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Mozzarella in der Schwangerschaft: Vorsicht bei Büffelmozzarella!

Mozzarella in der Schwangerschaft: erlaubt?

Überbacken auf Aufläufen und Pizza oder roh in Salaten und Vorspeisen, Mozzarella ist einfach wahnsinnig beliebt. Auch als werdende Mutter darfst du den italienischen Käseklassiker essen – mit einer wichtigen Einschränkung. Wir verraten dir, worauf es beim Genuss von Mozzarella in der Schwangerschaft ankommt. 

Darf man in der Schwangerschaft Mozzarella essen?

Ja, Mozzarella in der Schwangerschaft ist erlaubt! Ein Glück für alle Fans des italienischen Frischkäses. Aber wie bei jedem Käse solltest du auch hier darauf achten, dass er aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde. Das ist bei industriell abgepacktem Mozzarella aus Kuhmilch meistens der Fall. Bei traditionellem Büffelmozzarella solltest du die Hinweise auf der Verpackung ganz genau studieren. Die Hinweise „wärmebehandelt“ oder „pasteurisiert“ sollten darauf zu finden sein.

Mozzarella punktet durch seinen mild-aromatischen Geschmack und seine Vielseitigkeit. Egal, ob als Salatbeilage, auf der Pizza oder mariniert als Haupt-Akteur der Vorspeise. Dazu enthält der faserige Frischkäse wichtige Nährstoffe, wie Eiweiß, Kalzium, Zink, dazu diverse Aminosäuren und Vitamine. Leider ist er auch üppig mit Fett ausgestattet. Auf 100 Gramm Mozzarella kommen etwa 15,7 Gramm. In der Vollfett-Variante sollte er also besser nicht zu oft auf deinem Speiseplan stehen.

In der Schwangerschaft kein Mozzarella aus Rohmilch!

Von Mozzarella aus Rohmilch solltest du hingegen ganz die Finger lassen. Insbesondere klassischer Büffelmozzarella wird häufig aus Rohmilch hergestellt. Das bedeutet, die Milch wird bei der Herstellung nicht erhitzt.

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Rohmilchprodukte bergen deshalb die Gefahr, mit Listerien besiedelt zu sein. Diese stäbchenförmigen Bakterien können in der Schwangerschaft gefährlich werden. Eine Infektion damit nennt man auch Listeriose. Zwar kommt sie selten vor, dafür hat eine Listeriose in der Schwangerschaft umso schwerwiegendere Folgen. Listerien können über die Nabelschnur auf das Ungeborene übergehen und gesundheitliche Probleme und Fehlbildungen verursachen. Es kann beispielsweise zu einer Fehlgeburt oder Frühgeburt kommen. Neugeborene Babys, die im Mutterleib einer Listeriose ausgesetzt waren, leiden häufig an Meningitis, einer Blutvergiftung oder Lungen- und Hirnhautentzündung. 

Zum Schutz vor Listeriose und Toxoplasmose solltest du laut Bundeszentrum für Ernährung in der Schwangerschaft auf folgende Lebensmittel verzichten:

  • Rohmilchkäse (z.B. Brie, Camembert, Emmentaler)
  • halbfester Käse mit Blauschimmel (z.B. Gorgonzola)
  • Käsesorten mit klebriger, rot-gelber Rinde / Rotschmiere (z.B. Handkäse, Harzer, Limburger, Tilsiter)
  • eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen
  • vorgefertigter Reibekäse
  • rohes Fleisch
  • geräucherte Wurst
  • roher Fisch
  • rohe Sprossen und Keimlinge

Außerdem solltest du Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich abwaschen.

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Wie ist es mit Mozzarella auf Pizza und Mozzarella-Sticks?

Die gute Nachricht: Wurde der Mozzarella erhitzt, wie es beim Überbacken der Fall ist, bist du auf der sicheren Seite. Beim Erhitzen sterben krankheitserregende Bakterien ab. In der Schwangerschaft kannst du also bedenkenlos Aufläufe und Pizza mit überbackenem Mozzarella essen. Das gilt auch für Mozzarella-Sticks, die frisch frittiert oder im Ofen erhitzt wurden. Hier solltest du aber darauf achten, dass auch das Innere des Sticks wirklich heiß geworden ist.

4 Tipps für den Genuss von Mozzarella in der Schwangerschaft

1. Augen auf beim Einkauf

Als werdende Mutter solltest du die Gefahren einer Listeriose kennen und ihnen bestmöglich aus dem Weg gehen. Beim Einkaufen ist es deshalb wichtig, die Hinweise auf der Verpackung zu lesen. In Deutschland müssen alle Produkte aus Rohmilch als solche gekennzeichnet sein. Das erleichtert den Einkauf etwas. Steht nichts von Rohmilch drauf, ist auch keine Rohmilch drin. Ansonsten können dir die Worte „wärmebehandelt“ oder „pasteurisiert“ als Leitfaden dienen.

Außerdem solltest du darauf achten, dass die Verpackung nicht aufgebläht ist. Das wäre ein Zeichen dafür, dass der Käse zu lange oder ungekühlt gelagert wurde. Dann ist er nicht mehr genießbar. Das gilt natürlich nicht nur für den Einkauf, sondern auch für vergessene Fundstücke im Kühlschrank.

2. Kein Mozzarella aus offenen Gefäßen

Auch wenn du die Käsespezialitäten von der Frischetheke liebst: während der Schwangerschaft solltest du dich vorsichtshalber auf industriell verpackte Produkte beschränken. Denn bei der Lagerung in offenen Gefäßen, wie es bei eingelegtem Mozzarella an der Käsetheke oder auf dem Wochenmarkt der Fall ist, können sich Bakterien vermehren. Das ist normalerweise kein Problem für einen gesunden Erwachsenen. In der Schwangerschaft bist du jedoch anfälliger für Lebensmittelinfektionen. Und wie du nun weißt, können diese schlimme Folgen haben.

3. Im Restaurant oder der Kantine besser nachfragen

Sollte es beim Auswärtsessen rohen Mozzarella im Salat oder als Teil der Vorspeise geben, solltest du dich erkundigen, welcher Mozzarella dafür verwendet wurde. Das gilt insbesondere für Mozzarella aus Büffelmilch. Der ist zwar eine Delikatesse, aber in klassischer Form eben aus Rohmilch hergestellt und damit für Schwangere tabu. Salattheken im Restaurant, in der Kantine oder im Supermarkt solltest du meiden (siehe Punkt 2).

4. Mozzarella am besten gleich aufbrauchen

Mozzarella sollte nach dem Öffnen nicht länger aufbewahrt werden. Auch dann steigt die Gefahr, dass sich unerwünschte Keime vermehren. Deshalb solltest du eine angefangene Packung am besten direkt aufbrauchen. Möchtest du ihn noch einen Tag im Kühlschrank lagern (bitte nicht länger), dann in seiner eigenen Lake und in einem luftdicht verschlossenen Gefäß.

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Quellen

✔ Inhaltlich geprüft am 28.12.2022
Dieser Artikel wurde von Emely Hoppe geprüft. Wir nutzen für unsere Recherche nur vertrauenswürdige Quellen und legen diese auch offen. Mehr über unsere redaktionellen Grundsätze, wie wir unsere Inhalte regelmäßig prüfen und aktuell halten, erfährst du hier.

Veröffentlicht von Carolin Severin

Carolin ist Mama einer Tochter im Kindergartenalter und leidenschaftliche Familien-Redakteurin. Sie beschäftigt sich schon seit 10 Jahren hauptberuflich mit allem, was (werdende) Eltern interessiert. Bei Babelli versorgt sie euch mit Informationen und News rund ums Thema Schwangerschaft. Dabei ist es ihr besonders wichtig, komplexe medizinische Themen verständlich und sensibel aufzubereiten und dabei möglichst Sorgen und Ängste zu nehmen. Dafür arbeitet sie eng mit unserer Expertin Hebamme Emely Hoppe zusammen.

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