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So sehr leiden Babys rauchender Mütter in der Schwangerschaft

Rauchen in der Schwangerschaft
Oben im Bild der Fötus einer Raucherin im Vergleich zur Nichtraucherin unten. (Foto: Durham University)

Es ist hinlänglich bekannt, dass das Rauchen zu den sehr ungesunden Angewohnheiten zählt. Die Auswirkungen des schädlichen Tabakkonsums sind bereits für Erwachsene enorm. Was aber bedeutet das für dein ungeborenes Kind? Eine Studie deckte das auf.

Machen wir uns nichts vor: Jeder Raucher weiß um die Gesundheitsrisiken. Doch als Schwangere gilt es, verantwortungsbewusst zu sein, um sich selbst und das ungeborene Kind vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Raucherinnen tun sich mitunter etwas schwer, sofort aufzuhören, wenn die Schwangerschaft bekannt wird. Nicht selten stellt sich der innere Schweinehund dem guten Vorsatz in den Weg. Doch gerade die freudige Nachricht, schwanger zu sein, ist ein sehr guter Zeitpunkt, um diesem Laster endlich abzuschwören.

Studie zeigt: So sehr leiden Babys im Mutterleib

Werdende Mütter, die rauchen, wissen grundsätzlich, dass der Tabakkonsum natürlich auch für das Baby ungesund ist. Wie sehr, das ist allerdings nur den wenigsten wirklich bewusst.

Im Rahmen einer Studie der Universitäten Durham und Lancaster hat man sich mit eben diesem Schwerpunkt eingehend beschäftigt. Mittels HD-Ultraschall ist es den Forschern gelungen, die ungeborenen Babys von rauchenden Müttern während der Schwangerschaft zu beobachten. Sie haben praktisch sichtbar gemacht, was man bisher nur vermutete. Und die Ergebnisse sind ebenso beeindruckend wie alarmierend.

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Babys, deren Mütter in der Schwangerschaft rauchen, zeigten bei den HD-Ultraschallbildern:

  • Eine weitaus aktivere Mimik. Beispielsweise bewegten sie ihren Mund viel häufiger. Das lässt darauf schließen, dass jener Bereich des Gehirns, der die Gesichtsmuskeln steuert, in seiner Entwicklung hinterherhinkt. 
  • Eher fahrige oder nervöse Hand- und Mundbewegungen, die sich mit denen von depressiven oder stark gestressten Menschen vergleichen lassen.
  • Einen deutlich erhöhten Herzschlag.

Wer während der Schwangerschaft weiter raucht, trägt also mitunter schon einen kleinen Zappelphilipp unter dem Herzen. Es mag ja prinzipiell niedlich sein, wenn man auf diesen besonderen Ultraschallaufnahmen ein Baby mit zuckersüßer Mimik erkennt. Kennt man die Ursache, ist es dann aber weniger schön. Ebenso verhält es sich bei Babys Hand- und Mundbewegungen. Ultraschalluntersuchungen sind ja immer besonders spannend und schön, wenn sich das kleine Wunder im Bauch bewegt. Kommen diese beobachtbaren Bewegungen aber durch den regelmäßigen Tabakkonsum der werdenden Mama zustande, verblasst die Freude eigentlich recht schnell wieder, oder?

Laut einer Studie des RKI haben 2017 10,6 Prozent der werdenden Mütter geraucht. Frauen, die bei der Geburt ihres Babys unter 25 Jahre alt waren, konsumierten dabei bis zu 3 mal häufiger Tabakwaren als ältere Frauen.

Der Zeitpunkt kann entscheidend sein

Natürlich ist es für dich und dein Baby immer besser, wenn du schon vor der Schwangerschaft auf Zigaretten und Co. verzichtest. Doch etwa jede 3. Frau wird ungeplant schwanger. In diesen Fällen lässt es sich mit der Rauchentwöhnung nicht immer so lösen. Aber hier profitierst du von dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Schaffst du es bis spätestens zur 5. Schwangerschaftswoche, mit dem Rauchen in der Schwangerschaft aufzuhören, können die Stammzellen zumindest größere Schäden beim Embryo noch ausgleichen.

Allerdings bleibt dennoch das Risiko, dass dein Baby unter Umständen:

  • viel zu früh geboren wird,
  • mit einem niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 2500 Gramm zur Welt kommt,
  • sehr viel kleiner bei der Geburt ist,
  • mit nicht vollständig ausgebildeten Lungen geboren wird,
  • veränderte Körperproportionen aufweist

Eine weitere Studie zu den Auswirkungen des mütterlichen Rauchens ergab: Kinder, deren Mütter im 1. Trimester mit dem Rauchen aufhörten, wiesen zwar weniger gesundheitliche Einschränkungen bei der Geburt auf als Babys, deren Mütter bis zum Ende der Schwangerschaft rauchten. Dennoch konnten die Föten in ihrer Entwicklung die Defizite hinsichtlich der Körpergröße und -proportionen nicht aufholen.

Übrigens: Nicht nur rauchende Mütter fügen ihrem Kind in der Schwangerschaft Schaden zu. Auch die Papas sind hier in der Pflicht. Denn raucht der Partner in Gegenwart seiner schwangeren Frau, nimmt sie den Tabakrauch passiv auf und das Baby kann ebensolche Entwicklungsstörungen aufweisen.

Wusstest du, …

… dass Babys von stark rauchenden Müttern nach der Geburt regelrecht auf Entzug sind? Sie kommen häufig als Frühgeburt auf die Welt, wiegen oftmals gerade einmal 1500 Gramm. Sehr oft sind die kleinen Frühchen besonders unruhig, trinken zu wenig, schwitzen und zittern stark.

Kein schöner Start ins Leben, findest du nicht?

Fazit

Nikotin ist ein besonders schädliches Nervengift. Die Auswirkungen auf ein ungeborenes Kind sind wirklich enorm. Abgesehen von einem zu geringen Geburtsgewicht und einem zu kleinen Körperbau sind es vor allem die Defizite in der Entwicklung des Gehirns, die zu denken geben. Leidende Babys rauchender Mütter in der Schwangerschaft müssen nicht sein. Am besten ganz schnell aufhören und sich mit einer gesunden Lebensweise auf das Baby einstellen.

Hast du während der Schwangerschaft geraucht? Wenn ja, wie schwer ist dir das Aufhören gefallen?

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Quellen

Veröffentlicht von Manuela Schneider

Schon als Erzieherin hat Manuela sich der kleinen und großen Dinge angenommen, die Vorschulkinder beschäftigen. Kreativ gestaltete sie für ihre Mäuse den Kindergartenalltag, sodass jeder Tag ein neues Abenteuer bereithielt. Als zweifache Mama hat sie sich diesen kreativen Einfallsreichtum ebenso beibehalten wie ihr besonderes Verständnis für das Gefühlsleben der Kleinen. Manuela sammelte unsagbar viele nützliche und wertvolle Erfahrungen in der Arbeit sowohl mit Kita-Kindern zwischen 3 und 6 Jahren als auch nach der Wende in Freizeiteinrichtungen für 6- bis 18-Jährige wie den Spielstuben, Kinderkreativ-Workshops und Jugendclubs der Stadt Chemnitz. Seit 2013 hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als freiberufliche Autorin, die gefühlvoll in Worte fasst, was anderen nur auf der Zunge liegt.

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