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Selbstgemachter babybrei in Gläschen

Herzhafte Babybrei-Rezepte: 6 leckere Ideen zum selber machen

Gekauften Babybrei im Glas – für unterwegs voll okay, aber zu Hause? Tolle Anregungen, Tipps und natürlich Rezepte für super frischen selbst gemachten Babybrei bekommst du jetzt von uns. Mit Lecker-Garantie für kleine und große Gourmets!

Funktionieren die Babybrei-Rezepte bei allen Babys?

Sicher nicht. Babys werden ja nicht über Nacht zu Gourmets. So viel ist klar. Geh am besten ganz behutsam vor und lass euch beiden Zeit. Wer unbedingt von der Milch entwöhnen oder abstillen will, wundert sich meist, dass es nicht so schnell klappt, wie gedacht. Brei ist eben kein Milchersatz, sondern im ersten Lebensjahr tatsächlich nur BEIkost.

Wann dein Baby wie viel Brei isst, hängt ganz von seiner individuellen Beikost-Reife und seinen Vorlieben ab. Manche mögen ihn gar nicht und wollen lieber gleich vom Tisch mitessen. Wenn unsere Rezepte es nicht umstimmen, probier doch mal Baby Led Weaning.

Tipp: Breizutaten einzeln und langsam einführen

Für alle anderen gilt aber: wenn du die einzelnen Gemüse und Fleischzugaben nach und nach einführst, gewöhnt sich dein Baby irgendwann an feste Kost. Manchmal braucht es etliche Wiederholungen, um etwas gut zu finden.

Je offener dein Kind wird, desto mehr kannst du experimentieren. Mag dein Kleines etwas partout nicht, verträgt es diese eine Zutat meist auch nicht. Das kann vorübergehend sein. Probier es einfach in ein paar Wochen oder Monaten erneut.

Wenn du bei jeder neuen Zutat schaust, wie dein Kind und seine Verdauung reagieren, kannst du nicht viel falsch machen.

Brauchst du noch mehr Starter-Tipps? Die findest du hier.

Und jetzt kommen unsere Ideen für Babybreie, die unpüriert auch euch Großen schmecken werden. Abwandeln erlaubt!

Babybrei Rezept Nr. 1 – Der Klassiker

Einfach und gut – dieser Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei liefert alles, was dein Kleines zur Mittagszeit braucht. Und das im richtigen Verhältnis.

Rezept für selbstgemachten Kartoffel Gemüse Fleisch Brei

Zutaten:

  • 50 Gramm Kartoffeln
  • 100 Gramm Gemüse, etwa Karotten, Pastinake oder Kürbis
  • 30 Gramm Kalbfleisch oder eine andere Sorte
  • 1,5 Esslöffel Fruchtsaft (gern frisch gepresst) oder Fruchtmus
  • 1 Esslöffel Öl (Raps-, Lein- oder Maiskeimöl)

Zubereitung:

  1. Das Gemüse waschen, schälen und würfeln.
  2. Fleisch waschen und sehr klein schneiden.
  3. 10 bis 12 Minuten Dampfgaren oder in wenig Wasser dünsten.
  4. Saft dazugeben.
  5. Alles ohne das Kochwasser pürieren.
  6. Am Schluss das Öl unterrühren.

Diesen Brei kannst du – nachdem du dein Baby an die einzelnen Zutaten gewöhnt hast – schon ab dem 5. Lebensmonat füttern. Musst du aber nicht.

Vegetarisch wird er, wenn du das Fleisch durch Haferflocken und zwei bis drei Esslöffel Wasser ersetzt. Auch die Obstmenge musst du dann erhöhen, damit das Eisen aus den Haferflocken gut aufgenommen wird.

Und was essen die Großen?

Unser Tipp: mach von allem mehr. Dann habt ihr auch – selbstverständlich unpüriert – etwas Gutes zu essen. Statt Soße nimmst du ebenfalls Öl oder etwas Butter. Dazu noch Salz und Pfeffer, frische Kräuter und vielleicht ein paar Nüsse oder Kerne. Käse aller Art passt meist auch, aber bitte sparsam, damit du genug Eisen aufnehmen kannst. Das Obst gibt es dann zum Nachtisch. Richtig gesundes und leckeres Essen, das dir viel Kraft geben wird.

Guten Appetit!

Babybrei Rezept Nr. 2 – Für kleine Feinschmecker

Reis und Fisch, auch so eine klassische Kombination, weil der geschmacksneutrale Reis dem zarten Fisch nicht die Show stiehlt. Mit dem richtigen Beiwerk schmeckt es noch besser.

Zutaten:

  • 20 g trockener Reis (ergibt etwa 50 g gekochten)
  • 100 g Karotten
  • 30 g Fisch
  • 30 g Apfel
  • ein wenig frischen Dill
  • 1 Esslöffel Öl

Zubereitung:

  1. Reis nach Packungsanleitung zubereiten. Vollkornreis braucht deutlich länger als geschälter wie Basmati oder Langkornreis.
  2. Karotten waschen, schälen und in Scheibchen schneiden.
  3. Apfel schälen und würfeln.
  4. Den Fisch waschen und zerteilen. Aber nicht zu fein, sonst zerfällt er beim Garen.
  5. Alles 10 bis 12 Minuten dampfgaren.
  6. Falls dein Baby noch klein ist, die geschälten Apfelstückchen nach 5 Minuten mit dazu geben und fertig garen. Später kann er auch roh bleiben. Ähnlich ist es mit dem Dill.
  7. Pürieren.
  8. Danach das Öl einrühren.

Beim Fisch eignet sich der gute alte Seelachs am besten. Der hat nicht so viele Gräten, ist aber kein Großfisch. Auch Lachs geht. Der punktet mit besonders viel Omega-3, enthält in der Regel jedoch mehr Schadstoffe. Thunfisch und andere große Raubfische sind wegen des erhöhten Schwermetallgehalts für Babys ungeeignet.

Babybrei Rezept Nr. 3 – Thanksgiving mal anders

Truthahn mit Beilagen? Das geht auch als Babybrei.

Zutaten für selbst gemachten Babybrei Nr 3

Zutaten:

  • 100 g Kürbis
  • 50 g Süßkartoffel
  • 30 g Pute
  • 30 g Birne
  • ein klein wenig frischen Thymian
  • 1 Esslöffel Öl

Zubereitung:

  1. Gemüse und Obst waschen, schälen und klein schneiden.
  2. Pute ebenfalls waschen und in Stückchen schneiden.
  3. Zusammen mit dem Thymian 10 bis 12 Minuten in wenig Wasser dünsten.
  4. Thymianstiele entnehmen und den Rest ohne Kochwasser pürieren.
  5. Zum Schluss das Öl unterrühren.

Warum dünsten und nicht dampfgaren? Süßkartoffel ist gekocht verträglicher, weil dann viel weniger Oxalsäure enthalten ist als wenn du sie im Wasserdampf garen würdest.

Babybrei Rezept Nr. 4 – Heute mal vegetarisch

Mit Zwiebel gebraten eines der Lieblingsgerichte der Autorin. Aber auch vielen Babys schmeckt die Kombination Fenchel-Möhre-Apfel im Babybrei. Probier es einfach mal aus.

Zutaten für selbst gemachten Babybrei Nr 4

Zutaten:

  • 20 g rohe Hirse (ergibt etwa 50 g gekochte Hirse)
  • 70 g Mohrrübe
  • 30 g Fenchel
  • 30 g Apfel
  • ein wenig frischen Dill
  • 1 Esslöffel Öl

Zubereitung:

  1. Hirse nach Packungsanleitung zubereiten. Vollkornhirse braucht deutlich länger als geschälte.
  2. Gemüse und Obst waschen, schälen und klein schneiden.
  3. Zusammen mit dem Dill 10 bis 12 Minuten in wenig Wasser dünsten.
  4. Ohne Kochwasser pürieren.
  5. Zum Schluss das Öl unterrühren.

Hirse enthält viel Eisen. Mit dem Apfel zusammen eine tolle Kombi.

Auch bei Fenchel gilt, in Wasser garen ist für Babys besser als im Dampf. Denn Fenchel enthält etwas mehr Nitrat als andere Gemüse, und das wirst du so am besten los.

Babybrei Rezept Nr. 5 – Es grünt so grün

So richtig schön grün wird dieser Brei, wenn du den Brokkoli nicht zu lange garst. Zusammen schmecken die Zutaten bestimmt auch dir.

Zutaten für selbst gemachten Babybrei Nr 5

Zutaten:

  • 80 g Pastinake
  • 40 g Brokkoli
  • 30 g Erbsen
  • 30 g Hühnchen
  • etwas Petersilie
  • 1 Esslöffel Öl

Zubereitung:

  1. Das Gemüse waschen, schälen und kleiner schneiden.
  2. Fleisch waschen und sehr klein schneiden.
  3. 10 bis 12 Minuten Dampfgaren oder in wenig Wasser dünsten. Den Brokkoli schon nach 9 Minuten herausnehmen.
  4. Saft dazugeben.
  5. Alles ohne das Kochwasser pürieren.
  6. Am Schluss das Öl unterrühren.

Pastinake lässt den Brei schön grün und verwandelt ihn nicht, wie Möhre, Kürbis oder Süßkartoffel, in eine braune Pampe. Kartoffel passt aber auch.

Mein Baby mag keinen Brokkoli

Fun Fact: Eine australische Studie hat jüngst herausgefunden, dass nicht alle Menschen den Schwefel-Anteil in Kohlgemüse gleich wahrnehmen. Wie sehr er uns stört, steckt in den Genen. Deshalb gibt es einige Menschen, die Kohl in jeglicher Form verschmähen. Es schmeckt ihnen einfach nicht.

Wieder ein Beispiel, dass weniger von der Erziehung abhängt, als die meisten Eltern vorher dachten.

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Geschmack. Deshalb einfach trotzdem ab und zu anbieten. Irgendwann macht es vielleicht ‚klick‘.

Babybrei Rezept Nr. 6 – Wenn Baby Stückchen mag

Dieser Brei ist für etwas fortgeschrittenere Esser, weil sowohl Tomate als auch Paprika schwerer verdaulich sind. Natürlich kannst du ihn sämig pürieren, aber mit kleinen Stückchen schmeckt er besonders gut.

Zutaten für selbst gemachten Babybrei Nr 6

Zutaten:

  • 20 g Couscous (ergibt etwa 50 g gekochten Couscous)
  • 50 g Zucchini
  • 30 g Tomaten
  • 20 g Paprika
  • ein Blättchen Basilikum
  • 1 Esslöffel Öl

Zubereitung:

  1. Couscous nach Packungsanleitung zubereiten. Meist wird er nur mit kochendem Wasser übergossen und quillt dann auf.
  2. Gemüse waschen.
  3. Zucchini, Tomaten, Paprika und Basilikum sehr klein hacken oder schneiden. Dein Kind soll sich nicht verschlucken können.
  4. Zusammen mit dem Basilikum 10 bis 12 Minuten in wenig Wasser dünsten.
  5. Danach Couscous hinzugeben.
  6. Pürieren oder nicht – das ist deine Entscheidung.
  7. Zum Schluss das Öl unterrühren.

Babybrei-Rezepte zum Download

Hier findest du unsere Rezepte zum Download als PDF-Datei:


Kann ich auch TK Ware nehmen?

Ja, das kannst du. Manchmal sind in Tiefkühlware sogar mehr Vitamine als in zu lang gelagertem „frischem“ Gemüse und Obst. Aber: die Minustemperaturen verändern mitunter Struktur und Geschmack des Gemüses. Manche Sorten schmecken frisch besser. Probiere es einfach aus!

Fleisch und Fisch musst du für selbst gemachten Babybrei vorher nicht auftauen. Dann verlängert sich jedoch die Garzeit. Willst du es nicht tiefgefroren verarbeiten, dann …

  1. … nimm es aus der Verpackung,
  2. packe es in eine verschließbare Dose in den Kühlschrank,
  3. lass es über Nacht dort auftauen,
  4. gieße am Morgen des Tauwasser weg und wasch Fisch oder Fleisch vor dem Garen noch mal ab.

Quellen

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