mutter den Alltag regelt und deswegen bei Behördengängen weniger Komplikationen zu erwarten sind finde ich eine schrecklich patriarchale Sichtweise.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo, Wir haben versucht, das Thema von allen Seiten zu beleuchten. Für konstruktive Kritik sind wir immer dankbar. Aber hier hilft nur eine Textangabe. Deinen Hinweis kann ich so leider nicht nachvollziehen. Vielen Dank.

  21. Jorge sagt

    Hallo Guten Tag,

    Ich bin Mexicaner und meine Freundin ist französich und wir wohnen hier in Deutschland, wir sind nicht verheiratet. Jetzt in Mai bekommen wir unsere erstes Kind.
    Ich habe zwei Vorname und zwei Familien Namen. Wir beide wollen das unseres Kind mein Nachname bekommt, aber mir gefällt mein Erste Nachname nicht, weil auf Deutsch peinlich ist. Wäre möglich mein zweite Nachname zu unserem Kind geben? und nachdem wir uns verheiraten haben, dass ich mein erste Nachname löschen lasse. Und dass wir drei als Familie mit meiner zweiten Nachname nennen?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Jorge,

      wendet euch am besten an das zuständige Standesamt. Ich kann mir schon vorstellen, dass das möglich ist.

      Alles Gute!

  22. Johanna U. sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich weiß nicht, auf welcher Basis die Inhalte Ihrer Tabelle unter „Welcher Familienname – das sind Vor- und Nachteile“ zustande gekommen sind oder wie der oder die Verfasser*in auf so eine Ansicht kommt!? Nicht nur werden dort Väter so dargestellt, dass diese womöglich aufgrund von Formalitäten ihre Beziehung zu dem Kind definieren oder unter Umständen nicht die Charakterstärke besitzen, den Namen der Frau für das gemeinsame Kind zu verkraften, wodurch Sie implizieren, dass diese emotional und charakterlich unzulänglich sind und aufgrund eines uralten und unzeitgemäßen Rollenverständnisses zu schonen wären — denn eine solche Problematik, die bestimmt bei dem ein oder anderen Menschen auch mal vorkommen dürfte, sind (zum Glück, ich würde beide streichen) bei den Nachteilen des Namens des Mannes nicht erwähnt. Die entsprechenden Vorteile, die der Mann dann Ihrer Vorstellung nach bei der Übernahme seines Namens für das Kind hat, führen Sie ebenso entsprechend aus.

    Entweder ist die Tabelle aus der Zeit gefallen, oder der Autor/die Autorin. Eine Hilfe ist sie nicht, und ich denke, Sie bezwecken auf dieser Seite, Ihre Leser zu informieren und ihnen auch eine Entscheidungshilfe zu geben, was ja schön ist – was mich betrifft, irritiert diese Tabelle, für die anderen Infos bedanke ich mich herzlich, und hoffe, Sie werfen vielleicht mal einen Blick drauf und sehen, was ich meine!?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Johanna,

      ich verstehe deinen Einwand und denke, dass viele Männer kein Problem damit haben, wenn ihr Kind anders heißt. Leider gilt es aber aus Erfahrung nicht für alle (Aus der Zeit gefallen bin ich ganz sicher nicht ;)). Wir haben versucht, mögliche Nachteile aufzulisten. Das bedeutet ja nicht, dass es auch so kommen muss.

      Alles Gute!

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