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Eine Familienhebamme unterstützt in schwierigen Situationen

Familienhebammen helfen Familien in schwierigen Situationen

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

Den Begriff Familienhebamme kennt kaum eine Familie. Dabei sind sie eine großartige Hilfe, wenn der Start nach der Geburt – warum auch immer – etwas holprig ist. Was eine solch besondere Hebamme macht, wer Anspruch hat und wer sie bezahlt, erfährst du hier.

Was sind Familienhebammen?

Familienhebammen (kurz FamHeb) sind staatlich geprüfte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Sie sind dafür ausgebildet, Familien in Not auch nach den ersten Wochen mit Baby zur Seite zu stehen. Dabei können sie viele gute Tipps geben, wie du und dein Baby gesund bleiben (oder gesund werden), wie du deinen Alltag mit Baby meisterst und wo du mehr Unterstützung bekommst. Auch wenn du bei der Erziehung unsicher bist oder dir eine bessere Bindung zum Baby wünschst, kann sie dir kompetent weiterhelfen. Sogar bei Behördengängen begleitet sie euch, wenn das nötig ist. Sie unterstützt im ganzen ersten Babyjahr (in Ausnahmefällen auch länger) und weiß, wer dir danach weiterhelfen kann.

Meist kommt eine Familienhebamme schon in der Schwangerschaft das erste Mal vorbei. Aber auch nach der Geburt kannst du noch Kontakt aufnehmen.

Gut zu wissen: auch wenn bereits eine Nachsorgehebamme zu euch kommt, kannst du dazu eine Familienhebamme in Anspruch nehmen, wenn das allein nicht ausreicht. Anders als eine „normale“ Hebamme, darf sie sich so viel Zeit für euch nehmen, wie wirklich nötig ist.

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Für wen sind sie gedacht?

Familienhebammen sollen stark belastete Familien unterstützen. Ob sich eine Familie (oder ein Elternteil) überfordert fühlt oder nicht, ist natürlich individuell ganz unterschiedlich. Zur groben Orientierung dient diese Liste:

  • Jugendliche Schwangere
  • Überforderung der Eltern (aus unterschiedlichsten Gründen)
  • Familien, die in sozialer Isolation leben
  • Familien mit geringem sozioökonomischem Status
  • Alleinerziehende Mütter
  • Familien mit frühgeborenen Kindern
  • Chronisch kranke Neugeborene oder solche mit Behinderungen
  • Familien mit Suchtproblematik
  • Situationen häuslicher Gewalt
  • Familien mit Migrationshintergrund und fehlender Einbindung in das Gesundheitssystem
  • Chronische Erkrankungen in der Familie
  • Frauen bzw. Partner mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen

Aber auch, wenn du dich dort nicht wiederfindest, kannst du durchaus um Hilfe bitten.

Kostet ihre Hilfe etwas?

Nein, Familienhebammen sind für Eltern kostenlos. Ein Antrag ist nicht nötig. Sie rechnen ihre Leistungen in der Regel direkt mit den Kommunen ab. Ihre Dienste sind Teil der „Frühen Hilfen“. Dabei handelt es sich um eine Kooperation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. . Deren Angebote sind für Alleinerziehende und Familien gemacht, die mehr frühzeitige Unterstützung benötigen, als es normalerweise gibt.

Wo finde ich eine Familienhebamme?

Da Familienhebammen von den Kommunen bezahlt werden, handhabt es jede Kommune anders. Eine zentrale Vermittlungsstelle gibt es nicht. Das ist aber gar nicht so schlimm.

Am einfachsten ist es, wenn du im Internet für deine Region unter https://www.elternsein.info/fruehe-hilfen/suche-fruehe-hilfen/ nach direkten Ansprechpartnern suchst, die du einfach anrufen kannst. Oder gib in der Suchmaschine „Familienhebamme“ und deinen Wohnort ein.

Normale Hebammen, Frauenarztpraxen oder Familienzentren wissen in der Regel ebenfalls Bescheid.

🎧 Podcast: #119 – Unterstützung durch Hilfsangebote für Schwangere und Eltern

Hör jetzt in diese großartige Podcastfolge mit Familienhebamme Jennifer Jaque-Rodney rein. Wenn dir unser Podcast gefällt, dann abonnier ihn doch direkt bei Spotify oder iTunes, um keine Folgen mehr zu verpassen.

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Quellen

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