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Rauchen in der Schwangerschaft: Deshalb solltest du aufhören

Eine Zigarette am Tag schadet dem Baby nicht? Rauchen in der Schwangerschaft ist nach wie vor ein großes Thema. Immer wieder erhalten Frauen falsche Informationen oder sind sich unsicher, wie schädlich es nun wirklich ist. In diesem Artikel erfährst du, warum du unbedingt mit dem Rauchen aufhören solltest.

Nikotin als Suchtmittel für das Ungeborene

Der Moment, in dem du an der Zigarette ziehst, ist für dein Baby ein weiterer Schritt in die Sucht. Das Nikotin geht über die Plazenta in den Körper des Ungeborenen. Die Abhängigkeit von Nikotin ist eine Suchterkrankung. Rund 7 Millionen Menschen weltweit sterben pro Jahr an den Folgen der Nikotin-Aufnahme. Das Nervengift ist jedoch nicht nur für deinen Körper schädlich, sondern vor allem auch für dein ungeborenes Baby. Je später du in der Schwangerschaft aufhörst zu rauchen, desto größer ist die Gefahr, dass dein Kind nach der Geburt einen Entzug durchführen muss.

Vielleicht hast du vor der Schwangerschaft schon einmal versucht, dir das Rauchen abzugewöhnen. Möglicherweise bist du hier mit den Entzugserscheinungen in Berührung gekommen. Zitternde Hände, Übelkeit und eine starke Nervosität treten besonders häufig auf. Stell dir vor, dass dies dein Baby erwartet, wenn es auf die Welt kommt.

Die Risiken für das Ungeborene durch das Rauchen in der Schwangerschaft

Wer vor der Schwangerschaft exzessiv geraucht hat, schafft es nicht immer, direkt mit dem positiven Test aufzuhören. Umso wichtiger ist es sich zu informieren, welche Auswirkungen es auf dein Baby haben kann, wenn du weiter rauchst. Auch eine Reduzierung der Zigaretten pro Tag ist schädlich für das Ungeborene. Die Folgen sind schwerwiegend. Kinder von Raucherinnen werden mit einem deutlich niedrigeren Geburtsgewicht geboren. Auch die Herzfrequenz kann auffällig sein. Das Risiko für einen Herzfehler ist, gegenüber von Babys von Nichtraucherinnen, um 60% erhöht.

Betroffene Kinder können später starke Atemprobleme bekommen. Asthma ist eine mögliche Folge durch das Nikotin in der Schwangerschaft. Zudem gilt das Rauchen in der Schwangerschaft und in Gegenwart des Babys als einer der möglichen Faktoren, die für den plötzlichen Kindstod verantwortlich sein können. Störungen im Wachstum sowie der körperlichen und geistigen Entwicklung und eine verminderte Konzentrationsfähigkeit wurden ebenfalls bereits nachgewiesen.

Vielen Frauen ist sogar bewusst, dass ihr Baby mit Untergewicht auf die Welt kommen kann. Oft ist dies eine unterschätzte Gefahr. Untergewicht bei der Geburt kann sich auf das gesamte weitere Leben auswirken. So wird versucht, die Babys auf Normalgewicht zu bekommen. Innerhalb einer kurzen Zeit sollen sie besonders viel zunehmen. Diese Gewichtszunahme sorgt dafür, dass der Unterschied zu Babys mit normalem Geburtsgewicht ausgeglichen wird. Allerdings kann dies auch ein Auslöser für späteres Übergewicht sein.

Interessant sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie, die im BMJ veröffentlich wurde. Das Gesundheitsjournal hat in der Ausgabe 324 die Ergebnisse zusammengefasst. Die Studie wurde bereits 1958 begonnen. Insgesamt 17.000 Frauen haben daran teilgenommen. Von der Schwangerschaft an über mehrere Jahre hinweg wurden die Familien begleitet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft geraucht haben, ein deutlich höheres Risiko für krankhaftes Übergewicht und Diabetes hatten. Dies weist darauf hin, dass Nikotin bei Ungeborenen zu einer Stoffwechselstörung führen kann.

Auswirkung von Nikotin auf die Schwangerschaft

Das Rauchen in der Schwangerschaft kann sich nicht nur auf das Baby auswirken, sondern auch den Verlauf der Schwangerschaft negativ beeinflussen. So kann das Rauchen dein Risiko erhöhen, eine Eileiterschwangerschaft oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft zu durchleben. Durch das Nikotin wird eine Fehlentwicklung oder eine Unterentwicklung der Plazenta unterstützt. Dies kann bis hin zu einer Plazentainsuffizienz führen. In diesem Fall wird der Stoffaustausch zwischen dir und dem Baby beeinträchtigt. Das Ergebnis ist eine mögliche Mangelversorgung des ungeborenen Kindes.

Nicht selten kann Nikotin zudem eine Fehlgeburt oder eine Frühgeburt auslösen. Dies kann mit einer Ablösung der Plazenta einhergehen. Eine schnelle Reaktion ist notwendig, um Leben von Mutter und Kind, abhängig von der Schwangerschaftswoche, retten zu können.

Mit dem Rauchen aufhören – so kann es klappen

Jeder Tag ohne Nikotin ist für dein Baby ein gewonnener Tag. Optimal ist es, wenn du schon bei Kinderwunsch auf die Zigaretten verzichtest oder spätestens mit dem positiven Schwangerschaftstest aufhörst zu rauchen. Die folgenden Tipps können helfen:

1. Mach dir bewusst, was Nikotin für dein Baby bedeutet

Du trägst die Verantwortung für dein Kind mit dem ersten Tag der Schwangerschaft. Es ist abhängig von dir und darauf angewiesen, dass du einen gesunden Lebensstil pflegst. Es kann helfen, sich noch einmal genau mit den Nebenwirkungen auseinanderzusetzen, die Rauchen in der Schwangerschaft mit sich bringt.

2. Belohne dich

Für dich ist es eine beeindruckende Leistung, auf die Zigarette zu verzichten. Belohne dich ruhig. Geh in die warme Wanne, gönn dir ein Stück Schokolade oder einen kleinen Einkaufsbummel.

3. Zigaretten bewusst vernichten

Zelebriere den Moment, in dem du dich von deinen Zigaretten verabschiedest. Zerbrich die restlichen Zigaretten und wirf sie in den Müll. Vernichte vorhandene Aschenbecher und leg die Feuerzeuge weg. Sag dir bewusst, dass du dies für die Gesundheit deines Kindes und für dich selbst machst.

4. Zwischenmahlzeiten einbauen

Bereite dich auf die ersten Tage nach dem Aufhören vor. Schneide dir am Morgen Karotten oder Äpfel und pack Kekse ein. Immer dann, wenn du Lust auf eine Zigarette hast, gibt es einen kleinen Snack. Auch Kaugummi kann helfen.

Die bewusste Entscheidung gegen das Rauchen, ist auch eine bewusste Entscheidung für die Gesundheit deines Kindes.

Video: Wie hört man sofort mit dem Rauchen auf? // Dr. Stefan Frädrich

Hast du noch weitere Fragen zum Thema Rauchen in der Schwangerschaft? Schreib uns einen Kommentar!

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