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Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft: Recht & Gesetz

Zum Schutz von Mutter und Kind kann es in manchen Fällen notwendig sein, dass ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird. Wie genau die rechtliche Seite ist und welchen Einfluss der Arbeitgeber hat, ist vielen Frauen jedoch nicht klar. Umso wichtiger ist es, sich über seine Rechte zu informieren.

Aktueller Hinweis zu Beschäftigungsverbot & Kurzarbeit wegen des Corona-Virus (Stand 25.3.2020)

Wenn Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge es nicht explizit ausschließen, gilt die Kurzarbeiterregelung für alle Beschäftigten, also auch die Schwangeren im Beschäftigungsverbot. Ausgenommen ist die Mutterschutzfrist bzw. die Referenzzeit, also die drei Monate für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes. Eventuell lässt sich mit dem Arbeitgeber vereinbaren, die Schwangere im BV von der Kurzarbeit auszunehmen.
Im Moment versucht die Politik zu erreichen, dass die finanziellen Einbußen sich nicht auf die spätere Berechnung des Elterngeldes auswirken. Ob und wie genau das sichergestellt wird, müssen wir abwarten.

Das Mutterschutzgesetz und das Beschäftigungsverbot

Die Grundlage für den Mutterschutz während der Schwangerschaft und nach der Geburt ist das Mutterschutzgesetz (MuSchG). Auch das Beschäftigungsverbot findet Erwähnung im Mutterschutzgesetz. In §3 ist das Beschäftigungsverbot für werdende Mütter festgehalten. Hier wird darauf verwiesen, dass werdende Mütter nicht beschäftigt werden dürfen, wenn Leben oder Gesundheit von ihnen oder dem Kind durch die Beschäftigung gefährdet sind. Allerdings musst du dafür einen ärztlichen Nachweis erbringen. Ebenfalls vermerkt ist an dieser Stelle der gesetzliche Mutterschutz, der sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt und in dem du Mutterschaftsgeld erhältst.

Zusätzlich dazu gibt es in § 4 die Regelung über weitere Beschäftigungsverbote für werdende Mütter. In diesem Paragrafen ist festgehalten, dass sie keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten dürfen. Zudem verhindert das MuSchG an dieser Stelle die Arbeit mit gesundheitsgefährdenden Stoffen.

Die Erteilung eines individuellen Beschäftigungsverbots

Besteht bei einer weiteren Beschäftigung an deiner Arbeitsstelle Gefahr für dich oder das Baby, dann kann ein individuelles Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden. Es gibt verschiedene Gründe, die solch ein Verbot mit sich bringen können. Dazu gehören:

  • es besteht die Gefahr einer Frühgeburt,
  • eine Mehrlingsschwangerschaft,
  • eine Risikoschwangerschaft
  • starke Rückenschmerzen
  • starke Übelkeit
  • eine Muttermundschwäche

Die Entscheidung, ob ein Beschäftigungsverbot notwendig wird, trifft der Arzt. Dieser kann am besten einschätzen, ob die Beschwerden schwangerschaftsbedingt auftreten oder möglicherweise mit einer Krankheit in Zusammenhang stehen. Zudem ist dein Frauenarzt angehalten anzugeben, ob mögliche Komplikationen durch eine Weiterbeschäftigung eintreten können. Wenn dies der Fall ist, dann kann er ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen.

Gehst du einer Arbeit nach, bei der du Tätigkeiten übernehmen musst, die nach dem Mutterschutzgesetz untersagt sind, benötigst du kein Beschäftigungsverbot. Stattdessen muss dein Arbeitgeber im Rahmen der Mutterschutzbestimmungen dafür sorgen, dass du andere Arbeiten übernimmst. Stehen diese im Betrieb nicht zur Verfügung, wirst du freigestellt.

Wer vergibt ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft?

Bei dem Thema, wer das Beschäftigungsverbot letztendlich ausspricht, sind sich viele oft uneinig. Einige Arbeitgeber schicken die Schwangeren zum Betriebsarzt, andere Vorgesetzte teilen ihren Mitarbeitern mit, dass es gar nicht die Möglichkeit für ein Beschäftigungsverbot gibt. Richtig ist jedoch, dass jeder Arzt das Beschäftigungsverbot aussprechen kann – natürlich auch der Betriebsarzt. Es müssen lediglich einige Vorgaben eingehalten werden, damit das Verbot rechtens ist.

Im Beschäftigungsverbot muss stehen, ob du deiner Tätigkeit gar nicht mehr nachgehen kannst oder ob du noch mehrere Stunden am Tag arbeiten darfst. Hierbei wird auch von einem Teilzeit-Beschäftigungsverbot gesprochen. Bei dieser Variante weist dir dein Arbeitgeber einen anderen Arbeitsplatz zu oder reduziert deine Stunden. Zudem muss dem Attest zu entnehmen sein, wo genau die Gefahr für dich und dein Kind besteht.

Die Kosten für das Attest werden meist von den Krankenkassen übernommen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Frag also vorher bei deiner Kasse nach.

Das Beschäftigungsverbot ist für den Arbeitgeber erst einmal bindend. Er hat jedoch das Recht, dich zu einer Nachuntersuchung zu schicken. Dafür kann er jedoch keinen Arzt festlegen, diese Entscheidung liegt bei dir. Fallen bei der Nachuntersuchung Kosten an, müssen diese durch den Arbeitgeber übernommen werden.

Wer bezahlt die Zeit im Beschäftigungsverbot?

Eine der häufigsten Sorgen, wenn es zu einem Beschäftigungsverbot kommt, betrifft die Bezahlung während dieser Zeit. Allerdings sind diese Sorgen unbegründet, denn du erhältst auch während der Zeit deines Beschäftigungsverbots weiter das Gehalt, das dem durchschnittlichen Verdienst der letzten 13 Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft entspricht (§18 MuSchG). Hast du deine Beschäftigung erst während der Schwangerschaft begonnen, wird der Mutterschutzlohn aus dem Gehalt der ersten 3 Monaten der Beschäftigung berechnet.

Aber Vorsicht, es gibt eine Ausnahme. Wenn eine Änderung des Arbeitsvertrages schon vor dem Beschäftigungsverbot geplant war (weniger Stunden, mehr Lohn o.Ä.), bildet der neue Vertrag die Grundlage für die Berechnung. (MuSchG § 21 Absatz 4 Satz 2)

Bekommst du ein Teil-Beschäftigungsverbot und erhältst durch deinen Arbeitgeber einen anderen Arbeitsplatz, bleibt dein Gehalt gleich. Eine Kürzung ist nicht erlaubt.

Soll ich mich lieber krankschreiben lassen?

Bist du unsicher, ob ein Beschäftigungsverbot wirklich gut für dich ist und denkst du darüber nach, dich lieber krankschreiben zu lassen, ist das nicht immer die beste Lösung. Bist du, unabhängig von deiner Schwangerschaft, krank geworden, bekommst du generell nur eine normale Krankschreibung. Wirst du länger als sechs Wochen aufgrund einer Krankheit krankgeschrieben, erhältst du Krankengeld. Bedenk jedoch, dass dein Krankengeld geringer ist, als dein Gehalt. Eine Krankschreibung lohnt sich also nur dann, wenn du lediglich wenige Tage bzw. maximal 6 Wochen ausfällst. In allen anderen Fällen ist das Beschäftigungsverbot die bessere Wahl.

Du brauchst dir keine Gedanken darüber machen, dass dein Arbeitgeber dich entlassen könnte. Während der Schwangerschaft, im Mutterschutz und während der Elternzeit hast du einen besonderen Kündigungsschutz.

Wichtiger Hinweis für ALG I-Empfänger:

Bist du derzeit nicht in einem festen Arbeitsverhältnis, sondern arbeitslos gemeldet? Sollte ein totales Beschäftigungsverbot erforderlich sein, erhältst du durch die Arbeitsagentur wahrscheinlich kein Arbeitslosengeld I mehr. Dieses steht dir nur dann zu, wenn du auch für den Arbeitsmarkt vermittelbar bist (mind. bis zu 15 Std. pro Woche).
Möglicherweise gibt es auch kein Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld und du müsstest dich selbst krankenversichern. Es handelt sich hier um eine Lücke in der Gesetzgebung. Lass also in diesem speziellen Fall von deiner Ärztin prüfen, ob eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung vorliegt und eine Krankschreibung möglich ist oder ob ein teilweises Beschäftigungsverbot doch ausreicht.

Hast du noch weitere Fragen zum Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft? Schreib uns einen Kommentar!

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159 Kommentare
  1. Claudia sagt

    Hallo,
    ich bin seid September 2018 im individuellen Beschäftigungsverbot. Der errechnetete Termin ist erst im April 2019. Die Mutterschutzfrist beginnt erst Mitte Ende Februar. Ich habe gelesen das im Beschäftigungsverbot das Gehalt weiterhin voll ausgezahlt wird. Nun habe ich festgestellt, dass es im Dezember 2018 und Januar 2019 eine Gehaltskürzung auf dem Lohnzettel gab. Welche Gründe gäbe es, das Gehalt zu kürzen? Müsste es dann nicht eine Absprache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geben? Wie verhält es sich in der Mutterschutzzeit?

    Vielen Dank im Vorraus

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Claudia,
      im individuellen Beschäftigungsverbot bekommst du dein volles Gehalt. Am besten suchst du einmal das Gespräch mit deinem Arbeitgeber, warum ggf. Kürzungen vorgenommen wurden (z.B. Fahrtkostenzuschuss). Das lässt sich sicher klären. In der Schutzfrist vor der Geburt bekommst du dann einen Teil von der Krankenkasse (13 Euro/Tag) und die Differenz, zu deinem letzten Gehalt, zahlt dein Arbeitgeber als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Ab der 33. SSW. bekommst du von deinem Arzt die entsprechenden Formulare/Nachweise um das Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse beantragen zu können. Ein Formular davon füllst du, eins füllt dein Arbeitgeber aus. Sobald beide Teile bei der Krankenkasse sind, klären Arbeitgeber und Krankenkasse den Rest.

    2. Lisa Weber sagt

      Ich bin seit Februar 2020 im Beschäftigungsverbot von meiner Frauenärztin. Zum 01.04.2020 meldet mein Chef Kurzarbeit an. Wie betrifft mich das? Ich habe mit der Arbeitskammer Rücksprache gehalten, die meinten ich solle mit meinem AG sprechen das er mich da raus lässt weil mein Elterneld berechnet wird und das mit Kurzarbeitergeld genullt wird.. Rücksprache mit AG : dieser will sich in meinem Fall bei der Agentur für arbeit erkundigen. Jetzt meine Frage, mein AG bekommt durch das BV ja meinen vollen Lohn von der KK erstattet, werde ich trotzdem von der Agentur für arbeit in Kurzarbeit geschickt?? Es kann ja nicht sein, dass ich nachher in der Elternzeit Einbuße habe deswegen!!!

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum diesem Thema ganz oben eingefügt. Alles Gute!

  2. Yvonne von Elterngeld.de sagt

    Hallo Diana,
    wende dich bitte schnellstmöglich an die zuständige Behörde für die Mutterschutzaufsicht und stelle den Fall dort vor. Du findest die entsprechenden Kontaktdaten für dein Bundesland hier: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/aufsichtsbehoerden-fuer-mutterschutz-und-kuendigungsschutz–informationen-der-laender/73648

    1. Natascha sagt

      Hallo, ich kämpfe seit 8 Wochen um ein Beschäftigubgsverbot. Ich abeite im Lebensmitteleinzelhandel als Aushilfe. Die Frauenärztin schickt mich zum Hausarzt, der mich wieder zur Frauenärztin, diese schickt mich nur Neurologin, diese schickt mich zurück zur Frauenärztin, diese schickt mich zu einer anderen Ärztin. Diese daraufhin fragt sich was meine Ftauenärztin für Mist macht. In der Krankenkasse angerufen, mein Problem geschildert und die meinten dass mir ein individuelles Beschäftigungsverbot zustände. Die Frauenärztin will mir aber ums (Entschuldigung) verrecken keins ausstellen auch wenn die Krankenkasse sagte dass sie sich keine Gedanken machen braucht (Frauenärztin hat Angst in Regress genommen zu werden). Jetzt habe ich dasurch auch 2 Monatsgehälter nicht bekommen und wusste nicht wie ich diesen Monat überleben sollte. Zudem bin ich psychisxh schon mit einigen Erkrankungen gestraft und muss mich damit noch rumschlagen. Krankengeld bekomme ich keins hat die Krankenkasse gesagt. D.h. 6 Wochen Krankschreibung geht auch nicht. Zwischendurch versuche ich es immer wieder auf der Arbwit aber es geht einfach nicht. Was kann ich noch tun?

      LG

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo Natascha,

        hast du die Möglichkeit zu einer anderen Frauenärztin zu wechseln? Außerdem wäre es sicher hilfreich, wenn dir deine Krankenkasse einen Brief schickt, statt nur telefonisch Auskunft zu geben.

        Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, dass dir dein Arbeitgeber ein generelles Beschäftigungsverbot ausstellt. Das hängt natürlich davon ab, welches Verhältnis ihr zueinander habt. Ihm entstehen dadurch keine Nachteile, er bekommt seine Auslagen ja von der Krankenkasse zurück.

        Alles alles Gute!

      2. Franzi sagt

        Guten Abend,

        Ich arbeite in der Gastronomie (Service) und bin seit März 2020 in Kurzarbeit.
        Bei mir wurde eine Schwangerschaft festgestellt, da ich einige Schwierigkeiten hatte, bin ich seit 2 Wochen krank geschrieben.
        Bedingt Corona gibt es ja besondere Regelungen zwecks beschäftigen einer werdenden Mutter, da einige Regelungen in meinen Betrieb nicht eingehalten werden können, wird mir sucher ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen.

        Wie verhält es sich dabei bezüglich der Zahlung? Erhalte ich das Kurzarbeitergeld weiter oder wird davon nochmal ein Betrag abgezogen? Wäre es besser zurück in meinen normal Vertrag zu gehen? Darüber kann man leider nichts im Internet finden und man ist hier leider sehr auf sich allein gestellt.

        Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

        Vielen Dank
        Mit freundlichen Grüßen
        Franzi

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Franzi,

          wenn du im Moment Kurzarbeitergeld bekommst, wirst du während eines Beschäftigungsverbots genauso viel auf dem Konto haben. Sollte das Kurzarbeitergeld währenddessen aufgehoben werden, würdest du wieder dein normales Gehalt bekommen. Damit will man verhindern, dass Schwangere im Beschäftigungsverbot besser oder schlechter gestellt sind, als die anderen Mitarbeiter.

          Wenn dich die Geschäftsleitung vorher aus dem Kurzarbeitergeld herausnehmen kann, wäre das natürlich die beste Variante. Denn dann bekommst du gleich so viel wie dein volles Gehalt. Klappt aber nicht immer.

          Alles Gute für dich!

          Alles Gute für dich!

  3. Tini sagt

    Hallo,
    ich habe heute bestätigt bekommen das ich in der 5 SSW bin. Habe auch meinen Arzt gefragt wie das ist mit einem Beschäftigungsverbot, da ich in einer Wäscherei arbeite und ihm auch meine Tätigkeiten erklärt. Er sagte mir das er keins ausstellen darf nur wenn es gar nicht anders geht. Das muss mein Betriebsarzt machen. Mein Betriebsarzt ist gar nicht immer da in der Firma und ich weiß gar nicht wo er sonst sitzt. Meine Firma hat auch kein Schonplatz. Kann ich auch zu meinem Hausarzt gehen?
    Was kann ich jetzt machen?
    Ich hab wirklich Angst!

    Liebe Grüße

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Tini,
      wichtig ist, dass du deinen Arbeitgeber informierst, damit er entsprechende Schutzmaßnahmen für dich einleiten kann. Sollte auch er keine Notwendigkeit sehen und oder wenn du dich weiter informieren möchtest, wende dich bitte an die zuständige Aufsichtsbehörde für Mutterschutz in deinem Bundesland. Entsprechende Kontaktdaten findest du hier: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/aufsichtsbehoerden-fuer-mutterschutz-und-kuendigungsschutz–informationen-der-laender/73648

  4. Sara sagt

    Hallo
    Ich arbeite seit Oktober 2018 als Reinigungskraft und bin schwanger geworden und in der 5 Schwangerschaftswoche. Ich habe jedoch nur einen Vertrag bis Juni 2019 erhalten. Durch das tragen und die Mittel zum putzen mache ich mir Sorgen um das Baby.
    Wie sieht es da mit der Bezahlung aus, sollte ich ein Beschäftigungsverbot erhalten. Darf mein Arbeitgeber mich auch vorher kündigen. Oder muss er mich bis mein Vertrag abläuft weiterhin bezahlen.

    Ich bedanke mich im Voraus

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Sara,
      hast du deinem Arbeitgeber mitgeteilt, dass du schwanger bist? Nur so kann er dich und das Kind in dir schützen, indem er im Kenntnis von deiner Schwangerschaft erlangt. Du solltest deine Bedenken in Bezug auf die Reinigungsmittel auf jeden Fall auch mit deinem Frauenarzt besprechen. Solange eine Schwangerschaft besteht, darf dein Arbeitgeber dich (bis auf ganz wenige Ausnahmen) nicht kündigen. Allerdings läuft dein Vertrag ganz regulär nächstes Jahr aus und muss auch nicht verlängert werden. Wenn du in ein Beschäftigungsverbot (BV) fällst, dann erhältst du weiterhin das durchschnittliche Gehalt der letzten 3 Monate vor dem BV.

  5. Pia sagt

    Hallo,
    Ich bin seit längeren aus gesundheitlichen Gründen krank geschrieben und würde ab dem 14.04. Ausgesteuert werden. Jetzt habe ich von meiner Schwangerschaft erfahren und meine Frage ist: wenn ich jetzt ein Beschäftigungsverbot bekommen würde, müsste mein Arbeitgeber dann mein Gehalt wieder zahlen obwohl ich die letzten Monate Krankengeld bezogen hatte?
    Zur Info: ich stehe seit 6 Jahren in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.

    Vielen Dank im Vorraus

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Pia,
      ja, im Beschäftigungsverbot würde dein Gehalt „wieder aufleben“ und dein Chef bekäme es zu 100 % von der Krankenkasse erstattet.

      1. Frank sagt

        @Yvonne: das ist richtig, doch leider gar nicht so einfach. Meine Partnerin ist in derselben Situation wie Pia, wobei sich behandelnder Arzt (der diese wegen der bisherigen Arbeitsunfähigkeit krank geschrieben hat) und der Frauenarzt gegenseitig den Ball zuspielen, wer das Beschäftigungsverbot denn attestieren muss. Letztendlich befürchten nämlich beide Ärzte, dass sie von den Krankenkassen verklagt werden, da diese letztendlich dem Arbeitgeber den Lohn erstatten müssen und das offenbar mit allen Mitteln zu verhindern suchen.. (dem Frauenarzt ist dies bereits 1x passiert). 🙁

        1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

          Das tut mir leid. Es geht darum das Leben von Mutter und Kind zu schützen. Wenn die Arbeitsunfähigkeit nicht mehr vorliegt und es Gründe gibt ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft auszusprechen, seitens des Arbeitgebers oder eben seitens des Frauenarztes dann sollte diese Entscheidung zügig getroffen werden. Wenn die Arbeitsunfähigkeit noch besteht wird es vermutlich schwierig die Aussteuerung zu verhindern. Im Zweifel muss der Medizinische Dienst deine Frau begutachten, diese sind die neutrale Vermittlungsstelle zwischen Krankenkasse und Arzt/Patient.

      2. Nicole sagt

        Hallo, ich arbeite seit April 2020 im Handel. mein Arbeitgeber möchte für mich ab Juni 2020 das Beschäftigungsvetbot aussprechen. Überall steht das bei fortzahlung des Gehaltes der Durchschnitt der letzten 3 Monate berücksichtigt wird. Wie ist es dann bei mir wenn ich nur 2 Monate arbeiten durfte?
        Liebe Grüße.

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Nicole,

          du bekommst dein normales Gehalt dennoch weiter. Der Durchschnitt ist vor allem dann wichtig, wenn das Gehalt schwankt.

          Alles Gute!

  6. Celine sagt

    Hallo
    Kann eigentlich der Arbeitgeber von sich aus ein Beschäftigungsverbot erteilen?

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Celine,
      ja das kann er, in dem Moment wo er das Leben von Mutter und Kind nicht schützen kann und es keinen alternativen Arbeitsplatz gibt, an den er dich versetzen könnte.

    2. Thes sagt

      Hallo liebe Yvonne,

      ich habe neu bei einem neuen Arbeitgeber angefangen und erfahren, dass ich jetzt in der 5. SSW bin.
      Ab dem 01. April soll es eventuell Kurzarbeitsgeld 50% geben. Ende März werde ich wahrscheinlich ein BV bekommen, da es wahrscheinlich wieder eine Risikoschwangerschaft sein wird. Wie verhält es sich dann mit meinem Gehalt?

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum diesem Thema ganz oben eingefügt. Alles Gute!

  7. Johanna sagt

    Hallo,

    ich bin jetzt in der 12 SSW und hatte bereits vor der Schwangerschaft immer wieder mit Rückenschmerzen zu tun. Daher rechne ich damit, dass es mit zunehmendem Bauchumfang schlimmer wird. Meinen Arzt habe ich beim letzten Termin darauf angesprochen um zu erfahren welche Möglichkeiten ich im Falle einer Verschlechterung hätte. Er meinte das vor einem Jahr ein Gerichtsurteil gesprochen wurde, nachdem schwangere Frauen gegen ein Arbeitsverbot geklagt hatten, da sie ihre Karrieremöglichkeiten gefährdet sahen. Seitdem ist es nur noch Betriebsärzten und dem Arbeitgeber möglich ein Arbeitsverbot auszusprechen. Von einer Kollegin weiß ich jedoch dass sie wegen ihrer körperlichen Probleme in der fortgeschrittenen Schwangerschaft kein Arbeitsverbot in unserem Betrieb bekommen hat und sich regelmäßig krankschreiben lassen musste. Welche Möglichkeiten hat man denn dann ein Arbeitsverbot zu bekommen, wenn es der Betriebsarzt und der Arbeitgeber verweigert?

    Vielen Dank im voraus.

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Johanna,
      ein ärztliches Beschäftigungsverbot spricht entweder dein Arzt aus wenn das Leben von Mutter oder Kind gefährdet ist oder der Arbeitgeber kann ein betriebliches Beschäftigungsverbot aussprechen, weil er möglicherweise die Mutterschutzbestimmungen (z. B. Arbeitszeiten/Kontakt mit Chemikalien) nicht einhalten kann. Davon zu unterscheiden ist eine normale Arbeitsunfähigkeit. Das hat unterschiedliche Konsequenzen in Bezug auf die Lohnfortzahlung. Fragen dazu beantwortet dir dein Arzt. Solltest du an den Einschätzungen Zweifel haben, kannst du dich an einen weiteren Arzt wenden und / oder an die zuständige Aufsichtsbehörde für den Mutterschutz in deinem Bundesland.

  8. David sagt

    Hallo,
    Ich hätte eine Frage! Und zwar hat meine Freundin neu in einem Betrieb angefangen zu arbeiten (aktuell seit 2 Wochen). Nun haben wir erfahren, dass sie in der 10. Woche schwanger ist. Es ist ihr kaum möglich zu arbeiten bzw iwas zu machen, aufgrund sehr starker Übelkeit. Sie arbeitet im Büro eine Kunststofffirma, bekommt jedoch die Gerüche usw mit. Wenn der Arzt nun ein BV aussprechen würde, würde die trotzdem das volle Gehalt bekommen, obwohl sie erst 2 Wochen dort arbeitet, oder nicht?
    Liebe Grüße.

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo David,
      da das Beschäftigungsverhältnis erst nach Eintritt der Schwangerschaft begonnen hat, erhielte deine Freundin im Falle eines BV, das durchschnittliche Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsentgelt der ersten drei Monate der Beschäftigung.

  9. Coco sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe folgende Frage:

    Ich bin in meinem zweiten Jahr Elternzeit. Nach einem Jahr wollte ich wieder für ein paar Stunden bei meinem Arbeitgeber in Teilzeit arbeiten. Mein Antrag auf Teilzeit in Elternzeit wurde leider abgelehnt. Ich habe aber die Erlaubnis von meinem AG bekommen, während der EZ woanders zu arbeiten.
    Somit bin ich zur Agentur für Arbeit um mich arbeitssuchend und arbeitslos zu melden. Ich schreibe fleißig Bewerbungen und erhalte Arbeitslosengeld – obwohl ich ein festes Arbeitsverhältnis habe.
    Nun bin ich mit unserem zweiten Kind schwanger und habe ein Beschäftigungsverbot bekommen.

    Frage: kann ich nun meine Elternzeit vorzeitig beenden? Bekomme ich dann Mutterschaftsgeld (U2 Umlage). Wie würde es berechnet werden? Ich habe ja keine 13 Wochen vor der zweiten Schwangerschaft gearbeitet sondern Arbeitslosengeld bezogen.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe

    Mit freundlichem Gruß

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Coco,
      du kannst die Elternzeit einen Tag bevor dein neuer Mutterschutz beginnt vorzeitig beenden. Dagegen kann dein Arbeitgeber keinen Widerspruch erheben und du erhältst das Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld von deinem Arbeitgeber.
      Wenn du aufgrund deines BV nicht für die Vermittlung am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst (mind. 15 Std./Wo. in egal welcher Tätigkeit), dann kannst du kein ALG I mehr beziehen, weil du nicht vermittelbar bist. Setze Dich unbedingt mit deinem Sachbearbeiter in der Agentur für Arbeit in Verbindung und kläre mit deiner Ärztin ob es ein partielles oder ein totales BV ist.

    2. Annett Behrendt sagt

      Hallo ! Ich bin in der 27 woche schwanger und jetzt bis zum 9.4.2020 krank geschrieben (3 wochen ) insgesamt ! Am 06.04. Hab ich beim Frauenarzt einen Thermin wo ich wegen Berufsverbot nachfragen möchte wegen Corona da ich im Büro Arbeite! Meine Frage giebt es da probleme weil ich ja krankgeschrieben bin finanziell meine ich ?

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo Annett,

        wenn du mehr als 6 Wochen wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig bist, gibt es Krankengeld von der Krankenkasse. Das wirkt sich auf dein Elterngeld aus. Vorher sollte eine Krankschreibung keine Auswirkungen haben.

        Ich bezweifle aber, dass dich ein Arzt allein wegen deiner Bürotätigkeit während der Corona-Epidemie ins Beschäftigungsverbot schickt. Denn Schwangere ohne Vorerkrankungen zählen nicht zur Risikogruppe. Vielleicht kannst du bei deinem Arbeitgeber eine Home Office Lösung erbitten?

        Alles Gute!

  10. Sandra sagt

    Hallo darf mein Chef mir meine Basisvergütung kürzen wenn ich von meine frauenärztin ein Beschäftigungsverbot wegen Gefährdung bekommen habe ?

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Sandra,
      nein, du bekommst wenn du in einem anderen Bereich eingesetzt wirst, dein Gehalt so weiter wie vorher auch. Wenn du allerdings Fahrkostenzuschüsse bekommen hast und nun gar nicht arbeiten darfst, dann muss er diesen aktuell nicht zahlen.

      1. Bella sagt

        Guten Tag,
        Ich habe folgendes Anliegen.
        Ich bin seit 2,5Jahren im festen Job ich habe zum 1.04.2020 meine Teilzeit zur Vollzeit ändern lassen. Ich bekomme mein Gehalt rückwirkend bezahlt d.h. mein volles Gehalt für den April habe ich im Mai erhalten. Ich bin jetzt in der 2ssw ein BV ist sehr wahrscheinlich. Würde ich mein volles Gehalt erhalten, oder muss ich bis zum 15.08. Warten um die 3 Monate bzw. 13 Wochen ein zu halten?

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Bella,

          es gilt die Vertragsänderung, da sie dauerhaft geplant war. Du müsstest also das volle Gehalt bekommen.

          Alles Gute!

  11. Nicole sagt

    Hallo,
    Ich bin in der 7.Schwangerschaftswoche und habe heute meinem Arbeitgeber von meiner Schwangerschaft erzählt. Ich arbeite als Konditorin von 23.30 bis 8 Uhr morgens und meine Frauenärztin meinte ich bekomme von meinem Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot.
    Aber mein Arbeitgeber meint so einfach ist das nicht. Er will jetzt das ich um 6 anfange. Muss ich jede Beschäftigung ab 6 Uhr annehmen? Als Konditorin muss ich ausschließlich im Stehen arbeiten, oft Wechsel von Hitze (Ofen Nähe) und Kälte (Kühlhäuser, Froster) und ich müsste ständig jemanden um Hilfe bitten, damit ich nicht schwere Sachen heben muss..
    Hab ich kein Recht auf ein Beschäftigungsverbot?
    LG
    Nicole

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Nicole,
      dein Arbeitgeber darf dich nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen beschäftigen, es sei denn du willigst ausdrücklich ein. Nach der Beendigung deiner täglichen Arbeitszeit muss eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden liegen bis zum nächsten Arbeitsbeginn. Dein Arbeitgeber muss deine physische und psychische Gesundheit schützen und unverantwortbare Gefährdung ausschließen. Er muss aber nur die Gefährdungen berücksichtigen, die einen hinreichenden Bezug zur ausgeübten beruflichen Tätigkeit haben. Lasten von mehr als 5 Kilo von Hand zu Heben oder gelegentlich Lasten von mehr als 10 Kilo ist unzulässig. Nach dem 5. Monat ist auch stehen von länger als 4 Stunden am Stück unzulässig. Am besten wendest du dich einmal an die Aufsichtsbehörde für Mutterschutz in deinem Bundesland und stellst deinen Fall dort vor (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/aufsichtsbehoerden-fuer-mutterschutz-und-kuendigungsschutz–informationen-der-laender/73648)

  12. Nicole Kneip sagt

    Hallo,
    Ich habe eine Frage zu der Lohnfortzahlung bei einem generellem Beschäftigungsverbot vom Arbeitgeber. Ich habe seit Ende April ein Beschäftigungsverbot bekommen, aufgrund meiner Nachtarbeit. Ich hab gelesen das man ein Durchschnittsgehalt der letzten drei Monate bekommt. Aufgrund von Überstunden und Zuschlägen variiert mein Gehalt. Im April hatte ich ein Bruttogehalt von 2814 Euro, da war ich aber schon ein paar Tage krank geschrieben, wegen der Schwangerschaft..
    Im März hatte ich ein Bruttogehalt von 3525 Euro, im Februar 3064 Brutto und im Januar 3387 Euro Bruttogehalt. Ich soll allerdings nur eine Lohnfortzahlung von 2680 Euro Brutto bekommen ab Mai. An welche Stelle kann ich mich wenden und beraten lassen?
    LG
    Nicole

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Nicole,
      wenn du länger als 6 Wochen erkrankt bist und deine Erkrankung nicht aufgrund der Schwangerschaft vorlag, dann kann deine Krankenkasse Auskunft erteilen, wie das Entgelt sich berechnet. Wenn es darum geht, was dein Arbeitgeber aufgrund des Beschäftigungsverbotes an dich zahlen muss, solltest du dich zunächst noch einmal an ihn wenden. Ansonsten wende dich am besten an die zuständige Behörde über die Aufsicht des Mutterschutzes (Adressen findest du hier: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/aufsichtsbehoerden-fuer-mutterschutz-und-kuendigungsschutz–informationen-der-laender/73648)

  13. Elli sagt

    Guten Tag,

    Ab dem 20.9 beginnt bei mir der Mutterschutz (6 Wochen vor Entbindung) mein Arbeitsvertrag läuft am 30.9 aus. Bekomme ich danach (restliche Zeit des Mutterschutzes)
    die Ausgleichszahlungen von der Krankenkasse oder erhalte ich hier nur den mindestsatz? Für das Arbeitsamt bin ich in dieser Zeit ja nicht vermittelbar und habe somit auch keinen Anspruch auf ALG 1.

    Und bin ich in dieser Zeit U der einjährigen Elternzeit automatisch krankenversichert (gesetzlich versichert zur Zeit)?

    Vielen Dank vorab

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Elli,
      dein Beschäftigungsverhältnis endet in der Schutzfrist und und da du Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung bist, dann bekommst du Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. Das ist weniger als dein letztes Nettogehalt (ca. 70 %). Da du vor Beginn der Schutzfrist sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist, bleibst du in der Zeit des Bezuges des Mutterschaftsgeldes kraft Gesetz versichert und musst keinen Beitrag zahlen. In der Zeit wo du Elterngeld beziehst, bleibst du beitragsfrei versichert, wenn du keine weiteren beitragspflichtigen Einnahmen hast. Nimm aber am besten schon einmal Kontakt zu deiner Krankenversicherung auf und bespreche dort deinen individuellen Fall.

  14. Tanja Klumpp sagt

    Hallo ich habe eine Frage,
    Ich bin in der 13. ssw und habe starke Rückenschmerzen und kann daher nicht arbeiten. Meine frauenärztin meint sie könne mir deshalb kein beschäftigungsverbot erteilen sondern nur eine Krankmeldung. Jetzt ist meine Frage: Wenn ich ab jetzt bis zur Geburt Krankgeschrieben werd und Krankengeld bekomme, dann bekomme ich doch dann auch weniger Elterngeld oder? Weil es ja von den letzten Jahren 12 Monaten berechnet wird. Ich wäre über Hilfe sehr dankbar.
    Grüße Tanja

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Tanja,
      wenn du kein Beschäftigungsverbot hast und nur „normal“ krank bist sozusagen und nicht schwangerschaftsbedingt, dann bekommst du nur Krankengeld, wenn du länger als 6 Wochen ausfällst. Dieses zählt nicht als „Erwerbseinkommen“ und daher werden die Monate im Bemessungszeitraum dann mit Null einbezogen. In der Folge bekommst du, leider weniger Elterngeld. Mindestens erhältst du aber das Mindestelterngeld in Höhe von 300 Euro beim Basiselterngeld oder 150 Euro beim Elterngeld Plus.

    2. L. Lange sagt

      Hallo.
      Ich bin seit 2 Monaten arbeitslos, beziehe ALG 1, nun bin ich in der 7. Woche schwanger. Ich bin Pädagogin, heisst, dass ich in meinem Job so nicht arbeiten kann und spekuliere nun über die Möglichkeit eines Beschäftigungsverbotes. Die Dame der Arbeitsagentur meint jedoch, dass ich dann keinen Anspruch mehr auf ALG1 hätte. Wer zahlt denn dann? Die Krankenversicherung? Im Moment bin ich krank geschrieben, da es einige Komplikationen gab, nach einer Dauer von 6 Wochen würde ich ins Krankengeld fallen, oder?
      Ausserdem sagte die Dame vom Amt, dass es mir vom meinem Anspruch auf ALG1 abgezogen werden könnte, würde ich in ein Beschäftigungsverbot eintreten. Was meint sie damit?

      Vielen Dank und verwirrte Grüße

  15. fabienne sagt

    Hallo Yvonne,

    ich werde zum 01.08.2019 arbeitslos und zum 24.08.2019 beginnt der gesetzliche Mutterschutz.
    Mein Arzt hat dem Arbeitgeber zu einem individuellen Beschäftigungsverbot geraten und mein Arbeitgeber ist diesem gefolgt. Das Beschäftigungsverbot geht davon aus, dass die Gefährdung von mir ausgeht und nicht von der Arbeitstselle.

    Steht mir in diesem Fall kein Arbeitslosengeld 1 zu?

    Ich würde arbeiten gehen. Vorausgesetzt mich stellt ein Arbeitgeber für 24 Tage ein. Solange der Arbeitsinhalt mir und dem Kind nicht schadet.

    Fragen über Fragen :/

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Fabienne,
      du wirst, wenn du gesetzlich krankenversichert warst, aufgrund des beendeten Arbeitsverhältnisses in der Schutzfrist 6 Wochen vor der Geburt und in den 8 Wochen danach Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes von deiner Versicherung erhalten. Das ist weniger als das reguläre Mutterschaftsgeld.
      Ob dir Arbeitslosengeld I zusteht und ab wann, kläre bitte mit deinem zuständigen Sachbearbeiter im Jobcenter. Bedenke jedoch, dass der Bezug von ALG I das Elterngeld auf den Mindestbetrag absenkt, du kannst aber zunächst Elterngeld beziehen und anschließend ALG.

  16. Rose Bells sagt

    Hallo ich habe eine Frage zum Mutterschutzlohn. Ende August 2019 endet das aktuelle Ausbildungsverhältnis. Ab September arbeite ich auf der Intensivstation. Wir planen noch ein weiteres Kind und machen uns Gedanken um die Finanzen. Wenn ich schwanger werden würde, gäbe es mit Sicherheit ein generelles Veschäftigungsverbot. Nun habe ich gelesen dass die 3 Monate vor Eintritt der Schwangerschaft zur Berechnung herangezogen werden. Wenn ich also vor Dezember schwanger werden würde, würden dann noch Monate des Ausbildungsgehaltes zur Berechnung herangezogen? Dass wäre nämlich finanziell für uns fatal! Oder darf nur mit dem Durchschnittsgehalt der aktuellen Beschäftigung gerechnet werden? Für eine Antwort wären wir sehr dankbar!

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Rose,
      also angenommen du wechselst nach der Ausbildung den Arbeitgeber, weil deine Ausbildung zu Ende ist und bist dann bereits schwanger, dann würde sich bei deinem neuen Arbeitgeber der Mutterschutzlohn nach dem durchschnittlichen Gehalt der ersten 3 Monate der Beschäftigung berechnen. In deinem Fall ist vermutlich ein neuer Vertrag die Basis für deine Beschäftigung auf der Intensivstation richtig? Wenn ja, sollte das behandelt werden „wie ein neuer Job“. Wichtig wäre hier, dass es kein Probearbeitsverhältnis ist, denn dann wird dein Vertrag, über das Probearbeitsverhältnis hinaus, nicht verlängert werden, sondern maximal ein Vertrag mit einer Probezeit.

  17. Andrea sagt

    Hallo,

    mein Arbeitsvertrag endet am 31.07.19. Meine Mutterschutzfrist beginnt erst am 12.08.19.
    Bekomme ich trotzdem Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse, auch wenn ich mich für die zwei Wochen zwischen beendetem Arbeitsvertrag (wurde unzulässig gekündigt und vom Gericht bis 31.7.19 als Kompromiss verlängert mit voller gehaltszahlung und Sozialversicherung) und dem Beginn der Mutterschutzfrist nicht arbeitslos melde? Falls ich in diesen zwei Wochen von meiner Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot ab 30.7. bekomme, erhalte ich dann Mutterschutzgeld von der Krankenkasse, ohne mich extra schon arbeitslos zu melden? Denn in diesem Fall müsste ja die „Schutzfrist“ verlängert sein? Also vorzeitiger Mutterschutz? Dieser würde ja ab 30.7. greifen, während ich noch im Beschäftigungsverhältnis und damit regulär krankenversichert wäre.

    LG

    Andrea Schulz

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Andrea,
      wenn du Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse mit Krankengeldanspruch bist, dann bekommst du als Arbeitslosengeld I Empfängerin das Mutterschaftsgeld in Höhe des bisherigen Arbeitslosengeld I von der Krankenkasse gezahlt. Daher ist es immens wichtig, dass du dich jetzt sofort beim Jobcenter meldest. Ein Beschäftigungsverbot (vollständiges) würde dazu führen, dass du sofort ins Krankengeld rutscht. Wenn du keinen Anspruch auf Krankengeld hast, dann müsstest du ALG II beantragen. In der Elternzeit bist du beitragsfrei versichert, wenn du gesetzlich pflichtversichert bist. In der Schutzfrist übernimmt das Jobcenter die Beiträge für dich.

  18. Mary sagt

    Hallo.
    Ich habe Anfang der Woche bestätigt bekommen, dass ich schwanger bin.
    Vermutlich 6-8. Woche.
    Ich arbeite in einer Abteilung mit Chemikalien.
    Noch habe ich meinem Arbeitgeber nichts gesagt, da ich bis zum ersten US warten will, der am 30. Juli stattfindet (da im Januar Fehlgeburt/ keine Einnistung) und ich mir erst ganz sicher sein will quasi.
    Nun habe ich gelesen, dass ich im chemischen Bereich gar nicht mehr arbeiten darf. Mein FA meinte, ich solle das mit dem Betriebsarzt besprechen zwecks Beschäftigungsverbot. Ist das so richtig?

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Mary,
      da gibt es verschiedene Ansätze wie du vorgehen kannst.
      Wenn du mit Gefahrstoffen arbeitest, ist es jedoch immens wichtig deinen Arbeitgeber umgehend zu informieren. Dieser muss dann ein Beschäftigungsverbot aussprechen, bzw. dich in einem anderen Bereich einsetzen, sofern das möglich ist. Bei Fragen rund um das Thema Mutterschutz darfst du und auch dein Arbeitgeber sich gern an die Aufsichtsbehörde für den Mutterschutz wenden, die stehen helfend zur Seite. Kontaktdaten findest du hier: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/aufsichtsbehoerden-fuer-mutterschutz-und-kuendigungsschutz–informationen-der-laender/73648

  19. Nicole Kneip sagt

    Hallo,
    Ich habe seit Ende April ein Beschäftungsverbot vom Arbeitgeber bekommen. Eigentlich soll ich ja ein Durchschnittslohn der letzten drei Monate vor Beginn der Schwangerschaft inkl. Zuschläge und Überstunden bekommen. Allerdings bekomme ich viel weniger, besonders Netto. Die Zuschläge die vorher 25%bis 50% steuerfrei waren, werden jetzt zu 100% versteuert. Ausserdem wird mein Bruttolohn in ein Durchschnittsstundenlohn umgewandelt, daher habe ich weniger als mein Durchschnittsgehalt der letzten drei Monate. An welche Stelle kann ich mich da wenden und beraten lassen? Die zuständige Aufsichtsbehörde hat mir geraten zum Anwalt zu gehen. Aber mein Anwalt hat mir geraten zum Arbeitsgericht zu gehen. Darüber war mein Arbeitgeber aber sehr verärgert..
    Würde mich gern ausführlich beraten lassen.
    LG
    Nicole

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Nicole,
      du kannst noch versuchen bei deiner Krankenkasse anzurufen und dort um Unterstützung bitten, diese kann vielleicht auch mit deinem Arbeitgeber vermitteln. Letztendlich hilft aber vermutlich nur ein Anwalt, deine Ansprüche auch durchzusetzen bei deinem Arbeitgeber. Besonders wenn die Aufsichtsbehörde dir bereits dazu geraten hat. Letztendlich bekommt dein Arbeitgeber 100 % deines Mutterschutzlohns von der Krankenkasse erstattet. Es besteht für ihn kein Grund dir weniger zu zahlen als dir zusteht. Alles Gute.

      1. Christina sagt

        Hallo,

        ich hab da eine Frage, und zwar bin ich aktuell mit unserm zweiten Kind Schwanger. Ich war bis zum 1.07.19 in Elterzeit und habe am 1.8.19 in Vollzeit meine Arbeit wieder aufgenommen, wärend dieser Zeit wurde ich schwanger und habe dies meinem Arbeitgeber auch direkt gemeldet. Dieser hat mir dann ein Berufsverbot ausgesprochen, da ich in meinem Beruf als Krankenschwester nicht weiterbeschäftigt werden darf. Ab September war Vertraglich festgehalten, dass ich meine Stunden auf Teilzeit reduziere.

        Ich bin jetzt davon ausgegangen, so wie ich mich zuvor informiert habe, dass ich im Beschäftigungsverbot eine Lohnfortzahlung bemessen an den letzten 3 Arbeitsmonaten erhalte.
        Nun habe ich die Abrechnung von Septerber vorliegen, mit einem Halbe Gehalt, sprich für eine halbe Stelle.

        Können Sie mir da weiter helfen?

        1. Yvonne Nagel sagt

          Hallo Christina,
          diese Berechnung ist leider korrekt. Der § 21 Abs. 4 Nr. 2 MuschG besagt, dass bei der Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgeltes wirksam vereinbarte Veränderungen nach dem Berechnungszeitraum ebenfalls mit einbezogen werden. Dies gilt sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Hättest du einen Wechsel auf Vollzeit gehabt oder eine Gehaltserhöhung, wäre dies mit eingeflossen.

  20. Ivonne sagt

    Hallo, ich befinde mich in der Elternzeit. Mit meinem Arbeitgeber wurde vereinbart, dass ich die Arbeit ab Mitte November in Teilzeit in Elternzeit wieder aufnehme. Ich bin jedoch mit dem zweiten Kind schwanger geworden und habe einen Beschäftigungsverbot erhalten. Somit fange ich nicht mehr an zu arbeiten. Was wird in diesem Fall als Grundlage (Vollzeitarbeit vor dem ersten Kind oder die Vereinbarung TZ in EZ) für die Berechnung der Ersatzlohnleistung genommen? Über eine Antwort würe ich mich freuen.

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Ivonne,
      du wirst das Entgelt aus der Teilzeitbeschäftigung erhalten (§21 Abs. 4 Nr.2 MuschG), denn die Elternzeit läuft in dem Sinne ja weiter. Nur der neue Mutterschutz kann diese beenden. Bedeutet es gelten die vereinbarten Umstände die nach dem Berechnungszeitraum (sonst Durchschnitt der 3 Monate vor Eintritt Beschäftigungsverbot, da hast du aber kein Entgelt bekommen) wirksam werden.

      1. Sarah sagt

        Hallo!

        Ich hab mich die letzte Woche vermehrt durch die Seite geklickt, da mich mit Wissen der Schwangerschaft viele Fragen wach halten. Vieles habt ihr mir damit schon beantwortet, danke dafür! 🙂

        Jedoch hab ich eine Frage, die ich nicht eindeutig beantworten kann. Die Situation:
        Ich arbeite in einem Krankenhaus in der Pflege. Bei uns im Haus herrscht die allgemeine Firmenpolitik, dass man als Schwangere direkt aus dem Verkehr gezogen wird, also ins Beschäftigungsverbot geht.
        Das will ich aber eigentlich nicht, ich bin schwanger und kein rohes Ei!
        Es gäbe sogar einen Dienst, bei dem ich hauptsächlich im Dienstzimmer arbeiten könnte, dabei kümmert man sich um das Organisatorische was anfällt (z.B. Entlassungen bzw. Zugänge koordinieren oder Visite ausarbeiten). Der Patientenkontakt ist eher gering und auch von der Arbeitszeit wäre von 8 bis 15 Uhr ja alles im Rahmen.
        Das ist vom Arbeitgeber aber nicht gewollt. Die argumentieren damit, dass man allgemein im KH ein erhöhtes Infektionsrisiko hätte und als Schwangere wäre man zu sehr „Wackelkandidat“ für Ausfälle, also direkt ins BV.

        Komischerweise dürfen die schwangeren Ärztinnen weiter arbeiten. Sie machen lediglich keine Aufnahmen in der ZNA, vermeiden Isolationszimmer, schieben keine 24h-Dienste und legen keine venösen Katheter mehr. Ihre Visite auf Station und dergleichen machen sie aber weiterhin in der normalen Schichtzeit von 8 bis 16:30 Uhr.

        Hab ich irgendwie ein Anrecht darauf dem BV zu widersprechen, wo es doch offenkundig eine Möglichkeit gäbe, dass ich weiter arbeite ohne mich so viel mehr Risiko auszusetzen?

        Ich hoffe, ihr könnt mir in meinem Fall etwas mehr Durchsicht verschaffen.

        Liebe Grüße
        Sarah

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Sarah,
          ob ein Widerspruch möglich ist, kann dir wohl nur ein Anwalt für Arbeitsrecht beantworten. Meine persönliche Meinung dazu: der Arbeitgeber wird seine Strategie nicht ändern, weil nach dir ja noch viele andere schwangere Pflegekräfte kommen werden, die er dann wahrscheinlich nicht in den Schondienst stecken kann. Du solltest auch bedenken, dass es Einbußen beim Elterngeld geben kann, wenn du doch krank wirst oder stundenreduziert arbeitest.

          Vielleicht ist es tatsächlich besser, wenn du dem Verbot folgst und dir lieber etwas anderes Spannendes suchst wie z.B. ein Hobby, das du schon immer probieren wolltest? Oder eine Weiterbildung beginnst? Oder Kurse besuchst, bei denen du andere Schwangere kennenlernst? Dann gehen weder du noch dein Arbeitgeber ein Risiko ein, du langweilst dich nicht und hast nachher den vollen Elterngeld-Anspruch. Nur so eine Idee…

          Was auch immer du entscheidest, ich wünsche dir ein gesundes neues Jahr und eine schöne Schwangerschaft!

          Alles Gute!

  21. Lalli sagt

    Hallo Yvonne,
    Ich bin im 6. Monat schwanger und bei mir steht leider ein Beschäftigungsverbot im Raum.
    Wie ich gelesen habe, steht mir in dieser Zeit das Durchschnittsgehalt der letzten 3 Monate zu. Gilt das brutto oder netto?
    Und wird der Zeitraum des Beschäftigungsverbots bei der Bemessung des Elterngelds ausgeklammert?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Lalli,
      es wird der (Brutto-) Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen bzw. 3 Monate als Berechnungsbasis herangezogen. Es werden verschiedene Entgeltbestandteile dafür herangezogen: Arbeitslohn, Sachbezüge, Vergütung für Mehrarbeit, Provisionen, Vergütungen für Bereitschaftsdienst uvm. Nicht berücksichtigt werden Einmalzahlungen wie z.B Urlaubsgeld.
      Für die Elterngeldberechnung kommt es nur zu einer Ausklammerung, wenn du tatsächlich weniger verdient hast, als vor dem Beschäftigungsverbot. Das ist in der Regel nicht der Fall.

  22. Katrin sagt

    Hallo,
    bei mir wurde diese Woche ein vorläufiges Beschäftigungsverbot von meiner FÄ ausgestellt, das hat 2 Tage gehalten. Danach bekam ich einen Anruf von meiner Stationsleitung, dass das Verbot aufgehoben wurde, allerdings hab ich noch nichts schriftlich. Ich arbeite in der Pflege und unsere PDL hat schon gesagt, das es keine Schonarbeit gibt. Ich soll in der Pflege mitarbeiten aber wüsste ja selbst was ich machen darf und was nicht. Mir wurde versprochen, das ich in meinem Bereich eine KPH zugeteilt bekomme. Als ich wieder arbeiten sollte, hat mir meine Stationsleitung gesagt, das keine KPH da sei und ich mit 2 Praktikanten arbeite. Die Praktikanten dürfen aber weder eine Wundversorgung machen, noch Spritzen verabreichen oder in infektiöse Zimmer. Diese Arbeiten müsste ich dann verrichten, weil ja sonst keiner da ist. D.h. es besteht dabei ein Risiko für mein ungeborenes Baby. Meine Frage dabei, was kann ich da noch machen? Mein vorläufiges Beschäftigungsverbot wurde aufgehoben…
    LG Katrin

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Katrin,

      ich schlage vor, dass du die Problematik noch einmal mit deiner Frauenärztin und besprichst und notfalls eine Zweitmeinung einholst. Dein Fall ist sicher gar nicht so selten. Eventuell kann sie das BV unter diesen Bedingungen wieder ausstellen oder zumindest ein teilweises BV, in dem genau beschrieben ist, was du nicht machen darfst.

      Alles Gute!

  23. Ramona sagt

    Schönen guten Tag zusammen,

    ich bin aktuell in der 14 SSW und ich arbeite Vollzeit als Industriekauffrau, jedoch haben wir seit 4 Monaten Kurzarbeit in unserer Firma.
    Mir wurde nun über 50% kurz rein gehauen. Mein Problem besteht darin, dass das Erziehungsgeld oder Elterngeld ja aus den letzten Lohnabrechnung generiert wird. Kurzarbeitergeld wird aber komplett gestrichen und zählt somit nicht zum Elterngeld, da das ja schon eine Staatliche Leistung ist. D.h. für mich, das ich nur 10 Tage pro Monat bezahlt bekomme – sprich das ist ja schon die hälfte meines ursprünglichen Gehalts. Von dieser Hälfte wird dann das Elterngeld berechnet mit 67%. Also von der Hälfte die Hälfte! Davon kann ich nicht einmal meine Miete bezahlen! Ich bin alleine, ich habe keinen Partner und ich habe wirklich ExistenzAngst…..
    Mein Arbeitgeber weiß von meiner Situation, nimmt mich aber nicht aus der Kurzarbeit! Ich bin 36 Jahre alt, es ist mein erstes Kind!

    Aus meiner Sicht, ist die einzige Möglichkeit mich finanziell abzusichern, wenn ich von meiner Frauenärztin ein generelles und komplettes Beschäftigungsverbot bekomme. Denn nur so bekomme ich, das Elterngeld welches mir und meinem Kind zusteht!

    oder?

    Viele Grüße
    Ramona

    1. Anke Modeß sagt

      Liebe Ramona,

      leider sieht die Berechnung des Elterngeldes hier, wie du auch schon schreibst, keine Ausnahmen vor. Die Ausnahme kann nur dein Chef schaffen. Dafür muss er dich von der Kurzarbeit die nach Betriebsvereinbarung bzw. Tarifvertrag angeordnet wurde, ausnehmen.
      Das Beschäftigungsverbot führt leider nicht zum Schutz vor der Kurzarbeit. Das bedeutet, dass du das Gehalt so weiterhin bekommst, also ob du arbeiten würdest.
      Wende dich in deinem Fall bitte unbedingt an die Aufsichtsbehörde für Mutterschutz und Kündigungsschutz in deinem Bundesland. Die können dich hierzu genauer beraten und unterstützen.

      Im Fall der Fälle kannst du natürlich zusätzliche Hilfen beantragen. Das ist zwar aufwendig, wird dir aber hoffentlich die Existenzangst nehmen.

      Ich wünsche dir alles Gute!

  24. Alissa sagt

    Hallo.
    Und zwar habe ich von meiner Frauenärztin ein vorläufiges Beschäftigungsverbot erhalten und bin seit dem nicht mehr arbeiten.
    Jetzt hat mir mein Arbeitgeber kein Gehalt für den letzten Monat überwiesen. Bekommt man bei einem vorläufigen Arbeitsverbot kein Gehalt mehr?
    Ich habe schon überall gesucht und keine Antwort zum vorläufigen Beschäftigungsverbot gefunden.
    Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen!

    Vielen Dank schon einmal.

    Herzliche Grüße

    Alissa

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Alissa,

      ein vorläufiges Beschäftigungsverbot kann vom Arbeitgeber wieder aufgehoben werden, wenn er nach Prüfung deines Arbeitsplatzes beweisen kann, dass dieser für dich als Schwangere sicher ist. Habt ihr diesbezüglich kommuniziert? Auf jeden Fall solltest du nachhaken! Bei einem normalen (individuellen) Beschäftigungsverbot muss der Arbeitgeber dein Gehalt voll weiterzahlen.

      Alles Gute

      1. Alissa sagt

        Danke für die Antwort! Mein Arbeitgeber hat es hin genommen und mich sogar aus dem Dienstplan gestrichen. Das Gehalt zahlt er allerdings nicht weiter.

        1. Caro sagt

          Hallo.
          Ich habe heute von meiner Schwangerschaft erfahren und befinde mich noch erst in 5. SSW. I
          Ich arbeite in einer Lebensmittelproduktion mit viel Lärm, Chemikalien, dämpfe und muss schwer tragen.
          Ich vermute dass mir ein beschäftigungsverbot ausgesprochen wird. Ab wann muss ich das denn mit dem Arzt abklären? Erst ab der 12. SSW oder ab sofort? Weil ja noch keiner was von meiner Schwangerschaft weißt. Denn müsste ich ja so früh in der Schwangerschaft schon alle einweihen.

          Vielen Dank in Voraus
          Caro

  25. Caro sagt

    Hallo.
    Ich habe heute von meiner Schwangerschaft erfahren und befinde mich noch erst in 5. SSW. I
    Ich arbeite in einer Lebensmittelproduktion mit viel Lärm, Chemikalien, dämpfe und muss schwer tragen.
    Ich vermute dass mir ein beschäftigungsverbot ausgesprochen wird. Ab wann muss ich das denn mit dem Arzt abklären? Erst ab der 12. SSW oder ab sofort? Weil ja noch keiner was von meiner Schwangerschaft weißt. Denn müsste ich ja so früh in der Schwangerschaft schon alle einweihen.

    Vielen Dank in Voraus
    Caro

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Caro,

      zum Schutz deiner noch jungen Schwangerschaft würde ich bei den beschriebenen Bedingungen jetzt schon mit deinem Arzt und auch deinem Chef reden, auch wenn du natürlich nicht dazu verpflichtet bist. Aber willst du das Risiko eingehen? Sobald du von der Schwangerschaft weißt, bist du vor einer Kündigung geschützt.

      Alles Gute!

  26. Cathleen Rückert sagt

    Hallo.,
    vllt können Sie mir weiterhelfen. Ich bin Krankenschwester und wurde sofort ins BV geschickt, das war am 9.1.20. Ich habe also bis zum 6.1. gearbeitet. Ab dem 1.1. wäre ich auf 35h runter gegangen, davor die ganze Zeit 40 Stunden gearbeitet. Wie sieht es jetzt mit dem Gehalt im BV aus, ich lese überall, dass die letzten 3 Monate vor der Schwangerschaft gelten, aber die in der Personalabteilung sagt, dass es sich nur auf die Zuschläge bezieht und ich jetzt im BV wohl für 35h bezahlt werde.

    Vielen Dank im Voraus
    Cathleen

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Cathleen,

      deine Personalabteilung könnte Recht haben. Denn im Mutterschutzgesetz steht dazu folgendes:
      „Zu berücksichtigen sind dauerhafte Verdienstkürzungen, die während oder nach Ablauf des Berechnungszeitraums eintreten und nicht auf einem mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbot beruhen.“ (https://www.steuernetz.de/gesetze/muschg/11)

      Denk daran, dass es auch im Beschäftigungsverbot immer möglich ist, einen kleinen Nebenjob anzunehmen, der keine für die Schwangerschaft gefährlichen Tätigkeiten beeinhaltet. Meines Wissens muss dein Arbeitgeber dem aber zustimmen.

      Ich wünsche dir alles Gute für die Schwangerschaft!

  27. Doro sagt

    Hallo.

    Ich bin seit heute in der 7. SSW. Seit einem Monat bin ich wieder als Vollzeitkraft tätig. Zuvor war ich für drei Monate in Teilzeit, aus familiären und gesundheitlichen Gründen. Während meiner Teilzeit musste ich Allerdings viele Überstunden machen, woraufhin ich mit Absprache meines Arbeitgebers wieder als Vollzeit eingestiegen bin. Dann bin ich schwanger geworden. Welche Auswirkungen hätte es auf mein Gehalt, würde mir der Arzt ein individuelles Beschäftigungsverbot, früher als geplant, ausstellen?

    Vielen Dank im Voraus

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Doro,

      wenn die Vollzeit im Vorfeld vertraglich geregelt wurde, also dauerhaft geplant war, gilt dieses Gehalt auch für ein etwaiges Beschäftigungsverbot.

      Alles Gute!

      1. Doro sagt

        Liebe Frau Modeß,

        herzlichen Dank für diese sehr schnelle Antwort.
        Genau, die Vollzeitstelle wurde im Vorfeld schon vertraglich geregelt.

        Nochmals vielen Dank und auch Ihnen wünsche ich alles Gute!

  28. Sarah sagt

    Hallo,

    Ich bin in der 13 Ssw. Habe heute einen Beschäftigungsverbot von meinen Arzt erhalten. War zuvor 2 Wochen krank geschrieben. Ab morgen 18.03. sollte ich normalerweise wieder normal arbeiten.
    Hab heute Nachmittag von den Kollegen erfahren, dass mein Arbeitgeber Kurzarbeit angekündigt hat. Was heißt das nun für mich ?
    Kriege ich weniger Gehalt trotz meines Beschäftigungsverbot und wie sieht es mit Elterngeld für später aus ?
    Danke im Voraus

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum diesem Thema ganz oben eingefügt. Alles Gute!

  29. Lou sagt

    Hallo zusammen,

    aktuell befinden wir uns alle in einer sehr besonderen Situation bzgl. des Coronavirus. Auch an meinem Arbeitgeber geht das nicht spurlos vorbei. 80% der Beschäftigten wurden bereits angesprochen, ob sie bereit wären, in Kurzarbeit zu gehen.

    Kurz zu mir und meiner Situation:
    – Ich befinde mich derzeit in der 10. SSW
    – mein Arbeitgeber weiß noch nichts davon
    – bei uns gibt es keinen Betriebsrat im Unternehmen

    Ich wurde zwar bislang noch nicht wegen Kurzarbeit angesprochen, doch es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit. Soweit ich weiß, muss man der Kurzarbeit allerdings zustimmen. (Sidefact: Ich finde die Möglichkeit von Kurzarbeit grundsätzlich gut, da es ja darum geht, den eigenen Betrieb vor der Insolvenz zu bewahren.)
    Da Kurzarbeit allerdings mit einem Gehaltsverlust einhergeht, würde ich dem in meinem Fall nicht zustimmen wollen, da davon ausgehend wiederum mein Bruttoarbeitsentgelts für Mutterschaft und Elternzeit berechnet wird. Ist mein Gedankengang hier richtig?

    Mir ist sehr bewusst, dass von der Entscheidung, ob man der Kurzarbeit zustimmt, in gewisser Weise auch die Zukunft des eigenen Arbeitgebers abhängt. Ich weiß, dass es bei meinem Arbeitgeber wirklich um’s Überleben geht, da die Zukunft der Firma schon vor Corona stark gefährdet war. Daher habe ich überlegt, welche Möglichkeiten es noch gibt, das Unternehmen finanziell zu entlasten – und kam auf Folgendes:

    Durch die Schwangerschaft bin ich geplagt von starker und fast ständiger Übelkeit (trotz Medikamenten), Kreislauf und Müdigkeit (durch Medikamente multipliziert). Wäre es da nicht eine gute Idee, wenn ich mir von meinem Arzt ein individuelles Beschäftigungsverbot (teilweise Reduzierung oder auch totales Verbot) ausstellen lasse? Dadurch würde ich weiterhin mein volles Gehalt behalten und mein Arbeitgeber würde nicht für meinen „Ausfall“ zahlen müssen (da er die Lohnzahlung von der Krankenkasse voll erstattet bekommen würde – ist meine Recherche hier richtig?).

    Zum teilweisen / totalen individuellen Beschäftigungsverbot habe ich jedoch noch ein paar Fragen:
    (1) Machen das Ärzte überhaupt noch? Ich habe weiter oben gelesen, dass sie nicht selten von der Krankenkasse deswegen verklagt werden und darum vermeiden, dieses auszustellen.
    (2) Ist starke Übelkeit und Übergeben ein Grund für ein totales Verbot?
    (3) Könnte mir durch das Beschäftigungsverbot evtl. ein Nachteil entstehen? Z.B. dass es mir untersagt wird, in einem Geburtshaus zu gebären, da ich dann vielleicht als „Risikofall“ gelistet wäre.

    Ich wäre unendlich dankbar für eine Antwort, da ich wirklich sehr unsicher und Angst habe, etwas falsch zu machen.

    Lieben Dank im Voraus!
    Lou

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum Thema Kurzarbeit wegen Corona ganz oben eingefügt. Außerdem:

      1. Ja, wenn es berechtigt ist. Eventuell muss der Amtsarzt entscheiden.
      2. Das weiß ein Arzt besser.
      3. Das weiß ich nicht. Wichtig ist aber, dass bei einer mit Corona infizierten Schwangeren kein Geburtshaus oder Hausgeburt in Frage kommt.

      1. Lou sagt

        Vielen Dank für deine Antwort, liebe Anke! Habe den Artikel oben gelesen.
        Eine Verständnisfrage hätte ich allerdings noch, wenn du vielleicht die Zeit findest, sie zu beantworten:

        Wenn man Beschäftigungsverbot hat, bekommt man i.d.R. weiterhin sein volles Gehalt vom Arbeitgeber und dieser bekommt doch alles von der Krankenkasse erstattet, oder? Das habe ich zumindest recherchiert.

        Zitat: „Im Rahmen des Umlageverfahrens U2 werden die Aufwendungen des Arbeitgebers, die er aus Anlass einer Mutterschaft an seine Arbeitnehmerinnen zu zahlen hat, erstattet. Dazu gehört der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld für die Dauer der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) sowie das bei Beschäftigungsverboten zu zahlende Arbeitsentgelt.“ (Quelle: http://www.haufe.de)

        * Meine Frage nun:*
        Welchen Vorteil sollte der Arbeit geber davon haben, wenn man in der aktuellen Situation trotz BV in die Kurzarbeit geschoben wird?

        Liebe Grüße und großes Danke im Voraus!!! <3

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Lou,

          die Frage ist durchaus berechtigt. Ich kann nur spekulieren, weil die Gründe sicherlich jedes Mal andere sind.

          Ich denke, es geht vielen Arbeitgebern zum einen um den Verwaltungsaufwand. Denn eine pauschale Beantragung von Kurzarbeitergeld ist sicherlich einfacher, als einzelne Mitarbeiter gezielt auszuschließen. Zumal sich dann zukünftige Arbeitnehmer in derselben Situation darauf berufen könnten. Zum anderen könnte es wegen der Bevorzugung von Schwangeren im BV zu Neid in der Belegschaft kommen. Denn warum sollten sie mehr Geld als andere bekommen, wenn sie doch gar keine (oder nur wenige) Stunden leisten. Ob die Kurzarbeit wegen Corona Auswirkungen auf das Elterngeld haben wird oder nicht, ist ja noch nicht ganz sicher, wie oben im Artikel beschrieben. Denkbar ist aber, dass die Verluste von der Politik abgefedert werden.

          Finanziell sehe ich wie du keinen Nachteil.

          Beste Grüße und Alles Gute!

          1. Lou sagt

            Danke dir!!! <3

  30. Svea sagt

    Hallo,
    ich befinde mich nun seit dem 18.03.20 in einem individuellen Beschäftigungsverbot, ausgestellt durch meinen Arbeitgeber, da er mir keinen Alternativarbeitsplatz mehr stellen kann und ich somit wieder schwer heben und tragen müsste.

    Aufgrund der aktuellen bekannten Infektionslage wird es bei meiner Arbeit vermutlich im Laufe der nächsten Wochen zur Kurzarbeit kommen. Welche Folgen hätte dies nun für mich? Bin ich auch vom Kurzarbeitergeld betroffen oder bekomme ich das durchschnittliche Gehalt der letzten 3 Monate?
    Ab dem 26.04.20 bin ich dann im Mutterschutz. Hätte die Kurzarbeit dort noch Konsequenzen für mich?

    Vielen Dank für jegliche Info.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum diesem Thema ganz oben eingefügt. Alles Gute!

  31. Sabine sagt

    Hallo!

    Meine Situation ist folgende: Ich bin seit 01.01.20 bei meinem Arbeitgeber angestellt. Ich bin jetzt in der 22. SSW und mein Arbeitgeber weiß natürlich seit einigen Wochen bescheid. Nun werden wir wohl in Kurzarbeit gehen müssen aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie. Seit letzter Woche arbeiten wir schon erheblich weniger Stunden (normal 37,5/Woche – jetzt ca. 12 Std/Woche). Der Chef meinte, für diesen Monat bekämen wir noch normalen Lohn, aber er hätte rückwirkend Kurzarbeit beantragt, was ich etwas verwirrend finde.
    Meine Frage ist, wenn ich sehr bald ein Beschäftigungsverbot durch meinen Arzt erhalten würde (noch diese Woche), mit welchem Gehalt müsste ich dann rechnen? Zählt dann noch das normale Gehalt oder werde ich trotzdem nach Kurzarbeit bezahlt? Gibt es verschiedene Beschäftigungsverbote, die sich verschieden auswirken würden? Und wirkt sich das dann auch aufs Elterngeld aus?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum diesem Thema ganz oben eingefügt. Alles Gute!

    2. Anne sagt

      Liebes Babelli-Team,

      Seit Anfang September weiß ich, dass ich schwanger bin. Aufgrund von massiven Beschwerden überlege ich das Beschäftigungsverbot in Anspruch zu nehmen. Meine Ärztin hat es mir angeboten. Allerdings habe ich etwas Befürchtungen was die Finanzen angeht:

      Im Juni 2020 habe ich einen neuen Job angefangen:

      Juni: krankgeschrieben mit früherer Diagnose ohne Gehalt oder Krankengeld in den ersten 30 Tagen Krankschreibung, da Krankengeld für Diagnose bereits erschöpft, 200 Euro Gehalt (20h pro Woche laut Vertrag)

      Juli: krankgeschrieben, ca. 1200 Euro Gehalt, (20h pro Woche laut Vertrag)

      August: gearbeitet, 1200 Euro Gehalt, (20h pro Woche laut Vertrag)

      September: gearbeitet, 1700 Euro Gehalt (30h pro Woche laut Vertrag), von Schwangerschaft erfahren 17. SSW

      Oktober: aktuell Krankschreibung wegen Erkrankung im Rahmen der Schwangerschafr, 6 Wochen krank Schreibung noch nicht überschritten, laut Vertrag ab jetzt 40h und 2200 Euro Gehalt.

      Können Sie mir sagen welchen Betrag ich bei vollem Beschäftigungsverbot und bei teilweisen, also bei der Hälfte der Arbeitszeit von 20 h Pro Woche erhalten würde?

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo Anne,

        wenn dein Vertrag vorschreibt, dass du ab Oktober 40h bezahlt bekommst, müsste das auch für die Berechnung im Beschäftigungsverbot gelten.
        „Wenn eine Änderung des Arbeitsvertrages schon vor dem Beschäftigungsverbot geplant war (weniger Stunden, mehr Lohn o.Ä.), bildet der neue Vertrag die Grundlage für die Berechnung. (MuSchG § 21 Absatz 4 Satz 2)“.
        Den genauen Betrag kann ich leider nicht für dich berechnen.

        Alles Gute!

  32. Charlotte sagt

    Hallo, in meiner Firma wird voraussichtlich aufgrund der Coronavirus-Krise Kurzarbeit ab kommender Woche eingeführt. Es kann sein, dass ich in diesem Zyklus schwanger geworden bin. Mein Arzt wird mir ab Bekanntwerden der Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot ausstellen aufgrund von drohender Frühgeburt. Wird zur Berechnung des Mutterschaftslohnes in diesem Fall auch das Kurzarbeitergeld herangezogen? Wird dann nur der Arbeitgeberanteil, also 20% bei uns, angesetzt oder auch das volle Kurzarbeitergehalt? Oder hätte ich ggf. Glück und könnte die letzten 3 vollen Monate vor Kurzarbeit geltend machen für die Berechneung des Mutterschutzlohnes? Andernfalls hätte ich ja erhebliche Einbußen auch beim späteren Elterngeld, da ich auch nur 6 Monate seit meiner vorherigen 2-jährigen Elternzeit arbeite. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Danke vorab

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo, bitte noch einmal in den Artikel gucken. Wir haben einen Hinweis zum diesem Thema ganz oben eingefügt. Alles Gute!

      1. Christina Brose sagt

        Hallo!
        Ich bin zur Zeit in der 25.
        Ss Woche und seid 2 Wochen krank geschrieben. Jetzt hat sich meine Chefin in der Zwischenzeit mit mehreren Kolleginnnen auf Kurzarbeit geeinigt. Ich habe allerdings kein Schreiben bekommen und auch nichts unterschrieben. Bekomme ich jetzt trotzdem mein Gehalt gekürzt weil die Firma während meiner Krankschreibung in Kurzarbeit gegangen ist?
        Meine Chefin hat mir das so etwas erzählt, aber ich finde es ziemlich unlogisch, da ich ja nicht in Kurzarbeit bin und auch vorher noch Überstd./Resturlaub abbauen müsste.
        Meine Chefin würde es aber auch in Ordnung finden, wenn ich ein BV bekommen würde. Da stellt sich jetzt aber meine Frauenärztin quer weil Corona als Grund nicht ausreicht) bin nicht infiziert).
        Kann mir nicht meine Chefin auch ein BV ausstellen? Welche Gründe müssten dazu vorliegen?

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Christina,

          wenn nichts in Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung steht, ist Kurzarbeit zustimmungspflichtig. Wenn du dazu nicht aufgefordert wurdest, gilt sie für dich vorerst nicht. Du könntest deine Chefin bitten, dich davon explizit auszunehmen, damit du später garantiert keine Einbußen hast. Wenn der Betrieb jedoch in seiner Existenz bedroht ist, ist eine Weigerung riskant. Denn dann ist eine Änderungskündigung möglich, die auch für Schwangere gilt.

          Zu Thema BV vom Betrieb aus: ja das geht, muss aber plausibel begründet sein und kommt sehr darauf an, in welchem Bereich du arbeitest. Krankenschwestern bekommen pauschal vom Krankenhaus ein Beschäftigungsverbot, weil sie ein hohes Infektionsrisiko haben. Frauen in Berufen, die mit Gefahrenstoffen, ebenfalls. Wenn du im Büro arbeitest, stehen die Chancen dafür eher schlecht. Corona allein reicht leider als Begründung nicht aus.

          Alles Gute!

          1. Christina sagt

            Danke für die schnelle Antwort!
            Eine Frage hätte ich noch.. Wenn ich mich weiter krank schreiben lasse, wirkt sich das dann auch auf mein Gehalt aus wenn die Firma Kurzarbeit angemeldet hat?
            Ich arbeite außerdem als Goldschmiedin sowohl in der Werkstatt (z. T. auch mit giftigen Stoffen) als auch im Verkauf. Das Geschäft hat allerdings zur Zeit geschlossen, daher wäre im Moment keine Arbeit da.
            Viele Grüße!

          2. Anke Modeß sagt

            Hallo Christina,

            „Wenn ich mich weiter krank schreiben lasse, wirkt sich das dann auch auf mein Gehalt aus wenn die Firma Kurzarbeit angemeldet hat?“
            >> ich denke nicht, weil das Kurzarbeitergeld anhand des regulären Bruttos errechnet wird.

            Ich arbeite außerdem als Goldschmiedin sowohl in der Werkstatt (z. T. auch mit giftigen Stoffen) als auch im Verkauf. Das Geschäft hat allerdings zur Zeit geschlossen, daher wäre im Moment keine Arbeit da.
            >> Wenn du mit Giftstoffen arbeiten musst, rechtfertigt das ein generelles BV von deiner Chefin. Wenn du allerdings auch auf den Verkauf ausweichen kannst, eher nicht.

            Alles Gute!

  33. Katrin sagt

    Hallo
    Vielleicht ist das alles noch viel zu früh, aber ich bekomme langsam schlaflose Nächte. Morgen habe ich einen Termin beim Frauenarzt, ich habe vor kurzem festgestellt das ich schwanger bin, evtl. in der fünften Woche.
    Zu meiner jetzigen Situation:
    Ich bin seit dem Juli 2018 krankgeschrieben, wegen Depressionen.
    Seit Dezember 2019 erhalte ich Arbeitslosengeld und bin noch immer krankgeschrieben.
    Ende März 2020 sollte ich eine Reha antreten, die ich jetzt aber abgesagt habe, einmal wegen dem Virus und zum zweiten weil ich zwei Fehlgeburten und über 38 bin. Das Risiko möchte ich nicht eingehen.
    Zum Glück hat sich in meiner Gesundheit schon ordentlich etwas getan und wollte eigentlich ab Mai eine 400.— Stelle annehmen bzw. das ist noch immer der Fall.
    Meine Frage:
    Ende Dezember kommt das Hartz4 wo ich absolut nicht hin möchte, deshalb hoffe ich das ich arbeiten gehen kann.
    Wisst ihr was ich am besten jetzt machen sollte.???????
    Das Arbeitsamt informieren , die Krankenkasse und da das Geld echt knapp wird, kann ich irgendetwas beantragen als Unterstützung?????

    Falls sich jemand wundert, depressiv und dann ein Kind ? Ja das ist möglich und natürlich vorher ärztlich alles abgeklärt
    Nein wir haben das in dieser Situation nicht geplant gehabt, es ist aber jetzt der Fall worüber wir uns sehr freuen, trotzdem aber auch die Angst haben wegen dem finanziellen
    Vielen Dank für eure Hilfe

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Katrin,

      erst einmal herzlichen Glückwunsch!
      Ich würde noch den Arzttermin und die aktuelle Entwicklung in der Pandemie abwarten. Eventuell ist es ja möglich, dass du die Stelle im Mai trotzdem antreten kannst (hängt natürlich von den Umständen und der Stelle selbst ab).

      Schwangere, die zwar kein Hartz 4 erhalten, aber trotzdem kaum Einnahmen haben, können beim Jobcenter finanzielle Hilfen für die Baby-Erstausstattung beantragen.

      Später kannst du eventuell Kinderzuschlag zusätzlich zum Kindergeld bekommen. Auch Wohngeld ist möglich. Also Kopf hoch, das wird schon! Alles Gute!

  34. Annette sagt

    Hallo,

    ich verstehe den aufgeführten Satz nicht ganz: „Aber Vorsicht, es gibt eine Ausnahme. Wenn eine Änderung des Arbeitsvertrages schon vor dem Beschäftigungsverbot geplant war (weniger Stunden, mehr Lohn o.Ä.), bildet der neue Vertrag die Grundlage für die Berechnung. (§ 11 Absatz 2 Satz 3)“.

    3 Monate vor Beginn der Schwangerschaft habe ich weniger verdient als ab dem Beginn der Schwangerschaft. Ich bin nun im 6. Monat schwanger. Wenn ich nun ein indiv. Beschäftigungsverbot erhalte, zählen dann trotzdem die vollen 3 Monate vor Eintritt der Schwangerschaft oder bildet dann „der neue Vertrag die Grundlage der Berechnung“. Hierzu muss man wissen, dass das Gehalt einfach nur prozentual angepasst wurde und kein richtiger, neuer Arbeitsvertrag geschlossen wurde…

    oder bezieht sich der Satz auf Vertragsänderungen, die schon zukünftig geplant aber noch nicht umgesetzt wurden…?

    Wie genau wird der Eintritt der Schwangerschaft berechnet, wenn man unregelmäßig seine Periode hatte? Nehmen wir an, die letzte Periode war am Mitte September. Zählen dann die 3 Monate Juni, Juli und August als abgerechnete Kalendermonate? Oder zählt Juli-Sept?

    Vielen Dank für eure Arbeit. Vieles war wirklich einfacher zu verstehen bei dieser ganzen Bürokratie die man sonst so vorfindet!

    LG

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Annette,

      vielen Dank für das Lob 🙂

      Ich bin nicht zu 100% sicher, aber ich denke, dass besagter Satz auch für dich gilt, wenn du irgendwie nachweisen kannst, dass die prozentuale Gehaltserhöhung geplant war (E-Mails, Briefe etc.).

      Zur zweiten Frage: Wenn der Frauenarzt einen ET ermittelt hat, kann der Beginn der Schwangerschaft anhand dessen errechnet werden. (40 Wochen rückwärts vom ET gerechnet wäre Schwangerschaftswoche 1). Die 13 Wochen davor die Berechnungsgrundlage. Wenn du Glück hast, wird das höhere Gehalt anerkannt und dann wäre das hinfällig.

      Alles Gute für deine Schwangerschaft!

  35. Sabrina sagt

    Hallo,

    Ich (35, 2.kind erwartend im der 9.ssw) arbeite als Kommissioniererin.muss also über 20Kilo schleppen. Mein Chef sagte dass er keine andere Stelle für mich hat aber schon saß elterngeld zählt > deswegen kein beschäftigungsverbot.

    Die arztin widerrum sagt dass sie kein bv ausstellen kann solange noch nichts passiert ist….

    An wen wende ich mich nun?

    LG Sabrina

  36. Sabrina sagt

    Also er sagte er sieht es nicht ein, weil er ja schon das elterngeld dann zahlen soll und ich soll zum Frauenarzt gehen. Der sagt wiederum er kann keins machen erst ab dem 5 Monat oder wenn schon eine Fehlgeburt vorliegt, aber ich will doch nicht warten bis da was passiert. Da schiebt der eine dem anderen die Verantwortung hin und her. Benetzt die 2. Woche krank geschrieben und Arbeitgeber meckert das ich ja viel Geld koste und ich mir ein beschäftigungsverbot geben soll. Ich weiß echt nicht weiter. Mir wird jedesmal total schlecht weil ich nicht weiß was ich machen soll.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Sabrina,

      die Aussage deines Arbeitgebers stimmt so nicht. Denn er kann sich das Geld von der Krankenkasse zurückholen. Durch ein generelles Beschäftigungsgeld hätte er meines Wissens keine finanziellen Nachteile. Außerdem muss er sicher stellen, dass du nicht mehr schwer heben musst. Hast du schon über eine ärztliche Zweitmeinung nachgedacht?

      Alles Gute!

  37. Güli sagt

    Hallo,
    Ich habe heute im Radio gehört das Schwangere im BV nicht von der Kurzarbeit betroffen sind. Ist diese Aussage nun richtig oder nicht?
    In meinem Fall würde die Kurzarbeit am 01.04. beginnen und das Beschäftigungsverbot erst ab dem 02.04. weil ich da erst den Termin beim Frauenarzt habe. Falls die Aussage aber stimmen sollte, frage ich mich ob ich den von der Kurzarbeit betroffen wäre, weil mein BV danach eingereicht wird. Bin deswegen sehr verwirrert, wäre dankbar wenn Sie mich aufklären könnten.
    Schöne Grüße und vielen lieben Dank

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Güli,

      alles was wir herausgefunden haben, steht im Artikel. Was im Radio erzählt wurde, kann ich nicht beurteilen. Sollten wir von Änderungen hören, werden wir diese hier veröffentlichen. Am besten sprichst du mit deinem Arbeitgeber, um dich explizit von der Kurzarbeit ausnehmen zu lassen, um sicher zu gehen.

      Alles Gute!

  38. Sofia sagt

    Hallo! Ich habe eine frage. Meine Sohn ist 11 Monate alt und langsam muss ich anfangen wieder zu arbeiten. Ich habe durch die Schwangerschaft arbeitsverbot gehabt und jetz die firma macht ab 01.04 kurzarbeit. Bekomme ich auch die Kurzarbeit geld? Wegen das weiss ich dass nach eine arbeitsverbot mann bekommt keine arbeitslos geld. Wie ist das mit Kurzarbeit Geld? Ich war wieder schwanger und ich habe schon wieder arbeitsverbot bekommen aber ich habe leider meine baby verloren an die 14. Wochen und jetzt muss ich doch arbeiten… danke für die Antwort! Mfg Sofia

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Sofia,

      dass du dein Baby verloren hast, tut mir sehr leid!
      Sobald du wieder anfängst zu arbeiten, gilt das Kurzarbeitergeld auch für dich, es sei denn dein Arbeitgeber macht eine Ausnahme. Frag doch am besten nach.

      Alles Gute!

  39. Susanne sagt

    Hallo,
    ich bin seit Mitte November schwanger und habe im Dezember 2019 eine Beschäftigung als angestellte Lehrerin begonnen. Im Oktober und November 2019 stand ich in keinem Beschäftigungsverhältnis. Falls nun ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird, würde das bedeuten, dass ich kaum Gehalt bekomme, da ich von den drei Monaten vor Beginn der Schwangerschaft nur in einem Monat (September) in einem Beschäftigungsverhältnis stand und Gehalt bezogen habe, oder?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Susanne,

      meines Erachtens ist die Neuaufnahme einer Beschäftigung eine Ausnahme. Denn dann gilt als Berechnungsgrundlage das Gehalt im neuen Job.

      Alles Gute!

  40. Katrin sagt

    Hallo,
    bin schwanger und wg Corona seit 16.3. sowohl im generellen Beschäftigungsverbot (vom Arbeitgeber) und zusätzlich in Kurzarbeit.

    D.h. ich bekomme wohl 67 % vom letzten netto und muss nicht arbeiten.

    Ist das korrekt mit den 67%?

    Und ist es rechtlich richtig, dass auch für mich folgendes gilt:
    – alle Überstunden sind im Zuge der Kurzarbeit futsch und
    – der bereits eingereichte Urlaub, der in die Zeit der Kurzarbeit fällt, ist ebenfalls quasi weg bzw. gilt als genommen?

    Vielen Dank für eine Info 🙏🏻!
    Viele Grüße Katrin

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Katrin,

      ein Beschäftigungsverbot aufgrund von Corona ist eigentlich nicht vorgesehen. Aber dann hast du wohl Glück gehabt oder es gibt bei euch besondere Umstände?

      Das Kurzarbeitergeld ersetzt 60% des ausgefallenen Nettolohns, wenn du keine Kinder hast und 67%, wenn du Kinder hast. Es sind also nicht 67% vom Netto.
      Eine Beispielrechnung findest du hier bei Elterngeld.de.

      Zu deinen anderen Fragen:
      Eigentlich sind Arbeitgeber dazu angehalten, Überstundenabbau und Urlaubstage aus dem alten Jahr zu genehmigen, bevor der Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt wird. Zumindest verstehe ich es so, dass du für diese Tage noch das volle Gehalt bekommen müsstest. Das schreiben Rechtsanwälte dazu.

      Alles Gute!

  41. Isabel sagt

    Hallo Anke:
    Ich bin Schwanger in der 25 Woche, 2 Monate vor meiner Mutterschutz und seit Februar bin ich in Beschäftigungverbot.

    Mein Unternehmen,(ich bin Erzieherin) ist in Kurzarbeit seit 1 Abril.
    Meine Frage ist:
    Ich wäre auch in Kurzarbeit oder für meine Situation :Schwanger, mit Beschäftigungverbot und 2 Monaten vor der Mutterschutz hätte die Möglichkeit, die Kurzarbeit nicht zu erhalten, weil der Monat April beeinflusst in meiner Mutterschaftsgeld.

    ist die Kurzarbeit beeinflusst in der Mutterschaftsgeld?Und Elterngeld?

    Vielen Dank für Ihre Antwort! 🙂

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Isabel,

      das steht leider noch nicht ganz fest (Kurzarbeit und Elterngeld). Wenn du die Möglichkeit hast, nicht in Kurzarbeit zu gehen, würde ich das machen.

      Alles Gute!

      1. Isabel sagt

        Hallo Anke,
        Vielen Danke für Ihre Rückmeldung! 🙂 Ich möchte nicht in Kurzarbeit gehen, aber welche Chance habe ich?
        Deshalb schreibe ich Ihnen im Zusammenhang mit Ihrem Artikel.
        Wo kann ich weitere Informationen dazu finden?

        Aktueller Hinweis zu Beschäftigungsverbot & Kurzarbeit wegen des Corona-Virus (Stand 25.3.2020)
        Wenn Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge es nicht explizit ausschließen, gilt die Kurzarbeiterregelung für alle Beschäftigten, also auch die Schwangeren im Beschäftigungsverbot. Ausgenommen ist die Mutterschutzfrist bzw. die Referenzzeit, also die drei Monate für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes. Eventuell lässt sich mit dem Arbeitgeber vereinbaren, die Schwangere im BV von der Kurzarbeit auszunehmen.
        Im Moment versucht die Politik zu erreichen, dass die finanziellen Einbußen sich nicht auf die spätere Berechnung des Elterngeldes auswirken. Ob und wie genau das sichergestellt wird, müssen wir abwarten.

        Ich habe diese Informationen auf Ihrer Website gefunden.
        Ich bin jetzt in dieser Situation: schwanger, im Beschäftigungsverbot und zwei Monate vor meinem Mutterschutz.
        Wo kann ich weitere Informationen finden?
        Vielen Dank im Voraus!!

        1. Lena sagt

          Hallo Anke, ich bin in der 7 Ssw, laut Arzt liegt Risikoschwangerschaft vor. Wenn ich BV kriege, wodurch ich weniger Std. arbeiten soll also nicht mehr Vollzeit sondern Teilzeit, wird dann mein Gehalt dadurch auch gekürzt? Vielen Dank im Voraus.

          1. Anke Modeß sagt

            Hallo Lena,

            nein, wenn du ein individuelles Beschäftigungsverbot vom Arzt bekommst, wird dein Gehalt weiter voll bezahlt, auch wenn du weniger arbeitest.

            Alles Gute!

  42. Bigi sagt

    Hiii bin momentan in der 9SSW arbeite in einer Fabrik mein Arbeitgeber hat mir ein Beschäftigungsverbot gegeben..Mein Arbeitsvertrag ist bis Ende 31 August 2020 was muss ich machen muss ich trotz Beschäftigungsverbot ein Krankenschein abgeben..? Was muss ich danach machen von wo krieg ich Geld habe in einer seson Arbeit gearbeitet habe auch Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 bitte hilft mir…wann krieg ich Mutterschutz Geld – Elterngeld ich kenn mich garnicht aus 🙁
    Lg Bigi

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Bigi,
      an deiner Stelle würde ich das generelle Beschäftigungsverbot deiner Krankenkasse melden. Ruf doch einfach mal an und lass dich beraten. Ob du nach dem Auslaufen deines Vertrages Arbeitslosengeld bekommst oder nicht, hängt davon ab, wie lange du angestellt warst. Frag doch am besten direkt beim Arbeitsamt nach.

      Gut wäre, wenn du vom Arzt ab September kein individuelles Beschäftigungsverbot bekommst, sondern das generelle Beschäftigungsverbot durch deinen Arbeitgeber ausläuft. Dann giltst du als vermittelbar und es sollte keine Probleme geben. Das Mutterschaftsgeld wäre dann so hoch wie das Arbeitslosengeld.

      Das Elterngeld berechnet sich wahrscheinlich aus aus deinem Einkommen dieses Jahr und den Monaten ohne Einkommen. Denn Arbeitslosengeld zählt nicht als Einkommen. Du bekommst also weniger Elterngeld, als wärst du das ganze Jahr festangestellt gewesen. Es sollte aber deutlich höher sein als das Mindestelterngeld. Wenn du im Jahr davor mehr Monate gearbeitet hattest, kann auch dieses Jahr zur Berechnung genommen werden.

      Alles Gute!

  43. B. Bauer sagt

    Hallo,
    ich bin Erzieherin und seit einem Jahr in Elternzeit. Angesetzt waren ursprünglich 2 Jahre. Ich habe die Elternzeit nun in Absprache mit meinem Arbeitgeber auf 14 Monate verkürzt.
    Erhalte ich meine Lohnfortzahlung(nach den 14 Monaten Elternzeit) wenn ich nun vor Arbeitsantritt erneut schwanger werden sollte und wieder ein Beschäftigungsverbot aufgrund fehlender Immunität bekomme? Und muss ich, um die Lohnfortzahlung zu erhalten, schon gearbeitet haben bevor ich ins Beschäftigungsverbot gehe?

    LG ☀️

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Bianca,

      da ich kein Anwalt bin und mich nicht mit allen Einzelfällen auskenne, habe ich etwas recherchiert und Folgendes gefunden:
      https://www.frag-einen-anwalt.de/Eventuelles-Beschaeftigungsverbot-nach-dem-Abbruch-der-Elternzeit–f316975.html
      Das sollte deinen Fall mit abdecken oder?

      Alles Gute!

  44. Julia sagt

    Hallo!
    Mich bewegt die Frage nach dem Anspruch der Notbetreuung und ich würde das gerne aus rechtlicher Sicht betrachten.
    Mir ist wichtig dass meine Kinder endlich wieder soziale Kontakte, Spielen unter Gelichaltrigen und Abwechslung haben.
    Deswegen bleibe ich dran…
    Nach meinem Verständnis ist die Situation folgende:
    Die Regierung verkündet, dass systemrelevante Berufe die Notbetreuung nutzen dürfen. Ich gehöre zu dieser Gruppe.
    Die Regierung hat die Gruppe nicht näher bezeichnet:
    Dürfen diese Berufe diese Notbetreuung auch nutzen, wenn sie im Krankenstand, Berufsverbot oder in einer Risikoschwangerschaft sind?
    Da es nicht ausdrücklich/ klar eingegrenzt, sehe ich da eine rechtliche Lücke.
    Ich bin also sytemrelevant, aber schwanger im Beschäftigungsverbot. Ich habe kein betriebliches Beschäftigungsverbot, sondern eines vom Frauenarzt.
    In dem Verbot steht nichts über die Gründe. Diese sind wahrscheinlich privat. Wie bei einer Krankschreibung auch. Da gibt es ja keine Diagnose für den Arbeitgeber. Nach meiner Beurteilung dürfte ich die Betreuung nutzen.
    In dem Antrag gilt es folgendes Kreuz zu machen:
    „Ich bin aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung meines Kindes an folgenden Tagen gehindert…“
    Ich habe immer Mo und Di gearbeitet. An „folgenden Tagen“ bin ich nicht verhindert, da ich immer zuhause bin.
    Aber wie ist ein Beschäftigungsverbot bzw ein Krankheitsfall zu bewerten?
    Bin ich dann nicht durch Krankheit verhindert???
    Ich hatte die Haltung, dass ich bei dem Kreuz wöchentlich den Mo und Di angebe, wie ich auch gearbeitet hätte und zu dem Antrag, der aktuell nur im Kiga abgelegt wird, meinen Arbeitsvertrag, mein Beschäftigugsverbot dazu gelegt hätte, so dass im Fall, dass die Anträge im Kiga kontrolliert würden, Transparenz da ist. Passt das? Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen. Es ist ein Luxusproblem, da ich nicht die Not wie andere habe, aber ich habe vielleicht das Recht und das möchte ich ergreifen, wenn es meinen Kindern dient.
    LG Julia

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Julia,

      so wie ich das zumindest für Berlin gelesen habe, gilt die Notbetreuung nur für Eltern, die wirklich keine andere Möglichkeit für die Kinderbetreuung organisieren können. Da du zuhause bist, fällst du meines Erachtens aus der Notbetreuung heraus. Natürlich fehlen unseren Kindern die sozialen Kontakte, das gilt aber auch für diejenigen, die gar nicht darunter fallen und bis August (Stand 24.4.) warten müssen. Wie wäre es, wenn ihr euch privat in ganz kleiner, fester Gruppe organisiert? Denn je mehr Eltern die Notbetreuung in Anspruch nehmen, desto wahrscheinlicher wird es ja, dass es eine zweite Welle gibt, die sich dann nicht mehr beherrschen lässt.

      Alles Gute!

    2. Diana sagt

      Hallo,

      Ich befinde mit im Teilbeschäftigungsverbot und arbeite 4 Stunde die Woche, Dienstag 2 Stunden und Donnerstag.
      Wie werden nun meine Urlaubstage verrechnet?
      Vor der Schwangerschaft wurden meine kompletten Urlaubstage bereits verplant.
      Die letzten 2 Wochen waren also 10 Tage Urlaub eingetragen, obwohl ich ja davon aufgrund des Beschäftigungsverbotes nur 4 Tage in der Arbeit gewesen wäre, ist das trotzdem so rechtens?

      Liebe Grüße,

      Diana

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo Diana,

        Ich denke nicht, dass das so richtig ist. Denn du musst nur für die Tage Urlaub nehmen, an denen du tatsächlich arbeiten würdest. Und: bereits gewährter Urlaub bleibt trotzdem weiter als Urlaubsanspruch erhalten. (https://www.hensche.de/Urlaubsanspruch-bei-Beschaeftigungsverbot-gewaehrter-Urlaub-im-Mutterschutz-bleibt-bestehen-22.03.2017.html) Hake da bitte noch mal bei der Personalabteilung nach.

        Alles Gute!

  45. Marcel sagt

    Wir planen derzeit schwanger zu werden und meine Frau wird höchstwahrscheinlich vom Arzt ein individuelles Beschäftigungsverbot attestiert bekommen. Ihr Arbeitsvertrag würde während des Beschäftigungsverbots auslaufen. Würde Sie dann bis zur Geburt weiter Krankengeld (ca. 70% vom Brutto) erhalten oder müsste sie sich arbeitslos melden, um ALG I zu bekommen (sofern das bei Beschäftigungsverbot überhaupt geht)? Da sich ALG I sehr negativ auf das Elterngeld auswirken würde, würden wir eigentlich die Krankengeld-Variante bevorzugen (sofern es tatsächlich in der oben genannten Höhe ausbezahlt werden würde). (Zusatzfrage: Wie hoch wäre das Mutterschaftsgeld, wenn man während der Phase des Beschäftigungsverbots nach dem Auslaufen des Arbeitsvertrags tatsächlich Krankengeld beziehen würde? Wäre es das dann nur ein Tagessatz von 13 Euro?). Beste Grüße und danke für Eure Unterstützung im Paragrafendschungel

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Marcel,

      Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsverbot sind keine gute Kombination. Zumindest dann nicht, wenn deine Frau gar nicht als vermittelbar gilt. Denn dann bekommt sie höchstwahrscheinlich kein ALG1 und es gibt vielleicht noch weitere gravierende Einschränkungen (siehe letzter Absatz im Artikel).

      Wenn der Vertrag ausläuft, gibt es auch das „Krankengeld“ nicht mehr, denn genau genommen handelt es sich dabei um eine Lohnfortzahlung. Die Agentur für Arbeit zahlt im Normalfall das Mutterschaftsgeld in Höhe des alten Vertrages. Aber nur, wenn es eine Kündigung gab und meines Erachtens nicht, wenn der Vertrag ausgelaufen ist.
      Erkundigt euch da bitte vorher ganz genau beim Arbeitsamt und bei eurer Krankenkasse.

      Alles Gute!

      1. Marcel sagt

        Danke für die Antwort. Nach einer eingehenden Online-Recherche sind wir uns eigentlich ziemlich sicher, dass auch bei auslaufenden Arbeitsvertrag Anspruch auf Krankengeld besteht unter der Bedingung, dass die Arbeitsunfähigkeit während des laufenden Arbeitsvertrags attestiert wurde und über dessen Laufzeit hinausgeht. Allerdings hätten wir diesbezüglich gern eine verbindliche Auskunft. Vermutlich führt da wohl kein Weg an einem Anwalt vorbei.

        Unklarheit besteht auch immer noch bezüglich der Höhe des Mutterschaftsgelds. Denn wir vermuten, dass das Krankengeld bis zum Eintritt des Mutterschutzes bezahlt wird, dann aber eventuell nicht mehr, sondern lediglich der Tagessatz von 13 Euro. Aber sicher sind wir uns hierbei natürlich nicht und würden uns daher über jeden sachdienlichen Hinweis freuen. Da die Fragen sehr speziell sind, wären wir auch schon glücklich, wenn Sie uns eventuell Hinweise auf Ansprechpartner schicken könnten, die in diesen Fragen juristisch akkurat beraten (auch gegen Gebühr).

  46. B.B. sagt

    Dear,

    I am looking for an advice on a delicate matter regarding an organizational change during a beschaftigungsverbot in pregnancy.

    I am employed on a full time “unlimited“ contract for 7 years. Due to health issues in my second pregnancy my doctor has issued to me on 19.02.2020 “beschaftigungsverbot“ , as I have worked long overimes (leadership position) and as well had significant health issues leading to this decision. My mutterschutz starts on 11.08.2020.

    My boss has informed me via email on 28.04.2020 of an organizational change that my position has been assigned to one of my subordinates as he was acting in the position for barely 2.5 months in my absence. I still remain reporting to him and when I am back the company would look for a new position for me. Is this handling legal or it is braking of the working law?

    For how long is the employer obliged to keep my position? For how long an acting person can get my position?

    Thank you very much for your advice,
    B.B.

    1. Anke Modeß sagt

      Good evening,

      as far as I am concerned, your employer is not breaking the law here, i.e. as long as they are offering you a comparable position upon your return.

      All the best!
      Anke

  47. Mira sagt

    Hallo, ich bin noch krankgeschrieben vom Hausarzt habe aber parralel ein Bv erhalten krankmeldung ging bis gestern Bv ab letzen Montag, bekomme ich probleme

    1. Anke Modeß sagt

      Ich denke nicht. Alles Gute!

  48. Eva sagt

    Hallo,
    Ab August 2019 war ich bei der Zeitarbeitfirma beschäftigt. Im März 2020 entschied sich das Unternehmen, in dem ich in den letzten 8 Monaten gearbeitet habe, mich einzustellen. Ich habe einen Vertrag für eine Probezeit bekommen. Ich war 4 Wochen ab dem Zeitpunkt der Beschäftigung für eine Probezeit krankgeschrieben. Nach dieser Zeit wurde ich von meinem Arbeitgeber BV bekommen, weil die Arbeit für mich gefährlich ist. Wie soll ich mein Gehalt berechnen, wenn ich 3 Monate nicht am „neuen Vertrag“ gearbeitet habe? Zählt auch die Zeit, in der ich für einen anderen Arbeitgeber gearbeitet habe, aber immer noch im selben Firma bin? sollte ich nur diese Zahlung von März bis Erhalt der BV berücksichtigen. Ich kann die Antwort auf meine Frage in Ihrem Artikel nicht finden. Ich bin derzeit in 23 SSW. Ich werde im Voraus für Ihre Antwort dankbar sein!
    Mit freundlichen Grüßen
    Eva.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Eva,

      ich bin nicht sicher, was du mit Probezeit meinst. Hast du einen normalen Vertrag, der eine Probezeit mit drin hat? Oder nur einen Vertrag über ein paar Monate?
      Wenn es ein normaler Vertrag ist, bekommst du im BV so viel Geld, wie in deinem Vertrag steht. Egal ob du krank geschrieben warst oder nicht.

      Alles Gute!

  49. Verena sagt

    Hallo,
    ich bin im 4. Monat schwanger und habe meinem Chef vor Kurzem darüber informiert. Aufgrund von Corona hat er mich auf unbestimmte Zeit freigestellt (Entbindung: November 2020). Darf ich in der Zeit der Freistellung in Urlaub fahren oder muss ich mir dafür offiziell Urlaub nehmen/ genehmigen lassen von meinem Arbeitgeber und bekomme ich nun Kurzarbeitergeld für Nullarbeit, wenn die Firma für alle Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet hat?
    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
    Verena

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Verena,

      wenn dein Chef dich von der Kurzarbeit nicht explizit ausgenommen hat, gilt das Kurzarbeitergeld auch für dich.
      Bzgl Urlaub kommt es wohl darauf an, was genau ihr vereinbart habt. Am besten liest du hier mal nach.

      Alles Gute!

  50. Titi sagt

    Hiii seit 15.04.2020 bekomme ich Gehalt erhöhen .Ich bin in der 6 ssw Woche ,bei uns bekommt man sofort Beschäftigungsverbot . Wie sieht das jetzt aus für mich mit der Gehalt.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Titi,

      ich glaube, die Frage habe ich schon öfter beantwortet. Du bekommst das höhere Gehalt weiter.

      Alles Gute!

  51. Titi sagt

    Hiii sorry Danke 🙈🙈🙈

  52. Silke sagt

    Hallo ihr Lieben,

    Ich hätte da auch eine Frage, und zwar:

    Ich bin Kinderpflegerin in einem katholischen Kindergarten. Ich stehe in diesem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis seit Sept. 2011.
    Vom 17.Juni 2017 bis 09.Februar 2020 ruhte mein Vertrag auf Grund von Krankheit.
    Nun meine ich vor ca 2 Wochen schwanger geworden zu sein, also noch im April.
    Sobald ich dies mitteile werde ich höchstwahrscheinlich ein Beschäftigungsverbot bekommen.

    Nun die eigentliche Frage:

    Wie wird denn nun mein Mutterschaftsgeld berechnet?
    Ich mache mir wahnsinnige Sorgen, dass es nun noch weniger Geld sein wird, als mein Gehalt eh schon,
    da ich vor Eintritt der Schwangerschaft ja keine vollen 3 Monate gearbeitet habe.

    Ich danke euch für euren Rat,
    Viele liebe Grüße, Silke

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Silke,

      meines Erachtens bekommst du das volle Gehalt, das im Vertrag steht, dennoch weiter.

      Alles Gute!

  53. Silke sagt

    Danke liebe Anke. Das würde mir natürlich die große Sorge nehmen.

    Bleibt gesund! 💕

  54. J. Maria sagt

    Hallo,
    Ich bin seit mitte März im BV, da mein Gehalt monatlich variiert müsse mein Arbeitgeber mir doch den Durchschnittslohn der letzten 3 Monate zahlen. Im März hat er es nach Lust und Laune mit 11 Euro getan und im April mit 11,22 was nicht mal ansatzweise an mein Gehalt kommt. Ich hab meinen Durchschnittslohn ausgerechnet und mir fehlen um die 120 Euro die ich leider sehr zu spüren bekomme. An wen kann ich mich in der Hinsicht wenden, für Anwälte habe ich kein Geld und möchte einfach nur gerecht bezahlt werden.Dankeschön im Voraus für die Antwort.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Maria,

      wenn du denkst, dass dein Arbeitgeber falsch rechnet, musst du ihn ganz schnell schriftlich anmahnen. Denn sonst kann es sein, dass du die meist vertraglich geregelten Ausschlussfristen verpasst. Du kannst außerdem bei der Krankenkasse nachfragen, ob ihre Experten vermitteln können. Denn sie ersetzen ja deinem Arbeitgeber seine Auslagen.

      Alles Gute!

  55. C. Anne sagt

    Hallo liebes babelli Team,

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich befinde mich momentan in Elternzeit. Mein Kind ist 2 Jahre alt und geplant war, dass ich ab August wieder 15 Stunden arbeiten gehe (also während des letzten Jahres meiner 3 jährigen Elternzeit). Nun ist es so, dass das Kind ab September in die Kita geht und ich ab Mitte August meinen Resturlaub nehmen wollte. Soweit so gut. Nun bin ich allerdings ganz frisch schwanger und stehe nun vor einem Haufen an Fragen und Sorgen.
    Muss ich dem Arbeitgeber nun direkt schon mitteilen, dass ich schwanger bin (hatte bereits 2 Fehlgeburten)? Kann ich die 3 Monate abwarten (dann wäre ich bei Information des Arbeitgebers gerade in der Kita Eingewöhnung und quasi in Urlaub). Mit der Arbeit beginnen könnte ich dann allerdings nicht, da ich direkt ein Beschäftigungsverbot bekomme in meinem Beruf.
    Ich habe Angst, dass der AG meine Schwangerschaft als berechnet ansieht und enttäuscht von mir sein wird. Dem ist nicht so.
    Geht das so alles überhaupt? Oder würde ich einfach weiter in Elternzeit sein und keinen Lohnersatz bekommen? Macht es einen Unterschied wann ich die Schwangerschaft mitteile?

    Entschuldigung Sie die vielen Fragen, aber ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll und habe auch Sorgen was das finanzielle und berufliche betrifft.

    LG
    C.A.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Anne,

      Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann würdest du sofort ein arbeitgeberseitiges Beschäftigungsverbot erhalten. Damit er dich und das Leben deines ungeborenen Kindes schützen kann, solltest du deinen Arbeitgeber so früh wie möglich über deine Schwangerschaft informieren. Am besten vor Arbeitsantritt – sprich Urlaubsbeginn. Dein Resturlaub verfällt nicht, da du in Elternzeit bist. Auch gewährte Urlaubstage, die du aufgrund des Beschäftigungsverbotes nicht nehmen kannst, bleiben bestehen. Du bist derzeit noch in Elternzeit, daher bist du vor einer Kündigung geschützt. Zusätzlich bist du schwanger, was ebenfalls einen besonderen Kündigungsschutz bedeutet.
      Deine Gedanken und Sorgen kann ich gut nachvollziehen. Danke auch an dieser Stelle für deine Offenheit (Fehlgeburten). Spricht etwas dagegen, das mit deinem Chef/deiner Chefin genau so zu besprechen?

      Wenn eine Teilzeitbeschäftigung geplant war, dann bekommst du im Falle des Beschäftigungsverbots dein vereinbartes Teilzeitgehalt. In der Regel bekommt dein Chef dieses von der Krankenkasse (zumindest teilweise) erstattet.
      Deine bestehende Elternzeit kannst du zu einem Tag vor dem neuen Mutterschutz kündigen. Dann lebt dein ursprünglicher Vertrag wieder auf und du hast dann Anspruch auf einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Die nicht genutzte Zeit darfst du später noch nehmen.

      Alles Gute!

  56. Milli sagt

    Hallo, ich habe eine frage. Ich bin seid april schwanger und seid dem 12.7 im beschäftigungsverbot vom arbeitgeber. Ich habe einen stundenvertrag in dem mindestens 30 stunden arbeitsleistung pro woche stehen, werde also nach stunden bezahlt. Nun heißt es das der durchschnitt der letzten 3 monate gezahlt wird. Ich war im januar arbeitslos , bzw habe erst am 22.1 bei meinem arbeitgeber angefangen zu arbeiten. Dh ich habe für januar arbeitslosen geld und vom Arbeitgeber 10 stunden bezahlt bekommen. Februar und März war ich komplett arbeiten. Bekomme ich den durchschnitt oder wie es mein Arbeitgeber sagt die 30 stunden pro woche bezahlt? Vielen dank, ich weiss sonst nicht wo ich mir hilfe holen kann…

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Milli,

      in solchen Fällen gilt die Summe, die im Vertrag steht. Dein Arbeitgeber hat also recht.

      Alles Gute!

  57. Anja sagt

    Hallo,

    ich habe ein teilweißes Berufsverbot bekommen, das heißt ich darf nur noch vier Stunden am Tag arbeiten. Meine Frage ist, wie läuft das jetzt mit meinem Urlaub ab? Ich hab noch 8 Tage Urlaub dieses Jahr, heißt das nun dass ich nur die tatsächlichen 8 Tage Urlaub nehmen kann oder 16 Tage, weil ich pro Tag nur einen halben Tag Urlaub nehmen muss?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Anja,

      nein, du musst für jeden Tag, den du arbeiten würdest, einen Tag Urlaub nehmen.

      Alles Gute!

  58. Sabine sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich bin in der 9ssw und bin 46 jahre alt, Muttermundschwäche. Letztes jahr fehlgeburt. Habe einen sehr stressigen job. Ich bin für alles, wirklich alles zuständig. Kleine firma, ich arbeite immer alleine, mein Chef kommt nur alle paar Monate mal vorbei, da er im Ausland wohnt.
    Meine Frage bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit das mein gyn mir ein BV ausspricht. Ich muss die Außenanlagen pflegen, Innenreinigung (900m2), Lagertätigkeiten (auch schwer heben), alles im Büro erledigen, nach der eigentlichen Arbeitszeit bin ich in Bereitschaft falls etwas passiert.
    Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, das ich ein individuelles BV erhalte?
    Vielen Dank für Ihre Antwort vorab.
    Mfg

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Sabine,

      recht hoch. In deinem Fall findest du bestimmt eine Ärztin, die dir helfen kann, da dein Chef dir wahrscheinlich keine schwangerengerechte Tätigkeit anbieten kann.

      Alles Gute!

  59. radek sagt

    Hallo .Meine Frau ist auf Arbeitaverbot,fruher hat Arbeitslosengeld 1 gehabt.Jetzt arbeitsamt hat nur 6 Woche bezahlt,und AOK will nicht weiter Zahlen .Was kann ich tum.M.f.Gruss Radek radek0578@wp.pl

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Radek,

      das ist genau der Fall, den wir im letzten Absatz meinten. Reicht vielleicht ein „teilweises Beschäftigungsverbot“? Dann wäre deine Frau weiter „vermittelbar“ (in einem anderen Job) und würde wieder ALG 1 bekommen.

      Alles Gute!

  60. Anna sagt

    Guten Tag,

    Kurz zum Sachverhalt:
    – Ich bin seit dem 1. Januar 2015 in Vollzeit unbefristet beschäftigt.
    – Meine erste Tochter wurde am 18. März 2017 geboren. Ich ging unmittelbar in Elternzeit, die offiziell am 17. März 2020 endete.
    – Aus familiären Gründen nahm ich anschließend unbezahlten Sonderurlaub, bis zum 31. Juli 2020
    – Am 1. August 2020 begann ich wieder meine Arbeit, allerdings reduziert auf 32 Stunden pro Woche.
    – Nun bin ich erneut schwanger – Entbindungstermin ist der 15. Februar 2021.
    – Aufgrund schwerer Komplikationen im letzten Trimester der ersten Schwangerschaft (Präeklampsie, Lähmung nach Not-Kaiserschnitt und weitere Komplikationen) ist meine jetzige Schwangerschaft als Risiko-Schwangerschaft eingestuft.
    – Meine Frauenärztin hat mit mir besprochen, dass sie bei ersten Anzeichen von Problemen umgehend ein Beschäftigungsverbot aussprechen wird. Da mir bereits jetzt alles zu viel wird, möchte ich dies in Anspruch nehmen, mache mir aber Sorgen über die finanziellen Auswirkungen.
    Die rechtliche Frage, auf die ich leider sehr widersprüchliche Antworten finde:
    – Habe ich in der oben geschilderten Situation Anspruch auf Zahlung des vollen Lohns während des Beschäftigungsverbots? Ich habe häufig gelesen, dass man die drei letzten Monate vor der Schwangerschaft Lohn erhalten haben muss? Ich hatte aber von 18. März bis 31. Juli 2020 unbezahlten Sonderurlaub gehabt und vorher Elternzeit. Wie wird mein Lohn während des Beschäftigungsverbots berechnet? Danke für die Hilfe!
    Anna

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Anna,

      in solchen Fällen schaut man normalerweise auf das vertraglich vereinbarte Einkommen, dass gerade gilt. Also in deinem Fall das Gehalt für 32 Stunden pro Woche.

      Alles Gute!

  61. Mia sagt

    Hallo und zwar hätte ich eine Frage zu der Berechnung bei Beschäftigungsverbot. Ich habe aufgrund von Corona 2 mal meine Stelle verloren in den letzten 10 Monaten und danach einen Nervenzusammenbruch erlitten und bin jetzt seit September krank geschrieben mit Krankengeldbezug. Da ich 38 bin, tickt bei mir natürlich auch die Uhr. Ich habe heute einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und werde ab 1.12 wieder arbeiten, ich hatte am We Verkehr und frage mich nun was passiert wenn ich jetzt schwanger geworden bin? Von meinem neuen AG weiss ich das er schwangere sofort ins BV schickt wegen Corona und da ich im medizinischen Bereich tätig bin. Wie wird dann das Gehalt berechnet? Aus den letzten 3 Monaten inkl Krankengeld?? Erfährt dann mein AG das ich vorher Krankengeld bezogen habe? Ich habe das nämlich nicht erwähnt. Vielen Dank für eine Antwort.

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Mia,

      meines Erachtens ist der neue Vertrag die Grundlage für die Berechnung. Auch wenn du noch keine drei Monate dort beschäftigt sein wirst.
      Ob dein Arbeitgeber vom Krankengeld erfährt oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich sehe aber nicht, warum es so sein sollte. Mach dich nicht verrückt und warte erst mal das Testergebnis ab 😉

      Alles Gute!

  62. Vanessa N. sagt

    Guten Tag
    Ich bin in der 16. SSW und seit Mai wegen Corona in Kurzarbeit. Jetzt bin ich seit vorgestern im individuellen Beschäftigungsverbot. Jetzt stellt sich mir die Frage was ich jetzt für einen Lohn bekomme. Zählen die letzten 3 Monate vor Eintritt der Schwangerschaft als Bemessung? Man liest ja gerade überall, dass man trotz Kurzarbeit (wegen Corona) keine Einbuße hat. Können Sie mir weiterhelfen?
    Vielen Dank

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo,

      wie schon mehrfach beantwortet gilt das Kurzzeitgehalt für alle Beschäftigten. Es sei denn, die Schwangere wird explizit von der Kurzarbeit ausgenommen.

      Alles Gute!

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